Die Hoffnung, dass nach Köln eine umfassende Darstellung in den Medien Platz greift, bleibt ein zartes Pflänzchen. Aber dieses Pflänzchen gibt es, während in der Politik das Samenkorn nach Köln noch gar nicht aufgegangen ist. Aber Geduld ist eine scharfe Waffe.
Wie lange kann diese Neuinszenierung der „Local-Posse“ von Johann Nepomuk Nestroy…
Eine „Kreditprovision“ von 0,5 Prozent „auf den nicht beanspruchten Teil Ihres Kontokorrentkredits“? Nein, das ist kein verfrühter Aprilscherz, sondern Realität. Gerd Maas erklärt warum.
Der Globus ruckt und eiert, und Casablanca liegt nicht mehr in Afrika, sondern in Deutschland. Was bedeutet das für unsere Kultur? Casablanca hat uns eingeholt.
Warum die Feinde der Frauen Frauen sind und warum Merkel von einer guten Kanzlerin zu einer Belastung für dieses Land geworden ist - und für sich selbst.
Anne Will schützt Peter Altmaier, die Stimme seiner Herrin Angela, vor Stefan Aust und Ahmad Mansour. Sie selbst und der wiedergewonnene Sonntags-Sendeplatz sind ihr wohl wichtiger als die journalistische Aufgabe, der Wahrheit möglichst nahe zu kommen.
Wenn der Spiegel den Neoliberalimus für zu wenig Geld für die Polizei schuldig erklärt und damit das Staatsversagen im Kölner Skandal erklärt, ist es Zeit, den Spiegel in Pension zu schicken. Billiger geht Populismus nicht.
Die FDP ist sicher nicht der Heilsbringer und die Antwort auf alles. Aber sie hat neben SPD, CDU, Grünen und Linken ihre politische Berechtigung. Die AfD ist kein Aufbruch zu etwas Neuem, sondern eher das Ende der politischen Fahnenstange. Demnächst auch dort ein Besuch.
Der Konflikt FAS gegen FAZ muss beide beschädigen - das Hauptblatt und die Sonntagsausgabe. Leser spüren instinktiv die Verkrampftheit und Unaufrichtigkeit einer FAZ, die jede Linie vermissen lässt. Der Kampf um die Linie geht schon länger, nun ist er öffentlich.
Die Ausübung des Rechts gehört in die Hände einer unabhängigen Justiz. Justiz (und Polizei) von jeder politischen Weisung und jedem politischen Einfluss zu befreien, verdient Platz eins auf einer Agenda 2050 für Freiheit durch Recht.
Wir sind es leid, von „alten weißen Männern“ regiert zu werden und wir unterwerfen uns dem Diktat einer alten weißen Frau. Ja, der Morbus Germanicus bringt vieles zutage. Vor allem den Unwillen, die Dinge beim Namen zu nennen.
Die Reaktionen mancher Alt-68er und ihrer geistigen Implantate auf die Vorgänge der Silvesternacht drängen Tomas Spahn ganz spontan den Eindruck auf, dass dieses anti-emanzipatorische Frauenbild nicht nur in deren männlichen, sondern auch in deren weiblichen Köpfen bis heute fest verankert ist.
Mit dem Unterdrücken anderer - wie auch immer gearteter - Meinungen ist noch lange kein Ende.
Es trifft Russland hart, dass Ministerpräsident Dimitri Medwedew gestern öffentlich eingestand, dass sein Land faktisch bankrott ist. Analytiker überraschte das nicht – aber in seiner Offenheit ist es mehr als ungewöhnlich, wo Putin nur wenige Tage zuvor im Gespräch mit einer mangelhaft vorbereiteten BILD-Chefredaktion der staunenden Öffentlichkeit noch etwas von „300 Milliarden Dollar in Goldreserven“ erzählt, über die sein Land angeblich verfüge.
Da die AfD in die infragestehenden Landtage einzieht, beginnt die Wiedergewinnung der an sie verlorenen Wähler durch Übernahme von AfD-Positionen bei CDU und SPD am 14. März. Im Sommer 2016 werden wir den von 2015 nicht wiedererkennen und uns die Augen reiben, wenn wir die Worte derselben Personen des öffentlichen Lebens im Jahresabstand vergleichen.
Jeder Flitzerblitzer auf der Landstraße, jedes Reifenteil auf der Autobahn wird dem Kunden gemeldet. Warum fehlten in der Silvesternacht, wo die Eskalation zehn Stunden lang anhielt, die Hinweise der Medien in Echtzeit? Wo waren die sonst so bildergeilen Kamerateams? Und wo war eigentlich der WDR, von dessen Gebäude aus man direkt auf die Domplatte sehen kann?
Es geht nicht um „das Verhältnis von Männern und Frauen“ oder um einen Konflikt zwischen sozialen Gruppen, oder gar um eine psycho-biologische Disposition „der Männer“. Es geht um unsere Gesellschaftsform, unsere politische Kultur. Unser Zivilisations-Standard ist nicht bloß ein „Wert“, sondern ein allgemeinverbindliches, sanktionsbewehrtes Recht – ohne Vorrecht einer bestimmten Kultur, Religion, Geschlecht oder Abstammung.
Maybrit Illner blieb nach Sandra Maischberger ebenfalls hinter Frank Plasberg zurück. Lag es an der erfolgreichen Klientel-Politik des Vormannes vom Bund Deutscher Kriminalbeamter? Oder ist das Themenfeld einfach schon zur Genüge beackert und nichts Neues hinzugekommen? Redet man nur noch darüber, weil die Lösungen fehlen? Dann müsste man aber viel intensiver über solche sprechen. Aber eine Chance gibt es diese Woche ja noch: Mal sehen, ob Anne Will es besser macht.
Wir erleben damit die schleichende Veränderung der staatlichen Ordnung von der parlamentarischen hin zu einer exekutiven Demokratie – kurz und bewusst überspitzend kann man es auch „Post-Demokratie“ nennen.


































