Antifa will Parlamente stürmen und Parteitage verhindern – und wie reagiert der Staat?

Die Antifa ruft dazu auf, bei einem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt den Landtag zu stürmen. In Erfurt will sie den Beschützern „unserer Demokratie“ helfen, den AfD-Parteitag zu verhindern. Dort wird sich zeigen, ob Thüringens Ministerpräsident Voigt und Innenminister Maier in der Lage sind, Gewalt zu verhindern und den Rechtsstaat durchzusetzen.

picture alliance/dpa | Martin Schutt

Laut einem Schreiben auf Indymedia, dem Zentralorgan linken Terrors, ruft die Antifa für den Fall, dass die AfD in Magdeburg die Wahl gewinnt und den Ministerpräsidenten stellen kann, auf: „Am 6. September, dem Tag der voraussichtlichen faschistischen Machtübernahme in Deutschland, werden wir mit einer großen Schar von Antifas aus ganz Deutschland den Magdeburger Landtag stürmen.“ Im demokratischen Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland organisieren von der Regierung nachsichtig behandelte Terroristen, ein Parlament zu stürmen, weil ihnen das Wahlergebnis nicht passt – und die Regierung scheint wohlwollend dazu zu schweigen?

Wo ist der allseits um die Demokratie besorgte Bundespräsident Steinmeier, wo seine mahnenden, wo seine flammenden Worte zur Verteidigung der Demokratie? Aber vielleicht liegt es auch daran, dass Steinmeier in sehr linken Kreisen sozialisiert wurde und im Alter von Nostalgie beseelt wird, vielleicht liegt es auch daran, dass der „zivile Widerstand“ der Antifa Teil von Steinmeiers wehrhafter „unserer Demokratie“ ist, wie Honeckers Fachausdruck für den demokratischen Zentralismus der nicht abwählbaren Mauereliten lautete. In den „demokratischen Medien“, um einen weiteren Fachausdruck aus der DDR zu verwenden, herrscht über die ungeheuerliche Drohung, Parlamente als Antwort auf den Ausgang einer demokratischen Wahl stürmen zu wollen, beredtes Schweigen. Nur beredtes Schweigen oder auch hämisches oder verdruckst zustimmendes Schweigen?

Und der Verfassungsschutz? Klar, kämpft gegen Rechts. Das hat er mit der Antifa gemeinsam. Bitter spottend könnte man kabarettistisch fragen: Erwägt man demnächst, die Antifa als Hilfspolizei einzusetzen? Oder als agent provocateur? Der Plan scheint so einfach wie hinterhältig, so undemokratisch, so Ulbricht-like zu sein. Mithilfe von NGOs und Antifa, bei der der Verdacht besteht, dass sie auch mittelbar aus Priens Programm „Demokratie leben!“, das eher „Diktatur leben“ heißen sollte, sich finanziert, wird durch Heerscharen von rotgrünen Fußtruppen das Parlament gestürmt, Magdeburg terrorisiert.

Damit die Bundesregierung wie einst die Reichsregierung beim Preußenschlag 1932 argumentieren kann, dass die Landesregierung die öffentliche Ordnung nicht aufrechterhalten, dass das Bundesland seine Pflichten nicht mehr erfüllen kann, weshalb die Bundesregierung den Bundeszwang nach Artikel 37 Grundgesetz ausrufen muss und die Verwaltung des Landes übernimmt. Das würde aber bedeuten, dass die Bundesregierung eine faktische Allianz mit der Antifa einginge und mithin dadurch, dass sie selbst ihre Neutralität und Überparteilichkeit eklatant verletzte, sowohl Autorität als auch Legitimität verlöre. Ihre Geschäftsgrundlage bestünde nun mehr nur noch in der Gewalt.

 

Aber nicht nur in Magdeburg, sondern auch in Erfurt maßt sich die Antifa hoheitliche Befugnisse an und stößt dabei auf Sympathie von Thüringens SPD-Innenminister Georg Maier. Björn Höcke warnte zu recht mit Blick auf die Vorbereitungen der linken Demokratiefeinde, mit allen Mitteln zu verhindern, dass eine Partei ihrer demokratischen Pflicht nachkommen kann, einen Parteitag abzuhalten, vor „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“ in Erfurt. Thüringens Innenminister Maier antwortet auf Höckes Mahnung zynisch: „Das entbehrt jeder Grundlage.“ Wirklich „jeder Grundlage“? Fragen wir doch mal die Antifa, was sie dazu meint:

„Zwei Wochen noch bis Erfurt und bis zur größten Mobilisierung in der Geschichte der antifaschistischen Bewegung. Wir möchten uns an dieser Stelle bereits jetzt allen Bündnissen danken, die diese Aktion möglich machen, mit der wir erstmals ein Zusammentreffen der AfD komplett verhindern. Weiter möchten wir Euch mitteilen, dass wir vorletzten Sonntag bei den G7-Riots in Genf antifaschistische Gruppen aus Italien, Frankreich und der Schweiz nach Erfurt einladen konnten. Sie werden uns an diesem 4. Juli mit ihrer Erfahrung in europäischen Kämpfen unterstützen. Als strategischen Ansatz werden wir an diesem Tag erstmals die Hausdächer von Gebäuden besetzen, die auf der Anfahrtroute der AfD-Faschisten liegen. Wir werden diese Dächer militant verteidigen und auch von diesen Angriffe ausführen. Die Erfahrungen der letzten Events hat uns gelehrt, dass Aktionen nur auf der Straße strategisch keinen langfristigen Vorteil gegenüber dem riesigen Heer an Bullen bieten. Daher besinnen wir uns auf Strategien, die wir von G20 bis R94 bereits erprobt haben. Achtet bitte auf Ankündigungen vor Ort und in unseren eigenen Infokanälen, um den Bullen nicht die Option zu bieten, sich auf Überraschungsaktionen unsererseits vorzubereiten.“

Maiers Reaktion ist nicht etwa, wie man vom Innenminister eines Rechtsstaates erwarten kann, die Antifa zu verbieten, nein, Maier will die AfD verbieten. Dementsprechend bedankt sich auch die Antifa bei Maier, dessen SPD zu den „Bündnissen“ gehört, „die diese Aktion möglich machen, mit der wir erstmals ein Zusammentreffen der AfD komplett verhindern“.

Die Thüringer SPD, der Maier vorsitzt, ruft ebenfalls zur Demonstration gegen den AfD-Parteitag auf. Damit ist Maier politisch und persönlich mitverantwortlich für die undemokratische und putschistsche Demonstration gegen den AfD-Parteitag, gegen die Demokratie, gegen den Rechtsstaat. Es ist nämlich das Recht und vor allem die Pflicht von Parteien, Parteitage abzuhalten. Maiers SPD demonstriert dagegen, dass eine Partei ihrer demokratischen Pflicht nachkommt. Ist das einzige Argument in der politischen Auseinandersetzung, das SPD und Maier noch haben, die Aktionseinheit mit der Antifa? Natürlich rufen SED-Ramelow und SPD-Maier gleißnerisch, einheitsparteilich und heuchlerisch zum „friedlichen Protest“ auf. Doch man demonstriert als Demokrat grundsätzlich nicht dagegen, dass eine Partei, wer immer sie auch sein mag, ihren Parteitag abhält.

Kann der Thüringer Innenminister noch irgendwie glaubhaft darlegen, dass er ein Demokrat ist? Oder ist sein einziges Argument das Argument der Macht, die Antifa auf der Straße und den Dächern Erfurts?

Erfurt wird zeigen, ob der Titelverlierer Voigt von der CDU und Maier von der SPD in der Lage sind, in Thüringen den Rechtsstaat durchzusetzen. Die Antifa hat gesagt, was sie vorhat, Maier weigert sich, obwohl er genau sieht, was kommt, den Ausnahmezustand auszurufen, stattdessen sollen seine Genossen schon mitdemonstrieren, nur bei den Gewaltakten sollen sie nicht mitmachen.

Man kann von der AfD halten, was man will. Nur, wenn die Demokratie zu verteidigen heißt, die demokratischen Rechte der AfD zu verletzen, wenn statt inhaltlichen Argumenten, nur Argumente des Verbots und der Gewalt vorgebracht werden, dann weiß man, dass die Demokratie bei Union, SPD und Grünen inzwischen in schlechten Händen ist. Sie setzen ins Werk, wovor sie warnen.

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Kommentare ( 175 )

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Sonny
19 Tage her

Länder, in denen terroristische Vereinigungen wie in Deutschland die Antifa, staatlich gefördert werden, offenbaren nur eins:
Die vielbesungene Demokratie ist längst verschwunden. Sie gilt nur noch als Feigenblatt.

Fatmah
20 Tage her

Die Saat der Hetze geht auf.

Logiker
20 Tage her

Nach der Wende tönten die Wessis lautstark und im Brustton der Überzeugung zu den Ossis:

„Mit uns hätte man das nicht machen können.“

Ich mußte damals laut lachen.

Ich lache immer noch…….

Europafriend
20 Tage her

gegenüber dem riesigen Heer an Bullen“… Diese Formulierung sollte den still-hämischen Duldern in führenden Politikerkreisen als Warnung dienen: Heute ist es die AfD, morgen könntet ihr das Ziel der Linksexremisten sein.

alter weisser Mann
20 Tage her

Die Höckesche Warung vor „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“ entbehrt tatsächlich jeder Grundlage. Hier zieht ja nur die Antifa ins Gefecht, für einen Bürgerkrieg müsste der Bürger schon auch kämpfen.

Don Didi
6 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

Da wäre ich vorsichtig. Der Deutsche ist in dieser Hinsicht träge, das heißt aber nicht, daß er es ewig bleibt und sich alles gefallen läßt. Während der Franzose wegen jeder Kleinigkeit auf die Straße geht, macht der Deutsche erstmal nichts. Kritisch wird’s wenn der Tropfen kommt, der das Faß zum Überlaufen bringt. Das wußte man schon vor 200 Jahren. „Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner. Der deutsche Donner ist freilich auch ein Deutscher und ist nicht sehr gelenkig und kommt etwas langsam herangerollt; aber kommen wird er, und wenn ihr es einst krachen hört, wie… Mehr

gnomen est omen
20 Tage her

Merkwürdiges Land in dem wir mittlerweile leben. Für eine Meinungsäußerung wird einem um 6 Uhr früh die Türe eingetreten. Für 23 € Steuerbetrug gibt es 9 Monate U-Haft. Landesmedienanstalten betreiben ganz offen Zensur. Mißliebige Medien werden von der linksextremistischen Innenministerin einfach mal so nebenbei verboten. 90-jährige Tattergreise sitzen seit 3 Jahren im Bau, und mehr und mehr scheint sich herauszukristallisieren, daß die sehr wenig bis gar nichts böses angestellt haben. Eine Terrororganisation hingegen, die gewalttätige Schläger in mindestens Regiments-; wenn nicht gar Divisionsstärke; zu mobilisieren in der Lage ist, ja die stellt anscheinend keine Gefahr da. Aus der Nummer kommen… Mehr

Last edited 20 Tage her by gnomen est omen
Simplex
20 Tage her

G-7-Bürgerkrieg wie in Genua und danach in Hamburg. Welcome to Hell!

Endlich Frei
20 Tage her

„Antifa will Parlamente stürmen und Parteitage verhindern“

GENAU DAS ist die Aufgabe des Verfassungsschutzes, solche Terroristen mit Helikopter- und GSG9-Einsatz aus ihren Betten zu holen und in Stadelheim wegzusperren.
Der Verfassungsschutz einer linksgrün-extremistischen Regierung arbeitet da leider etwas anderes: Der sperrt lieber die demokratisch gewählte Opposition weg.

Last edited 20 Tage her by Endlich Frei
jsdb
20 Tage her

1933 wiederholt sich.
Die sozialistischen Straßenkämpfer versammeln sich, die Uniform ist heute „schwarz“, nicht mehr „goldfasan“ oder Oker/Beige/Braun…
Auch am Oppostionsverbot wird aktiv gearbeitet…
Meinungsfreiheit und Rechtstaatlichkeit sind längst in der Vergangenheit vergessen, ebenso Demokratische Grundwerte und die Aufgabe der Parlamente.
(Parle – mit einander reden, soll heissen in den Parlamenten tauscht man Argumente aus, unabhängig Parlamentarier entscheiden nach dem besten Wissen und Gewissen im Sinne Ihrer Wähler, dazu wurden vor der Wahl Wahlversprechen gemacht, Wahlprogramme veröffentlicht…)

Last edited 20 Tage her by jsdb
na sowas
20 Tage her

Denkt der „promovierte Alleskönner“ nach, welche Worte, Texte er noch kopieren kann?