Die Explosion war noch 30 Kilometer entfernt zu spüren, der Feuerball war gigantisch: Das italienische Werk des Rüstungskonzerns KNDS, das von Colleferro bei Rom auch Munition an die Ukraine lieferte, dürfte komplett zerstört sein.
Screenprints: Facebook / Vet Radio Syndicate
In der Munitionsfabrik von KNDS Ammo Italy – 60 Kilometer südöstlich von Rom – verursachte ein Brand eine heftige Explosion. Videos in den sozialen Medien zeigten zunächst lodernde Flammen und kurz darauf die Detonation mit einer riesigen Rauchsäule.
Laut Berichten italienischer Medien wie la Repubblica und La Stampa wurden die Flammen am frühen Donnerstagnachmittag, etwa gegen 14.45 Uhr, im Bereich der „pressatura polveri“, also in der Abteilung für die Verarbeitung und Pressung von Pulver, entdeckt. Mehrere Feuerwehrteams rückten an, ein Hubschrauber unterstützte den Rettungseinsatz. Aufgrund der Art der gelagerten und verarbeiteten Materialien gestaltete sich der Einsatz äußerst riskant, anfangs konnten die Einsatzkräfte das betroffene Areal nicht betreten.
20 bis 24 Mitarbeiter waren an dem Tag in der Munitionsfabrik, alle konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Bürgermeister von Colleferro, Giulio Calamita, erklärte in einer offiziellen Mitteilung und auf Facebook: „Der Schock ist groß, aber in diesem Moment ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und vor allem keine falschen Informationen zu verbreiten. Die Situation ist unter Kontrolle. Es war eine gewaltige Explosion, die in der ganzen Stadt zu spüren war. Die Löscharbeiten an den letzten Brandherden laufen. Das nächstgelegene Wohnviertel hat nur begrenzte Schäden erlitten, einige Scheiben sind kaputt, das ist bei einer solchen Detonation normal. Glücklicherweise geschah der Vorfall in einer Phase der betrieblichen Schließung und Sommerwartung, sonst wäre es eine Tragödie geworden.“
Ermittler der Exekutive und die Staatsanwaltschaft von Velletri schlossen sofort einen Sabotageakt aus: Eine Brandstiftung sei nicht ersichtlich. Die genaue Ursache müsse jedoch noch geklärt werden, da der präzise Ort der Explosion aus Sicherheitsgründen zunächst nicht zugänglich war. Mitarbeiter sollen in den kommenden Stunden befragt werden. Der Präsident der Region Latium, Francesco Rocca, erklärte, er verfolge die Ereignisse „mit großer Sorge“.
Bedeutende Rüstungsfabrik bei Rom
KNDS Ammo Italy, Tochter des französisch-deutschen Rüstungskonzerns KNDS und Nachfolgerin der früheren Simmel Difesa, produziert Munition mittleren und großen Kalibers für land- und seegestützte Geschützsysteme sowie feste Treibstoffe für die Raumfahrt. Das Werk gilt als strategisch wichtig und ist über europäische Rahmenverträge der Verteidigungsagentur zur Massenproduktion von 155-Millimeter-Munition beteiligt. Die ukrainische Armee verschießt täglich bis zu 5000 dieser 155-Millimeter-Granaten, in einem Jahr also bis zu zwei Millionen Stück.
KNDS entstand 2015 aus dem Zusammenschluss des deutschen Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und des französischen Staatskonzerns Nexter Systems. Das Kürzel steht ursprünglich für „Krauss-Maffei Wegmann Nexter Defense Systems“. Ziel der Fusion war die Schaffung eines führenden europäischen Anbieters von Landsystemen, der die Fragmentierung der europäischen Rüstungsindustrie überwinden sollte.
Der Konzern beschäftigt 11.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von etwa 4,4 Milliarden Euro bei einem Auftragsbestand von mehr als 33 Milliarden Euro. Zu den bekanntesten Produkten zählen der Kampfpanzer Leopard 2 (deutsche Seite), der Leclerc (französische Seite), der Schützenpanzer Boxer, Artilleriesysteme wie CAESAR sowie ein breites Portfolio an Munition, Brückenlegegeräten und weiteren Ausrüstungen.
Die Eigentümerstruktur: 50 Prozent hielt die französische staatliche Holding (Agence des participations de l’État bzw. GIAT Industries), die anderen 50 Prozent die deutsche Wegmann-Holding der Familien Bode und Braunbehrens. Heuer vereinbarten Deutschland und Frankreich, dass der deutsche Staat (über die KfW) und Frankreich jeweils etwa 40 Prozent halten sollen, um eine gleichberechtigte Kontrolle zu sichern. Ein geplanter Börsengang (IPO) in Frankfurt und Paris sollte die restlichen Anteile platzieren, diese Pläne wurden jedoch verzögert.


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Alle Mitarbeiter in Sicherheit…Werk zerstört!! Sehr gute Nachrichten!!!
Welche Kriegswaffen-Fabrik sei die nächste, frägt ein Freund von mir.
Die Strafe folgt auf dem Fuß, manchmal etwas länger. Ja so was kommt vor, wenn mit den gleichen Maschinen und Arbeitskräften immer mehr produziert und verlangt wird. Irgendwann schleichen sich Fehler ein und auch Maschinen bedürfen regelmäßig Pflege, egal wie modern. Einmal den Mähdrescher oder Presse nicht sauber gemacht von Wirkungen ua befreit und schon brennt solch Maschine, nur weil man ha schaffen muß. So als Beispiel. Doch sicherlich findet man einen russischen Pass. Da es ja nun nicht das erste Werk ist.
Wer schmeißt es den Franzosen immer hinterher … die deutschen „Patrioten“ der CDU/CSU und der SPD, die es nicht erwarten können, bis sie uns wieder komplett über den Tisch gezogen haben. Die Chinesen, wie immer hellwach, haben die Reste der Leiche auch noch gefleddert. Wir sind Irren in einem Irrenhaus ausgeliefert und keiner merkt’s, was ja dafür spricht, dass die Irren auch in der Mehrzahl unter den Wählern Platz genommen haben. Nach Jahrzehnten des Niedergangs immer noch kein Aufstand, kein Protest, kein noch so laues Lüftchen gegen die Hauptverantwortlichen. Ja, alle haben offenbar Freigang, alle! Das genügt ihnen schon, dem… Mehr
Von mir aus sollten alle Munitionsfabriken der Welt gleichzeitig in die Luft gehen.
Zitat; „Ermittler der Exekutive und die Staatsanwaltschaft von Velletri schlossen sofort einen Sabotageakt aus: Eine Brandstiftung sei nicht ersichtlich.Ermittler der Exekutive und die Staatsanwaltschaft von Velletri schlossen sofort einen Sabotageakt aus: Eine Brandstiftung sei nicht ersichtlich. Die genaue Ursache müsse jedoch noch geklärt werden
> Na, „die Staatsanwaltschft schloß sofort aus“ und “ die genaue Ursache müsse jedoch noch geklärt werden“. – Danke, dann ist ja alles Gut und keine Fragen mehr. (Iro/Zynism off)
Offiziell hat sich auch gewisser berüchtigter US-Kriegshetzer bloß zum Tode gesoffen (oder so ähnlich): >>>Lindsey Graham ist tot: Krieg war sein Leben<<<
Damals am Flughafen Leipzig hat ein Busfahrer die Drohne unschädlich gemacht.
Frage an Radio Jerewan:
Warum fährt ein Bus auf einem streng abgeschirmten Bereich für ukrainische Transportflugzeuge, die auch von der NATO gemietet werden, herum?
Werden „Hilfsgüter“ mit einem Bus transportiert?
Malle-Touristen waren da sicher nicht drin.
Saßen da vielleicht grüne Männchen in dem Bus?
Noch keine Brücke gebaut zu Russland und von dort zur AfD? Kommt noch. Demnächst im deutschen Lügenfernsehen.
Gibt’s in der BRD schon.
Heißt hier Kraftwerkssprengung.
Hat da wieder ein Mitarbeiter nach Leipziger Vorbild mutig eine Putindrohne zertreten? Oder hat Selenski eine Retoure wegen Qualitätsmangel veranlasst und der Wareneingang war unvorsichtig? Wir wissen es einfach nicht, solange wir die Tagesschau nicht gesehen haben.
…und der zivile Rest von Krauss-Maffei gehört inzwischen samt deutschem Knowhow den Chinesen. Es gab frühzeitig viele Stimmen, die davor gewarnt haben, das Maschinenbau-Tafelsilber ans Ausland zu verschenken. Aber den vaterlandslosen bornierten Managern war der kurzfristige Profit wichtiger. Und dann war’s plötzlich zu spät.