Grundsätze

1. „Tichys Einblick“ ist ein Medium, das an der Seite von Bürgern steht, und die Rechte der Bürger gegen Übergriffe verteidigt. Die Grundrechte der Verfassung bilden dafür den Maßstab. Nicht Freiheiten bedürfen der Begründung – sondern ihre Einschränkung. Politiker sind nicht Erzieher der Bürger, sondern sie haben den Bürgern nach den Regeln der Verfassung einen Dienst zu leisten. TE sieht es deshalb als seine Aufgabe, die jeweilige Regierung und das staatliche Handeln mit kritischer Distanz zu begleiten.

2. „Tichys Einblick“ verteidigt vieles, was historische Wurzeln besitzt und die Zustimmung einer Bürgermehrheit genießt: Den modernen Nationalstaat, der nicht in Widerspruch mit einem europäischen Bündnis steht, aber nicht in einem europäischen Einheitsstaats aufgehen soll. Die organisch gewachsene Sprache. Die Bindung von Bürgern an selbst gewählte Traditionen und ihre Heimat. Den europäischen und westlichen Bildungskanon, ohne den es die Idee des Bürgers nicht gäbe.

3. Die Autoren von „Tichys Einblick“ sehen in der unternehmerischen Tätigkeit und dem individuellen Erfindergeist die Triebkräfte des Fortschritts. Sie wenden sich gegen etatistische Steuerungsfantasien und die Vorstellung, eine Gesellschaft ließe sich nach einem festgelegten Plan um- oder aufbauen. Die Autoren von TE sind sich der Tatsache bewusst, dass die Idee der individuellen Freiheit immer wieder neu verteidigt werden muss.

4. „Tichys Einblick“ lehnt die Stigmatisierung von Menschen wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, ihrer sexuellen Vorlieben und ihrer Religion nachdrücklich ab. TE wendet sich gegen jede Spielart des Antisemitismus. Seine Autoren üben Kritik an Ideen und Ansichten von Personen, nicht an ihren persönlichen Merkmalen.

5. „Tichys Einblick“ sieht seine Rolle als die einer publizistischen Kraft, die gesellschaftliche Fehlentwicklungen aufdecken, beschreiben, kritisieren und ihnen gegensteuern soll. TE wendet sich deshalb entschieden gegen alle Versuche des Staates und staatsnaher Organisationen, die Freiheit der öffentlichen Kommunikation zu beschneiden, und Kritik zu skandalisieren. Ebenso lehnt TE jede Form der finanziellen Einflussnahme des Staates auf Medien ab. TE wird keine staatlichen Subventionen entgegennehmen.

6. „Tichys Einblick“ gehört weder zu einem Großverlag, noch ist es von einer Organisation oder einer Partei abhängig, weder direkt noch indirekt. TE wird überwiegend von seinen Lesern finanziert.

7. „Tichys Einblick“ sieht trotz aller Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen grundsätzlich nicht pessimistisch in Zukunft. Seine Autoren setzen darauf, dass sich Fehlentwicklungen auch korrigieren lassen, und sie vertrauen auf den Freiheitswillen und den Erfindergeist vieler Bürger. Beides hat sich in der Geschichte langfristig immer wieder gegen Ideen der Unfreiheit durchgesetzt.