So wehrt man sich gegen Bevormundung: Google ermöglicht den Lesern, bevorzugte Quellen festzulegen. Für freie Medien ist das Notwehr gegen eine Suchwelt, in der EU-Regeln der Zensur, manipulierende KI-Module und fremdgesteuerte Algorithmen Reichweite regulieren und abdrehen.
Google hat den Zugang zu Nachrichten erneut verändert. Leser können nun bei Google festlegen, welche Quellen sie häufiger sehen wollen. Diese Einstellung betrifft direkt die Sichtbarkeit unabhängiger Medien im digitalen Nachrichtenstrom.
Unter dem Namen „Preferred Sources“ können Nutzer angeben, welche Medien in den Google-Schlagzeilen stärker berücksichtigt werden sollen. Wer Tichys Einblick regelmäßig liest, sollte diese Möglichkeit nutzen. Google entscheidet längst über mehr als klassische Trefferlisten. Die Suchmaschine sortiert Nachrichtenflächen, bündelt Schlagzeilen, blendet Zusammenfassungen ein und lenkt Leserströme über technische und auch politische Vorgaben.
So stellen Leser Tichys Einblick als ‚Bevorzugte Quelle‘ bei Google ein
Die Einrichtung dauert nur wenige Augenblicke:
Gehen Sie direkt auf die Google-Seite und aktiveren das Häkchen bei Tichys Einblick, um uns als ‚Bevorzugte Quelle‘ in Ihren Suchergebnissen hinzuzufügen.
Oder gehen Sie alternativ wie folgt vor: Melden Sie sich bei Google mit Ihrem Google-Konto an. Suchen Sie bei Google nach einem aktuellen Nachrichtenthema, bei dem der Bereich „Schlagzeilen“ oder „Top Stories“ erscheint. Klicken oder tippen Sie rechts neben der Überschrift „Schlagzeilen“ auf das Stern-Symbol. Danach öffnen sich die Quelleinstellungen.
Geben Sie in das Suchfeld „Tichys Einblick“ oder „tichyseinblick.de“ ein. Setzen Sie den Haken bei Tichys Einblick. Laden Sie anschließend die Ergebnisse neu.
Danach soll Google Beiträge von Tichys Einblick bei passenden Themen häufiger anzeigen. Die Einstellung lässt sich jederzeit ändern. Leser können auch mehrere bevorzugte Quellen festlegen. Entscheidend ist die ausdrückliche Auswahl von Tichys Einblick. Ohne diese Auswahl greifen die allgemeinen Voreinstellungen der Suchmaschine stärker durch.
Google beschreibt diese Funktion als Angebot an die Nutzer. Die Leser sollen mehr Kontrolle über ihre Nachrichtenquellen bekommen. Zugleich zeigt diese Neuerung, wie weit sich die digitale Öffentlichkeit bereits verschoben hat. Sichtbarkeit hängt immer stärker von Plattformarchitektur, personalisierten Modulen und regulatorischem Druck ab.
Seit dem Digital Services Act arbeitet Google in Europa unter einem politischen Regelwerk, das „systemische Risiken“ erfassen und mindern soll. Die großen Suchmaschinen stehen unter besonderer Aufsicht. Brüssel spricht von Transparenz, Grundrechtsschutz und Sicherheit. Für Medien entsteht daraus ein Umfeld, in dem Plattformen vorsorglich glätten, sortieren und herabstufen. Reichweite verschwindet dann ohne Sperrbescheid, ohne öffentliche Begründung, ohne greifbaren Verantwortlichen.
Tichys Einblick hat diese Entwicklung bereits beschrieben. Beiträge unabhängiger Medien tauchen bei aktuellen Suchthemen auffällig seltener in den Schlagzeilenflächen und Nachrichtenmodulen auf. Große etablierte Marken dominieren, während kleinere kritische Häuser trotz hoher Leserzahlen zurückfallen. Besonders sichtbar wird das bei Themen, die Regierung, EU, Migration, Energiepolitik oder öffentlich-rechtliche Medien berühren.
Parallel baut Google seine KI-Suche aus. AI Overviews und AI Mode fassen Inhalte direkt in der Suche zusammen. Für Verlage bedeutet das weniger direkte Leserwege zur Originalquelle. Für Nutzer entsteht eine weitere Filterstufe zwischen ihnen und der journalistischen Arbeit. In Italien hat die Medienaufsicht AGCOM deshalb die EU-Kommission eingeschaltet. Geprüft werden soll, ob Googles KI-Suche Medienpluralismus, algorithmische Transparenz und die wirtschaftliche Grundlage von Verlagen beschädigt.
Die Quelleinstellung ist ein kleiner Eingriff in ein System, das Nachrichten inzwischen in immer neuen Oberflächen vorsortiert. Google bestimmt die Architektur, Brüssel versucht kritische Medien und Inhalte zu regulieren – der Leser muss sich seine eigenen Wege zurückholen.
Für TE-Leser lautet der praktische Rat: Tichys Einblick direkt aufrufen und zusätzlich als bevorzugte Quelle bei Google hinterlegen.
Der direkte Weg über die Webseite bleibt der sicherste. Newsletter, Lesezeichen und die bewusste Suche nach TE-Artikeln werden wichtiger, weil die großen Plattformen den Zugang zu kritischen Medien längst über algorithmische Voreinstellungen prägen.
Freie Presse braucht Leser, die ihre Medien dem Algorithmus entziehen. Wer Tichys Einblick bei Google als bevorzugte Quelle markiert, setzt ein einfaches Signal: Diese Stimme soll im eigenen Nachrichtenstrom vorkommen. In einer kuratierten Öffentlichkeit ist schon diese kleine Einstellung ein Akt publizistischer Selbstverteidigung.




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Einfach mal die Suchmaschine wechseln.
Ich bin damals nicht über Google auf Tichys Einblick aufmerksam geworden, sondern über die Empfehlung eines Arbeitskollegen. Und die TE-Printausgaben lagen damals tatsächlich auch bei uns in der Mayerschen Buchhandlung aus.
Außerdem: Leute, die alternativ denken, nutzen auch andere Suchmaschinen als Google. Ich z.B. liebe http://www.yandex.com. Das, was ich nicht über Google finde, suche ich dort – und finde es dann auch meist.
Die Russen zensieren viel weniger als die EU 😎
So ein Mist aber auch, oder auch Nicht. Habe kein Google Konto, und bin auch bei Microsoft nicht angemeldet. Also in der Suchleiste eingeben welche Seite ich sehen will, und was wunder es klappt!
Es kommen neue Leser hinzu indem man auch mal kontroverse Dinge macht… und indem man Kanäle bespielt, die man noch nicht benutzt… Aber daran wird ja wie man an der Stellenausschreibung sieht gearbeitet. Google wird einem „Mitte-linken Internetsurfer“ niemals eine TE-Seite vorschlagen, ausser man hat evt. mal ein Interview mit der Genossin Reichinek oder wie sie sich schreibt… , der man dann aber auch Platz für ihre Kruden Ideen geben muss … (hier wäre reden lassen wohl ein gutes Mittel denn je mehr diese … quatschen um so tiefer reden sie sich eigentlihc immer in die …. Auch ist es… Mehr
Ich nutze Google nicht; was nun? Gilt das für alle Suchmaschinen?
TE ist also sogar schon nicht in der Lage, den Kommentar zu verdauen, dass die Mainstreamer es schaffen, die Einrichtung der Google-Präferenz direkt bei ihren Artikeln zu verlinken, während TE lieber einer Erklärbärenartikel schreibt, der morgen wieder im Hintergrund versackt.
Armselige Reaktion auf einen Hinweis und die Realität ändert sich ja trotzdem nicht.
Neuland scheint TE zu überforden, das ist so wie bei der Meldestellenmeldestelle per Mail. Nie wieder ward etwas davon gesehen … ganz einfach weil kein Leser etwas von einem Datenfriedhof bei TE hat.
Mmh also ich benutze doch nicht google um auf TE zu gelangen!!!
Also soviel Hirnschmalz habe ich dann doch noch um EIGENHÄNDIG MEINE bevorzugten Nachrichtenseiten aufzurufen!
Also sorry aber wer google braucht um sein Leben in den Griff zu bekommen der hat die Kontrolle um Selbiges bereits seit langem verloren!
Alternative Medien werden trotzdem nur selten angezeigt. Ich habe diese Funktion schon länger aktiviert. Vor ein paar Monaten waren mal Vertreter von Google/Alphabet beim Kanzler und seitdem wird bei der Quellenauswahl ganz schön manipuliert.
Mit dem Vorschlag habe ich ehrlich gesagt ein Problem und es hat zumindest ein leichtes Geschmäckle. Warum sollte man Beiträge von Tichy im Netz suchen, wenn man das Topic auf der Tichy-Homepage auch direkt in der Suche eingeben kann? Man muss dazu ja nicht die Ranking Mechanismen von Google komplett auf den Kopf stellen. Wer Tichy als alternative Nachrichten-Seite in den Favoriten gespeichert hat, braucht sowas nicht.
Das ist richtig. Aber so kommen keine neuen Leser dazu, weil sie nur die Mainstreammedien angezeigt ekommen.
Wer TE als Favoriten einstellen wil, wird vermutlich auch schon Leser sein. Also kommen damit auch keine neuen Leser dazu.
Ich gehe davon aus, dass dies für das Google-Ranking wichtig ist. Je öfter eine Internetseite bevorzugt aufgerufen wird, desto höher landet sie im Google-Ranking, bzw. desto früher wird sie nach der Eingabe von Suchbegriffen – z.B. der Begriff „alternative Nachrichtenseiten“ – als Suchergebnis angezeigt.
Lustigerweise wird mir aktuell, wenn ich über Google nach dem Begriff „alternative nachrichtenseiten“ sucht, als erstes Ergebnis direkt auf der 1. Ergebnisseite die Seite von Correctiv angezeigt – guter Witz. Tichys Einblick finde ich unter den Suchergebnissen bei mir erst auf Seite vier.
Einfach mal die Suchmaschine wechseln. Bei Startpage steht Tichys ganz oben.
TE steht nur dann ganz oben, wenn man im Suchfeld „Tichy“ eingibt. Wenn man TE nicht kennt und bei Startpage einfach nur „alternative Nachrichten“ eingibt, wird TE leider gar nicht angezeigt, weder auf der 1., 2., 3. noch auf den anderen Ergebnisseiten.