Die Dienstagsabstimmung gelang den EU-Mächtigen. Kurz vor der Sommerpause wird am Donnerstag über die Reinstallierung der Chatkontrolle abgestimmt. Die CDU/CSU hat ältere Zwischenpositionen geräumt und wirkt federführend am Überwachungsplan mit. Das EU-Schiff fährt in Richtung Anti-Bürger-Staat.
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Und wieder gibt es chaotische Verfassungsentwicklungen, mutmaßliche Gesetzesbrüche und Fehler zuhauf aus Brüssel-Straßburg zu vermelden. Kurz vor der Sommerpause ist eine Eilabstimmung angesetzt, für die die gesetzlichen Grundlagen in vielerlei Hinsicht fehlen dürften. Brüssel-Straßburg bestätigt sich als Epizentrum der Entwicklung hin zur modernen Demokratur.
Was ist geschehen? Nachdem das EU-Parlament die Chatkontrolle 1.0, also die „freiwillige“ Durchsuchung aller Messenger-Nachrichten durch die Anbieter selbst, zweimal abgelehnt hat und die gesetzliche Regelung damit auf den Müllhaufen der Geschichte beförderte, wollen einflussreiche Kreise in der EU ebendiese Regelung erneut einführen. Dazu bedarf es einiger Klimmzüge. Denn weder Parlament noch Rat sind der Gesetzgeber dieser EU – das ist nur die allmächtige Kommission. Die ist aber in diesem Fall gar nicht involviert. Stattdessen schrieb der Rat die alte, abgelehnte, bereits entsorgte Verordnung leicht um, stellte einen Dringlichkeitsantrag. Die „unvorhergesehenen Entwicklungen“, die dazu an sich begründend vonnöten wären, blieb der Rat schuldig.
Um diese absolute EU-Zirkusnummer umzusetzen, musste am Dienstag ein Eilverfahren von den Parlamentariern beschlossen werden, damit die Abstimmung zur Chatkontolle 1.0 noch knapp vor der Sommerpause stattfinden kann. Und das wäre auch deshalb praktisch für die Organisatoren, weil dann schon viele Parlamentarier – was sie eigentlich nicht sein sollten – im Sommerurlaub sind. Die absolute Mehrheit von 361 Stimmen gegen die Chatkontrolle 1.0, die durch die Abstimmung in zweiter Lesung notwendig geworden ist, wird damit schwerer zu erreichen sein.
Spahns Worte waren wenig wert – Barley glänzt mit Enthaltung
Abstimmen, bis das Ergebnis passt. Das fasst das Straßburger Verfahren gültig zusammen. Der Druck dahinter war angeblich aus der EVP-Fraktion gekommen, und die hat am Dienstag fast geschlossen bei einigen Enthaltungen für die Chatkontrolle gestimmt. Das bedeutet: Auch die CDU/CSU-Abgeordneten stimmten hier mit. Und das lässt viele an die markigen Worte des Unionsfraktionschefs vom letzten Jahr denken, als Jens Spahn sich „gegen die anlasslose Kontrolle von Chats“ ausgesprochen hatte. „Das wird es mit uns nicht geben“, hieß das offenbar dehnbare Bekenntnis Spahns zum digitalen Briefgeheimnis.
Man kann sich wirklich fragen, was eine Enthaltung bei einer solch brisanten Frage wie der Durchsuchung aller privaten Chatnachrichten, der Legitimierung einer Hintertür für beliebte Messenger-Apps wie Facebook oder Instagram bedeuten soll. Monika Hohlmeier (CSU) soll sich am Dienstag enthalten haben, ebenso die SPD-Frontfrau Katarina Barley. Ganz klar: Diese Enthaltungen und Abwesenheiten sind verhüllte, feige Ja-Stimmen, die das Eilverfahren mitinstalliert haben.
Daneben stimmte mehr als die Hälfte der S&D-Fraktion für das Eilverfahren, auch wenn die deutsche SPD es zumeist ablehnte. Weitere Ja-Stimmen kamen aus der „liberalen“ Renew-Fraktion (in Höhe von rund einem Drittel), aus der EKR- und sogar aus der Patrioten-Fraktion. Hier waren es die einstigen Regierungsparteien PiS und Fidesz, die dem Eilverfahren zustimmten. Der Aufenthalt nahe der Macht scheint durchaus die individuellen Entscheidungen von Abgeordneten zu beeinflussen. Geschlossen dagegen stimmten Grüne, Linke, die fraktionslosen Mitglieder und die Europäischen Souveränisten, darunter auch die Abgeordneten der AfD.
Knappe Mehrheit für das Eilverfahren
Am Ende war es eine knappe Abstimmung. Mit 331 zu 303 Stimmen wurde das Eilverfahren für die Wiedereinsetzung der Chatkontrolle 1.0 beschlossen. Fragwürdig war das wie gesagt gleich in vielerlei Hinsicht: Das von Roberta Metsola angestrengte Eilverfahren ist für die „zweite Lesung“ wohl gar nicht zulässig. Zudem handelt es sich bei der Ausnahmeregel vom digitalen Briefgeheimnis, die der Chatkontrolle 1.0 zugrundeliegt, um eine jüngst offiziell ausgelaufene Regelung, die auch deshalb kaum in „zweiter Lesung“ abgestimmt werden kann, wie es am morgigen Donnerstag passieren soll.
Außerdem kam in diesem Fall die Initiative aus dem Parlament selbst, obwohl in der EU eben nur die Kommission Gesetzesinitiativen einbringen kann. Das sind gleich drei gewichtige, gewissermaßen verfassungsrechtliche Einwände gegen das Vorgehen. Hier stimmte nichts. Macht aber nix. Denn man denkt sich in Brüssel-Straßburg offenbar, dass die eigenen Regeln konfus genug sind, um ihre Legalität oder Illegalität vergessen zu machen Und der Bürger nähme all das ohnehin nicht wahr, scheint die allgemeine Einschätzung in diesem Parallelkosmos zu sein.
Nun könnte sie also bald wieder da sein. Gut drei Monate, nachdem die Chatkontrolle 1.0 eigentlich im Orkus des EU-Lebens verschwunden sein sollte, könnte sie am morgigen Donnerstag reanimiert werden. Kommentatoren rufen zu maximalem Druck auf die Abgeordneten auf, um diesen Rückschritt hinter immerhin zwei Parlamentsbeschlüsse zu verhindern.
— Frauke Petry (@FraukePetry) July 7, 2026
Das Schiff fährt in Richtung Anti-Bürger-Staat
Die Bereitschaft zur Einführung einer totalen Kontrolle welcher Art auch immer verkennt vor allem ein Prinzip des Zusammenlebens: Dass die Macht dauerhaft bei den „Richtigen“ bleibt, ist niemals sicher. Jede kleine Abschaffung von „checks and balances“ schadet somit der Sicherheit eines Regierungssystems für den Bürger. Er wird damit immer stärker der Willkür der Regierenden ausgesetzt, die keineswegs sein Bestes wollen, nicht einmal in einer vollkommenen Demokratie.



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Das Schiff fährt in Richtung Anti-Bürger-Staat“, die Wellen schlagen vorher schon hoch, aber die Menschlein ignorieren es bzw. kümmern sich nicht darum. Nun denn, so sei es, überwacht, abgehört gegängelt, gezwungen, das eigene jeweilige Sein und Ich niedergerungen, schöne neue Welt!
Es ist wichtig, das EU-Abstimmungsverhalten auch in der Bundes, Landes und sogar Kommunalpolitik und entsprechenden Wahlen zur Sprache zu bringen. Es sind die selben Parteien, nur sind die EU-Parlamentarier der direkten demokratischen Kontrolle weitgehend entrückt. Also müssen die Parteien die Quittung für die EU-Politik bekommen, auch damit die sich nicht aus der Verantwortung stehlen mit „EU-Vorgaben“ die irgendwie als Naturgewalt gehandelt werden.
Auch dem CDU-Lokalpolitiker kann man sagen, dass er deswegen unwählbar ist, weil er Teil der Partei ist die uns nun die Chatkontrolle beschert hat. Die sind auch die Fußsoldaten auf deren Schultern Ursula von der Leyen trohnt.
Ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, die Regierung lügt mit System. Sie folgt der russischen Methode zur Desinformation: flute das Volk mit einer derartigen Menge gelogener, halbwahrer und wahrer Informationen, so daß niemand wer weiß, was stimmt und was nicht. Und dann kannst Du mit dem Volk alles machen. Ich hoffe, die AfD kommt noch rechtzeitig an die Macht und kann das Ruder zurückwerfen.
Ob die Gegenstimmen wohl unterschiedlichen Gründen zustandekommen: Den einen geht es um Bürgerfreiheit, den anderen vielleicht um die sichere Organisation von friedlichen Demos u. Ä.
Schnell, schnell vor der Sommerpause, das kennen wir doch schon irgendwoher:
Bestimmte Damen mit einem M im Nachnamen haben es offenbar im Sommer besonders eilig, extrem fragwürdige Gesetze im Schleudergang auf den Weg zu bringen.
Metsola und von der Leyen: Zwei Frauen, die sogenannte „Politik betreiben“ und vor jenem Hintergrund eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, das der deutsche Philosoph Hegel im 19. Jahrhundert so formulierte: „Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung.“ – ohne Annullierung des sogenannten „Feminismus“ werden die sogenannten „emanzipierten Frauen“ wie Metsola und von der Leyen die kommunistische Ideologie, bestehend aus Kontrolle, Überwachung und Zwang (unter anderem erkennbar an der sogenannten „Chatkontrolle 1.0“), weiterhin verfolgen (Vor einigen Tagen veröffentlichte die „Financial… Mehr
Der Grund, weshalb aus mir keine gute Feministin geworden ist?
Ich habe nie geglaubt, daß ausgerechnet Frauen die „besseren Menschen“ sein sollen. Ich halte alle Menschen für schlecht.
Außerdem hatte ich immer nur einen einzigen Ehemann, der mich betrogen hat, aber Dutzende von Weibern, die ihm dabei geholfen haben.
#metoo! 🤣🤣🤣
„Das Schiff fährt in Richtung Anti-Bürger-Staat“ Das Schiff ist längst im Anti-Bürgerhafen eingelaufen. Es geht darum, es festzuketten. Die Frage ist: Wer hat wirklich das Kommando? Wessen Wille geschieht hier? Friedrich Merz, Jens Spahn, UvdL sind sicher nicht die Apex-Prädatoren in dem Ökosystem. Hauptaktionär von Blackrock ist Vanguard. Wer die Aktionäre von Vanguard sind, ist geheim. Ich vermute, dahinter verbergen sich Old Money wie Vanderbilt, Rothschild oder Rockefeller sowie die Mafia, die ihr Geld in Schattenbanken wie Blackrock haben muss, weil die keiner Bankenregulierung unterliegen. Ich glaube, da sitzen sie und schicken aus sicherer Deckung die Larry Finks, Joe Bidens… Mehr
NEIN!
Auch Spahn ein Lügner, der rechts blinkt und links abbiegt?
Das kann man ja kaum glauben.
Der hat immer schon gelogen, man erinnere sich an die C-Zeit. Trotzdem wird der Michel, wenn es dann Zeit ist, ihn als Kanzler sehen wollen.
Sie wollen die totale Überwachung – wir nähern uns Schritt für Schritt Orwells 1984! Erinnert aber auch an Orwells Farm der Tiere. Da haben die Schweine das Sagen. Sie halten sich für die geistig Größten und maßen sich an, alle Gebote brechen zu können! Damals als bissige Satire gegen die Sowjetunion, heute passend zur Europäischen Union und insbesondere zu Deutschland, das ja besonders eifrig Brüssels Überwachungsorgien umsetzen will!
Warum wohl sind das genau diese Tiere bei Orwell, na?????
Sie haben bisher nur das Grundgesetz abgeschafft, ohne jedoch neue Gesetze an ihre Stelle zu setzen, außer natürlich den frisch aufpolierten §188 StGB für all jene, die damit ein Problem haben. Somit herrscht hier noch nicht einmal mehr das Unrecht nach Seehofer, denn wo kein Gesetz, da kein Unrecht! Warum sollten sie also mit Lügen, Betrügen, Putschen und Stehlen aufhören? Es ist doch jetzt alles erlaubt! Maskendeals, Korruption – sogar Mord mit der Pfizer-EU-thanasiespritze! Geht alles! Die Zeiten, als Delinquent und Staatsanwalt noch zwei verschiedene Leute waren sind vorbei. Oder hat hier jemand schonmal das Klicken von Handschellen gehört? Ach,… Mehr