„Eine Zensur findet nicht statt“, heißt es eigentlich im Grundgesetz, aber der Film von Uwe Boll „Citizen Vigilante“ darf trotzdem nicht verkauft werden. Liegt es am Drehbuch? Denn der Film thematisiert Migration, Gewalt und Wut auf das Rechtssystem.
Kult-Regisseur Uwe Boll spricht mit Tichys Einblick über sein neuestes Werk „Citizen Vigilante“. Der Film sorgt bereits vor dem offiziellen Start für massives Aufsehen – allerdings nicht nur wegen seines Inhalts, sondern weil die FSK ihm in Deutschland die Kennzeichnung verweigert hat. Das bedeutet: Er kann nicht gezeigt werden, auch wenn er eigentlich nicht verboten ist. Die FSK scheint sich vor allem an einem zu stören: Dass die Zuschauer mit migrantischer Gewalt konfrontiert werden – und, dass der Protagonist des Films sich als Rächer betätigt.




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Ironischer Weise wird dieses unterirdische Machwerk wohl einer der kommerziell erfolgreichsten Filme von Uwe Boll. Was diesem Film zum Erfolg verholfen hat, war nicht etwa ein gutes Drehbuch, oder ausserordentliche schauspielerische Leistungen, sondern der Umstand, dass man ein kontroverses und politisch heikles Thema aufgegriffen hat, bei welchem die Hohlbirnen in der „freiwilligen“ Zensurbehörde (FSK) automatische Schnappatmung kriegen. Hätten diese Deppen den Film ab 12 oder 14 freigegeben, so wüsste keine Sau davon, dass es diesen Film überhaupt gibt. Das einzige was diesem Film Leben einzuhauchen vermochte, war sein Verbot und die Kontroverse darum. Man möge mich nicht missverstehen, ich mag… Mehr
Man kann den Film derzeit auf X ansehen.
Einfach nach ‚Citicen Vigilante‘ suchen.
PayPal Konto von UWW Boll: uboll40163@aol.com
Dass GG sagt: „die Zensur findet nicht statt“, bedeutet nichts. Das wissen doch mindestens seit NetzDG oder?
Als Schnipsel auf YT zu sehen.
Dort findet man den kompletten Film mit deutschen Untertiteln. Ich glaube, das ist der am Meisten gestreamte Film der letzten Jahr.
Es geht in dem Film nicht um vordergründige, ungeduldige Selbstjustiz, lediglich im Vorgriff auf das staatliche Gewaltmonopol. Vielmehr geht es um die Selbstjustiz, die der Rächer für nötig hält, eben weil der Staat sich seiner Verantwortung ganz entzieht u. Täter zu milde oder ganz ungestraft davon kommen lässt. Eine archaisch anmutende Sünde des Staats, die vom Ende öffentlicher Ordnung zeugt. Ein solcher Staat verliert jedoch sein Gewaltmonopol, das er ausschließlich durch den Gesellschaftsvertrag mit dem demokratischen Souverän innehält. Bricht der Staat also den Vertrag, entsteht ein vor-/nachvertraglicher Zustand. In diesem fällt das Recht zur Anwendung von Gewalt wieder zum Individuum… Mehr
Gesellschaftsvertrag ist ein Quatsch. Man kann nur einen Vertrag abschließen, wenn man frei ist. Ist man nicht frei, tut man das, was man gesagt bekommt. Den meisten Leuten passt das, ist das auch nicht schlecht, weil man annimmt, dass die Herrscher genug Selbstkontrolle haben, um zB die Justiz nicht zu viel politisieren. Vorteil der staatlichen Justiz ist, dass sie normale weise besser bei Fahndung ist. Hier auch scheitert unsere Justiz. Am Ende gibt es wie in dem Film mehr ales einen Täter – der Vergewaltiger tut seine Tat, die jubelnden Kumpel stellt ein Video der Tat ins Internet. Die Familie… Mehr
Hmmh, Ihre Meinung in Ehren, aber vom staatstheoretischen Diskurs über John Locke, Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau und John Rawls ist Ihr Geist, wie es scheint, völlig unbefleckt.
Natürlich kann man auch auf der Position verharren, alles, was einen erstmal überfordert, für Quatsch zu halten. Das ist oft eine reflexartige Abwehrreaktion. Das verstehe ich gut, wenn man nicht von eingeübten Denkmustern abweichen kann oder will.
Rousseau im selben Atemzug wie Locke zu nennen, ist eine Beleidigung mittlerer Intelligenz. Locke war der Auffassung, dass ein Staat nur dann legitim ist, wenn er die „Naturrechte“ sprich Leben, Freiheit und Eigentum seiner Bürger schützt. Im Gegensatz zu Rousseau hat Locke nie den „allgemeinen Willen“ als Legitimationsvoraussetzung des Staates gesehen, noch hat er sich um ein Gemeinwohl gekümmert. Rousseau hat, was wenn man seine Vita betrachtet auch verständlich ist, jegliche Eigenverantwortung abgelehnt. Das Gemeinwohl ging diesem intellektuellen Grosskotz und Versager ziemlich am Arsch vorbei, ansonsten hätte er seine 5 Kinder wohl kaum in die Obhut des Staates übergeben, oder… Mehr
@Phil Rousseau, Locke und Hobbes in einem Atemzug zu nennen, heißt nicht, sie ideentheoretisch gleichzusetzen. Es bedeutet, den Antagonismus verschiedener Ideen von Gesellschaftsvertrag zu diskutieren. Etwa unter welchen Bedingungen sich welche Art von Vertrag bildet. Das ist immer dann nötig, wenn man die gelebte Realität mit der Theorie vergleichen möchte. So tief wollte ich jedoch nicht gegen, denn das braucht eine eigene politikwissenschaftliche Tagung.
Man kann vieles schreiben und das ändert nicht die Tatsache, dass wenn man etwas „Vertrag“ nennt, muss man dazu mindestens 2 Parteien nennen, die den Vertrag abschließen können. Wenn ich keine Möglichkeit dazu habe, den Vertrag abzulehnen, dann ist das kein Vertrag. Schon deshalb ist das problematisch den Begriff so zu benutzen. In übertragenen Sinne passt das vlt aber auch nur, wenn man annimmt, dass alle Vertragsparteien den Vertrag mindestens wahrnehmen. Davin sehen ich in den Massen von Schlafschafen relativ wenig, was für einen Vertrag ist das dann? Die Idealen der Aufklärung sind schön, haben wie ich jeden Tag in… Mehr
Deshalb muss immer ein Volk über seine Verfassung abstimmen, die man im Übrigen auch nie nachträglich nach Zeitgeistgusto ändern können darf.
Erst dann sind zwei Dinge gararantiert: Dass es demokratisch zugeht. Und dass die Verfassung vor dem Zugriff der Beliebigkeit geschützt bleibt. Die verankerten Werte sind universal und beständig. Deshalb sind sie unanantastbar.
Keine Arbeit, auch keine wirklich schlechte wie die von Boll, sollte zensiert werden.
Wenn man die Verhältnisse an deutschen Schulen sieht, sollte der Film ab Schulpflicht, d. h. ab 6 Jahre, freigegeben werden. Das bereitet die Schüler auf ihre Schulkarriere vor. Meine Tochter sagte, nachdem ein Amoklauf an einer Schule bekannt wurde, „Warum müssen wir da hingehen, wenn die Schule so gefährlich ist?“
Man sollte über diese Gefahren reden dürfen, ja reden müssen!
Das Interview war sehr aufschlußreich, vielen Dank! Wenn es noch irgendwelcher Beweise bzw. Indizien benötigt hätte, läßt diese Nichteinstufung des Films gar keinen anderen Schluß zu, als dass hier eine Zensur durch die Hintertür durchgeführt wurde, die es laut Grundgesetz gar nicht geben darf. Das kennen wir ja mittlerweile aus allen Bereichen. Zum Beispiel Täter migrantischer Herkunft dürfen bei öffentlichen Fahndungen nicht mehr als solche erkennbar sein und sind somit auch völlig wirkungslos. (Einzige Ausnahme im deutschen Zwangsfernsehen: Aktenzeichen XY.) Filme, die offenlegen, w i e sehr sich Deutschlands politischer Schattenstaat bereits schuldig gemacht hat, was Freiheit und Wahrheit angehen,… Mehr
Eine Zensurbehörde,die sich als „Freiwillige!!!,selbst Kontrolle“bezeichnet.
Ist genauso Paradox wie Begriffe ala…
Sondervermögen,Antifa.oder unsereDemokratie..
Die Wortkreationisten,die durch Betitelungen,die Realität einfach um 180 grad drehen,haben Hochkonjunktur.
Autsch, der Film tut weh, aber es juckt mich rein theoretisch auch in den Fingern.