Das Zusammenleben muss jeden Tag neu ausgehandelt - und in der Folge führt es dazu, dass man sich wieder etwas weiter unterwirft: Junge Sintizze werden wegen knielanger Baderöcke aus dem Becken verwiesen. Die Polizei wird gerufen, Hausverbote folgen. Am Ende entschuldigt sich der Betreiber, hebt die Verbote auf und ändert die Regeln.
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Die umstrittene Aydan Özoğuz, damals Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, formulierte 2015 das Leitmotiv der Masseninwanderungsgesellschaft: „Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.“ Worunter Deutschland seither immer mehr zurückweicht, immer mehr öffentliche Plätze und innere Sicherheit verliert, liefert nun Freiburg ein jüngstes Beispiel dieses Aushandeln oder Handel: Aus Aushandeln wird Kapitulation.
Ende Mai kam es im Freibad St. Georgen zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Bademeister und mehreren Badegästen. Mehrere junge Frauen trugen knielange Baderöcke aus Badetextil über dem Badeanzug. Der Bademeister verwies sie aus dem Becken. Im anschließenden Streit rief er die Polizei; mehrere Personen mussten das Bad in Begleitung der Beamten verlassen und erhielten Hausverbot. Über den genauen Ablauf gibt es unterschiedliche Darstellungen.
Die jungen Frauen waren Sintizze und erklärten, die Baderöcke aus „kulturellen Gründen“ zu tragen. Auch die übrigen hinausgewiesenen Personen gehörten laut SWR zur Sinti-Minderheit. Danach wurden Rassismus- und Antiziganismusvorwürfe erhoben. Das Roma Büro Freiburg schrieb am 27. Mai, mehrere Sinti-Familien seien mit Polizei aus dem Bad verwiesen worden; der Bademeister habe sich im Gespräch bedroht gefühlt. Die Organisation sprach von rund zwei Dutzend Polizisten. Eine Petition verlangte geeignete Baderöcke und bedeckte Badekleidung, respektvollen Umgang sowie Regeln gegen Diskriminierung.
Es folgten Gespräche der Betroffenen mit Regio Bäder, der Landesvertretung Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg und der Antidiskriminierungsstelle der Stadt Freiburg. Deren Leiterin Coralla Reinhardt, zugleich Mitglied im Sinti-Verein Freiburg, bezeichnete die polizeiliche Begleitung aus dem Bad als „traumatisierend“. Die Nachricht habe sie im Urlaub erreicht, anschließend habe man sofort den Dialog mit der Stadt gesucht.
Dann kam der Freiburger „Kompromiss“: Regio-Bäder-Chef Matthias Müller entschuldigte sich für die Eskalation. Die Hausverbote wurden aufgehoben, die Betroffenen erhielten Saisonkarten als Entschädigung. Das Badepersonal bekam zusätzliche Schulungen. Und die Badeordnung wurde geändert. Müller erklärte, eine präzisere Regelung hätte den Vorfall vermeiden können.
Genau an dieser Stelle ist das tägliche Aushandeln wieder in Unterwerfung gemündet. Ein Mitarbeiter setzt die Regeln seines Arbeitgebers durch, der Streit eskaliert bis zum Polizeieinsatz, und am Ende entschuldigt sich der Arbeitgeber, nimmt die Hausverbote zurück, schult sein Personal und ändert die Vorschrift. Özoguz’ tägliches Aushandeln endet wieder damit, dass die deutsche Seite sich selbst herunterhandelt und unterwirft. Eine Integration in das gastgebende Land ist nicht erforderlich. Eine klumpige Verhandlungsmasse, die beim geringsten dagegen Pusten nachgibt.
Baderöcke und Burkinis sind in Freiburg nun ausdrücklich zulässig, sofern sie eng anliegen und aus geeignetem Badetextil ohne Baumwollanteil bestehen. Unterwäsche und Straßenkleidung bleiben verboten. Die neue Badeordnung warnt zugleich selbst: Längere Baderöcke und Burkinis würden „auf eigene Gefahr“ getragen, weil bei einer Länge über das Knie die Bewegungsfreiheit im Wasser eingeschränkt sein könne. Den Anordnungen des Badepersonals ist laut derselben Ordnung Folge zu leisten.
Auch die Hygienefrage lässt sich nicht einfach wegmoderieren. ARGE-Chef Necdet Mantar hält zwar vor allem das richtige „badeübliche“ Material für entscheidend. So, so. Lörrach und Weil am Rhein gehen dennoch strenger vor: Dort ist nur enganliegende Badekleidung erlaubt; Burkinis und Baderöcke sind ebenso verboten wie weite Badeshorts für Männer. Die Begründung: Lange Badekleidung könne mehr Schmutz und Partikel ins Wasser bringen und den Reinigungsaufwand erheblich erhöhen. Mal sehen, wie lange noch. Freiburg entscheidet nach dem Konflikt jedenfalls genau in die andere Richtung.
Die Debatte ist nicht neu. 2013 wurde einer Frau mit Burkini der Zutritt zu einem Konstanzer Hallenbad verweigert. Es folgten Klagedrohung und wissenschaftliches Gutachten; am Ende wurde der Burkini ausdrücklich erlaubt. Heute seien Burkinis laut Mantar in den meisten Bädern gelebte Praxis. Diskussionen über „übliche Badebekleidung“ gebe es allerdings so lange wie Freibäder. Gerade deshalb brauche das Personal klare Orientierung.
Am 6. August folgte die symbolische Krönung: Im Freibad St. Georgen feierten die Beteiligten gemeinsam „Vielfalt unter freiem Himmel“. Die Landesvertretung Deutscher Sinti und Roma erklärte, die Situation sei schwierig gewesen, man sei nun aber stolz auf das Ergebnis. „Abblocken, Anklagen, Gespräche verweigern“ gebe es bereits genug; man müsse sich zusammensetzen und Lösungen anpacken. Reinhardt hofft, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt. Zuvor seien die Betroffenen als Stadtgespräch so belastet gewesen, dass sie irgendwann nicht mehr gekonnt hätten.
Der SWR nennt das ein „versöhnliches Ende“. Für die Betroffenen durchaus. Für das Personal lautet die Lektion anders. Wer Regeln durchsetzt, kann am Ende selbst zur Schulung geschickt werden, während die Regel neu geschrieben wird. „Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.“ Freiburg hat ausgehandelt. Und Deutschland hat wieder einmal nachgegeben.



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Ich denke, das gefällt dem größten Teil der Freiburger.
Sie sind Grünundgutmenschen, durch und durch.
Ansonsten bräuchten sie sich nicht aufregen, sondern einfach dieses Bad nicht mehr besuchen.
Dann wäre es wegen Geldmangel sowieso bald zu und die Sinti und Romas könnten, wie es Sitte bei ihnen ist, weiterziehen zum nächsten Bad….usw…..
TE Meldung vor nicht langer Zeit: Burkini „Damen“ VERKLAGEN Hotelbesitzerin wg. ihres Verbotes, den hoteleigenen Pool im Burkini zu betreten. Da klagen die „Damen“ und werden bei den -sorry- bekloppten deutschen Gerichten Recht bekommen. Freiburger unterwerfen sich freiwillig den Sinti Sitten – ein Affront gegenüber der deutschen Lebensweise. Was sagt die deutschen Bevölkerung ? Nichts, Totenstille und kuschen. Deutsche rebellieren nicht, die treten nicht dafür ein, dass in ihrem Land die deutschen Gesetze, bzw. Gepflogenheiten zu befolgen sind. Schändlich, erbärmlich, widerwärtig, wie die sich im Staub der Invasoren wälzen – und als nette Aufmerksamkeit, den überflüssigen, nutzlosen, klagenden Eingewanderten, Millionen… Mehr
Eine recht präzise Beschreibung des „besten Deutschlands aller Zeiten“ im zehnten August nach der Grenzöffnung.
Die Situation erinnert Nicolás Gómez Dávila, der einst prophezeite:
»Der Bürgerliche übergibt die Macht, um das Geld zu retten. Danach gibt er das Geld, um sein Leben zu retten. Schließlich hängen sie ihn auf.«
Öffentliche Bäder insbesondere in Großstädten besuche ich seit Jahren nicht mehr. Ist einfach zu unästhetisch, um nicht zu sagen, teils ekelerregend.
Wäre ich dort Bademeister, dürfte sich mein Arbeitgeber über einen dauererkrankten Bademeister freuen, da ich schwerstens traumatisiert wäre…
Eine deutsche Stadt die eine Partnerschaft mit Isfahan hat, und gleich noch eine Straße nach dieser Islam Hochburg benennt, dieser Stadt werde ich keinen Besuch im Freibad abstatten. Als Atheist geht mir jede Penetrierung mit Religion gegen die Natur. Und wo schon mal Isfahan drauf steht ist i.d.R. viel Islam drin. Was mir beim Reisen so auffällt ist, das gerade die deutschen Städte in denen ein Dom steht der Veitztanz um Queer, Gender, Islam und Feminismus richtig heiß läuft. Kann mich täuschen, ist nur eine Beobachtung.
Na ja, unter langen Röcken kann man so manches gut verstecken. Alles ,,Kulturelle“ hat praxisbezogene Gründe.
Das über solche Dinge im woken Freiburg und Umgebung noch „Aushandlungsbedarf“ besteht wunderder mich jetzt aber sehr.
Hätte man das nicht den Tausendsassa Christian im Vorfeld regeln lassen können?
Sorry Redaktion, wenn ich irgendwo von „Sintizze“ lesen will. Dann schlag ich die „Frankfurter Rundschau“ oder die „Badische Zeitung“ auf. Aber nicht „Tichys Einblick“… .
Üblicherweise wäre jetzt die Forderung nach Benutzung von Baderöcken oder Burkinis für alle Frauen angesagt, um das kulturelle oder religiöse Empfinden bestimmter Gruppen nicht zu verletzen. Allerdings entstünde dabei wieder ein Interessenkonflikt mit anderen Bedürfnissen eines Großteils der jüngeren männlichen Mitglieder dieser Gruppen. Mal sehen…