Friedrich Merz reist als Wahlkampfhelfer nach Mecklenburg-Vorpommern – und erlebt in Kühlungsborn ein absolutes Debakel. Pfiffe, Rücktrittsrufe und ein vorzeitig beendeter Auftritt treffen einen Kanzler im Umfragetief. Immer mehr Auftritte vor Publikum geraten für Merz zum Pfeifkonzert.
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Eigentlich wollte man im Osten des Landes eher auf Auftritte aus Berlin verzichten. Friedrich Merz ließ es sich dennoch nicht nehmen und reiste mit seinem eigenen schweren Gepäck namens Umfragetief zu seinem ersten Wahlkampfeinsatz im Osten.
Gemessen an den Bildern und Tonaufnahmen aus Kühlungsborn dürfte sich bei der CDU die Frage stellen, ob weitere Auftritte des Bundeskanzlers wirklich unter Wahlkampfhilfe verbucht werden sollten. Merz kam verspätet, wurde auf der Strandpromenade ausgepfiffen und verließ den einzigen öffentlichen Termin seines Tagesprogramms nach kurzer Zeit wieder. Ein angekündigtes Pressestatement fand schon gar nicht mehr statt.
Besonders desaströs ist eine Zahl, die die Ostsee-Zeitung anlässlich des Besuchs veröffentlicht hat. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage sind gerade einmal fünf Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit der Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden. Man möchte dazu fragen: so viel? Selbst unter den CDU-Anhängern erreicht Merz nur 37 Prozent Zustimmung. Völlig schmerzfrei. Mit der gesamten schwarz-roten Bundesregierung sind noch sechs Prozent der Befragten zufrieden.
Mit diesen Werten also reist der Kanzler der zweiten Wahl an, um CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters Rückenwind für die Landtagswahl am 20. September zu verschaffen. Wahrscheinlich konnte der sich einfach nicht mehr wehren. Die CDU liegt im Nordosten nach der jüngsten INSA-Umfrage bei gerade einmal zehn Prozent. Merz kommt damit als Wahlkampfbelastung einer Partei angerollt und liefert noch mal einen guten Grund, warum man sein Kreuz nicht mehr bei den Scheinkonservativen zu setzen.
Ein Fischbrötchen für die politische Mitte
Der öffentliche Teil des Kanzlerbesuchs begann kulinarisch. Merz kehrte in einem Kühlungsborner Fischrestaurant ein und biss in ein Matjesbrötchen. Sein Urteil lautete „exzellent gut“. Ist das nicht nett. So weit, so gut. CDU-Spitzenkandidat Peters hat das Fischbrötchen sogar zum Wahlkampfmotiv erhoben. Der dazugehörige Slogan lautet: „Die Mitte ist das Beste.“ Das zog dermaßen viel Spott auf sich, dass man meinen könnte, eine Partei im Überlebensmodus würde mal davon ablassen. Aber nein, weit gefehlt.
Dann ging es zum CDU-Stand auf dem Baltic Platz. Dort wurde aus dem freundlichen Fototermin ein akustisch deutlich unangenehmerer Empfang. Menschen riefen Merz „Pinocchio“ und „Kriegstreiber“ entgegen. Andere verlangten seinen Rücktritt. Aus der Menge gab es auch Widerspruch gegen die Beschimpfungen und Aufforderungen zu mehr Anstand. Die Ostsee-Zeitung berichtet zudem von dem Zuruf eines jungen Mannes: „Selbst das Wetter hat keinen Bock auf Dich.“ Kurz vor dem Auftritt hatte über Kühlungsborn ein Gewitter eingesetzt.
Pfeifkonzerte entwickeln sich inzwischen zum regelmäßigen Begleitgeräusch öffentlicher Merz-Auftritte. Erst am 22. August, bei seinem ersten öffentlichen Termin nach dem Sommerurlaub, wurde der Kanzler im Hürtgenwald mit Buhrufen und Pfiffen empfangen; Landwirte begleiteten seinen Auftritt mit lautem Hupen. Merz war zeitweise kaum zu verstehen und erklärte anschließend, er lasse sich von denen, „die rumschreien“, nicht beeindrucken. Bereits im Mai hatte er beim DGB-Bundeskongress für seine Sozialreformpläne Pfiffe und Buhrufe kassiert. Drei Tage später wurde auch sein Auftritt beim Katholikentag in Würzburg durch Pfiffe und Zwischenrufe gestört. Neun Tage nach Hürtgenwald folgt nun Kühlungsborn. Für einen Kanzler, der öffentlich um Autorität ringt und dessen Zustimmungswerte ins Bodenlose stürzen, werden Begegnungen mit Bürgern zunehmend zum politischen Spießrutenlauf.
Die Stimmung war stark angespannt, das Areal rund um den CDU-Stand war mit Absperrgittern gesichert, die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Merz führte nur einige kurze Gespräche und verließ den Platz anschließend schnell wieder. Eine Nachrichtenagentur bezeichnet den Termin ausdrücklich als vorzeitig abgebrochen.
Bürgernähe – über das Absperrgitter
Die vielbeschworene Bürgernähe fand entsprechend über ein Absperrgitter hinweg statt. Für längere Gespräche blieb wenig Zeit. Das angekündigte Pressestatement wurde gestrichen. BILD berichtet, Merz habe nach Sachsen-Anhalt weitergemusst und den Termin sausen lassen, um dort wenigstens pünktlich anzukommen. Naja, auch eine Erklärung, die ihn nicht wirklich besser aussehen lässt.
Zurück blieb unter anderem Anja Goldbach aus Rostock. Die 50-Jährige bezeichnet sich gegenüber BILD als langjähriges CDU-Mitglied und hatte gehofft, mit dem Kanzler sprechen zu können. Viele Kleinunternehmer vor Ort könnten unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen wirtschaftlich kaum noch bestehen, klagte sie zurecht. Auch sie zeigte sich enttäuscht darüber, wie schnell Merz wieder verschwunden war. Vielleicht besser, wenn er eher abrauscht. Nachher beschimpft er die Menschen wieder wie auch sonst.
Einige Stunden zuvor hatte der Kanzler bei einem Wirtschaftsdialog von Aida Cruises in Rostock noch sein derzeitiges Lieblingsrezept für Deutschland vorgetragen: die Schweizer arbeiteten jährlich rund 200 Stunden mehr als die Deutschen, erklärte er. Seine Folgerung: „Wir müssen wieder mehr leisten.“ Hohe Energie- und Arbeitskosten sowie die Steuerbelastung nannte er zugleich als zentrale Probleme der deutschen Wirtschaft. Lösen will er sie weiterhin gemeinsam mit der SPD. Na dann gute Nacht, passieren wird da eh nichts, das hat mittlerweile auch der letzte Mensch begriffen.
In Sachsen-Anhalt wird bereits am kommenden Sonntag gewählt. Auch dort ist kein großer öffentlicher Merz-Auftritt vorgesehen; in Quedlinburg stehen eine Gesprächsrunde mit Landtagskandidaten und ein Gang durch den Schlossgarten auf dem Programm. Die CDU liegt dort in der jüngsten Infratest-dimap-Umfrage bei 22 Prozent. Die AfD erreicht 42 Prozent.
In Mecklenburg-Vorpommern sieht es für die Partei drei Wochen vor der Wahl kaum besser aus. Die jüngste INSA-Erhebung weist für die CDU zehn Prozent aus. Die AfD kommt auf 36 Prozent


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Typisch, dass er gleich 3 Fischbrötchen gefressen hat. Schmidt hätte es bei einem belassen – weil er wusste, dass es bei einem Auftritt um das Symbol geht, nicht um’s Vollfressen. Merz hat 0 Stil, 0 Anstand, 0 Format. Ein kleinkarierter, rückgratloser Sekretär, bestenfalls..
Dennoch wird die SED=Sozialistische Einheitsdemokraten Deutschlands inkl. der Linken die AfD verhindern, selbst bei absoluter Mehtheit, mit wirklich ALLEN Mitteln! Diese werden alles andere als demokratisch oder gar rechtsstaatlich sein.
Man könnte natürlich auch sagen: sie ist irgendwie fischig.
„Wir müssen wieder mehr leisten.“ – Genau. Damit für diejenigen, die nichts leisten, alles so bleiben kann wie es ist und unser Geld weiterhin in die ganze Welt verschenkt werden kann. NEIN DANKE!
Die erfreulichen Nachrichten reissen nicht mehr ab
Ich bezweifle dass Merz fähig ist Gespräche „führen“ zu können.
Man möchte ihm zurufen: Fritze, halt endlich die Füße still, geh in den Keller und schließ dich bis 2029, bis zur nächsten BT-Wahl ein. Vielleicht bekomt dann „deine“ CDU noch 18 %!
Da waren Biden und seine Dems insofern 2020 um einiges pfiffiger. der kam erst aus seinem Kellerversteck, um öffentlich den Mund aufzumachen, als das Ergebnis der Stimmenauszählung veröffentlicht war. Wer den Fehler bei „Fritze“ findet, darf ihn behalten.
Merz arbeitet in Wahrheit für die AFD.
Seine Auftritte sind astreine Wahlreklame für die AFD.
Tief in seinem Inneren will er unbedingt die AFD.
Er ist eben ein echter Schwarzkopf…..Schwarz ist die Farbe CDU und schließlich heißt sein Arbeitgeber B l a c k – Rock und nicht Redblock….😂😉
Als Hobby-Psychater interessiert mich, wie der Gastwirt, der dem Herrn Merz Zutritt zu seinem Fischbrötchen-Laden gewährte, damals zu den Corona-Maßnahmen stand.
Hat er sie etwa eilfertig umgesetzt, so wie er heute auch wieder der Partei- und Staatsführung huldigt?
Ein treuer sozialistischer Genoss*ininin oder gekauft mit dem Erlass von Corona Schulden! So oder so, möglich, dass der den Laden in Kürze wird schließen müssen wegen fehlender Einnahmen.
„Die 50-Jährige bezeichnet sich gegenüber BILD als langjähriges CDU-Mitglied…“
DAS Problem dieses Landes und Parteienstaates ‚in a Nutshell‘.
Dito die hartleibigen bornierten SPD-Fans und Wähler.
Die wählen auch in 20 Jahren noch „ihre“ Partei. Wenn vorher nix final Entscheidendes passiert.
Darum ist es so wie es ist und es bleibt im Wesentlichen auch so (besch…).