Wer jung ist und gegen die Staatsparteien, wählt in der Großstadt Die Linke und sonst AfD

Die CDU verliert eine Wahl nach der nächsten, weil Merz der SPD nachgab, das will Merz nun immer tun. AfD in MeckPomm wählten alle Altersgruppen, SPD die Ü70. In Berlin wählten Linkspartei die U25 und Moslems.

Allein verantwortlich sein für das CDU-Debakel will Friedrich Merz nicht, ein bisschen schon: „Die Wahlergebnisse und die Gründe für diese Wahlergebnisse reichen weit über meine Person hinaus … Wir erleben eine tiefgreifende Veränderung des politischen Parteiensystems in Deutschland sowie auch in vielen anderen Ländern der Welt.“ Einen Rücktritt lehnt Merz ab: „Es ist ganz offensichtlich, dass dieses Wahlergebnis für uns aufgearbeitet werden muss.“ Man müsse „zu einem neuen Miteinander finden“ und sehr kurzfristig die Gespräche mit den Ministerpräsidenten über den Kurs und den Prozess der kommenden Wochen führen. Nötig seien „Stabilität und ein klarer Kurs“, wiederholte Merz wie am Wahlabend. Für die CDU stellten sich „grundsätzliche und auch sehr langfristige Fragen … Wir haben deshalb genau dies im Präsidium verabredet: dass wir darüber sprechen, dass wir darüber intensiv beraten, wo wir stehen, wo wir hinwollen und wo wir nicht bleiben können, so wie wir heute aufgestellt sind.“ – Wie viele Worte man doch aufwenden kann für ein blindes und/oder feiges Weiter so.

Nach dem Zählsonntag lohnen einige Blicke auf Wählerbewegungen zwischen den Parteien in Macklenburg-Vorpommern.

Dann ein Blick auf welche Anteile nach Alter. Was Klaus-Rüdiger Mai auf die Formel bringt: Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern wurde von Erwerbstätigen, die SPD von Pensionären gewählt.

In Berlin wählten junge Leute zu 43 Prozent SED-PDS-DieLinke. Der Schluss ist naheliegend. In urbanen Zonen wählen Junge gegen die Staatsparteien DieLinke, außerhalb der Wohngebierte der Grünen die AfD. 

Wo Grünwoke in Berlin-Mitte 2021 dominierten, herrschen nun Islamolinke. – Armes Berlin.

Bis zu den Wahlen 2027 meint Merz, vor weiteren Attacken sicher zu sein. Am 18. April sind Landtagswahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein, am 25. April in Nordrhein-Westfalen, am 30. Mai ist Bürgerschaftswahl in Bremen – am 26. September folgt die Landtagswahl in Niedersachsen. Wer als nächster Bundespräsident am 30. Januar ausgerufen wird, ist nicht das Ergebnis einer Wahl, sondern wird vom Kungeldutzend an der Spitze des Parteienstaats bestimmt. An echte Reformen denkt Merz nicht.

SPD. In der SPD rumorte es öffentlich sichtbar gestern mehr als in der CDU. SPD-MdB Mahmut Özdemir stellt die Koalition infrage. Gebe es keine Lösungen und klare Idee, sei es nicht wert weiterzuregieren. Özdemir unterstützt die Forderung der Ruhr-SPD nach Mitgliederkonventen. Die Mitglieder hätten einen Koalitionsvertrag gebilligt. Sie müssten auch entscheiden, ob es eine Kurskorrektur brauche – und personelle Konsequenzen. Zu sagen, man müsse weitermachen, weil sonst die AfD profitiere, greife zu kurz. Mache man einfach so weiter, könne genau das passieren. SPD-Vize und Saarland-MP Anke Rehlinger fordert Kurskorrekturen: „Ein bloßes Weiter-so kann es nicht sein (Politico).“ Die schlechten Ergebnisse seien ein Votum über die Bundespolitik, insbesondere den Kanzler. Rehlinger will mehr Profil für die SPD. Personaldebatten um Lars Klingbeil und Bärbel Bas wies sie zurück.– Sie spielt also Merz. – Die SPD-Parteiführung will im Dezember einen Konvent ausrichten (Spiegel und ARD). Bei einem Sonderparteitag könnte über Personal abgestimmt werden, ein Konvent darf nur inhaltlich debattieren. – Nach den Wahlen will die SPD im Bund noch einmal mit der Union über die geplanten Reformen sprechen, also nichts von Merz‘ Ankündigungen übrig lassen, sondern nur ihn auf dem Thron.

Sachsen-Anhalt. Die ARD berichtet,  AfD und BSW hätten sich auf die Wahl eines AfD-Landtagspräsidenten und eines BSW-Vizepräsidenten geeinigt. Die AfD-Fraktion wolle am 29. September beschließen, wen sie als Landtagspräsidenten aufstellt.

Auf die Möglichkeit einer CDU/CSU-Minderheitsregierung bereite sich die AfD-Bundestagsfraktion vor – berichtet Bild. Verschiedene Formen einer möglichen Zusammenarbeit mit der Union und Bedingungen würden besprochen wie eine punktuelle Kooperation bis zur nächsten Bundestagswahl und eine grundsätzliche Bereitschaft zur fallweisen Zusammenarbeit. Vorhaben könnten eine Verschärfung des Staatsangehörigkeitsrechts sein und die Abschaffung des Doppelpasses, ein Wiedereinstieg in die Kernenergie sowie die Streichung von Bürgergeldleistungen für ukrainische Flüchtlinge.

Saudi Aramco hat am Sonntag rund 14 Millionen Barrel über sieben Großtanker an seinen Golfhäfen verladen. Die saudischen Exporte durch die Straße von Hormus lagen zuletzt im Schnitt wieder bei rund 2,9 Millionen Barrel pro Tag, nachdem sie im August teilweise auf 700.000 abgesackt waren. Das drückte Brent gestern erstmals seit dem 9. September wieder unter 100 Dollar je Barrel.

Sie sehen, werte Leser, Stillstand herrscht nicht überall, trotz Merz. Seine Tage sind gezählt, ob er will oder nicht. Bis dahin lebt er davon, dass die Union keinen hat, der nicht so wär‘ wie er. Doch immer, wenn man glaubt, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

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Kommentare ( 47 )

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47 Comments
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Mermaid
18 Tage her

Noch eine bemerkenswerte Wortmeldung gestern: Chrupalla sprach in der Bundespressekonferenz die Landtagswahlen in Westdeutschland im nächsten Jahr an. Ausdrücklich erwähnte er die Wahlen in Niedersachsen, NRW und, ich glaube, im Saarland. Nicht erwähnt hat er die Landtagswahl in Schleswig Holstein im April. Zufall oder Absicht? Ich glaube, da passiert nichts mehr zufällig. Für die Bundes-AfD ist wohl die Frage, wie man die AfD in Schleswig Holstein am unauffälligsten nicht unterstützt. Denen ist völlig klar, so hoffe ich, wie tot die AfD hier eigentlich ist. Ein Reichsbürger-Prinz, der mehr oder weniger, im Hintergrund die Fäden zieht, der persönlich ausgesprochen unsympathisch daherkommt… Mehr

yeager
18 Tage her

Dass die CDU an alle Parteien Wähler verloren hat, außer an die FDP, von der ihr Wähler zugewandert sind, ist schon irgendwie witzig.
Die meisten FDP Wähler in MV sind zur AfD, danach kommen SPD, CDU und Grüne.

Verzeihtnix
18 Tage her

Länderfinanzausgleich abschaffen und den destruktiven Sumpf austrocknen.

Schlagsahne
18 Tage her

Die 52 Prozent bei den über 70- jährigen für die SPD in MeckPomm lassen auf eine perfekt funktionierende Wahlhilfe in den Altenheimen schließen…

Kassandra
18 Tage her
Antworten an  Schlagsahne

Hier listen sie, was wie in Sachsen-Anhalt auch hier getürkt worden sein kann: https://sciencefiles.org/2026/09/21/die-naechste-landtagswahl-dieselben-indizien-fuer-wahlbetrug/

Haba Orwell
18 Tage her

Zum Kommunismus 2.0 in Berlin: >>>Verstaatlichung in Berlin: Das heiße Nachwahlthema<<< > „… Die Initiative Deutsche Wohnen & Co enteignen kalkuliert mit bis zu 220.000 Wohnungen und einer Entschädigung von 40 bis 60 Prozent des Marktwerts. Daraus ergeben sich 8 bis 18 Milliarden Euro, die über 100 Jahre aus den Mieteinnahmen refinanziert werden sollen. Wichtig: Das ist die Rechnung der Initiative, keine amtlich oder gerichtlich festgesetzte Größe. …“ Können die mit Entschädigungen weit unter dem Marktwert überhaupt durchkommen? Wenn 40%, wieso nicht gleich 0%, wie einst die Sowjets? Außer den Gesetzen sollte man Hintergründe nah an realen Machtverhältnissen beachten –… Mehr

depa
18 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Man könnte die Wohnungskonzerne auch zum Verkauf bewegen. Die Mafia kann Schutzgelderpressung. Und der Staat könnte auch. Bauamt, Wohnungsamt, Ordnungsamt, Sozialamt geben sich die Klinke in die Hand. Irgendwann ist der Vermieter müde und verkauft fürn Appel und en Ei. Andere Frage: Wer profitiert und wie?Die Wohnungskonzerne profitieren durch Muttis Asylpolitik. Die Sozialämter zahlen über dem Mietspiegel. Fritze war (ist?) bei Blackrock. Die AfD will die Asylanten los werden, was Blackrock Geld durch fallende Mieten und Leerstände kosten würde. Bei der momentanen Lage gewinnen alle, nur der Steuerzahler ist der Dumme. Nbb: Um gut integrierte Zuwanderer los zu werden, braucht… Mehr

Juergen P. Schneider
18 Tage her

Die Union passt mit ihrer derzeitigen Politik sehr gut ins links-grüne Lager, wird dort aber nicht akzeptiert, sondern nur als nützlicher Idiot geduldet. Leider haben die Unionsdeppen das immer noch nicht begriffen und biedern sich weiter bei den links-grünen Deutschlandzerstörern an. Es ist überhaupt nicht erkennbar, wer die Union aus dem links-grünen Sumpf herausziehen könnte. Die werden langsam darin untergehen und niemand wird sie vermissen. Ob noch irgendwo ein Lichtlein herkommt, darf bezweifelt werden.

Reimund Gretz
18 Tage her

Das muss uns nur wieder bewusst werden:
Immer mehr #Abgaben für immer geringer werdende Gegenleistungen für uns #Bürger!
„Wir arbeiten um zu leben und nicht für die Verschwendungssucht der Politik!“
Einfach einmal die „Rote – Linie“ ziehen – sagen es reicht!
Schafft ihr noch soviel #Einigkeit liebe #Mitbürger?
Immer mehr CO₂ Abgaben!
Viel zu hohe Abgaben auf Energie!
Überall Schuldenberge für unsere Nachkommen!
Neue Zuckersteuer.
Erhöhung Tabaksteuer.
Neue Plastiksteuer.
Erhöhung Alkoholsteuer.
Wir sollten uns erinnern:
„Alle Räder stehen still, wenn das einig Volk es will!“
#Bürgerwehrteuch #AttackeDeutschland:
Verhindert die ewige #Abzockerei für die #Nachkommen!

Haba Orwell
18 Tage her

Die EUdSSR zeigt wahres Gesicht: >>>Călin Georgescu in den frühen Morgenstunden mit massivem Polizeiaufgebot festgenommen<<<

> „… In den frühen Morgenstunden des 21. September 2026 wurde der unabhängige rumänische Politiker Călin Georgescu, der 2024 die erste Runde der annullierten Präsidentschaftswahl gewonnen hatte, von einem großen Aufgebot der Kriminalitäts- und Terrorismusbehörde DIICOT sowie der nationalen Polizei verhaftet. … George Simion von der AUR-Partei schrieb: „Jeder von uns könnte der Nächste sein. Stoppt die Missbräuche! Rumänien ist eine Diktatur!!!!“ …“

Wird Mattz in Schland ähnlich vorgehen, wenn die Woke Union noch schlechtere Ergebnisse bekommt?

flo
18 Tage her

Dass die urbanen jüngeren Jahrgänge in der Hauptstadt links wählen, ist ja nicht so überraschend. Hier dürften auch junge Migranten eine Rolle spielen. Laut WELT holte aber die Berliner Linke auch „51 Prozent unter muslimischen Wählern“. Da fragt man sich doch, warum. Schätzen Muslime die Weltoffenheit bei der Migration, die großzügige Pass-Vergabe/Einbürgerung, die linke Skepsis gegenüber Israel, die Tatsache, dass die Kandidatin migrantischen (türkischen) Hintergrund hat? Das Frauenbild der Linken und ihre Offenheit für die Queer-Community kann es eigentlich nicht sein.

Logiker
18 Tage her

M. Kretschmer – MP in Sachsen und stellvertr. CDU-Vorsitzender – wurde gestern Abend in einem MDR-Interview gefragt, ob Merz im Amt bleibe.

Antwort:
„Wahlniederlagen sind nicht nur auf Inhalte zurückzuführen, sondern immer auch auf Personen.“

q.e.d.

Last edited 18 Tage her by Logiker