Die Wahlen in Brasilien haben viele Anleger enttäuscht. Rohstoffgiganten wie Petrobras und Vale stürzen im Kurs ab – obwohl sie eigentlich hervorragende Investitionen sein sollten. Doch das politische Risiko, unter Präsident Lula enteignet zu werden, ist einfach zu groß, erklärt Thomas Kolbe. Philipp Mattheis sieht das anders: Jetzt könnte eine Chance sein, in Brasilien einzusteigen.
Brasilien steht an einem wirtschaftlichen und politischen Wendepunkt: Nach den jüngsten Wahlen blickt die Finanzwelt gespannt auf Südamerikas größte Volkswirtschaft. Der knapp wiedergewählte Präsident Brasiliens, Luiz Lula da Silva, steht für die Regulierung der Wirtschaft und ein massives Staatsdefizit.
Darauf reagieren die Märkte empfindlich: Die Aktien großer brasilianischer Unternehmen stürzten nach der Wahl ab. Als globaler Rohstoffgigant spielt das Land auch eine Schlüsselrolle bei Erdöl, Eisenerz und Agrargütern – und ist damit noch mehr als andere Nationen von der wirtschaftlichen Situation in China abhängig. Eine gefährliche Situation, ist doch die chinesische Wirtschaft derzeit im Wanken. Für Philipp Mattheis ist das eine Chance: Wer bereit ist, die politischen Risiken Brasiliens einzugehen, kann hier gute Geschäfte machen. Doch Thomas Kolbe warnt: Eben diese politischen Risiken müssen eine Warnung für Anleger sein.





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