Brüssel hält an seinem klimapolitischen Kurs fest. Auch an seiner Kreditstrategie ändert sich nichts. Derweil dreht sich die Welt weiter. Weder in Washington noch in Peking interessiert man sich noch für die ideologischen Hardliner der EU. Das Ende dieser Politik wird kommen, wenn der Kreditmechanismus zerbricht.
picture alliance / Anadolu | Dursun Aydemir
Sie alle kennen den Begriff des „demokratischen Sozialisten“. Dieses visuell und klanglich beißende Oxymoron wurde erfunden, um darüber hinwegzutäuschen, wer sich tatsächlich dahinter verbirgt: klassische Kommunisten. Demokratische Mitsprache kann es in einer kommunistischen Diktatur nicht geben. Das sollte hinlänglich bekannt sein. Es ist höchste Zeit, unmissverständlich zu machen, was sich vor unseren Augen politisch vollzieht: Ein neuer Sozialismus entsteht, diesmal im grünen Gewand. Und es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass es auch diesmal keine Ausnahme geben wird und auch der ökologistische Sozialismus am Ende auf dasselbe diktatorische Staatsmodell hinauslaufen könnte.
Auch der Brüsseler Öko-Sozialismus führt am Ende in einen Kommandostaat, in ein System, in dem auf individuelle Rechte, Freiheit und Souveränität regelrecht gespuckt wird. Fragen Sie die New Yorker: Die lernen gerade auf die harte Tour, was es mit dem islamistischen Sozialismus unter Mamdani auf sich hat.
Seit 2015 machen diese neuen Sozialisten Ernst und fluten die Staaten der EU mit kulturfremden Armutsmigranten. Gleichzeitig drehen sie zur Finanzierung des Desasters die fiskalischen Daumenschrauben an und lassen ihre grüne Umverteilungsmaschine auf Hochtouren laufen. Dieser Angriff auf die bürgerliche Mittelschicht funktionierte so lange, wie es in den USA noch Flankenschutz gab und Präsidenten wie Barack Obama oder Joe Biden das EU-Modell von Klimaregulierung, CO₂-Besteuerung und Drangsalierung der klassischen Industrie übernahmen.
Es war höchste Zeit für den Kurswechsel. Die USA hatten sowohl ihr Bankensystem als auch den Energiesektor faktisch europäisiert und zahlten die Zeche für diesen Irrweg.
Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2024 endete dieser Flankenschutz. Seither strich die neue Administration das Kohlenstoffdioxid als politisch zentralen Nukleus der Transformationsagenda aus dem Zentrum der Klimapolitik und nahm damit dem gesamten Zirkus den Wind aus den Segeln. Diese Entscheidung hatte Folgen: Große US-Banken wie JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Citigroup begannen im Zuge dessen, ihre Bindung an die Net Zero Banking Alliance deutlich zu lockern und schließlich zu verlassen. Ein Gezeitenwechsel der Kreditpolitik im privaten Sektor folgte auf den paradigmatischen Wechsel im Weißen Haus.
Im US-Bankensystem ist nicht nur Schluss mit den Diversity-Regeln bei der Personalauswahl. Auch am Kapitalmarkt vollzog sich in der Folgezeit ein aufschlussreicher Richtungswechsel. Bereits im Verlauf der Jahre 2024 und 2025 zeigen globale ETF- und Fonds-Kapitalflüsse eine klare Tendenz. Sogenannte ESG-basierte Produkte – also Fonds, die Investitionen nach politischen und insbesondere „grünen“ Kriterien gewichten – gerieten unter massiven Abgabedruck, der seither nicht nachgelassen hat. Während klassische Indexstrategien und technologiebasierte Standardprodukte vom Börsenboom profitierten, verzeichnete das ESG-Segment erhebliche Mittelabflüsse. Kapital wurde dabei sichtbar aus der politisch gesteuerten Allokation in marktbezogene Strategien umgeschichtet.
Niemand auf der Welt kann sich langfristig dem Sog entziehen, den der amerikanische Kapitalmarkt entwickelt, wenn künftig Pipeline-Projekte, der Ausbau der Nuklearkraft und die zahlreichen Projekte zur Reindustrialisierung des Landes einen neuen Investitionsrahmen setzen.
Brüssel wirkt vor dem Hintergrund des Gesagten wie ein gallisches Dorf, allerdings mit deutlich weniger Esprit. Ursula von der Leyens EU-Kommission wirkt ähnlich kraftlos und uninspiriert wie Christine Lagardes Europäische Zentralbank.
Im Interview mit dem Handelsblatt betonte Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Mauderer die Bedeutung der ESG-Finanzierung für das Projekt EU.
Mauderer macht deutlich: Brüssel nutzt seine Infrastruktur, die im Wesentlichen aus der EZB sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB) besteht, um einen Zinsrahmen zu setzen, der den Betrieben der grünen Subventionsmaschine Kreditvorteile und regulatorische Erleichterungen gewährt.
Die europäische Politik hat sich vollständig in der Logik des Fiat-Kredits verfangen. In Brüssel, aber auch in Berlin, glaubt man unverändert an die Wunderwirkung des aus dem Nichts geschaffenen und durch nichts hinterlegten Kredits, der die neue grüne Zauberwelt buchstäblich aus dem Nichts entstehen lassen soll. Selbstverständlich ist dies ökonomischer Humbug – ein Machtschema, das produktive Investitionen regelrecht erstickt, weil es dem freien Kapitalmarkt die Mittel entzieht.
Es wird immer kostspieliger, die Illusion der grünen Transformation zu verteidigen, während die europäische Industrie ihre Wettbewerbsvorteile eingebüßt hat und die Betriebe scharenweise abwandern. Nachhaltig ist in der EU lediglich die Deindustrialisierung. Ist diese möglicherweise gezielt herbeigeführte Degrowth-Entwicklung der Versuch, Platz für eine eigene grüne und militärische Kunstökonomie zu schaffen, indem private Produktion schrittweise in eine Kommandowirtschaft umgebaut wird?
321 Milliarden Euro hat der deutsche Staat allein im vergangenen Jahr an Subventionen verteilt. Ein Großteil davon fließt durch die Kanäle der grünen Günstlingswirtschaft. Das ist eine fürchterliche Entwicklung, da sie dem privaten Kapitalmarkt systematisch die knappen Mittel entzieht und – mit Ausnahme weniger Profiteure – alle anderen regelrecht beraubt.
Wie ineffizient, intellektuell anspruchslos und gesellschaftlich verheerend der Ökosozialismus in Wahrheit ist, offenbart Mauderer dann indirekt. Sie beklagt, dass Deutschland noch immer 67 Prozent seiner Primärenergie importieren müsse. EU-weit seien es 57 Prozent, so die EZB-Vizepräsidentin Sabine Mauderer – welch eine historische Katastrophenbilanz! Nach Jahrzehnten des ökologistischen Umbaus und Billionen an verbrannten Subventionen ist dies die Schlussbilanz: Einige wenige sind durch diese Politik reich geworden wie Krösus. Im Übrigen bleiben sichtbare Verheerungen, wie die Zerstörung unserer Kulturlandschaft durch Windkraftanlagen oder Solarfelder, die geradezu demoralisierend auf den Betrachter wirken. Für diese Politik werden uns kommende Generationen noch verfluchen.




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Dem Kapitalmarkt bleibt doch garnichts anderes übrig, denn wer höhere Kosten produziert ist im Vergleich zu anderen nicht mehr wettbewerbsfähig und kann seine Beteiligungen gleich im Rhein versenken und nur die nicht rechnen können oder sich nicht an eherne Gesetze im Wettbewerb halten, werden dabei untergehen und da sind wir noch in dieser Disziplin führend und andere wird es freuen, wenn sie unsere Geschäfte übernehmen können, während die Deutschen dann viel Freizeit haben. Hätten sie vorausschauend gedacht und diese Bande im Geiste Merkels gleich in die Wüste geschickt, könnten sich alle viel Unheil ersparen und wie heißt es so schön,… Mehr
Sozialismus, egal wie angestrichen, kann nur für relativ kurze Zeit existieren, und das ausschließlich als Diktatur, weil er gegen die natürliche Ordnung bzw. mentale Ausstattung des Menschen gerichtet ist. Man sieht den Niedergang des heutigen Staates u. v. a. auch darin, dass viele Jobs nicht besetzt werden können, weil das Bürgergeld, je nach Umständen, sehr viel höher ist als der Verdienst in manchen Jobs. Wenn eine Bürgergeldfamilie mit 4 Kindern je nach Wohnort „Unterstützung“ im Wert von bis über 70.000 E/J. netto erhält, ziehen sie alle diese stinkfaule und falsche Einkommensart natürlich vor. Für Einwanderer ist das natürlich das Paradies,… Mehr
„Begriff des „demokratischen Sozialisten“
In der DDR gab es noch einen anderen Begriff, der jetzt erneut mit Inhalt gefüllt wird: „Demokratischer Zentralismus“ (Geht auf Lenin zurück). Na, dann viel Spaß auf dem Weg zum Kommunismus !
Das muss man heute angesichts der Verwobenheit im kriminellen Sumpf (Affinität zur Clan-Kriminalität; finanziell-korruptes Netzwerk mit steuergeldgefütterten NGOs; Finanzierung der Gewalt gegen die Opposition) erweitern: Kriminalität und Linksideologie gehen Hand in Hand.
Daß das Geschäftsmodell „Klima“ an sein Ende gekommen ist, heisst nicht, daß die Sekundärfunktion des Klimanarrativs – die Plünderung von Deutschland/der EU zugunsten der USA – ebenfalls endet.
Natürlich halten die Globalisten in Berlin und Brüssel Kurs, um die 40bio$ US-Schulden zu mildern und nach erfolgreichem Bankrott in der EU den Grundstein für den WEF-Weltstaat mit CBDCs, Bargeldverbot, 15min.-Städten und Digital Personal IDs zu legen.
Own nothing, be happy.
Solche Beiträge bekommt man vom MS und ÖRR nie geboten. Klar, man müsste zugeben, sich geirrt zu haben. Das verhindert vermutlich auch der sorgenvolle Blick auf das eigene green- deal- lastige Portfolio, in dem es vor Beteiligungen an Subventionschmarotzern nur so wimmelt.
Brüssel hält ganz wesentlich am “ Klimakurs“ fest weil Deutschland daran festhält. Mehr grundsätzlich zu “ Sozialismus“ könnte man anmerken, dass es natürlich keinen “ demokratischen Sozialismus “ gibt – es ist eine Wortfindung der Wendekommunisten, deren staats- und wirtschaftsplitischen Ziele auf Kommunismus hinauslaufen. Historisch haben sich die Sozialdemokraten und die Gewerkschaftsbewegung seit den 1870er Jahren von den Kommunisten losgesagt. Rerum Novarum von 1891, Papst Leo XIII, und Quadrogesimo Anno von 1931, Papst Pius XI, eine Renten- und Krankenversicherung seit Bismarck, und die Soziale Marktwirtschaft von Ludwig Erhard, Walter Eucken und den Ordo-Liberalen der Zeit, waren kein “ Sozialismus/Kommunismus“. Auch… Mehr
„ Für diese Politik werden uns kommende Generationen noch verfluchen.“
naja, heute verfluchen die Papis & Mamis doch die bösen Boomer, die gierigen Rentner und sie lehren damit ihren Kindern den schäbigen Umgang mit den eigenen Alten. Mögen sie ein wirklich langes Leben haben, in der Zukunft, die sie heute gestalten
Die bösen Boomer – ich gehöre selbst dazu – haben den ganzen Irrsinn angefangen.
Wer das Fiatgeld einführt, fährt am Ende einen Fiat oder geht gar zu Fuß! Da das offenbar noch nicht gereicht hat, hat man sich den Klimasprengsatz ins Nest gelegt, dass ja das Elend auch tatsächlich eintritt. Wider besseres Wissen oder gezielter Einsatz von Dummheit und Böswilligkeit könnten die Motive sein. Der absolute Wille zur Zerstörung ist aber die Grundlage der Handlungen, Logik ist nirgendwo auszumachen, fachliche Qualitäten auch nicht. Die „großen“ Europäer der CDU/CSU und der SPD sind in die Falle getappt. Dabei wollten sie Deutschland schon immer an der Garderobe in Brüssel abgeben. Mehr Einsatz für das Land der… Mehr
Die ständige Rede von einem Öko-Sozialismus ist irreführend, die sog. Grüne Transformation ist ein beinhartes kapilaistisches Projekt. Windkraft- und PV-Barone verdienen sich ebenso wie die Aktionäre ihrer Unternehmen eine goldene Nase. Was passiert hier eigentlich? Das Gleiche wie schon zur Corona-Zeit: die Bürger und Steuerzahler werden von der herrschenden Politik zugunsten bestimmter Branchen ausgepresst (bei der Corona-Politik war es die Pharma-Industrie). Inzwischen hat sich die Rüstungsindustrie dazugesellt, auch sie will viele Milliartden abgreifen und die Regierung Merz/Klingbeil tut alles dafür. Schon immer mit von der Partie war die Finanzindustrie, sie profitiert schon von der horrenden Verschuldung. Demokratische Pollitik im mehrheitlichen… Mehr