Wenn der Vorsitzende der „Grünen Jugend“ Schwarzrotgold als „scheiß“ beschimpft, stellt er sich in die Tradition der NSDAP. Wirft die Partei ihn nicht hinaus, muss sie sich seine Sprüche zurechnen lassen.
picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Erklärungen von Grünen, dass sie „mit Deutschland nichts anzufangen wissen“ (Robert Habeck) existieren zur Genüge. Der jüngste Ausfall des Chefs der Grünen Jugend Luis Bobga ragt aus der langen Reihe heraus. Nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft aus der WM brachte er Fußball ohne jeden Beleg mit Gewalt gegen Frauen in Verbindung– soweit von dieser Seite rhetorisch nichts Neues – und schrieb dann: „so jetzt hängt eure scheiß deutschland flaggen wieder ab“ (Originalschreibweise).
Die Besonderheit liegt in der sprachlichen Verbindung von Schwarzrotgold und „scheiß“. Sie gab es nämlich schon einmal in der deutschen Geschichte, nämlich in der Weimarer Republik. Ihre Feinde – Monarchisten, aber vor allem Nationalsozialisten – bezeichneten das Symbol der verhassten Republik als „Schwarz-Rot-Scheiß“, auch als „Affenscheißcouleur“. Seit dem Hambacher Fest stehen die Farben für eine republikanische Gesinnung, die sich 1918 eben nur halb durchsetzte – erbittert bekämpft von NSDAP und Kommunisten. Gegen beide stellte sich das 1924 gegründete „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, ein Massenverband, getragen von SPD, DDP und Zentrum. Er zählte zu ihren besten Zeiten drei Millionen Mitglieder. Ihr Vorsitzender Otto Hörsing bezeichnete das Reichsbanner als „überparteiliche Schutzorganisation der Republik und der Demokratie im Kampf gegen Hakenkreuz und Sowjetstern.“ Mit der Bezeichnung der Landesfahne als „scheiß flagge“ stellt sich Bobga in die Tradition der damaligen Antidemokraten. Beziehungsweise, etwas zugespitzt, aber nicht falsch: in die Tradition der Nationalsozialsten.
Er steht noch in einer anderen Tradition, die bis in die Gegenwart reicht. In keiner bundesdeutsche Partei gehört die Abneigung gegen das Symbol des Staates und den Begriff Deutschland so sehr zum Wesenskern wie bei den Grünen. Selbst die Kommunisten der DDR übernahmen Schwarzrotgold, nur dekoriert mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz. In der Bundesrepublik gab es vor den Grünen auch im linken Spektrum keine demonstrative Deutschlandverachtung – unter anderem deshalb, weil damals das historische Gedächtnis der Sozialdemokraten noch funktionierte. Willy Brand warb im Wahlkampf 1972 mit dem Slogan: „Deutsche, wir können stolz sein auf unser Land“. Damals stimmte das im Großen und Ganzen auch. Für die Wahlkampagne 1976 druckte die Partei die Landesfarben auf ihr Plakat, zusammen mit dem Wahl-Motto: „Modell Deutschland“. Keinem führenden Grünen kam je ein ähnlicher Satz über die Lippen. Im Gegenteil. Nach dem Mauerfall stand Claudia Roth in Frankfurt am Main hinter einem Transparent mit der Aufschrift: „Nie wieder Deutschland“. Später lief sie in einer linksradikalen Demonstration hinter einem Lautsprecherwagen her, der den Zug mit der Parole „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ beschallte. Auch als Minister, also von Deutschlands Steuerbürgern bezahlter Staatsdiener achtete Jürgen Trittin peinlich darauf, bei Feierstunden die Nationalhymne nicht mitzusingen. Im ARD-Sommerinterview antwortete der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak 2025 auf die Frage, ob er auch ein Problem mit Vaterlandsliebe habe, ähnlich wie Habeck, der Patriotismus nach eigener Aussage „zum Kotzen“ fand: „Ich liebe Duisburg. Ich liebe mein konkretes Umfeld. Ich kann mit dem Begriff Liebe für so etwas Abstraktes… Aber das soll jeder für sich entscheiden.“ Immerhin quälte er sich die Aussage ab: „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Deutschland.“ Damit geht er für grüne Verhältnisse schon ins Extrem.
Einem dumpflinken Phrasenautomat wie Luis Bobga fehlt selbst elementare historische Bildung. Aber solange ihn die Führung der Grünen nicht hinauswirft oder wenigstens den Parteiaustritt nahelegt, muss sie sich seine „Scheiß“-Aussage kollektiv zurechnen lassen. Es gibt den Ausdruck „gelb vor Neid“. Für die Partei, die sich selbst ausdrücklich zum Fremdkörper in dem Land erklärt, dem sie trotzdem weiter unbedingt ihren Stempel aufdrücken will, sollte sich die Wendung „grün vor Hass“ einbürgern. In den Worten des Anführers der Grünen Jugend steckt eben mehr als nur Verachtung nicht nur für dieses Land, sondern auch für seine demokratischen Traditionen, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.
Den führenden Kadern der Grünen würde eine Selbsttherapie guttun, die damit beginnt, nach den tieferen Gründen für ihre Allergie gegen Schwarzrotgold zu forschen. Das Land befindet sich nicht im besten Zustand. Aber als Objekt, an dem Leute wie Bobga und andere ihren Komplex abarbeiten, ist es immer noch zu schade.

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Eigentlich hatte ich ja vor meine „sch…“ Deutschlandflagge wieder abzuhängen, aber wenn man mich so aufdringlich bittet sie hängen zu lassen …. meinetwegen!
Der hat ja wirklich eine schlechte Rechtschreibung.
Eher eine Linksschreibung.
Bei uns früher hat die Partei sowas immer auf Schulung geschickt.
Das Ausmaß der linken Hass-Psychose steht diesen Opfern förmlich ins Gesicht geschieben. Mit den Grünen Khmer kann es keine Zusammenarbeit geben, weil es sich hier um ideologisch-tingierte Positionen handelt, die schlichtweg pathologisch sind.
Der Bodensatz der Gesellschaft ist zu laut und bekommt zu viel Aufmerksamkeit. Ganz gleich wird es genug Zeitgenosen geben, die ihn irgendwann in ein politisches Amt wählen. Irgendetwas ist in den Köpfen der Menschen Westdt.’s völlig schief gelaufen.
Wir wissen doch, Grüne sind nicht die hellsten Kerzen auf der Torte. Man denke da nur an die ex Außenministerin. Dieser Bubi hier weiß nicht, was er faselt. Ist halt ein Pisa-geschädigter Dummkopf. Wir, die wir so etwas wählen, sind allerdings keinen Deut schlauer.
Man kann nur Vermutungen anstellen, was bei Bogba im Leben schiefgelaufen ist, dass er sich zu solchen Äußerungen hinreissen lässt. Meine Vermutung ist, dass er als Kind im Sportunterricht immer als allerletzter in eine der beiden Füsballmannschaften gewählt wurde. Keiner der beiden Mannschaften wollte ihn wirklich haben. Die Mannschaft, die ihn schlussendlich dann doch integrieren musste und demnach wusste, dass ihre Chancen auf den Tagessieg mit diesem Spieler doch erheblich gegen null tendieren wird, war darüber natürlich nicht sonderlich erfreut. Zur Begrüßung bekam er wahrscheinlich von den guten Spielern des öfteren den Ball an den Kopf geschossen. Anders kann ich… Mehr
Bogba wurde für seine herausragende Leistung von der Allianz Stiftung mit dem „movers of tomorrow Award“ ausgezeichnet. Stifterin ist die Allianz SE. Ich frage mich, was eigentlich noch passieren muss, bis der Normalbürger versteht, dass die Grüne Partei auch von der Industrie gefördert und deren Politik mitbestimmt wird.
Es sind die perfekten Untertanen. In unseren Schulen, werden diese Sklaven gezüchtet. Darum: Die Schulpflicht muss weg. Break the System.
Ganz komisch und geradezu unglaublich: Es gab vor ein paar Jahren bei den Grünen den Versuch, den Begriff „Heimat“ für sich zu vereinnahmen. Nur, es wurde nicht weiter verfolgt, nachdem dies als ziemlich heuchlerisch auffiel.
Damals hatten die .. auch ihre Fahne statt Schwarz-Rot-Gold geschwenkt und ausgeflaggt. So wesentlich unterscheiden sich Grün von Braun nicht. Ein bisschen Rot, und sie sind klar zu erkennen ..
Nachdem was Bobga und Gesinnungsgenossen aus diesem Land gemacht haben, sind solche Sprüche fast schon Leichenschändung.
Und das Einzige was man als Politwissenschaftler und Soziologe lernt, ist alles in alles umzuframen. Es gehört allerdings ein gerüttelt Maß an Dummheit dazu, es dann auch tatsächlich zu tun! Denn mit Beweisen für ihr Geschwurbel tun sich solche Trickser üblicherweise schwer.
Luis Bobga steht in der Tradition der NSDAP mit seiner haßerfüllten Diffamierung von schwarz/rot/gold, der Flagge der Demokratiebewegung und leider mißlungenen Revolution von 1848/49, der Flagge der ersten deutschen Demokratie von 1918/19 bis 1933 und der Flagge der zweiten deutschen Demokratie von 1949 bis jetzt. Ob Bobga das weiß oder aus Unbildung nicht weiß, diese NSDAP Traditionslinie, in der Ablehnung von schwarz/rot/gold, ist auch seine.