Die linke Empörungsmaschinerie stottert: Erfurt zeigt ein gegenläufiges Bild. Schwindendes Mobilisierungspotential und sinkender Einfluss der linken Protestszene bei gleichzeitig steigender und hemmungsloserer Gewaltbereitschaft unter Linksextremisten.
IMAGO / Paul-Philipp Braun
Kann es sein, dass Links seine Attraktivität verloren hat und nicht mehr als progressiv, modern und gutmenschlich gilt, sondern nur noch für militante Schläger interessant ist? Denn zur Verhinderung des AfD-Parteitags in Erfurt kamen längst nicht all die Massen angereist, die normalerweise den Nebel bilden, in dessen Schutz sich die Krawallgenossen an ihre Opfer heranrobben können. Dabei hatte doch auch der DGB zur Verteidigung „unserer Demokratie“ aufgerufen! Was einiges aussagt über dessen Demokratieverständnis. Doch wenn es um die AfD geht, verlieren linke Kreise den Verstand und jeden Anstand und wähnen sich in einem Widerstand, der alles rechtfertigt. Weil ja die neuen Nazis vor der Tür stehen.
Doch wer glaubt das noch außer ein paar Jungs und Mädels, die auf Putz aus sind? Oder – außer den Journalisten, die es nicht zu kümmern scheint, wenn ihresgleichen angegriffen wird, schließlich bleiben Faschisten Faschisten, auch wenn sie einen Presseausweis tragen? Bild war die rühmliche Ausnahme und kommentierte die Angriffe auf die Journalisten von Apollo News und Junge Freiheit entsprechend.
Dass es nicht noch weit schlimmer zuging in Erfurt, wie nicht nur die Polizei befürchtete, lag wohl daran, dass AfD und Polizei den linken Widerstand richtig einschätzten: die kommen halt nicht früh genug aus den Betten. Die AfD-Delegierten waren schneller und waren in der Halle, bevor blockiert werden konnte.
Was behauptete die Gruppe „Widersetzen“ vor der gescheiterten Blockadeaktion? „Wir sind kreativ, offen und einladend für die Erfurter Bevölkerung. Von uns wird keine Eskalation ausgehen.“ Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Nein: Humor- und phantasielos und nicht lernfähig, das ist heute die empörungsbereite Linke samt ihrer friedliebenden Gefolgschaft. Dort kommt man erst gar nicht auf die Idee, dass „das Böse“ raffinierter sein könnte als die Antifa, die längst keine „kulturell-symbolische Macht“ mehr ist. „Nazis raus“ rufen ist auf die Dauer ein wenig öde. Und der Spruch „alle Männer sind toxisch“ kommt auch nicht mehr sonderlich gut an. Das scheinen selbst die Grünen begriffen zu haben, bei denen ein Männermanifest zirkuliert, in dem dreizehn Grüne konstatieren: „Wir brauchen ein positives Bild, was gute Männlichkeit sein kann.“ Auch Parteivorsitzender Felix Banaszak meint: „Das progressive Milieu braucht ein eigenes positives Verständnis von Männlichkeit, das nicht nur Defizit ist.“
Späte Erkenntnis, die von der Realität erzwungen wurde. Denn diese Einsicht ist wichtig für die Fortexistenz der Grünen: Mit 25,2 Prozent wählten bei der vergangenen Bundestagswahl doppelt so viele junge Männer wie junge Frauen zwischen 18 und 24 Jahren die AfD. Woke Männerverachtung hilft nicht weiter. Und antiweißer Rassismus auch nicht.
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger hat die Debatte über antiweißen Rassismus, die nach dem Mord an dem britischen Jugendlichen Henry Nowak aufgekommen ist, als Teil einer rechten Kampagne dargestellt. Sie bestreitet, dass es antiweißen Rassismus überhaupt gibt. Doch wir erinnern uns an den Fall: das (weiße) Opfer eines Angriffs durch einen Sikh wurde von der Polizei als rassistischer Täter behandelt. Auch in ihren Köpfen gab es antiweißen Rassismus nicht.
Doch leset die Zeichen: dass eine weiße Frau mit ausgestrecktem Finger anklagend auf eine schwarze Frau zeigt, wäre bis vor kurzem noch als rassistisch gedeutet worden. Doch vielleicht hat der Rassismus umgekehrt stattgefunden: Sophie Cunningham reagierte damit auf eine Schiedsrichterentscheidung zuungunsten ihrer (weißen) Teamkollegin Caitlin Clark und zugunsten einer schwarzen Spielerin des gegnerischen Teams, obwohl beide den gleichen Fehler begangen hatten.

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Wenn der / die / das obig nur halb so bescheuert sind, wie sie aussehen. Dann müssen sie schon sehr bescheuert sein.
Antideutsch-Links ist eine Gefährliche Geisteskrankheit!