Beim NATO-Gipfel in Ankara geht es nicht nur um neue Milliarden für Verteidigung, sondern um die künftige Machtbalance im Bündnis. Auch Wolodymyr Selenskyj wird erwartet und fordert Unterstützung.
picture alliance / Anadolu | Turkish Presidency / Mustafa Kamaci / Handout
Am 7. Juli beginnt in Ankara der NATO-Gipfel offiziell mit einem Empfang und Abendessen auf Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Präsidentenkomplex Beştepe.
Doch hinter den Kulissen geht es nicht um diplomatische Routine, sondern um die Neuvermessung des Bündnisses. Reuters beschreibt den Gipfel als Versuch, die Spannungen mit Donald Trump zu glätten und zugleich zu zeigen, dass Europa mehr Verantwortung übernimmt.
Zuvor läuft bereits das NATO Defence Industry Forum, bei dem es um Rüstungsproduktion, Investitionen und gemeinsame Beschaffung geht. Aus politischen Zusagen sollen Aufträge für Waffen, Munition, Luftverteidigung, Drohnenabwehr und industrielle Fertigungskapazitäten werden.
Im Mittelpunkt steht die geplante Gipfelerklärung. Nach einem von Reuters eingesehenen Text sollen die 32 NATO-Staaten ihre „eiserne Verpflichtung“ zu Artikel 5 bekräftigen: Ein Angriff auf einen ist ein Angriff auf alle. Das ist keine Floskel mehr. Trump hatte die Bündnisgarantie wiederholt infrage gestellt und die Europäer häufig wegen zu geringer Verteidigungsausgaben massiv attackiert und Konsequenzen angedroht. Nun soll in Ankara gezeigt werden, dass die USA im Bündnis bleiben, aber Europa und Kanada den konventionellen Schutz Europas stärker selbst tragen müssen.
Zentral ist das neue 5-Prozent-Ziel: Bis 2035 sollen die NATO-Staaten 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung für klassische Verteidigung und weitere 1,5 Prozent für sicherheitsrelevante Infrastruktur ausgeben. Reuters verweist darauf, dass die europäischen Verbündeten und Kanada 2025 real bereits 20 Prozent mehr für Verteidigung ausgegeben haben. Doch die Belastung wächst: Deutschland kann seine Verteidigungsstrukturen nur über neue Schulden massiv ausbauen, andere Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Italien oder Spanien stoßen politisch und finanziell an Grenzen.
Der zweite große Punkt ist die Ukraine. Laut Reuters sollen die NATO-Staaten für 2026 Militärhilfe von 70 Milliarden Euro zusagen; 2027 soll mindestens ein vergleichbares Niveau folgen. Wolodymyr Selenskyj wird beim Abendessen Erdogans erwartet. Nach neuen schweren russischen Angriffen auf Kiew fordert Selenskyj „starke Entscheidungen“ vor allem bei Luftverteidigung.
Dritter Schwerpunkt ist die Rüstungsindustrie. Reuters berichtet, in Ankara sollten Rüstungsaufträge in zweistelliger Milliardenhöhe angekündigt werden. NATO-Generalsekretär Mark Rutte will aus höheren Etats einsatzbereite Fähigkeiten machen: Waffen, Drohnenabwehr, Flugabwehr, Munition, Produktionslinien. Zugleich meldet Reuters, dass europäische Verbündete viele Lücken schließen mussten, die durch verringerte US-Zusagen in NATO-Verteidigungsplänen entstanden sind. Dies betrifft Flugzeuge, Schiffe, aber auch Drohnen.
Gastgeber Türkei nutzt den Gipfel, um den Abbau von Exportbeschränkungen innerhalb der NATO zu fordern. Erdoğan verlangt mehr Einbindung türkischer Rüstungsindustrie in europäische Sicherheitsprojekte.
Eingeladen sind auch Ukraine, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland. Der Gipfel in Ankara soll zwar Einigkeit demonstrieren, tatsächlich verhandelt die NATO über eine neue Lastenverteilung: weniger amerikanische Vollkaskoversicherung, mehr europäische Verantwortung und sehr viel mehr Geld.
Das zeigt sich auch in der Nervosität vor dem NATO-Gipfel. Der Grund heißt Donald Trump. Formal kann der US-Präsident die Vereinigten Staaten kaum im Alleingang aus der NATO führen, doch er kann politisch und militärisch sehr wohl Druck erzeugen. Er kann Truppen abziehen, Übungen streichen, Geheimdienstkooperation reduzieren, Ukraine-Hilfen verzögern oder den Schutz politisch an Verteidigungsausgaben koppeln.
Zwar wollen die europäischen NATO-Staaten ihre Verteidigungsausgaben erkennbar massiv erhöhen. Doch Geld allein hilft nicht. Europas am Boden liegende Rüstungsindustrie braucht Jahre, um Kapazitäten aufzubauen.

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Es sei denn, wir schenken Byzanz/Stanbul den Russen, die lassen dafür die UA in Ruhe, kehren in den NATO-Russlandrat zurück.
Mich wundert nur, dass Erdogan sich für solch eine Drecksveranstaltung hergibt!!!
Manche sagen das es ein bilaterales Treffen zwischen Trump und Erdogan war und die anderen Teilnehmer nur Staffage waren.
Die Türkei ist ein potentieller Aufstiegskandidat zur Mittelmacht mit Einfluss nach Europa über die Turkvölker bis nach China rein und zum Nahen und Mittleren Osten.
Das ist eine interessante Position für die USA.
Wo ist die Bedrohung, die diese Kosten rechtfertigt? Die Sozialisten/Kommunisten, gegen die die NATO gegründet wurde, sitzen doch längst in Brüssel und Berin. Meinungsfreiheit, Wirtschaftsfreiheit, Bewegungsfreiheit, alle Freiheiten in der EU werden eingeschränkt, verteuert und reglementiert. Wir werden verarmt, deindustrialisiert und muslimisch überfremdet. Und jetzt sollen wir für einen Krieg bezahlen, damit das so weitergeht? Wenn wir für die NATO/die EU kämpfen, dann kämpfen wir für unsere Unterdrücker und gegen uns selber. Sollen die Russen doch Europa übernehmen. So werden wir die Linkserei los. Und schlimmer als Merkel, Scholz und Merz bzw. UvdL kann das auch nicht sein. Dummerweise haben… Mehr
Der Nordatlantikpakt ,die NATO ,hat einen Gegner ,Russland .Allein die USA hat fast achtmal höhere Rüstungsausgaben als Russland .Weitere 31 NATO-Staaten sollen zu 5% ihres Bruttosozialproduktes für Rüstung genötigt werden .Das Bruttonationaleinkommen Russlands hat etwa die Größe Italiens !!
Einfach widerlich dieser Rutte, der so viel Platz im innersten von Trump einnimmt, daß keiner mehr reinpaßt, von denen wir noch unzählige haben. Die können hochrüsten soviel sie wollen, denn allein die Rechnung wird um das dreifache ausfallen wie beim Gegner und das allein kann uns schon umbringen, wenn man diesen gewaltigen Kostenunterschied betrachtet. Ein Hochleistungspanzer im Vergleich der Kosten: China unterhalb von 3 Mill. per Stück USA/EU 8 – 9 Millionen per Stück Also das dreifache und das kann man fortsetzen über alle Waffengattungen und mal sehen wer zuerst den Bettel hinwirft, weil er zahlungsunfähig ist und das bezieht… Mehr
Die Russen abschrecken, welche Schande für die Christenheit, sage das mal ganz unorthodox. Der Moslem feixt und weiß: „Wir werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns.“ – plus X. „Der Leib unserer Frauen wird uns den Sieg bescheren“, Houari Boumedienne – Zitate – Gute Zitate Wien ist doch so nah: Inschrift an der Wand eines Pissoirs zu Wien: Die Welt ist voller Tücken, Wien 1683. Erst urinieren, dann ruinieren. Der Ösi aber sagt: Geh scheiß’n. Wollen die einen neuen Staatsvertrag für uns machen? Sie Russen unter den Tisch saufen mit Grünem Veltliner? Ist wahrscheinlich billiger als NATO – da… Mehr
Der grüne Veltliner ist ein süffiger Wein aus Niederösterreich und hieß ehemals Muscateller und war wurde vermutlich aus Griechenland (Mascat) kommend gekreuzt und dann zur eigenständigen Rebe veredelt und ist nicht zu verachten, wenn man ein Verehrer von guten Weißweinen zur Abrundung bei Tisch ist. Den vorausgegangenen Bemerkungen ist nichts mehr hinzuzufügen, weil sie selbst burschikos vorgetragen den Nagel auf den Kopf treffen, während Wein Österreich und das Amselfeld und die Türken direkt zusammen hängen und die Nato wird daran auch nichts ändern, weil sie den Krieg ehedem verlieren, nicht nur nach außen, sondern auch nach innen, mit der stillen… Mehr
Sie sind ja einigermaßen in der Vernunft, ich weiß das zu schätzen. Da ist das bisschen „burschikos“ inkludiert. Die „NATO-Recken“ müssen es eben noch hinkriegen, auch Russland in die Abwehr gegen die „klammheimlichen“ Zersetzer zu gewinnen. Machen Sie sich das klar, dann wird das schon.
Peter Scholl Latour hat es gut formuliert: Nicht die Stärke des Islam ist die Gefahr sondern die Schwäche des Westens.
Der Islam besetzt lediglich das Vakuum das die antiwestlichen Linken in Europa geschaffen haben in den letzten 60 Jahren.
„Islam is the iron broom of Judaism“
Der Westen war nicht schwach, er wurde gezielt zersetzt.
Zu schwach, weil er sich zersetzen lässt, o.k.? Grund, warum sie dennoch alle zu uns rennen wie die Vergifteten, nach Ayaan Hirsi Ali: „Die westliche Kultur mit ihrer Entdeckung der Freiheit ist allen anderen Kulturen überlegen, in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart. Sie hat es zustande gebracht, die Unterdrückung der Frau, den Feudalismus und das Stammesdenken zu überwinden. Sie hat gesellschaftliche Offenheit, politische Freiheit, technische Innovation und wirtschaftlichen Wohlstand geschaffen. Ich leugne nicht, dass andere Kulturen ebenfalls ihr Besonderes und Wertvolles haben – aber die Freiheit der westlichen Kultur ist für alle Menschen von unschätzbarem Wert. Das sage… Mehr
Ja, natürlich.
Das ist doch ein ganz einfaches Rechenexempel bei dem Schuldenstand der USA von knapp 39 Billionen US-Dollar, wo man sich den Luxus nicht mehr erlauben kann, die Hauptlast der Verteidigungsausgaben allein zu wuppen, während sich die Europäer über Jahrzehnte einen schlanken Fuß gemacht haben und zur Charitee der Welt aufgetreten sind, was doch hirnrissig war, auch aus US-Sicht betrachtet. Bezogen auf die jährlichen Einnahmen beim US-Haushalt, der ungefähr bei 5,2 Billionen in 2025 lag und Jahr für Jahr ein weiteres Defizit aufweist in astronomischen Milliardenhöhen mit laufend steigender Tendenz, sind sie gezwungen überall an der Kostenschraube zu drehen und die… Mehr
Alle europäischen Nato-Mitglieder sollten verpflichtet werden die gesamten Verteidigungsausgaben konsistent und transparent auf die wesentlichen Komponenten herunterzubrechen und damit in einem allgemein verständlichen Schema der Öffentlichkeit darzustellen. Was sind die tatsächlichen Aufwendungen für Waffensysteme und Munition. Es erhöht nicht die Verteidigungsfähigkeit wenn man die Verwaltungsgemeinkosten der Ministerien und Beschaffungsämter erhöht. Und welche Waffensysteme wollen wir für die Zukunft haben. Panzer von vorgestern werden es nicht sein. Panzer sind grundsätzlich eine Angriffswaffe – wir wollen aber Raketen und Drohnen effektiv abwehren. Wenn geplante Kooperationen für Flugzeuge und/oder alle modernene Arten von Abwehrsystemen in der jüngerern Vergangenheit nicht funktioniert haben, dann muß… Mehr
Das alles hat einen gewaltigen Haken: es fehlt die Bedrohung, der Gegner. Das aufgebaute Feindlild Russland trägt nicht, Putin hat immer wieder erklärt, dass Nato-Staaten nicht angegriffen werden, sofern sie nicht selber angreifen und Russland einer existenziellen Bedrohung aussetzen. Das wissen auch alle Nato-Verantwortlichen und die Entscheidungsträger in der EU. Die Wahrheit ist furchtbar: es geht vor allem um die Mästung der Rüstungsindustrien bzw. die Profite der Shareholder (darunter sicher auch viele Politiker). Hinzu kommt, dass Brüssel ein Feindbild braucht, um die Zentralisierung der Macht voranzutreiben. Einfach widerlich, was da abgezogen wird und es könnte in einem absoluten (atomaren) Fiasko… Mehr
…und es geht darum, einer am Stock gehenden Wirtschaft, nach dem die Verarmungspolitik den privaten Verbrauch immer weiter minimiert, mit Staatskonsum wenigstens äußerlich das BIP stabil erscheinen zu lassen.
Wenn wir so weitermachen, reichen 5% BIP nur noch für Pfeil und Bogen.
5% vom BIP? Welchen Wert hat ein BIP, das kaum noch Anteile einer industrielle Produktion in sich trägt? Welchen Wert hat eine Wirtschaftskraft die Geld durch Geld und Wetteinsätze generiert? Kann man das essen und damit Güter transportieren? Jemand den Effekt von snowballs? Ha, KI, die wird es lösen. Viel Glück.
Genau wegen diesen Fragen ist die USA jetzt in den offenen Mafia Modus übergegangen.