Bombenlegerin von Monaco tot bei Kiew gefunden

Die Auftragsmörderin, die vor acht Tagen in Monaco mit einer Nagelbombe den ukrainisch-zypriotischen Oligarchen Vadim Yermolaev (58) ermorden wollte, ist tot: Nun wurde ihr Leichnam nahe eines Folterkellers des ukrainischen Geheimdienstes bei Kiew entdeckt - ein Geheimdienstmitarbeiter sei verhaftet worden.

picture alliance / SIPA | Syspeo

Nach dem Anschlag am 29. Juni, der das Fürstentum erschüttert hat, konnte die Täterin Anastasia Berezovskaya (39) trotz einer weltweiten Interpol-Fahndung ungehindert durch Frankreich, Österreich und Deutschland wieder zurück in die Ukraine reisen und auch dort die gut kontrollierte Grenze passieren. Nur acht Tage nach dem Attentat wurde jetzt die tote Auftragsmörderin nahe einem Gelände bei Kiew entdeckt, das dem ukrainischen Geheimdienst als Filiale dienen soll.

Die Ukrainska Pravda berichtet, dass zwei Verdächtige im Zusammenhang mit dem Tod von Berezovskaya festgenommen wurden, darunter ein Offizier des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR) und ein ehemaliger Polizist.

Die Zeitung schreibt zudem, dass Berezovskaya die Ukraine zuletzt im März 2025 verlassen hatte und am 1. Juli – bereits zwei Tage nach dem Bombenanschlag in Monaco – zurückgekehrt war. Ermittler in Monaco vermuten auch eine mögliche Beteiligung des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU (Security Service of Ukraine). Berezovskaya hatte einen Wohnsitz in Deutschland – sie soll dort mehrere Monate als Flüchtling gelebt haben.

Die Zielperson der nun erschossen aufgefundenen Auftragsmörderin dürfte überleben: Vadim Yermolaev wurde beim Anschlag zwar schwerst verletzt, sein Zustand dürfte nun aber stabil sein. Seiner Partnerin Anna Nasobina (48) wurden bei der Explosion beide Beine abgetrennt, sie kämpft aktuell gegen den Tod. Auch der Sohn (13) des Paares wurde schwer verletzt. Yermolaev kam erst 2019 nach Monaco: Zuvor leitete er sein Firmenimperium, das sich auch in einigen Grauzonen bewegen dürfte, von Wien aus.

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Kommentare ( 24 )

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Ohanse
9 Tage her

Gibt es eine vertrauenswürdige, unabhängige Quelle, die ihren Tod bestätigt? Oder sind das nur Regierungsmeldungen aus der Ukraine? Denen kann man gar nichts glauben. Wer weiß, wer da tot auf die Straße gelegt worden ist.

Montesquieu
9 Tage her

Vadim Yermolaev wurde von der Ukraine auf die Todesliste gesetzt, weil er wirtschaftliche Kontakte mit Russland aufrecht erhielt.
Die Nonchalance, mit der der ukrainische Geheimdienst seine eigenen Agenten nach Erledigung ihres Auftrags abknallt, entspricht der moralischen Verfasstheit des ukrainischen Juste milieus.
Dies möchte in Deutschland nur kaum jemand zur Kenntnis nehmen, da „wir“ die Ukraine als selbstlose Kämpfer für „unsere“ Freiheit phantasieren müssen.

karlotto
4 Tage her
Antworten an  Montesquieu

Der saubere Herr Selensky und seine Kumpane.
Die F-35 ist aufgetankt , schaut er sich das Schauspiel , mit Papa und Mama an ?

Koepenicker
9 Tage her

„BILD“ Zeitungs-Niveau?
Der Artikel widerspricht sich im Grunde selbst und verdreht die Ermittlungsfakten aus Monaco und Kiew :

  • Der „Folterkeller“-Widerspruch: Die Schlagzeile suggeriert einen staatlichen „Folterkeller des ukrainischen Geheimdienstes“. Im Text bricht diese Behauptung bereits zusammen: Dort ist plötzlich nur noch von einem „privaten Gelände“ die Rede, das einer Geheimdienst-Filiale bloß „dienen soll“. Faktisch handelt es sich um den privaten Keller eines festgenommenen Ex-Polizisten.
  • Falsche Geheimdienst-Verwicklung: Der SBU ist nicht Täter, sondern Ermittler. Er hat den Fall gemeinsam mit dem HUR überhaupt erst aufgeklärt und die Verdächtigen festgenommen. Der inhaftierte HUR-Mitarbeiter handelte laut Ermittlern wegen privater Krypto-Zahlungen auf eigene Faust.
Edwin Rosenstiel
9 Tage her
Antworten an  Koepenicker

Sicher entspricht diese Version genauso der Wahrheit, wie die Ukraine Freiheit und Demokratie des Westens verteidigt.
Da sollte wohl eher jemand am Ausplaudern gehindert werden.
Natürlich beseitigt man solche Leute nach getaner Arbeit.
Gab es nicht mal Küchentücher des Namens „Wisch und weg“?
Und welcher Geheimdienst wäre so blöd, für so etwas seine offizielle Location zu benutzen?
Besonders nett, das am Rande erwähnte Detail:
Berezovskaya hatte einen Wohnsitz in Deutschland – sie soll dort mehrere Monate als Flüchtling gelebt haben.

jensberndt
9 Tage her

Folterkeller? EU-Standard? Wer passt sich da zukünftig wem an?

Sonny
10 Tage her

Mein Tipp:
Macht einen Film draus.
Und zeigt die politischen Hintermänner auf.
Ganz klarer Fall von: Die kann und darf auch nichts mehr aussagen können.

Verzeihtnix
10 Tage her

Sagen unsere Behörden nicht immer, dass man von der Ukraine viel lernen könne?

PaulKehl
10 Tage her

Hoffentlich hat das JobCenter es zum Monatsende geschafft, noch das Bürgergeld für Juli an die Täterin zu überweisen.

haqus b.
10 Tage her

Da wird der Fürst wohl auf den Tisch gehauen und Konsequenzen gefordert haben. Zurecht! Allerdings trifft es nur die Bauern.

Leroy
10 Tage her

Es zeigt sich doch jeden Tag mehr, dass Putin recht hat.

Christa Born
10 Tage her

Folterkeller? Nahe Kiev? Ukraine in die EU? Fragen über Fragen.