Der Mittelstand gerät bei der Finanzierung stärker unter Druck. Vier von zehn Unternehmen berichten laut KfW von erschwertem Kreditzugang. Der Wert liegt so hoch wie nie seit Beginn der Umfrage.
IMAGO
Der deutsche Mittelstand kommt immer schwerer an Kredite. Nach einer Erhebung der KfW klagen 40,5 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen über erschwerte Finanzierungsbedingungen. Das sind 6,5 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal und der höchste Wert seit Beginn der Umfrage im Jahr 2017.
Besonders hart trifft es den Einzelhandel. Dort berichtet inzwischen mehr als jedes zweite Unternehmen von Einschränkungen beim Kreditzugang. Auch im Verarbeitenden Gewerbe und bei den Dienstleistern wurden neue Höchststände erreicht. In der Industrie liegt der Anteil bei 40,8 Prozent, im Dienstleistungsbereich bei 42,4 Prozent.
Damit verschärft sich die Lage ausgerechnet dort, wo Deutschland Investitionen bräuchte. Der Mittelstand soll modernisieren, digitalisieren und sich in einem schwachen Standortumfeld behaupten. Zugleich werden Finanzierungen schwieriger, die Kosten bleiben hoch, und die politische Planungssicherheit ist gering.
Die Folgen zeigen sich bereits bei der Nachfrage. Nur noch 19,3 Prozent der Mittelständler führten im zweiten Quartal Kreditverhandlungen mit Banken. Das ist der niedrigste Wert seit dem vierten Quartal 2023.
Die KfW-Zahlen zeigen, wie sehr die wirtschaftliche Substanz unter Druck steht. Wenn Betriebe keine Kredite bekommen und zugleich weniger investieren wollen, wird aus Standortschwäche schnell ein dauerhafter Rückzug.

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„Der deutsche Mittelstand kommt immer schwerer an Kredite.“
Kein erbarmen, die brauchen die Kredite wegen der Übergewinnsteuerabgaben an den Staat.
Einen Kreditzins zu hebeln ist unter den momentanen Rahmenbedingungen , fast unmöglich , aber wer wirklich am Wohl einem freiheitlichen und eigenkapitalfinanzierten , Mittelstandes interessiert ist muss sowieso andere Wege gehen , und zuerst die aktuellen Rahmenbedingungen komplett reseten , TF oder es bleibt beim symptomatischen Schwachsinn .
Von Vertretern des Mittelstandes liest man aber immer wieder, wonach die AfD ihr Geschäftsumfeld erschwert, wegen der keine Facharbeiter ins Land kommen und im Falle einer AfD Regierungsbeteiligung besonders der Mittelstand unter deren wirtschaftsfeindlichen Politik leiden würde!
„Wenn Betriebe keine Kredite bekommen und zugleich weniger investieren wollen“
Wer weniger investieren will, der braucht auch weniger Kredit und wer, wenn es eh schon schlecht läuft, noch Kredit aufnimmt, der ist auf dem besten Weg in die Insolvenz.
Und die Banken machen es ja eh nie richtig. Geben sie zurückhaltend Kredit wird gejammert, sind sie großzügiger und haben dann Verluste, dann waren sie wieder blöd.
Wenn die Commerzbank unter die Kontrolle einer konkurrierenden Großbank aus einem insbesondere im Mittelstand auf den globalen Märkten konkurrierenden Landes gerät, wird´s mit dem Zugang zu Krediten für den deutschen Mittelstand wohl noch schwerer. Dann isch sukzesschive over.
Banken sind kein Sozialamt und sind an die x EU-Vorgaben gebunden. Wenn das zu finanzierende Vorhaben nicht hinreichend erfolgsträchtig und die Rückzahlung nicht ausreichend gesichert ist, wird kein Kredit vergeben. Bei im Inland schwindender Endverbraucherkaufkraft und im Export wegen „klima“ versauter Wettbewerbsfähigkeit wundert einen das Ergebnis eigentlich nicht.
Klar, wenn sich schon der Bund bedient. Billig&gut.