An elf von sechzehn Landesregierungen sind die Grünen beteiligt - Tendenz zunehmend. Es fehlt nicht mehr viel und über sie wird man sagen wie früher über die FDP: Es ist nicht möglich, nicht von den Grünen regiert zu werden.
Ja, so ist Demokratie: Gelegentlich wird anders gewählt, als es Berliner oder Brüsseler Politiker wollen. Der Umgang mit Trump erinnert an trotzige Kinder, denen sie die Obama-Puppe weggenommen haben und die jetzt mit den Füßchen aufstampfen.
Die Grünen präsentieren sich mit ihrem Parteitagsprogramm als jemand, den es wenig schert, wie das Geld verdient wird, das sie mit vollen Händen ausgeben wollen. Gewiss, so denken dort keineswegs alle. Aber das ist offensichtlich die DNA der Partei.
Das sagte Maybrit Illner. Und weil das so ist, wollen wir gleich mit dem Satz des ZDF-Mannes beginnen, der sich im Dunklen und relativ einsam vor dem Weißen Haus herumtrieb und seine Stimmung so wiedergab: „Ich spüre Trauer, Verzweiflung und Resignation.“
Inklusion statt Bildung: Die Schüler in Brandenburg und Sachsen sind am besten, Bremen und Baden-Württemberg bilden das Schlusslicht. In Brandenburg und Sachsen sitzen kaum Kinder von Einwanderern in den Schulen, in Bremen jedes zweite.
Ungeteilte Verachtung einer bestimmten Bevölkerungsgruppe sollte Hillary Clinton ins Präsidentenamt hieven. Blöd nur, wenn die Verachteten anders entscheiden. Und bei weitem nicht nur die, wie ein genauerer Blick auf ein paar Umfragen und Statistiken zeigt.
Der Gebührenzahler will in der Tagesschau nicht den Wunsch von Jörg Schönenborn & Redaktion hören und sehen, sondern Fakten. Statt fragwürdiger Umfragen wäre die ARD besser auf das Programm und die Folgen der Kandidaten eingegangen. Mit einer Entgegnung von Jörg Schönenborn.
Man kann den Brexit als Vorbeben zur Wahl Trumps lesen. Beide Erschütterungen ereigneten sich im anglo-amerikanischen Raum. Aber die Schockwellen dürften früher oder später auch Europa erreichen.
Trump wurde von jenem weißen Amerika gewählt, das „God's Own Country“ zurück haben will. Doch Trump will sie alle: „Ich schwöre – ich werde der Präsident aller Amerikaner sein. Gleich welcher Hautfarbe, Religion oder sozialem Status.“
Den Umgang mit Zahlen in Statistiken und ihre Interpretationen, nicht nur hier bei Migranten und Arbeitsmarkt, als Regierungs-Populismus zu bezeichnen, ist hoch sachlich.
Verloren haben nicht nur die Democratic Party und ihre Kandidatin, sondern auch die Meinungsforscher, die bis zuletzt den Sieg Clintons vorhersagten und die Medien, die im Vertrauen auf die Demoskopen die ehemalige First Lady voreilig zur Siegerin erklärten.
Erdogans Ausnahmezustandspolitik abstrafen, indem verfolgten türkischen Journalisten politisches Asyl im 2.500 km entfernten Deutschland angeboten wird? Wem hilft das mehr? Den Journalisten oder Erdogan?
Je schneller sich die deutsche Politik den Sachfragen stellt, desto eher wird sie in der Lage sein ihren Teil eines fruchtbaren Dialogs mit der neuen amerikanischen Regierung gestaltend aufzunehmen.
Sie haben es noch nicht verstanden, die Polit-Helden in der deutschen Provinz, dass ihren Mahnungen und Warnungen außerhalb der eigenen Medienwelt niemand Beachtung schenkt (selbst in Europa nur, wenn Bargeld lacht). Und das völlig zu Recht.
Die aufgehäuften Probleme sind auf beiden Seiten des Atlantiks so gewaltig, der Stillstand so lähmend, dass allein die Möglichkeit wirklicher Veränderung Hoffnung macht und Mut. Das amerikanische Volk hat VERÄNDERUNG gewählt.
Die Präsidentenwahl 2016 wird als Lehrstück in die Geschichte eingehen, wie sehr Medien auf Neutralität und Objektivität pfeifen und sich gemein machen mit entrückten Traumtänzern, die der öffentlichen Meinung ihren, und nur ihren, Stempel aufdrücken wollen.
Hillary Clinton beherrschte die Medien. Donald Trump sprach darüber, was die Menschen bewegt, was ihnen wichtig ist. Die Wählerverachtung hat Clinton geschadet, und die Wähler Trump zugetrieben.
Bei der Bundestagswahl 2017 fällt die Vorentscheidung, bei den Bayrischen Landtagswahlen 2018 folgt die Nagelprobe. Die Chancen der CSU, sie zu bestehen, sind real. Wenn die alte Strauß-Strategie ohne Abstriche durchgezogen wird.
Wenn die Journalisten Jakob Augstein und Nikolaus Blome ansetzen, die Fragen der Deutschen zu beantworten, könnte man Reflexe zeigen. Man kann aber auch einfach lesen und einen echten Mehrwert daraus ziehen. Ein Selbstversuch.
In Zeiten digitaler Steuerakten wäre eine gewaltsame Erstürmung eines Finanzamts mit der Zerstörung von Akten wie damals der Moselwinzer sinnlos. Aber vielleicht ist es Zeit, über zeitgemäße friedliche Formen des Steuerprotests nachzudenken.



























