Pornografie an Schulen ist kein Zufall. Seit Jahrzehnten verankern Sexualpädagogen die Ideen des pädophilen Sexualwissenschaftlers Helmut Kentler als „Wissenschaft“ und tragen sie in Form von Leitlinien und Methoden in Schulen und KiTas. Die Demo für Alle widmete diesen Verflechtungen eine Tagung.
picture alliance/dpa | Marijan Murat
Ein Aufschrei ging durch Presse und soziale Medien, weil non-binäre Aktivisten Neuntklässler im Zuge eines Schulprojekts mit homo-pornografischem Material konfrontiert haben.
Der Vorfall ist Ausdruck eines Systems, auf das Initiativen, die sich dem Schutz von Kindern und Familien widmen, seit Jahren unermüdlich aufmerksam machen.
Genauso unermüdlich werden sie vom „Mainstream“ marginalisiert. Religiöse Fanatiker, Fundamentalisten: Ewig gestriger Verfechter von Prüderie, wer Sexualerziehung primär als Aufgabe der Eltern betrachtet, und Argwohn gegenüber dem Trend äußert, Dritte in Form von LGBTQ- und anderen Vereinen in den Schulunterricht einzubinden.
Wie kommt der Schwulenporno an die Schulen? Wer das wissen wollte, konnte sich am 11. April in Kassel über die Hintergründe informieren, die hinter dem irreführenden Begriff „Sexuelle Bildung“ stehen. Denn um Sexualaufklärung, wie der Begriff suggeriert, geht es hier nur am Rande.
Pädophile Sexualpädagogik – und das Netzwerk dahinter
Die Aktion Demo für Alle hatte zu ihrem zehnten Symposium eingeladen. Unter den Schlagworten Kentler – Kinder – Kirche widmeten sich sieben Vorträge verschiedenen Aspekten der sogenannten „emanzipatorischen Sexualpädagogik“, die vor allem in Deutschland propagiert, von dort in die Weltgesundheitsorganisation getragen und von dieser wiederum zurückgespielt wird auf die Ebene der Entscheider und Verantwortlichen in Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen.
Wer diese Verflechtungen sichtbar macht, kann mit Gegenwind rechnen. Auch am 11. April hatten sich Gegendemonstranten vor den Tagungsräumlichkeiten versammelt, um die Teilnehmer mit Parolen wie „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“, oder auch „Ehe, Kirche, Vaterland – Unsre Antwort: Widerstand“, zu begrüßen.
Warum „Gleichberechtigung und Selbstbestimmung“ – so besagte es das Banner der Demonstranten – dem Schutz von Kindern vor Frühsexualisierung und Übergriffen entgegenstehen sollen, konnten oder wollten die Protestler gegenüber Tichys Einblick jedoch nicht erläutern.
Ein deutscher Grooming-Skandal – jetzt auch in Ihrer KiTa
Der Name Helmut Kentler ist auch in Mainstreammedien präsent. Jahrzehntelang hatte der pädophile Missbrauchstäter Jugendliche aus prekären sozialen Verhältnissen unter Komplizenschaft der Berliner Politik bei Pädophilen untergebracht – angeblich, um ihnen zu helfen.
Dieses Kentler-Experiment, ein originär deutscher Grooming-Skandal, hat entsetzte Reaktionen hervorgerufen. Spät, aber immerhin.
Kentlers bleibender Einfluss auf die deutsche Sozialpädagogik hingegen wird kaum hinterfragt. Nicht zuletzt, weil Kentlers Nachfolger in Wissenschaft und Pädagogik den Diskurs weiterhin bestimmen.
Das legen die Referenten der Tagung gut recherchiert dar. Etwa die Gründung der Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) durch den Kentler-Schüler Uwe Sielert. Ein Name, der Seriosität ausstrahlt. Dementsprechend vergibt die gsp „Qualitätssiegel“ an Sexualpädagogen. Die derart Zertifizierten leiten Fachtagungen und Workshops und statten wiederum andere mit „Expertise“ aus.
Nur ein Beispiel für das geschlossene „selbstreferentielle Universum“, so Referent Dr. Martin Voigt. Gedeckt vom Universitätsbetrieb, von Verlagen und von der Öffentlichkeit. Er zitiert den Abschlussbericht der Universität Hildesheim, der attestiert, dass „die Fachdisziplin eine große Verantwortung in der Verdeckung von sexualisierter Gewalt sowie in der Legitimation und dem Verschweigen dieser – auch in den eigenen Reihen – hat. (…)“. Auch „Publikationsorgane der Fachdisziplin und auch die Verlage als Verantwortungsträger“ müssten in die Aufarbeitung einbezogen werden, auch im Hinblick darauf, wer immer noch „Diskurse und Narrative immer noch (unkritisch) reproduziert“.
Der Hildesheimer Bericht sagt es also deutlich: Die Strategie ist nach wie vor, Kentlers Ideen mit dem Nimbus der Wissenschaftlichkeit auszustatten und dadurch unangreifbar zu machen. Denn wer will sich schon gegen „die Wissenschaft“ stellen, wenn sich alle Fachleute scheinbar einig sind?
Das kuschelnde Kind auf der Suche nach Sex
Doch wofür steht Kentler nun konkret? Was er begründet, und von Nachfolgern wie Uwe Sielert und Karlheinz Valtl weiterentwickelt wurde, beruht auf der These, dass das Kind ein „sexuelles Wesen“ von Beginn an sei, dem daher ein „Recht auf Sexualität“ zustünde. Damit es dieses Recht wahrnehmen kann, muss das Kind von Erwachsenen möglichst früh stimuliert werden.
Demo für Alle hat dokumentiert, wie Kentlers Konzept von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, seit 2025: Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit, BIÖG) und der WHO mit dem Anschein wissenschaftlicher Seriosität versehen und in Methoden und Konzepte gegossen wurde.
Sie hat auch, etwa mit dem Film „Tatort Kita“, die Folgen aufgedeckt, zum Beispiel sich häufende Berichte von Kleinkindern, die aneinander übergriffige sexuelle Handlungen ausüben – ohne ihr Tun verstehen zu können.
Die Tagung bereitet die Inhalte dieser Dokumentation ausführlich auf. Die Referenten Susanne Hartfiel und Martin Voigt erläutern die Grundlagen der von Helmut Kentler entwickelten „emanzipatorischen Sexualpädagogik“ und ihre Weiterentwicklung unter dem Etikett „Sexuelle Bildung“.
Voigt fasst Kentlers Konzept unumwunden zusammen: Das sei „keine Wissenschaft, sondern ein pädophiler Traum“. Systematisiertes Grooming.
Denn die These, dass das Kind von Beginn an „sexuell“ sei, wird flankiert von zwei weiteren: die Auffassung, dass der Sexualpädagoge bei der Vermittlung der „Lerninhalte“ eine entscheidende Rolle spiele, und der Grundsatz „Lernen durch Tun“ – Kentlers eigene Worte.
Aus dieser Kombination ergibt sich zum einen die Sexualisierung kindlichen Verhaltens. Ihr Kind will kuscheln? Offensichtlich sucht es nach sexuellen Erfahrungen!
Erwünschter Missbrauch
Sodann soll dies aktiv befördert werden – was sich konkret darin niederschlägt, dass in KiTas Räume geschaffen werden, in denen Kinder sich unbeaufsichtigt ausziehen und gegenseitig anfassen sollen; in Übungen für Schulkinder, die darin bestehen, sexuelle Handlungen pantomimisch darzustellen und so weiter.
Dass Kinder damit potenziell aneinander zu Tätern werden, ist im Sinne des Erfinders. Voigt zitiert den Kentler-Schüler Uwe Sielert: „Wer die Chance hatte, an kleinen Übergriffen zu lernen, den dabei entstehenden Gefühlen nachzuspüren und mit anderen zu reden, hat einen inneren Seismographen ausgebildet, der auch spüren lässt, was anderen guttut und was nicht.“
Wünschenswerte Effekte sexuellen Missbrauchs? Eine Aussage, der der Psychotherapeut Roman Göbeke klar widerspricht: Er macht die zerstörerische und traumatische Wirkung solcher Erfahrungen deutlich, die er in seiner Praxis therapieren muss.
Bis zum Eintritt der Pubertät spiele Sexualität keine große Rolle. Göbeke sekundiert Voigt: Das Bedürfnis nach Nähe, Beziehung und Körperlichkeit, habe aus entwicklungspsychologischer Sicht „nichts mit Sexualität im eigentlichen Sinne zu tun“. Dieses Verhalten sexuell aufzuladen, sei eine Projektion seitens der Erwachsenen. Kinder hätten in sich keine Entsprechung, um das Sexualverhalten von Erwachsenen einzuordnen.
Das ist einsichtig: Wohl kaum jemand würde es intuitiv als normal betrachten, wenn Eltern das kindliche Bedürfnis zu kuscheln als sexuell betrachten würden.
Freigegeben für Kinder von 0 bis 4 Jahre
Dennoch wird diese Ideologie von ganz oben verordnet. Wiederum ist es Voigt, der die öffentlich einsehbare Matrix vorstellt, mit der die Weltgesundheitsorganisation festlegt, welche „Bildungsziele“ Kinder im Bereich der „Sexuellen Bildung“ erreichen sollen.
So sollen Kinder von 0-4 Jahren von den Pädagogen informiert werden über „Vergnügen und Lust, den eigenen Körper zu berühren, frühkindliche Masturbation (…), Entdeckung des eigenen Körpers und der eigenen Genitalien (…)“ und „lustvolle Erfahrung körperlicher Nähe (…)“. Dies soll die Säuglinge und Kleinkinder befähigen, „Ja oder Nein zu sagen“, ihre „Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken“ und schließlich „Neugier gegenüber dem eigenen Körper und dem anderer“ zu entwickeln. Und immer mitgedacht: „Lernen durch Tun“ – die Kinder sollen diese Lerninhalte auch aktiv erfahren und selbst einüben.

(c) WHO-Regionalbüro für Europa und BZgA
Eltern, die sich dieser Verflechtungen nicht bewusst sind, halten Schwulen-Pornos für Neuntklässler für eine skandalöse Grenzüberschreitung. Sie ist jedoch beabsichtigt. Angeblich im Sinne der Schüler.
Tatsächlich im Sinne einer Pädophilenlobby, die bereits seit Jahrzehnten die LGBT-Bewegung nutzt, um über den Begriff „Diversität“ Zugriff auf Kinder und Jugendliche zu gewinnen – denn gegen Diversität kann schließlich niemand etwas haben.
Missbrauchsprävention: Das trojanische Pferd
Implementierung einer Sexual“pädagogik“, die Kinder durch systematische Grenzüberschreitungen verwundbar macht, ist das eine.
Zusätzlich wurde diese Theorie jedoch ebenfalls systematisch in das Konzept von Missbrauchsprävention eingeschleust. Und hier kommt das dritte Schlagwort der Tagung ins Spiel: Kirche.
Zum einen distanzierte sich die Evangelische Kirche in Deutschland erst spät von Kentler, der ein gern gesehener Gast auf evangelischen Kirchentagen war und die Jugendarbeit der EKD mit seinen Ideen prägen durfte.
Während die EKD Abstand nahm, implementierten katholische Verantwortliche unter dem Eindruck der Missbrauchskrise Kentlers Ideen. Susanne Hartfiel stellt ältere und jüngere Präventionskonzepte aus dem kirchlichen Raum einander gegenüber. Ab 2020 ändert sich der Ton kirchlicher Publikationen im Sinne Kentlers. „Sexuelle Bildung“ und Prävention werden vermischt.
Wieder wissenschaftlich nicht gedeckte Behauptungen, wieder Netzwerke von Akteuren, die über entsprechende Organisationen wie die Akademie Waldschlösschen, das Institut für Sexualpädagogik (isp) und die gsp in die Kirche hineinwirken, teils selbst in Abteilungen der Ordinariate verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung von Leitlinien waren und sind.
Die katholische Kirche: Helfer und Gegner zugleich
Da Kentlers Konzept von der katholischen Sexualethik so weit abweicht wie kaum eine andere Vorstellung von Sexualität, ergibt sich die eigentümliche Situation, dass die Kirche, befördert durch Hierarchie und progressive Strömungen, Hort von Kentlers Ideologie geworden ist, zugleich aber auch Quelle des entschiedensten Widerstands.
Das macht auf der Tagung ein betroffener Vater deutlich, der mit Verve schildert, wie sich ein von ihm begründetes Elternnetzwerk gegen die Implementierung eines entsprechenden Sexualkonzepts an einer hamburgischen katholischen Schule zur Wehr setzt – während das Erzbistum mauert.
Überparteilich und überkonfessionell, so hatte die Gründerin der Demo für Alle, Hedwig von Beverfoerde, zu Beginn die Demo für Alle charakterisiert.
Doch auf dem Symposium ergibt sich eine deutlich katholische Schlagseite: Beim Thema institutionalisiertes Grooming scheint die katholische Gegenposition gegenwärtig die Einzige zu sein, die nicht nur intuitiv-emotional, sondern auch sachlich-argumentativ agieren kann.
Diesen Eindruck verstärken die Vorträge des emeritierten Schweizer Weihbischofs Marian Eleganti und der Theologin Margarete Strauß über die katholische Sexualethik. Exzellente Darlegungen, die jedoch einiges an religiösem Vorwissen voraussetzen.
Aus der katholischen Lehre ergeben sich auf der Tagung auch praktische Ansätze: Entwicklungspsychologe Markus Hoffmann stellt ein gemeinsam mit renommierten Theologen erarbeitetes alternatives Präventionskonzept vor: anhand eines Menschenbildes, dem gemäß Prävention Sache der Erwachsenen ist, nicht der Kinder.
Das Gegenteil von Prävention
Genau diesen Sachverhalt problematisieren auch Hartfiel und Voigt: Wo das Kind „selbstbestimmter“ Sexualpartner ist, entscheidet sein „Ja“ oder „Nein“ über die Rechtmäßigkeit sexueller Handlungen. Das ist Täterstrategie: Schämt sich das Kind, denkt es, die Handlungen seien normal, und meint es, die Konsequenzen tragen zu müssen, weil es eingewilligt habe, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich an Dritte wendet – falls entsprechende Sprachfähigkeit überhaupt vorhanden ist.
Gemäß „kentlerscher“ Prävention soll also das Kind sich selbst schützen – und wird damit Missbrauchstätern ausgeliefert.
Hoffmans Konzept im Sinne einer „Kultur des Schutzes und aktiver Wachsamkeit“ rückt diese Verdrehung gerade. Damit schließt die Tagung wohltuend lösungsorientiert – das Angebot einer Alternative zur Kentlerpädagogik besteht.
Erstaunlich ist die weitgehende Abwesenheit derer, die dieses Thema betrifft: Junge Eltern und Paare, denen sich hier eine Gelegenheit geboten hätte, das ungute Gefühl in der Magengrube, wenn das Kindergartenkind von unfreiwilligen Körpererkundungen berichtet, oder das Schulkind sich mit Oral- und Analverkehr beschäftigen soll, mit Fachwissen zu unterfüttern.
Die Print- und Video-Publikationen der Aktion Demo für Alle liegen vor. Die Vorträge sind im Netz einsehbar. Das Wissen um die Schädlichkeit der Sexualkonzepte eines – nachweislich – pädophilen Missbrauchstäters ist verfügbar.
Ressourcen in Hülle und Fülle, wollte man die Ächtung des pseudowissenschaftlichen Erbes eines Kinderschänders erwirken.








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Es ist mühsam, stets auf den identischen Aspekt mit Blick auf die Intention des Besatzerkonstruktes BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25) hinzuweisen: Es strebt danach, im Rahmen der Errichtung der sogenannten „Neuen Weltordnung“ (https://www.epochtimes.de/politik/ausland/die-neue-weltordnung-ist-der-weltkommunismus-a2191312.html), die christliche Familie als Schutzraum durch die sogenannte „Frühsexualisierung“ zu zerstören, da Kinder, die sexualisiert sind, nicht länger erziehbar in Form des Erlernens christlicher Werte und den dazugehörigen Normen sind, das vorgeblich Sigmund Freud so formulierte: „Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig. Die Zerstörung der Scham bewirkt eine Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit der Mitmenschen.“
Sexualität ist nichts anderes als Hormonsteuerung.
Wie man daraus eine Pädagogik ableitet ist mir schleierhaft.
Allerdings gilt es das Strafrecht dahingehend zu verschärfen.
Leider findet das Gegenteil statt.
Und sie nennen sich Pädagogen. Unglaublich! Das Ganze erinnert mich von der Historie her an das alte Rom. Zum Ende hin waren die Römer so degeneriert, dass ihr Weltreich daran zugrunde ging. Bald sind wir auch soweit.
Mir wird schlecht.
Das ist ein besonders schlimmer Auswuchs der um sich greifenden Dekadenz. Er wird, wenn er nicht bald gestoppt wird, das Ende der Menschlichkeit und der Menschheit bedeuten.
Kinder sollten lernen, GUT von BÖSE zu unterscheiden… und diese Widerlinge verwischen das alles absichtlich.
Das betrifft auch uns Erwachsene: Haben wir schon verlernt, GUT von BÖSE zu unterscheiden? Erkennen wir das BÖSE nicht mehr, wenn es uns begegnet?
Interessanter Weise ist das immer genau jenes Pädo-Klientel, das der Kirche immer ihre Skandale zu diesem Thema vorwirft.
Man führt Krieg, mit der Methode ein Chaos zu fördern. Die Strategie ist das Chaos selbst, was sich selbst stabilisiert. Man installiert also positive Rückkopplungen. Dies geschieht auf allen denkbaren Ebenen in einer Gesellschaft, eine Überlastung wie bei einem Drohnenangriff. Die Begründungen, die politische Verpackung, ist dabei Irrelevant, solange sie zum Verkauf geeignet ist!