Club der Versager: Peter Hahne rechnet mit der CDU ab

„Die Menschen haben kein Vertrauen mehr in die Politik, weil es nur noch darum geht: Wie rette ich meine eigene Macht oder meine Partei? Warum sagen die Politiker nicht: Wie rette ich Deutschland?“ – Peter Hahne rechnet im Sommerinterview bei Tichys Einblick mit der CDU ab.

 

Schluss mit den weichgespülten Sommerinterviews der Öffentlich-Rechtlichen. Peter Hahne kehrt an den Ort zurück, an dem die ARD normalerweise ihre Hofberichterstattung betreibt: auf die Terrasse des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Berliner Regierungsviertel.

Statt des weichgespülten Geplänkels, das man von den Öffentlich-Rechtlichen kennt, rechnet er mit einem Deutschland ab, das sich derzeit im freien Fall befindet.

Während die politische Klasse im Berliner Raumschiff nur noch um den eigenen Machterhalt kreist, zerfällt die innere Sicherheit. Hahne zieht einen Vergleich: Heute sind 9.000 islamistische Gefährder bekannt – eine Bedrohung, die den RAF-Terror längst verblassen lässt. Doch statt aufzuwachen, flüchtet sich die Politik in ideologische Verblendung.

Warum haben nur noch 17 Prozent der Bürger Vertrauen in dieses System? Wer ein Drittel der Bevölkerung einfach wegdefiniert und mit Brandmauern ausgrenzt, statt die Ursachen des Problems beim Namen zu nennen, zerstört das Fundament der Demokratie.

Hahne spricht aus, was viele nur noch hinter vorgehaltener Hand sagen: Deutschland ist ein Sanierungsfall, regiert von einem politischen Mittelmaß, das die Realität längst gegen das eigene Wolkenkuckucksheim eingetauscht hat.

Ein Gespräch über den Verlust der inneren Sicherheit, die Erosion des Rechtsstaats und eine Elite, die Deutschland im Stich lässt.


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Kommentare ( 67 )

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Lars Baecker
10 Tage her

Er hat ja Recht mit dem was er sagt. Aber so langsam kann ich dessen populistisches Gekeife nicht mehr ertragen. Er war mal ein guter Journalist, bedient heute aber nur noch die Instinkte der ganz Doofen. Etwas weniger Gekeife und mehr Analyse und gegebenenfalls auch konstruktive Lösungsideen stünden ihm besser zu Gesicht. Ich glaube, er verkauft einfach gerne (ziemlich dünne) Bücher. Für Doofe.

Enrico
10 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Aber ich finde es ist immer noch besser dünne Bücher (für wen auch immer) zu verkaufen als völlig verantwortungslos ganz ganz dicke Schuldenbücher zu generieren.

Lars Baecker
10 Tage her
Antworten an  Enrico

Ja, aber es wird langsam langweilig ihm zuzuhören. Es kommt immer dasselbe. Und nichts Neues.

Ornhorst
9 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Für das Neue, das Peter Hahne ja auch ausführlich kritisiert, sorgen doch die Politiker mit ihren undemokratischer werdenden Auswüchsen selbst. Jetzt z.B. der Fall des Kandidatenaussschlusses in Niedersachsen.
Sie selbst urteilen nach meiner Meinung emotional präferiert über das Interview, kritisieren aber Hahnes emotionale Ausdrucksweise („Gekeife“). Wir wissen also doch alle, dass es nicht einfach ist, sachlich-nüchtern über Dinge zu sprechen, die einem am Herzen liegen.

andreas donath
8 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Hören Sie lieber Friedrich Merz, Roderich Kiesewetter, Elmar Theveßen oder Dunja Halali zu? Da lobe ich mir den guten alten Peter Hahne, auch wenn er sich tausendmal wiederholen mag. Und verachtet die schmierigen Unionsparteien ebenso sehr wie ich. Der Mann lügt wenigstens nicht, wenn er den Mund aufmacht. Und Sie und zweien Ihrer kollegen, die offenbar ein Kesseltreiben gegen Hahne in diesem Forum veranstalten, aus welchen Gründen auch immer, sei gesagt, dass Hahne einen guten Teil seines Vermögens für Aufklärungszwecke verwendet. Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass Hahne einer der Hauptinvestoren in den Kontrafunk ist, das beste deutschsprachige Radioprojekt aller Zeiten?

Last edited 8 Tage her by andreas donath
teacher32
8 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Wer zwingt Sie denn, ihm zuzuhören? Und das indirekt noch zuzugeben.
Und dass „immer dasselbe (kommt)“, hat ja seine Ursache darin, dass der Irrsinnzuverlässig immer als derselbe weitergeht.

Logiker
10 Tage her
Antworten an  Lars Baecker
  1. Die „ganz Doofen“ gibt es auch unter Intelligenten.
  2. Die „ganz Doofen“ sind ein beträchtlicher teil der Wählerschaft, obwohl sie das selbst nicht ahnen.
alter weisser Mann
9 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Die getroffenen Hunde voten runter. Herrlich.
Hahne war 40 Jahre völlig problemlos ÖRR-Angestellter, mit der fetten Pension im Rücken macht er jetzt auf starkwortigen Systemkritiker. Lachnummer.

fatherted
9 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

Genau immer mein Gedanke wenn er den Mund aufmacht. Er hat es wohl auch gemerkt und sich letztens verteidigt, er habe ja schon zu ÖRR Zeiten immer auf die Missstände hingewiesen….ich kann mich nicht an eine grundlegende Systemkritik erinnern…immerhin macht er zusätzlichen Umsatz mit seinen Büchlein….wer auch immer das lesen/kaufen mag. Aber auf der Welle schwimmen ja auch Altlinke wie Fleischhauer und Poschardt. Ich kann diesen Leuten nichts abgewinnen….ich vermute dahinter nur bequemes Gewinnstreben. Ohne Arbeit Geld zu verdienen ist doch toll.

alter weisser Mann
9 Tage her
Antworten an  fatherted

Wenn er ein so tapferer Widerständler gewesen wäre, hätte er nicht bis zum Schluss sein eigenes Talkshowformat beim ZDF gehabt.
„Hahne wurden hierbei insbesondere mangelnde Distanz und Kritikfähigkeit vorgeworfen“
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Hahne_(Fernsehsendung)

andreas donath
8 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

Sorry, doch für wie dumm halten Sie Ihre Mitforisten! Wenn einer ausgerechnet die linkswoke WIKIBLOEDIA zu Hahne zitiert, die ihn natürlich als profunden, massenwirksamen Regiemekritker auf dem Kieker hat, spricht das doch Bände. Natürlich hasst man Hahne in „Wikihausen“, zumal man ihn für politisch gefährlich hält, schließlich attackert er die eigene Agenda so publikumswirksam wie nur wenige andere.

teacher32
8 Tage her
Antworten an  andreas donath

Aus der Kritik an Hahne spricht das unterirdische Niveau der linksgrünen Pseudo-Intelligentsia.
Was ist daran auszusetzen, dass Hahne seine Kritik nicht in wolkige philosophische Phrasen kleidet?
Wer es etwas „gehobener“ mag, kann auch gerne bei Wolfgang Herles vorbeischauen. Der tritt mitllerweile sogar regelmäßig im „Hetzformat“ NIUS auf.

na sowas
9 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Im Vergleich zu Ihren, immer wiederkehrenden Kommentaren für Doofe, sind die Interviews von Hahne sehr gut und nerven nicht. Gehe davon aus, dass Sie, für Ihresgleichen, diese Sätze schreiben, um wenigstens von ein paar Leuchten Anerkennung zu bekommen, so mein Eindruck

teacher32
8 Tage her
Antworten an  Lars Baecker

Hahne mag zwar etwas schrill sein, aber man kann die Kritik am Alltagsirrsinn in diesem Land gar nicht laut genug hinausschreien.

Orlando M.
8 Tage her

weil es nur noch darum geht: Wo liegt das Maximum dessen, was der in Bezug auf seine Leistungsträger zutiefst menschenverachtende Ausbeuterstaat aus den Arbeitsheloten herauspressen kann, ohne dass diese sich erheben, fliehen oder verrecken.
Die Antwort lautet, dass die Sozialisten es längst massiv übertrieben haben, aber es wären keine Sozialisten, wenn die das nicht zum willkommenen Anlass nehmen würden, den arbeitenden Plebs noch perverser auszunehmen!

Nibelung
8 Tage her

Waren Parteien in früheren Jahrzehnten noch damit beschäftigt den Anforderungen eines Staates und seiner Bürger gerecht zu werden, sind es heute Verschwörer gegen die eigene Sache, wo nur noch eigene Interessen und Machterhalt zählt und die Führungen noch anderen von außen folgen müssen, was damit das ganze Elend komplettiert. Erst wenn es uns gelingt, diese Verzerrungen über eigenständige Weltanschauungen der Politik wieder vom Kopf auf die Beine zu stellen, könnten wir wieder Hoffnung schöpfen und das muß das erklärte Ziel sein, denn es gab in dieser Republik auch mal schöne und ertragreiche Zeiten und darauf müssen wir hinarbeiten, denn was… Mehr

MaGi
9 Tage her

Der Titel des Artikels betrifft ja nur die Folgen, nicht die Ursachen: Meine Definition wäre deshalb „Club der Unfähigen“ (bitte suche jeder selbst dazu eine geeignete Abkürzung). Unfähigkeit ist immer Voraussetzung für Totalversager – nicht nur der CDU – welches wir hier in diesem unwürdigen Schauspiel ertragen müssen.

Ornhorst
9 Tage her

Da kann man doch nicht bloß von Versagen sprechen. Versagen setzt doch voraus, dass es ein aufrichtiges Bemühen gegeben hat, um das Ziel zu erreichen. Was das Ziel ist, „beeiden“ die Minister und der Kanzler doch. (Es ist kein juristischer Eid, wie die Staatsanwaltschaft Bonn dies bereits vor Jahrzehnten festgestellt hatte. Eine Klage wegen Verstoßes gegen den Amtseid wurde damit abgewiesen. Es ist offenbar also ein Schauspiel.) Wenn es das Ziel ist, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, dann hätte man den erfahrenen Wolfgang Schäuble statt Merkel zum Kanzlerkandidaten gewählt. Die CDU scheint eine Gemeinschaft von Vertretern gesellschaftlich privilegierter Gruppen zu… Mehr

Last edited 9 Tage her by Ornhorst
Manfred_Hbg
9 Tage her

Ein wieder gutes Interview mit Herrn Hahne was mich dann auch zum Lachen und „Weinen“ gebracht hat: zum Lachen da und deshalb, als Herr Hahne über die Merz’ke Kabinettsumbildung am erzählen war (~9:30 Min.) und hier dann auf den auch ins Kabinett geholten „Herr Amtor“ (CDU) hingewiesen hatte. Und zum „Weinen“ da und deshalb, wo und als Herr Hahne über unseren Grüß-August „Frank den Spalter“ (SPD) am erzählen war und erklärt hat, dass BP Steinmeier zum Beispiel nach einer BTW den demokratisch gewählten AfD’lern ihre Ernennungsurkunde vorenthalten könnte (schade, dass hier M.Tichy und Hahne nicht weiter darauf eingegangen sind, wie… Mehr

Michael W.
9 Tage her

politischen Mittelmaß

Mittelmaß? Das ist absolut unterste Schublade!

fatherted
9 Tage her

Der einzige kritische Journalist der sich nicht hat durch die ÖRR verbiegen lassen, war Peter Scholl-Latour….und der lebt nicht mehr. Die ÖRR-Rentner die sich heute in die Brust werfen, wie Hahne und Co. und sich zu Helden der Ausgewogenheit und kritischen Berichterstattung erklären, sind alles Mitläufer….mit fetten ÖRR Pensionen, die wir alle zahlen müssen. Dazu kommen noch Altlinke wie Fleischhauer und Poschardt, die ihre Büchlein und Kommentare mit 0-Inhalt an die konservativen Leser/Hörer/Zuschauer im Land verkaufen wollen (Marktlücke erkannt). Sorry….mich widert das an.

Rainer Schweitzer
9 Tage her

„Warum haben nur noch 17 Prozent der Bürger Vertrauen in dieses System?“ Unser Problem sind nicht diese 17%. Es sind diejenigen, die nach mehr als 10 Jahren, die die Regierungen grün-linksextrem unterwandert und zersetzt, das Land regelrecht sabotiert wurden, immer noch und immer wieder, die Landeszersetzer wählen würden, siehe Sonntagsumfrage. Es sind diejenigen, die nach mehr als 10 Jahren Sabotage am eigenen Land, das von Anfang an Offensichtliche immer noch nicht wahrhaben wollen. Es ist immer noch die Mehrheit. Ernst Jünger beschrieb in einem bemerkenswerten Aufsatz, wie seine gesamte Abiturklasse sich 1914 geschlossen an die Front meldete. Man wollte „dem… Mehr

Deutscher
9 Tage her

Die Brandmauer schützt die AfD vor Kontamination. Wer zu feige ist, AfD zu wählen, möge sich nicht wundern, warum die Union zu feige ist, konservative Politik zu machen.

na sowas
9 Tage her
Antworten an  Deutscher

Gleichzeitig, fehlt mittlerweile vielen das Wissen für einzelne Sachthemen. Trotzdem wollen sie natürlich nicht auf ihre fetten Pfründe verzichten.

Freigeistiger
9 Tage her

Grandios, dass Peter Hahne, ein Urgestein des deutschen Journalismus, sich derart klar positioniert. Er gehört nicht zu den Mitläufern und Opportunisten, wie man sie aus der Nazi- und DDR-Diktatur kannte.
Diejenigen, die für „unsere Demokratie“ eintreten, müssen sich fragen, ob sie wirklich eine Neuauflage des Unrechts wollen.

Last edited 9 Tage her by Freigeistiger
alter weisser Mann
9 Tage her
Antworten an  Freigeistiger

Urgestein der ÖRR-Journalismus bitte, 40 Jahre und nur das Alter hat ihn davor bewahrt noch immer da zu sitzen.

Michael W.
9 Tage her
Antworten an  alter weisser Mann

Und ist es nicht erlaubt, im Alter weiße zu werden? Meine Frau und ich haben 35 Jahre lang SPD, Grüne und PDS/Linke gewählt. Dann ging uns ein Licht auf, heller als die Sonne. Seit dem nur noch AfD.