Schuldenkrise 2.0: Der Euro steht vor dem nächsten Kollaps

Die Eurostaaten sind massiv überschuldet. Nachdem auch Deutschland seine Haushaltsdisziplin aufgegeben hat, kommt das ganze System in Schieflage. Erste Warnzeichen gibt es schon aus Frankreich. Nun müssen Sparer sich auf Inflation und immer höhere Steuern vorbereiten.

 

Griechenland, Zypern, Spanien – die Geister der Finanzkrise von 2012 kehren zurück, doch dieses Mal ist die Lage noch brisanter. In dieser Folge von „Vor dem Sturm“ analysieren Thomas Kolbe und Maximilian Tichy die aktuelle finanzielle Schieflage Europas. Denn Frankreich wird zum neuen Pulverfass der Eurozone – und die Auflösung der deutschen Schuldenbremse legt Feuer.

Und wer glaubt, dass die Probleme der Schuldenkrise 2012 aufgelöst sind, der irrt. Griechenland ist so hoch verschuldet wie noch nie und auch Länder, die 2012 noch finanziell gesund waren, leben mittlerweile auf Pump. Thomas Kolbe wirft einen ungeschönten Blick auf die Realität abseits der politischen Sonntagsreden und erklärt, warum der „soziale Kontrakt“ zwischen Bürger und Staat zunehmend Risse bekommt.

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Kommentare ( 33 )

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Simplex
20 Tage her

Bei der nationalen Verschuldung bleibt es nicht. Was die EU da treibt, kommt dem Laien wie Zweckentfremdung vor, also betrügerisch: „Gemeinsame EU-Schulden sind längst Realität„, Pressemitteilung des ZEW v.8.6.26. Faktisch gesehen sind das bereits Euro-Bonds zu Refinanzierung nationaler Staatsverschuldung. Vor dem Lesen vlt. ein Sedativum einwerfen. Die Target-2-Salden für Club Med betragen rund 1 Billion €, gleichzeitig Forderungen der Deutschen Bundesbank gegen das EuroSystem bzw. die nationalen Zentralbanken der Schuldnerländer. Parallel verbietet die EU-Kommission Deutschland den Bau der notwendigen Backup-Gaskraftwerke zur Vermeidung des flächendeckenden Blackouts. Heute ist Frau Min. Reiche in der Presse, die vor einer Verdoppelung der Kosten für… Mehr

Peter Gramm
22 Tage her

Das Gemeinwesen was wir uns so ausgedacht und erstellt haben muß irgendwie finanziert werden. Die Frage bleibt durch wen, mit wem und zu welchen Kosten. Die Flucht davor ist und war auch noch nie eine Lösung. Auch das Märchen „in Amerika ist alles besser“ hört sich auch ein bisschen wie pfeiffen im Walde an. Die Amerikaner konnten sich sehr viel leisten, vor allem ihren Rüstungswahn, weil die Welt dafür bezahlte. Je enger dieser Pfad wurde, um so mehr und immer teuerere Kriege haben sie vom Zaun gebrochen. Dies ist nun mal der Preis des ungebremsten Kapitalismus. Allein die Zustände im… Mehr

Michael Palusch
25 Tage her

Flucht in Bitcoin?!
Wie schrieb ein sehr bekannter Blogger doch so schön:
„Bitcoin ist die Kunst, Dummen Zahlen zu verkaufen und sie glauben zu lassen, diese hätten einen Wert“

Tomtargi
21 Tage her
Antworten an  Michael Palusch

Das ist richtig, gilt jedoch für alle Anlageformen innerhalb des Fiatgeldsystems sowie Aktien und ihre diversen Derivate ganz genauso.
Neben die Entwertung durch Steuer und Inflation tritt zudem noch der de facto nicht vorhandene Eigentumsanspruch.

Cubus
25 Tage her

Sehr klug, vielen Dank!

Sam99
25 Tage her

Wenn da Herr Kolbe mal mit seinem Glauben an Bitcoin nicht auf die Nase fällt.
Tichy jr. hat völlig Recht: alles, von dem der Staat weiß, kann er einem wegnehmen. Eine der wenigen Möglichkeiten, dem zu entgehen, ist die Lagerung von physischem Gold im Nicht-EU-Ausland in einem Bankschließfach.

TFischer
25 Tage her
Antworten an  Sam99

… besser noch gut versteckt in der eigenen Hütte…

Tomtargi
21 Tage her
Antworten an  TFischer

Sie glauben noch an die Unverletzbarkeit der Wohnung und trauen sich außerdem zu, Wertgegenstände sicher zu verstecken?

Bewahren Sie sich dieses Selbstvertrauen…

Ulrich
20 Tage her
Antworten an  Tomtargi

Sie glauben doch wohl nicht an die Unverletzlichkeit externer Aufbewahrungsmöglichkeiten? Was z.B. das Schweizer Bankgeheimnis wert war, hatte man gesehen, als Steinbrück mit der Kavallerie drohte.

Tomtargi
21 Tage her
Antworten an  Sam99

Hätten Sie jetzt statt „Bankschließfach“ „Hochsicherheits-Zollfreilager“ gesagt, dann wäre Ihrer Aussage zuzustimmen.

DM
25 Tage her

Toller Vortrag/Diskussion, brachte neue Erkenntnisse. Wir gehen finanziell und wirtschaftlich noch desaströseren Zeiten entgegen. Einhergehend erklärt das auch die zunehmend totalitären Verhältnisse, welche erforderlich sind um die Bürger ruhigzustellen. Wer Vermögen hat ist schon weg, Gutausgebildete verlassen das Land und der Rest muß sich kümmern. Sachwerte, auf die die Sozialisten nicht ohne weiteres zugreifen können, sind angesagt. Ansonsten gilt: Glück auf und Gott mit uns. Auch die 3. Diktatur geht vorbei.

Thomas
25 Tage her

Ein Zins Geldsystem kommt früher oder später immer an den Punkt wo auf der einen Seite die Schulden und auf der anderen Seite die Vermögen so gross geworden sind das es nicht mehr geht. Deswegen wurden in der Antike alle Jubeljahre die Schulden erlassen (sonst würden am Ende fast alle Menschen in der Schuldsklaverei landen) und das Spiel konnte von neuem beginnen. Der letzte Versuch des Bretton Woods Westens das Spiel zu verlängern war der Ukraine Krieg mit dem Ziel an die Rohstoffe der Ukraine und vor allem Russlands zu kommen (in Russland durch Regime Change). Das ist gescheitert. Jetzt… Mehr

Privat
25 Tage her

Die Wegelagerer des Kartells stehen schon in den Startlöchern um die dummen Deutschen so richtig auszubeuten. Die fremde Ukraine ruft nach noch mehr Euros.
Die bekloppten Deutschen haben das durch ihr Wahlverhalten so bestellt.

Haba Orwell
25 Tage her

> Denn Frankreich wird zum neuen Pulverfass der Eurozone – und die Auflösung der deutschen Schuldenbremse legt Feuer.

Wie Colonel McGregor kürzlich in einem Interview berichtete, die Franzosen halten alles östlich vom Rhein für Wildnis – sie begehren aber dortige Bonität. Leichter könnte man sich mit den Völkern Osteuropas arrangieren, würde man nicht gegen diese hetzen. Ich meine alle, auch jene, die nicht vor der Globalen Finanzoligarchie kapitulieren (welche Oligarchie McGregor zum gefährlichsten Feind der Menschheit erklärt).

GermanMichel
25 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Und wer genau ist die globale Finanzoligarchie?
Diese Frage muss man beantworten um zu verstehen warum die weißen Angelsachsen die Welt beherrschen und gleichzeitig in ihren eigenen Ländern wie Dreck behandelt werden. Weil sie eben nichts anderes sind als eine Inkasso Agentur für eben diese globalen Finanzoligarchen, die so undankbar wie hinterlistig und verschlagen sind.

Talleyrand
25 Tage her

Die EU wirkt wie eine sturzbesoffene Stammtischrunde, bei der jeder meint „einer geht noch“. Bis alle mit einmal unter dem Tisch liegen. Und sie träumen davon, der große Krieg wird alles retten.

GermanMichel
25 Tage her
Antworten an  Talleyrand

Die nationalen bzw europäischen Scheuklappen ablegen und das was in Europa abläuft unter dem Gesichtspunkt der US Interessen und US Geostrategie betrachten.

Und auf einmal macht alles Sinn und die besoffene Stammtisch Runde erscheint als das was sie ist, eine eiskalt berechnende Gruppe skrupelloser und rückgratloser Hochverräter.

Last edited 25 Tage her by GermanMichel