Leihmutter-Skandal: Spahn ist nur ein Symptom

Nicht einmal die CDU kann die Spielchen von Jens Spahn noch tolerieren. Der mächtige Mann hinter Kanzler Merz muss nun zurücktreten. Doch Roland Tichy ist sich sicher: Er wird weich fallen – und anschließend sogar mehr verdienen als bisher. Dafür wird die Partei schon sorgen.

 

Während sich Friedrich Merz im Sommerurlaub von den lästigen Wählern erholt, brodelt es in der Union. Der mächtige Fraktionsvorsitzende Jens Spahn überspannt den Bogen endgültig und muss zurücktreten, weil er im Ausland eine Leihmutter dafür bezahlt hat, für ihn und seinen Ehemann ein Kind auszutragen. Roland Tichy analysiert in dieser Ausgabe der „Lage der Nation“ die Unfähigkeit der Union, selbst in der Sommerpause skandalfrei zu bleiben. Denn offenbar lebt kein Spitzenpolitiker der CDU/CSU die Werte der eigenen Partei.

So sehr das Degradieren von Kindern zur Handelsware abzulehnen sei, findet Tichy, hätte Spahn schon viel früher gehen müssen. Als Gesundheitsminister verantwortete er den weit überteuerten Ankauf nicht benötigter FFP2-Masken, die nun für noch mehr Geld vernichtet werden müssen. Ein Skandal, dessen Aufarbeitung die Union bis heute behindert. Und unter Kanzler Friedrich Merz betätige sich Spahn als Wachhund, der die Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion auf dem selbstmörderischen Kurs der Koalition hält.

Um seine Zukunft muss sich Jens Spahn jedoch keine Sorgen machen: Er wird weich fallen, ist sich Roland Tichy sicher. Schlimmstenfalls gründet man eben eine neue Bundesbehörde, die Spahn leiten kann. Es kostet ja nur Steuergeld.


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Kommentare ( 27 )

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Ho.mann
3 Stunden her

Spahn ist auch nur ein teurer Hinter-die-Fichten-Führer, dessen Führungen von jenen bezahlt wurde, die auch noch weiterhin auf eigene Kosten jede Führung hinter die Fichte selbst bezahlen müssen.

bkkopp
6 Stunden her

Gerüchteweise gehört Jens Spahn, wie auch der österreichische Ex-Kanzler Sebastian Kurz, zum europäischen Orbit von Peter Thiel. Sollte an dem Gerücht etwas dran sein, dann könnte Spahn sehr leicht in größeren Zahlen als einem popeligen Versorgungsposten über die CDU denken. Schau’n wir mal, dann wird man sehen.

Leander
7 Stunden her

Die Sache ist noch nicht rum. Es gibt noch zwei weitere prominente Schwulenväter mit Kindern von Leihmüttern im Bundestag. Alles dem Zeitgeist und der Selbstinszenierung geschuldet. Früher waren Schwule einfach schwul. Heutzutage muss man als Promischwuler pompös heiraten und natürlich ein Kind haben. Das ist nicht normal und darüber darf man nicht hinweggehen.

murphy
8 Stunden her

Zur Geburt durch Leihmutterschaft gratulierte Merz ausdrücklich. Aber Spahn wurde für Merz offensichtlich zu groß. Wieso fällt mir gerade jetzt der Spruch ein: „Feind, Todfeind, Parteifreund“ ? Wenn die Familiengründung per Leihmutterschaft der wirkliche Grund ist, muss Spahn aus dem CDU-Verein rausgeschmissen werden. Dann gibt es eben einen fraktionslosen Abgeordneten mehr. Dass Spahn sich jetzt um Familie kümmert und sein Abgeordnetenmandat zurückgibt, erwartet auch niemand – obwohl es für die angebliche Arbeitsbelastung keinen finanziellen Grund gibt. Unehrlichkeit wohin man bei Brandmauer-Politikern auch schaut.

Privat
9 Stunden her

Habe heute gelesen, das der aalglatte Spahn 14 Jahre irgend etwas unwichtiges studiert hat – 14 Jahre !

Else Schrammen
9 Stunden her

Nun, wenn zwei schwule Männer zusammen leben wollen, ist das ihre ureigenste private Angelegenheit. Dann aber bitte mit ALLEN Konsequenzen. Das Wissen, dass eine Vater- oder Mutterschaft für sie nicht in Frage kommt, steht vom Beginn der Beziehung an fest. Ist aber nicht so schlimm, wenn wir Lust drauf haben, MIETEN WIR UNS EBEN EINEN UTERUS! Kostet zwar einen Batzen, aber der neue Porsche war auch nicht billig. Das ist moralisch verwerflich. Wenn ein solcher „Einkauf“ dann auch noch von Männern getätigt wird, die im öffentlichen Leben stehen, die die deutschen Gesetze umgehen, die sie selbst dann noch mitgetragen haben… Mehr

Marcel Seiler
9 Stunden her

„Prof. Rieck“ hat heute (19.7.) Morgen interessante Vermutungen zum Rücktritt von Spahn auf YouTube geäußert:

https://www.youtube.com/watch?v=FIbnJTOrYRY

Hier steht nicht die Unfähigkeit der CDU im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, dass Spahn diesen Rücktritt aus eigenen strategischen Interessen heraus inszeniert hat. Unter anderem könnte Spahn Interesse daran gehabt haben, Kanzler Merz damit zu schaden. Sehenswert.

Logiker
5 Stunden her
Antworten an  Marcel Seiler

Ja, sehenswert.
Es könnte aber auch von Merz ausgegangen sein, weil u.a. Spahns unaufgearbeiteter und unbestrafter Maskendeal für die CDU eine Zeitbombe darstellt, die Merz in seinem Windmühlenkampf gegen die AfD nicht gebrauchen kann.

Sei es wie es sei, die Leihmutterschaft war der Anlass für den Plebs, der von der Hofpresse dankend und ausführlich breitgetreten wurde und wird.

Freigeistiger
9 Stunden her

Aus entwicklungspsychologischer Sicht ist es höchst problematisch, einen Säugling seiner Mutter wegzunehmen, weil das sog. Urvertrauen gestört oder gar zerstört wird.
In früheren Zeiten gab es das natürlich auch schon, aber der Säugling wurde dann von einen Amme gestillt, die als Ersatzmutter fungierte.
Wenn nun Männer ein Baby versorgen, kann man ihm zwar körperliche Nähe und den Schoppen geben, aber das Stillen und die einzigartige, über Millionen Jahre entstandene Mutter-Kind-Beziehung fällt weg.
Das kleine Kind kann dadurch mehr oder weniger beeinträchtigt sein, mitunter mit schwerwiegenden Konsequenzen bis hin zum frühen Kindstod.

Last edited 9 Stunden her by Freigeistiger
Dr. Bomke
10 Stunden her

Natürlich sorgen die Parteien für ihre Spitzenkader. Besonders weil solche Leute wie Spahn ganz genaue Informationen besitzt, mit denen er alle seine lieben Kolleginnen u. Kollegen über die Klippe springen lassen kann. Ein perfektes Netz wechselseitigen Wissens, das sich zielgenau adressieren und instrumentalisieren lässt.

F. Hoffmann
10 Stunden her

Richtig, eine Beauftragtenstelle. Co-Vorsitzender eines Lottoverbands. Oder rausmobben eines fähigen Behördenleiters in Kooperation mit Böhmermann, Neubesetzung mit Spahn. Nebenjob als Vorsitzender des Verbands der Maskenimporteure. Undundund. Weitere Vorschläge, bitte.