Berlin schafft det: Wiederansiedelung des Trolleys in der freien Wildbahn

Berlin versinkt nicht nur im Dreck, Berlin macht auch immer wieder durch aufsehenerregenden institutionellen Anarchismus von sich reden.

picture alliance / Lothar Ferstl | Lothar Ferstl

Wie jing doch gleich der olle Witz: Ick hab nix gegen Einkoofswagen, jeda sollte een haben? Und gesagt getan, viele Berliner Märkte haben reagiert und den Kunden die lästige Pflicht, ständig ihre Trolleys mit nem Euro ausleihen zu müssen, erlassen. Jetzt sind sie von der Kette gelassen und tauchen, wie nicht anders zu erwarten, an allerlei Stellen wieder im Stadtbild auf. Mal als stilles Mahnmal für Obdach- und also Klamottenschranklosigkeit, mal als mobiles Hindernis auf Fuß- und Radwegen oder moderne Stahlskulptur im Grünen.

Nicht nur Oma Schulze ist begeistert: sie kann ihren Einkauf gleich damit nach Hause transportieren und wer mal zwee Kisten Bier und allet für die Grillparty am Balkon braucht, muss sich nun nicht damit abschleppen. Einfach mal das Auto stehen lassen, wo doch der Sprit so teuer und die Parkplatzüberwachung so gnadenlos ist…wehe, Sie parken eine Minute über erlaubt, dann schnappt die automatische Kennzeichenerkennung zu und es setzt Knöllchen! Klar gibt es noch genug Leute, die aus alter, gut antrainierter Gewohnheit die Wägelchen brav wieder zurück rollern, auch wenn es dafür keinen Einsatz zurückgibt. Wo kämen wir sonst hin, der Parkplatz und die Jegend wären komplett mit leeren Einkaufswägen volljeparkt!

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Kommentare ( 2 )

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Manfred_Hbg
14 Stunden her

…..man oh man, wie verdreckt, verkommen und asozial ist dieses #bestedeutschland nur geworden. – Ich bin bestimmt nicht pinkelig oder ein Reinheitsfanatiker. Doch was zu weit geht, geht zu weit! #bestedeutschland

Or
14 Stunden her

OK, Trolley ist berlinerisch für Einkaufswagen. Man lernt nie aus.
Ich kenn den Begriff Trolley eigentlich nur für diese Koffer mit Rollen.
Aber, bei einer Stadt die zu dem Fettgebäck „Berliner“, „Pfannkuchen“ sagt, wundert‘s mich nicht.