Bundeskanzler Friedrich Merz ist der beste Wahlhelfer der AfD. „Die Leute haben bewusst AfD gewählt“, stellt CDU-Mann Armin Laschet fest. Er könne die Äußerungen von manchen Politikern zur Wahl in Sachsen-Anhalt nicht mehr hören. Anstatt einer inhaltlichen Debatte zum Ergebnis, liefert die Sendung eine Therapiesitzung für Wahlverlierer. Von Fabian Kramer
Screenprint: ZDF / Maybrit Illner
Der historische Wahlsonntag von Sachsen-Anhalt liegt nun knapp eine halbe Woche zurück. Noch immer benötigen viele Politiker und Journalisten des politischen Berlin ein Sauerstoffzelt, um die Wahlergebnisse zu verkraften. In Sachsen-Anhalt wurde die sogenannte politische Mitte vom Wähler regelrecht pulverisiert.
Das AfD-Rekordergebnis ist Ausdruck einer tiefen Ablehnung der amtierenden Bundesregierung. Diese Ablehnung durch den Souverän schmerzt die Politiker der regierenden Koalition und besonders den angeschlagenen Kanzler sehr. Doch eine Strategie gegen den massiven Schwund an Wählern gibt es nicht. Stattdessen herrscht Nervosität vor, weil es in wenigen Tagen zwei weitere Landtagswahlen gibt.
Unter anderem Cem Özdemir und Armin Laschet sitzen in der Runde und lecken ihre offenen Wunden. Ein Vertreter der AfD sitzt nicht am Tisch. Die Redaktion will anscheinend kein Salz in die offenen Wunden streuen. Allerdings fehlt es der Sendung an Klartext und inhaltlichem Streit. Anstatt einer lebhaften Debatte liefert die Sendung eine Therapiesitzung für Wahlverlierer. Großer Schwachpunkt der Sendung ist, dass die abgewählte Brandmauer gar keine Rolle spielt. Nicht ein einziges Mal wird diskutiert, ob die anderen Parteien nach so einem Wahlergebnis nicht auch über ihre Haltung zur AfD nachdenken müssen. Der geneigte Zuseher erfährt insgesamt wenig Neues und Informatives. Die Gräben bleiben weiterhin bestehen.
Siegmunds bester Wahlkämpfer heißt Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen gewaltigen Anteil am herausragenden Ergebnis der AfD. Als unbeliebtester Kanzler aller Zeiten trieb Merz die Wähler regelrecht in die Arme der AfD. Auch die nächsten Wahlen wird der Kanzler seiner CDU wohl versauen. „Zwischen Friedrich Merz und dem Scheitern steht nichts mehr“, analysiert Journalist Robin Alexander die Lage.
Kracht es in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin für die CDU an der Wahlurne, dann dürfte Merz frontal attackiert werden. Der Sauerländer hat sich das Ergebnis aus Sachsen-Anhalt zu recht zu Herzen genommen und eigene Fehler eingestanden. „Er lässt in sein Herz blicken”, erklärt Robin Alexander. Nervlich ist Friedrich Merz sehr angeschlagen. Er spürt, wie ihm alles entgleitet und wie die Messer schon gewetzt werden. „Es ist ehrenwert, dass er seinen Stil ändern will“, meint CDU-Parteifreund Armin Laschet zur Selbstkritik des Kanzlers. Nur ist es dafür viel zu spät.
Die Bürger haben längst ihr Urteil über Merz gefällt. Das Vertrauen in den Kanzler ist nicht mehr vorhanden und wird auch nicht mehr wiederkommen. Wer es als sportliche Disziplin versteht, all seine Wahlversprechen möglichst ins Gegenteil zu verkehren, der muss mit den Konsequenzen seines Handelns leben.
Cem Özdemir von den Grünen aus Baden-Württemberg hält sich überraschenderweise mit Kritik an Merz zurück. „Die Vorgängerregierung hat auch nicht alles richtig gemacht“, sagt der selbsternannte anatolische Schwabe selbstkritisch. Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg mahnt nach dem starken Ergebnis der AfD: „Unsere Nachbarländer sorgen sich.“ Welche Länder sich konkret sorgen, sagt Özdemir nicht. Es gibt wahrscheinlich auch gar keine. In anderen Ländern sind rechte Wahlerfolge alltäglich und gehören dort dazu. Die Sorge ist eher persönlicher Natur und hat mit internationalen Reaktionen wenig zu tun.
Was sind die Gründe für den AfD-Erfolg?
Erdrutschniederlage und Kantersieg kommen in der Politik selten aus dem Nichts. Es gibt immer Ursache und Wirkung. „Wir müssen nach den Gründen für den AfD-Erfolg fragen“, äußert die Juristin Frauke Rostalski. Für sie ist glasklar, dass Migration und Corona eine große Rolle für den Sieg der AfD gespielt haben. „Man hört ausschließlich vom Engagement der AfD in der Enquete-Kommission“, berichtet sie. Die AfD hat sich als einzige Partei in Deutschland auf die Fahnen geschrieben, die Corona-Politik kritisch aufzuarbeiten. Die Regierungsparteien haben wenig Interesse an Aufarbeitung. Schließlich gibt es viele politische Fehlleistungen zu vertuschen.
„Was will die CDU?“, fragt sich die Journalistin Sabine Rennefanz zurecht. „Es fehlt eine Vision“, ergänzt sie. Der CDU fehlt es an allem. Personell und programmatisch steckt die Partei in der tiefsten Krise seit dem Spendenskandal. Polit-Karrieristen wie Sven Schulze aus Sachsen-Anhalt, der sich nach einer historischen Schlappe zum Fraktionsvorsitzenden aufschwingt, stehen symptomatisch für die desolate CDU des Jahres 2026. Einst forderte Helmut Kohl eine geistig moralische Wende. Die heutige CDU braucht diese Wende so schnell wie möglich. Die AfD hat der CDU längst das Wasser abgegraben.
„Jetzt kann es keiner mehr übersehen“, sagt Cem Özdemir dazu. Der Grüne glaubt aber daran, dass die AfD-Wähler wieder zurückkommen. „Gute Regierungsarbeit ist keine Raketenwissenschaft“, meint Özdemir. Natürlich hat er damit recht, aber in Deutschland sind gute Regierungen selten geworden. Die letzte wirklich erfolgreiche Regierung hatte Gerhard Schröder zum Kanzler und liegt fast zwanzig Jahre zurück. Seitdem herrscht in Deutschland ein Reformstau vor, der das Land an den Rand des Abgrunds bringt. Dass die amtierende Bundesregierung durch ihre vorgetäuschte Reformpolitik auch nur einen einzigen AfD-Wähler zurückgewinnt, darf stark bezweifelt werden.
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Frei denkt schon über Bundeszwang nach und Mitglieder seiner Partei über ein Parteiverbot und so präsentieren sich unsere Demokraten in feinster Demagogen-Manier, weil sie einen Sieg des politischen Gegners nicht ertragen können und in der Verzweiflung alles versuchen, diese aus dem Verkehr zu ziehen und die Millionen Wähler vor den Kopf stoßen um sie ihrer neuen Heimat zu berauben, damit andere es umso schöner bei uns haben. Damit verstricken sie sich immer mehr in den dreckigen Gedanken totalitärer Systeme und ihre Gedanken drehen sich nur noch um den eigenen Machterhalt und daran kann man erkennen, daß sie sonst nicht viel… Mehr
„Wir werden alles easy peasy wieder aufbauen“, laberte Lanz mit irgendeinem Nonsenspreis im Arm in die Kameras. Womit möchte der Herr Südtiroler denn anfangen, z. B. mit den gesprengten Kühltürmen der abgewürgten Atomkraftwerke?
„Siegmunds bester Wahlkämpfer war Merz“. Na ja, er hat schon einen Anteil daran, aber das ist eine herabwürdigung des Wahlkampfes von Siegmund, der einen hervorragenden Wahlkampf geleistet hat. Er hat das Charisma, was unseren Regierungsmitgliedern fehlt. Das die total verfehlte Politik, die nicht Merz alleine zu verantworten hat, weil er gar nicht weiß, was Verantwortung heißt, von Siegmund aufgespießt wurde, ist die logische Konsequenz. Man hofft nur, dass das Früchte trägt und die AfD in Regierungsverantwortung kommt. Mit Wahlmanipulation wurde und soll das auch weiterhin verhindert werden.
Ich halte die Aufregung über das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt für maßlos übertrieben, es ist ein mittleres Ergebnis für die CDU.
Zwar schlechter als 2021 aber immer noch deutlich besser als 2026 in Mecklenburg-Vorpommern. Weiter so, liebe Union. Ihr schafft das.
Ja sicher schafft die Union das…spätestens dann, wenn die 5000 Langstreckendrohnen mit 1500km Reichweite, in Deutschland gefertigt, in Russland einschlagen und Russland entgültig die Deutschen mal ein unüberhörbares und sicheres Zeichen gibt: Jetzt reicht‘s aber mal!
Und dann mal die erschrockenen Gesichter sehen, als wollten sie sagen, „ja…damit konnte doch keiner rechnen…“
Es ist viel desaströser: Der weitere unvermeidliche Abstieg Deutschlands hinsichtlich Wirtschaft, Bildung und Sicherheit wird die Positionen der Kartellparteien weiter erodieren lassen, egal wer für sie antritt. Sie sind in den Folgen ihrer falschen Politik gefangen. Die Frage ist nur, ob davon die radikale Linke oder die bürgerliche AfD profitieren wird.
Von allen schlechten Shows im öffentlich-rechtlichen ist Illner die schlechteste, sie ist einfach irrelevant, man fragt sich immer am Ende, was habe ich jetzt eigentlich erfahren? Bei Lanz, über dessen „Neutralität“ es wirklich keine zwei Meinungen gibt, ist wenigstens manchmal was los: diesmal durften wir einen einen grünen Vorsitzenden erleben, der in langen Monologen bewies, dass er nichts zu sagen hat. Eine Frau Brosius-Gersdorf (warum schon wieder die?), von der Lanz offenbar ganz verzaubert ist, durfte reichlich weiße Salbe verschmieren, in dem sie empfahl, mit der AfD neutral umzugehen und gleichzeitig alle Möglichkeiten aufzählte, um genau dieses umgehen zu können.… Mehr
Merkel hat die Weichen konsequent Richtung sozio-ökonomischem Niedergang gestellt. Scholz fuhr einfach weiter im Zug. Merz wollte vor der Wahl noch die Notbremse ziehen, danach blieb er einfach sitzen und erhöhte massiv die Verschuldung, derweil der Abgrund immer näher rückt.
Ich weiß nicht warum der Laschet so häufig eingeladen wird, ein Trickser unter der Sonne. Letztes Jahr definierte er eine Warmsanierung eines ausländischen Restaurantbetreibers flux zum rassistischen, ausländerfeindlichen Anschlag. Hunderte Menschen animierte er zur Demo gegen Rechts. Nach Aufklärung des Falles durch die Ermittlungsbehörden Ward er nicht mehr gehört.
Wie kann ich bei einer solchen Persönlichkeit noch Dichtung und Wahrheit unterscheiden?
Die Laber Rhabarber Sendung mit Ossi Illner ist immer ein Witz. “ Unsere Demokratie“ sich immer einig und gegenvdue AfD!!!. Immer die gleichen Gesichter und der Informstiobswert gleich Null. Einfach mal ANDERE Politiker – nicht immer die Gleichen- und V I E L E andere Meinungen zulassen, dann gehwn die Quoten nach oben, Frau Illner. Stattdessen linke Gesinnung raushaengen, anstrengen muss ich mich ja nicht. Ist oeffentlich- rechtlich ( schreckliches Wort ), der gemeine Buerger zahlt ja.
Ich schließe Friedrich Merz jeden Abend in mein Nachtgebet ein und hoffe inständig, dass er sich nicht beirren lässt, sondern uns als Bundeskanzler bis zum bitteren Ende dieser Legislaturperiode erhalten bleibt. Nur mit ihm besteht eine realistische Möglichkeit dafür, dass die CDU bei der Bundestagswahl 2029 unter 5 Prozent kommt. Also bitte, lieber Herz Merz, machen Sie genauso weiter wie bisher!
Diese Aussicht ist allerdings so verlockend wie auch egoistisch. Würde es doch bedeuten, dass die Schäden der Politik, die bis dahin unser Land zerstören, von geradezu biblischem Ausmaß wären und daher vermutlich irreparabel!