Nach dem AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt offenbart sich die Parallelwelt von Medien und Parteien jenseits der Brandmauer. Ihr Realitätsverlust ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen linken Marsches durch die Institutionen.
picture alliance / dpa | Soeren Stache
Die Reaktionen auf den Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt sind aus psychologischer Sicht beängstigend, denn bei den Parteien jenseits der Brandmauer schwindet täglich die Fähigkeit, Fakten und Wirklichkeit zu erfassen. Und der Schuldige dafür ist – rein zufällig: Antonio Gramsci, der gefährlichste Intellektuelle des 20. Jahrhunderts.
Nicht der berühmteste. Nicht der meistgelesene. Aber den gefährlichster und folgenreichster – denn er war es, der den „langen Marsch durch die Institutionen“ erfand, und zwar bereits zwischen 1929 und 1935, als er in einer Gefängniszelle im Italien Mussolinis saß.
Seine zentrale Frage lautete: Warum waren die klassischen Revolutionsbemühungen im Westen Europas nie wirklich erfolgreich? Er fand darauf eine Antwort, die später, beginnend mit den Grünen, in den 1980er- und 1990er-Jahren auch in Deutschland langsam, aber stetig umgesetzt wurde und bis heute weiter umgesetzt wird: Die herrschende Klasse sichert ihre Macht nicht allein durch Gewalt. Sie sichert sie durch kulturelle Hegemonie – durch die Kontrolle über jene Ideen, Werte und Deutungsrahmen, mit deren Hilfe Menschen die Welt verstehen. Ein Arbeiter, der die bestehende Ordnung als schiere Gegebenheit akzeptiert, wird nicht rebellieren, ganz gleich, wie seine materiellen Lebensumstände aussehen.
Das Kernstück war die Übernahme des Bildungswesens, denn wer die Lehrpläne kontrolliert, kontrolliert die Denkkategorien, die der nächsten Generation zur Verfügung stehen. Dabei wird ihr nicht vorgeschrieben, zu welchen Schlüssen sie kommen soll. Vielmehr wird geprägt, welche Fragen sie überhaupt zu stellen vermag. Einer Generation, die nach dem langen Marsch ausgebildet wurde, muss man nicht mehr vorschreiben, was sie denken soll. Sie denkt das, wozu sie geformt wurde – und empfindet dieses Denken als ihr eigenes.
Gramsci entwickelte auch das Konzept des „organischen Intellektuellen“ – jener Person, die den theoretischen Rahmen in Form von Geschichten und Annahmen übersetzt, die innerhalb der Kultur zirkulieren, ohne dabei ideologisch zu wirken. Jede Geschichte wird in den Rahmen der akzeptierten Annahmen eingebettet. Gramsci begriff, dass Kultur Politik mit anderen Mitteln ist – und dass jene Seite gewinnt, die die Kultur beherrscht, ganz gleich, wer die Wahlen gewinnt.
Dies ist keine Verschwörungstheorie. Es handelt sich um eine veröffentlichte, dokumentierte und weithin gelehrte Strategie, die von der Linken bewusst in der gesamten westlichen Welt umgesetzt wurde. Die 1968-er Generation setzte sie an den Universitäten in die Praxis um. Ihre Vertreter wurden zu den Professoren, Journalisten, Politikern, Beamten, Richtern und Personalverantwortlichen der folgenden Jahrzehnte. Dieser Marsch dauerte fünfzig Jahre und war erfolgreich, wie wir gerade live und in Farbe erleben.
Jede eingenommene Institution, jeder umgestaltete Lehrplan, jede Personalabteilung, die vorgegebene Sprachregelungen durchsetzt, jede Richtlinie zur Inhaltsmoderation, die unerwünschte Stimmen unterdrückt – all dies folgt dem Programm. Dass 80 Prozent der Journalisten bei ARD und ZDF grün oder links wählen, dass beim „Spiegel“ oder bei der „Süddeutschen Zeitung“ Artikel, die nicht dieser Ideologie entsprechen, gar nicht erst konzipiert, geschweige denn geschrieben werden, und dass alle Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien – mit Ausnahme der AfD – jede inhaltliche Auseinandersetzung mit der wirtschaftlichen und politischen Situation unseres Landes ablehnen und stattdessen lieber die Politiker und Wähler der AfD als Nazis beschimpfen, zeigt, dass Gramscis Theorie umgesetzt wurde. Damit ist er nach Marx der erfolgreichste Demagoge aller Zeiten.
Gramsci starb 1937 im Alter von 46 Jahren starb, nur sechs Tage nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis. Er erlebte den Marsch, den er theoretisch entworfen hatte, nicht mehr mit.
Das oben Geschilderte hat Deutschland in eine katastrophale Lage gebracht. Neben dem wirtschaftlichen Absturz wird es unweigerlich auch zum Ende der Demokratie führen – möglicherweise in ganz Europa. Denn wenn die Seite, die regiert, nicht mehr in der Lage ist, Fakten zu akzeptieren und darauf zu reagieren, sondern in einer Traumwelt bleiben will und lieber alle Energie in den Kampf gegen die AfD steckt, werden diese Parteien die Macht auch dann nicht abgeben, wenn die AfD mehr als 50 Prozent der Stimmen erhält. Sollte die AfD tatsächlich verboten werden, wird es entweder zum gewaltsamen Sturz der Regierung kommen oder wir werden weiterhin in einer Pseudo-Demokratie leben, in der es egal ist, wer mit wem koaliert, weil immer dieselbe Politik herauskommt.
Zum Schluss ein faktenorientierter Denkprozess, der für die Regierung bereits zu viel sein dürfte: Wenn Deutschland wieder russisches Gas beziehen würde, könnten die Energiepreise hierzulande insgesamt um 25 Prozent sinken. Das wäre ein enormer positiver Impuls für die Wirtschaft und die privaten Haushalte, denn die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet unaufhaltsam voran. Das minimale Wirtschaftswachstum wird lediglich mit Steuergeldern und neuen Schulden finanziert. Andernfalls würde die Wirtschaft bereits im sechsten Jahr schrumpfen. Etwa 200.000 Firmeninsolvenzen pro Jahr sprechen Bände. Durch die Preissenkungen würden Millionen von Jobs erhalten und der Privatkonsum angekurbelt.
Gleichzeitig wäre es der erste Schritt, bessere Beziehungen zu Russland aufzubauen und so auch den Krieg langsam, aber sicher einschlafen zu lassen oder durch einen Vertrag zu beenden. Die Regierung hat den Auftrag, das deutsche Volk zu schützen und ihm zu dienen. Da der Marsch der Linken durch die Institutionen jedoch erfolgreich verlief, gelten die hier angestellten Überlegungen als unmöglich.
Friedrich Merz nimmt es offenbar lieber in Kauf, dass weiterhin täglich Russen und Ukrainer sterben, die deutsche Industrie pleitegeht oder abwandert, die Bevölkerung finanziell geschädigt wird und alle in einem dritten Weltkrieg sterben, als logische Entscheidungen zu treffen, die Deutschland sicherer und reicher machen. Derselbe Denkprozess in der Migrationspolitik ist sowohl den Medien als auch der Regierung unmöglich. Sobald man kriminelle und dauerhaft nicht arbeitende Migranten abschieben will, landet man erneut in der Kategorie „Nazi“.
Was die Migration bringt, zeigt die aktuelle PISA-Studie – da können Merz, Bas, Klingbeil, Illner, Maischberger und Dunja Hayali reden, wie sie wollen. Sie und all die anderen „Gutmenschen“ sind Opfer des Marsches der linken Ideologie durch die Institutionen und verstehen nicht, dass sie die Demokratie Schritt für Schritt abschaffen – unter anderem mithilfe des Verfassungsschutzes, von ARD und ZDF, von Meldestellen, Trusted Flaggern, NGOs und den Digital Services Act. Sie zerstören Deutschland wirtschaftlich und damit auch gesellschaftlich – beides geht stets Hand in Hand.




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Deshalb ist es aich so wichtig schon den Kindern MINT beizubringen. Das schärft die Denkfähigkeit und ist gleichzeitog völlig ideologiefrei.
Auch an den Unis sind von 1968 bis heute die Sozial- und Geisteswissenschaftler die politischen Querköpfe und nicht die Naturwissenschaftler oder Mediziner.