Deutschland ist instabil stabil: Die AfD verharrt bei 29 Prozent, die Union bei 21. Die Brandmauer konserviert ein politisch totes System, dessen immer schrillere Propaganda jeden Tag auf's Neue an der Wirklichkeit zerschellt.
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Manchmal ist keine Nachricht die Nachricht, zuweilen keine Veränderung die Veränderung. Deutschland tritt auf der Stelle. Dies aber immer schneller und immer heftiger, so dass die Brücke einzustürzen droht, über die wir uns nicht zu gehen trauen.
Nimmt man die letzte INSA-Wahlumfrage, die an diesem Wochenende veröffentlicht wurde, so hat sich nichts verändert, vermittelt sie im Kontrast zur Stimmung im Land ein stabiles Bild. Immer noch würden 29 % der Wähler der AfD ihre Stimme geben, der Union 21 %, heißt die CDU dürfte unter die 18 %, die CSU unter die 5 % Marke rutschen und verdankte den Einzug in den Bundestag allein der Grundmandatsklausel.
Die Vereinigte Linke käme wie immer auf 36 %, nur innerhalb der Rotrotgrünen spielen die Prozentchen „Bäumchen, Bäumchen wechsle dich“. Wenn die SED-Linke ein Prozent mehr hat, hat ihre SPD ein Prozent weniger und wenn sich ein paar früh vergreiste Jugendliche von der Verbotspartei der Grünen abwenden, dann gehen die zu den Linken, weil man im Duo zwischen Ikkimel und Reichinnek beim besten Willen nicht zu erkennen vermag, wer von beiden die Sängerin und wer die Politikerin ist. Würde man übrigens auch nicht herausfinden, wenn sie nicht im Duo, sondern allein auftreten würden, man könnte nicht mal entscheiden, ob die einsame Performerin auf der Bühne nun Reichinnek oder doch Ikkimel ist.
Aktuell liegen Grüne und SPD mit jeweils 13 % gleich auf, die Linke erreicht 10% der Wähler. Mehr, könnte man spotten, leben halt in Berlin Mitte, Kreuzberg und Prenzlauer Berg nicht. Und weil wir gerade beim Spott sind, sieht die SPD die einzige Möglichkeit, mehr Wähler zu erreichen, darin, neue Wähler durch Turbo-Einbürgerung zu erschaffen und Arbeitnehmer sowie Selbständige und Unternehmer mit dem Aufstocken der Steuerverfolgung zu drangsalieren, das letzte SPD-Kernklientel Beamte bleiben unangetastet.
Die FDP liegt bei 4 % und hofft, das eine Prozentchen noch dadurch zu gewinnen, indem Wolfgang Kubicki eifrig beim Cicero schreibt und all das verkündet, was im Falle, der FDP gelänge der Einzug in den Bundestag, sie ohnehin nicht unternehmen würde. Man hat über Wolfgang Kubicki in der Ampelzeit gelernt, dass er verlässlich das Gegenteil von dem unternimmt, was er zuvor kritisiert hat.
Das BSW liegt bei 3 %, kämpft mit dem Totalschaden von Erfurt und zittert heftig um die Wahl in Sachsen-Anhalt, darum, von dort einen Schub zu bekommen. Würde sich dazu noch ein Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern gesellen, hofft das BSW, sich aus der Agonie befreien zu können, in die sie das Trauma von Erfurt und der kleinere Betriebsunfall von Potsdam gestoßen haben.
Sind es die Wähler oder sind es die Meinungsforschungsinstitute, alle scheuen davor zurück, dass die AfD die 30 % Marke knackt und die Union als Ganzes unter die 20 % Marke fällt, also ins bundespolitische Souterrain?
Nicht einmal die künstliche Erregung vor allem der CDU über die Veranstaltung der AfD mit Steimle in Dessau, hat der AfD geschadet. Es ist ernüchternd, über den intellektuellen Zustand der Merz-Wüst-Günther-Söder-Union festzustellen, dass die Partei-Strategen – wahrscheinlich ein zu großes Wort – nicht begreifen, wie ihre Angriffe gegen die AfD, die an Frequenz zunehmen und immer frenetischer werden, der AfD nutzen, weil nolens volens die Union damit stets und ständig die AfD thematisiert. Man sollte doch in der Union wissen, dass bad news auch good news sind. Dass sich die Union an der AfD, die nicht regiert, und nicht an der SPD, die regiert, abarbeitet, nimmt ihr die Glaubwürdigkeit, die ausgerechnet Merz zuletzt als hohes Gut charakterisierte.
Die Kommunikations-Dilettanten der Union haben nicht verstanden, dass Wording und Kommunikationsstrategien nicht alles sind, mehr noch, dass sie sogar die gegenteilige Wirkung erreichen können, wenn sie die Kommunikationsteilnehmer nicht ernst nehmen, wenn sie Inhalte vollkommen durch Wording ersetzen, wenn sie den Bürger geringschätzen, weil sie ihn für grundsätzlich manipulierbar halten. Für die Kommunikationsberater und ihre Unions-Politiker gilt die Warnung, die Goethe im Torquato Tasso so ausgedrückt hat: „So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt.“ Das führt im Ergebnis dazu, dass einen niemand mehr zuhört, ganz gleich, was man sagt, so wie es Friedrich Merz ergeht. Kommunikationstheoretisch ist der Kanzler „durch“.
Nimmt man die Umfragen für die Bundestagswahl, kann man feststellen: Deutschland ist instabil stabil, heißt, noch tritt alles auf der Stelle, aber immer schneller und immer fester. Lange kann dieser Zustand nicht anhalten, die „Zeit ohne Uhren“, der Machterhalt des Ancien Regime, um ein hübsches französische Wort für die Brandmauereinheitspartei zu benutzen. Die Union hat die Mitte verraten, sie hat einen Zustand herbeigeführt, in dem der Wähler nur noch links oder rechts wählen kann. Es könnte dazu kommen, wollte die Union verhindern, dass rechts gewählt wird, sie die Wahlen abschaffen muss. Es ist allerdings die Union, die selbst die Position der Mitte zwischen SPD und AfD mit der Mitte zwischen SPD und Grünen eingetauscht hatte.
Hoffnung besteht für die Union nur noch in einer Reformation an Haupt und Gliedern. Sie müsste völlig mit dem Merkelismus brechen, ihre historische Schuld analysieren und benennen, sich als liberal-konservative Partei neu aufstellen und ein Mitte-Rechts-Bündnis zum Wohle Deutschlands anstreben. Hoffnungen bestehen allerdings nicht. So bleibt nur festzustellen: auch Parteien können sich überleben und zu einer Tatsache der Vergangenheit werden. Im Widerspruch zu dieser Festsellung steht nicht, dass sie in der Art historischer Widergänge sich noch für eine Weile an der Macht halten, obwohl sie den politischen Tod schon hinter sich haben. Man nennt das Anachronismus.
Dass dieser Anachronismus möglich ist, resultiert aus dem reinen Beharrungsvermögen von Parteien, die einerseits peu a peu ihre Wähler verlieren, andererseits noch über ein beträchtliches und stabiles Kernwählerreservoir der 65jährigen aufwärts verfügen, die mit der Union noch etwas verbinden, was sie längst nicht mehr ist.
Die Wahlumfragen weisen darauf hin, dass in aller äußerlichen Stabilität der politische Zustand Deutschlands vibriert. Um so weniger dem Ancien Regime in Neu-Versailles politisch für Deutschlands Bürger gelingt und ihre ganze Argumentation auf Verschwörungstheorien und Buhmännern aufbaut, der böse, böse Feind an allem Schuld ist, um so unterirdischer, um so primitiver, um so hetzerischer wird ihre Propaganda, weil die Propaganda richten soll, was den Politikern nicht gelingt. Der Propaganda ergeht es dabei aber wie dem Hasen im „Märchen vom Hasen und vom Igel“, während der Igel die Wirklichkeit verkörpert. Gegen die Wirklichkeit kann die Propaganda nicht gewinnen.


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In Anbetracht der katastrophalen Politik der letzten 20 Jahre und eigentlich mehr, stelle ich die Systemfrage. Die Zerstörung des Landes durch die Politik ist ja schon Realität. Es stellt sich gar nicht mehr die Frage nach einer friedlichen Wende, denn die Wende wäre allerspätestens vor 10 Jahren nötig gewesen. Die BRD gehört abgewickelt, Pensionen für Politiker und Rundfunkfunktionäre ersatzlos gestrichen, Staatszugehörigkeit neu geregelt und dann gehört das System neu gedacht. Mehr Länder, viel weniger Bund. Der Bundestag gehört gestrichen. Wählen dürfen sollte nur, wer den Laden finanziert. Politiker werden dürfen sollte nur, wer den Laden min 10 Jahre finanziert hat,… Mehr
„dass die AfD die 30 % Marke knackt“
Knifflig, Herr Mai. Ich würde da auf eine vornehme Zurückhaltung der Meinungsforschung tippen. Den eigentlichen tut eine Union aktuell alles, eine Alternative Richtung 40% zu bewegen.
Gegenmeinung:
Sollte diese Regierung frühzeitig einklappen oder Wahlen planmäßig
2029 statt finden werden die Grünen hinzugezogen. Notfalls die Linke
mit windelweichen Ausreden.
D. h. die Bm. bleibt bestehen und der „Kladderadatsch“ rückt noch
weiter nach links.
Mark my words. Besser: Merkt euch meine Worte.
Warum „meine“ ich es? Weil es logisch ist. Besser die Macht teilen
als mit den Blauen zu koalieren.
Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich wähle Blau von Anfang an.
Das heißt aber nicht das man seine politischen Gegner für dumm
halten sollte.
Und nun sol auch noch ein Kabinettsumbau kommen. Minuten vor einer sehr wichtigen Wahl, so dass der Wähler nun gar nicht mehr weiß, wofür dieser Merz-Haufe denn steht. Das wird nach hinten losgehe.
Der Anfang vom Ende, der Showdown, ist angelaufen. Die CDU, zumindest die, die noch ein Interesse an einer originären CDU haben, sollten sich zusammentun, den Merz-Merkel-Haufen entsorgen und mit der AFD offen koalieren. Alles andere ist auch das Ende für die CDU/CSU, die es gewaltig übertrieben hat und nun die Quittung bekommt.
„Man hat über Wolfgang Kubicki in der Ampelzeit gelernt, dass er verlässlich das Gegenteil von dem unternimmt, was er zuvor kritisiert hat.“ – Wenn er das täte, wäre Kubicki ja glaubwürdig. Aber er unternimmt eben immer genau das, was er zuvor kritisiert hat. Ich bin sicher, dass Herr Mai, dessen Beiträge ich im Übrigen über die Maßen schätze, dies auch so gemeint hat. Unsere Sprache muss präzise sein, sonst sind wir nicht besser als die Haltungsjournos. Daher sei mir diese Anmerkung gestattet.
Es ist wohl eher die kollektive unglaubliche Schuld aus den vielen Opfern der Migration, der ungeheuerlichen Geldverschwendung und der bis ins Mark sitzenden Korruption dieser Versagertruppe resultiert. Nur dafür gibt es die Brandmauer. Die dringend notwendige Aufarbeitung der Politik mindestens seit 2010 wird die Bürger entsetzen. Sie werden kaum verstehen, wie die uns belogen und betrogen haben. Zum Abschluss der Aufarbeitung wird es keine Altparteien und keinen Verfassungsschutz mehr geben, die Justiz muss den Kotau vor dem Rechtsstaat machen, um das zu verhindern, was die Bürger berechtigt fordern. Diese Riesenschweinerei muss drakonische Folgen für die Täter haben, die nun mindestens… Mehr
… Ja, müsste eigentlich. Allerdings haben wir defacto auch das amerikanische 2-Parteiensystem: Brandmauer gegen den zersplitterten Rest. Wobei die Brandmauer im Vorteil ist, weil sie zum großen Teil aus Ideologiefesten, also gedanklich unbeweglichen Menschen besteht.
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, also dem Blauen? Alle etablierten, Politik und Kartell, Medien, Migrationsgewinner, Systemlinge und natürlich auch die mit der Kristallkugel und deren Wahrsager, was Wahlen betrifft. Alle fürchten um die eigene Existenz angesichts des jahrzehntelangen manipulativen und verlogenen Geschäfts, das sie alle bisher gemeinsam betrieben haben. Sie sind die Profiteure des geölten Ladens der Macht und der Pfründe. Da stören die Blauen nur – es war doch so schön die ganze Zeit. Auch die Wahlakrobaten sind keine Helden, nur kleine Lichter, die sich an der Macht laben und deshalb immer noch taktieren. Die hofierten Schranzen jeder… Mehr
Nach den kommenden Landtagswahlen im Osten wird sich zeigen ob und wie es mit dem seltsamen Paar (CDSU/SPD) weiter geht. Es bleibt zu hoffen, das die Sachen-Anhaltiner sich ggf. ein zweites Thüringen nicht bieten lassen. Sollte die AFD die absolute Mehrheit erhalten und die linkswoken Schlägertrupps umsetzen was sie bereits angekündigt haben, dann bleiben EIGENTLICH nur Neuwahlen.
„Links ist vorbei!“ … Dieser Merz, der seine eigene Zunge verschluckt, wenn er lügt, muss sofort abgesetzt werden! Ein Kanzler, der es mit der Wahrheit nicht genau nimmt, ist für unser Land zur Riesenlast geworden! Ein Kanzler, der dreist und unverfroren, unsere Steuergelder veruntreut und uns wegen eines korrupten Landes in einen Krieg zieht, ist abartig untragbar geworden. … Ich schwöre, Schaden vom Deutschen! Volke abzuwenden….blah, blah, blah! Er hat den Eid gebrochen! Das liegt doch ganz klar auf der Hand! Was soll und kann der sich eigentlich noch erlauben?!