Jetzt verlassen ihn auch seine treuesten Fans: Friedrich Merz müssen gestern Abend die Ohren geklungen haben. Milliardär Carsten Maschmeyer zog bei Maischberger so gnadenlos über den Kanzler vom Leder, dass vermutlich noch am Spreebogen die Wände wackelten.
Screenprint: ARD / Maischberger
Anfang vergangenen Jahres noch hat Unternehmer Carsten Maschmeyer die CDU mit einer Großspende unterstützt. Jetzt rechnet er schonungslos ab. Und der Kanzler der zweiten Wahl ist bei ihm komplett unten durch: „Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten.“ Und weiter: „Es zeigt sich jetzt, er wollte aus einem falschen Grund Kanzler werden. Das war Ego. Und Merkel zeigen, ich bin jetzt Kanzler.“ Maschmeyer bemängelt an Merz, der nehme „die Menschen nicht emotional mit. Er ist unnahbar, belehrend, ein Besserwisser.“ Er höre „von allen, die mit ihm zu tun haben“, dass Merz „arrogant“ sei.
Und wie man Menschen zu etwas zwingt, damit kennt sich Maschmeyer bestens aus. Schließlich hat er den Grundstein seines Vermögens einst mit den dubiosen Drückerkolonnen des AWD-Strukturvertriebs gelegt.
Womit er sich offenbar nicht so richtig auskennt, ist die Beurteilung von Ersatzleuten. Denn er benennt allen Ernstes Hendrik Wüst, Daniel Günther und Markus Söder als „tolle Offiziere auf dem Schiff“, die das Kommando doch übernehmen könnten.
Seine Abrechnung mit Merz geht derweil noch weiter. „Wir hatten große Hoffnung“, sagt Maschmeyer, aber „die Wirtschaft liegt unten, die Menschen haben Angst, dass sie ihren Lebensunterhalt nicht mehr bezahlen können“. Dass Schloss Bellevue, der Sitz des Bundespräsidenten für eine Milliarde Euro renoviert wird, macht ihn fassungslos. Damit habe man viel besser einer Million Menschen eine Energiekostenbeihilfe von 1.000 Euro geben sollen. Die ganzen angeblichen Investitionen des Staates würden nun rein auf Schulden basieren. „Dann ist das ein Sonderboom, und der ist nicht nachhaltig“, sagt er. „Wir haben in Deutschland kein Geschäftsproblem, wir haben ein Chefproblem.“
Doch auch AfD-Wahlsieger Ulrich Siegmund bekommt bei Maschmeyer sein Fett weg. „Der hat ja gar nicht so viele Leute da bei seinen Veranstaltungen gehabt“, weiß der Unternehmer. „Das kann man aber so filmen, dass man denkt, ganz Sachsen-Anhalt rennt zur AfD. Super gemacht. Sie können Wahlkampf.“ Jetzt allerdings folge „ein ganz wichtiger Realitäts-Check: Können sie auch regieren?“
Das bezweifelt auch Markus Söder, der im zweiten Einzelinterview des Abends antritt und dabei deutlich hinter Maschmeyer zurückfällt. Zu glatt seine Aussagen, zu opportunistisch, zu Söder eben. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef schaut besorgt nach Europa, denn „da tobt gerade ein Kampf gegen demokratische Prinzipien“. Er selbst gibt wie immer den Wissenden: Nazi-Keule, Putin-Knechtschaft, alles stumpfe Waffen von gestern. Söder setzt lieber drauf, der AfD einfach Behindertenfeindlichkeit zu unterstellen. Und die Migration sei im Übrigen nur für AfD-Wähler noch ein Thema. Grund sei, „dass jede Straftat, jede Messerstecherei durchs Netz extrem gejagt wird und den Eindruck erweckt, dass dieses Land vor dem Chaos steht“. Söder sagt, was ein Söder sagen muss: „Ich kann für Bayern sagen: Wir haben die sicherste Situation seit 1978.“ Nanu? Was zählt der Mann, etwa Taschendiebstähle? München, Aschaffenburg, Nürnberg, Würzburg – alles Städte, die Söder offenbar gar nicht in Bayern verortet. Stattdessen kritisiert er an der AfD „die Art und Weise, wie über Migranten geredet wird, die hier arbeiten und fleißig sind“.
„Wir geben zu viel Geld für den Bereich Grundsicherung und zum Teil auch für sehr, sehr hohe Migrationskosten aus“, klagt Söder. Bei Sozialmissbrauch und mit Rückführungen könne man Geld sparen, „um Steuern abzubauen, damit Energie billiger wird.“ Die sei zu teuer, „weil 70 Prozent Steuern und Abgaben sind“.
Klingt dann doch überraschend AfD-nah, was er da von sich gibt. Die Partei zu verbieten, wie sein Kollege Wüst es gerade wieder forderte, hält Söder deshalb wohl auch für „die maximal falsche Konsequenz aus dieser Wahl“. Klar sei: „Natürlich ist die AfD keine normale Partei“ und ihr „Gedankengut in Teilen menschenverachtend“. Aber das Wahlergebnis habe „vielleicht auch was Gutes“: Die AfD könne jetzt endlich „zeigen, was sie kann“. Söder: „Die kritisieren alles. Schaun mer mal, ob sie’s besser können.“
Er warnt jedoch davor, dass die AfD die Polizei und Justiz politisch vereinnahmen könnte: „Das möchte ich in unserem Land nicht haben.“ Wieder stellt sich die Frage: Wo lebt Söder? Weiß er um eine linksdurchtränkte Staatsanwaltschaft Göttingen, die es mit ihren Hausdurchsuchungen bis ins US-Fernsehen geschafft hat? Weiß Söder, wie das SPD-Justizministerium in Niedersachen gerade mit dem Sechsfach-Mord von Stade umgeht? Wie unpolitisch sind Polizei und Justiz in diesen Zeiten denn?
Auch das Journalisten-Panel liefert an diesem Abend ein paar kuriose Ein- und Ausfälle: ARD-Korrespondentin Iris Sayram vermutet, dass Ulrich Siegmund seine Opferrolle ganz gut gefällt und er gar nicht Ministerpräsident werden will. Sie könne sich gut vorstellen, dass er sich in der Rolle gefalle, „dann doch das Opfer zu sein, weil die anderen wollen ja gar nicht mit uns“.
Podcaster Robin Alexander wiederum lobt die SPD-Frontfrau von Mecklenburg-Vorpommern für ihren Wahlkampfslogan „Die Frau gegen Blau“. Andere hatten das Fehlen von Inhalten und die reine Konzentration auf den Kampf gegen den politischen Gegner kritisiert, doch Alexander findet genau das ziemlich knorke: „Jeder weiß, wofür Frau Schwesig steht“, sagt er ohne jede Ironie.
Ebenso unironisch schlägt Lochthofen schließlich Didi Hallervorden als überparteilichen Ministerpräsidenten vor. Er sei „der einzige berühmte, gut beleumundete Sachsen-Anhalter“. Alexander findet auch das gut. Er spottet: „Und dann wird Didi Hallervorden Chef der Ministerpräsidenten-Konferenz, sitzt neben Friedrich Merz und sagt Palim Palim.“
Als der intellektuelle Limbo seinen Höhepunkt erreicht, wird es geschmacklos. Lochthofen ist der Meinung, man solle die AfD dringend verbieten. Seine Begründung ist atemberaubend: Adolf Hitler habe bei seiner Wahl auch nicht gesagt: „Ich will sechs Millionen Juden umbringen.“







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Alle arbeiten sich an Merz ab, dabei hat der nur den Kurs von Merkel fortgesetzt. Jemand der einen echten Kurswechsel wollte, der sich mit links-grün angelegt hätte und zur dazu notwendigen Absage an die „Brandmauer“ bereit gewesen wäre, der wäre nie als Kanzlerkandidat aufgestellt worden, es ist fraglich ob es solche Leute überhaupt noch in der CDU gibt.
So kann´s gehen, wenn sich ein potentieller Profiteur einen Lobbyisten kaufen will und selbiger egozentriert zum Zwecke seiner Eitelkeit und Machtgeilheit dem Klassenfeind hinterher dackelt.
Unbenommen jedoch bleiben die Feststellungen über den Universalversager und auf allen Ebenen Befähigungslosen Jammerlappen. Diese Feststellungen trafen allerdings Millionen schon vor Ihnen, Herr Maschmeyer.
Amthor bringt sich bereits wortakrobatisch in Stellung
Mit Verlaub: In dieser beschriebenen Sendung sind 2 Personen VOLLKOMMEN überflüssig:
Die „Pseudointerlektuelle“ Maischberger und der (mit sehr zweifelhaften Methoden zu Geld gekommene) Maschberger.Sorry Maschmeyer..
Auch wenn das stimmen sollte was er über Politiker „vom Leder zieht“ Denn DER muss reden !!
Wenn ich morgens mit der S-Bahn zur Arbeit fahre oder irgend eine deutsche Innenstadt betrete, kann ich Vieles sagen, nur Eines nicht: Das Migration keine Rolle mehr spiele in D.. Merz scheint unter Halluzinationen oder Schlimmerem zu leiden…
Überflieger Lochthofen hat von Hitlers „Mein Kampf“ (in dem wirklich Alles drin stand was dieser Depp Adolph später umsetzte) oder von den Wahlkampfparolen der Nazis alsovnoch nie gehört… Sicher weiß er auch nichts vom Anti-Zionismus der Kommunisten… Das sind also die Fachmänner, die in’s Fernsehen geladen werden… Robin Alexander hat schon bei der „Welt“ immer nur reinen Unfug geschrieben, vollkommen überschätzt, genau wie Maschmeyer offenbar: Unfassbar nichtundumm, Söder et al. vorzuschlagen… das tut schon richtig weh…
Maschberger, ääh Maischmacher, Maschmeier.. egal.. Diese ganze Farce war abgesprochen.. Hätte Dr. Weidel so argumentiert, wäre Maischberger vom Stühlchen gefallen und hätte hyperventiliert! Weidel hätte keinen einzigen Satz zu Ende bringen können. Das war verlogener „Quatsch mit Soße“! Seit Merkel sind „die Bundesdeutschen“ in „ Agitation“ hervorragende Schüler. Wenn man dann noch die anderen „ Gäste“ überprüft, weiß man Bescheid über dieses linksunappetitliche „ Format“ der Sendung. Die alte Bundesrepublik existiert nicht mehr!
Ach Herr Maschmeyer, Sie hatten viel Glück im Leben und fanden in der Swisslife einen Käufer für ihre durch Drückerkolonnen entstandene AWD. Hoffnung haben alle ihre Kunden heute noch dass diese Investments etwas an Rendite bringen werden, wenn überhaupt. Die Swisslife hat ja sehr schnell ca. 50% des Kaufpreises abgeschrieben. Nicht unbedingt ein Zeichen von Werthaltigkeit. Versicherer verdienen halt jede Menge Kohle um solche Investments einzutüten. Fragen Sie mal ihre Kunden wie hervorragend ihre Prognosen eintraten. Altes Sprichwort…“mit voller Hose ist leicht stinken“….
Ich hoffe dass die AfD sich beizeiten Gedanken darüber gemacht hat was passiert, wenn eine Wahl gewonnen wird. Denn es stimmt natürlich dass das eine ganz andere Aufgabe ist, eine Regierung zu bilden und Verantwortung zu übernehmen, statt nur die Mängel der anderen hervorzuheben. Da habe ich Zweifel dass hinreichend qualifiziertes Personal bereitsteht. Ein telegener Spitzenkandidat macht noch keinen Sommer.
Das Personal der AfD ist wenigstens gebildet, hat abgeschlossene Berufe, sind Doktoren oder Professoren, Ingenieure und mehr. Sicherlich muss sie in Verantwortung für ein Land hineinwachsen. Sie werden auf verbrannte Erde stoßen. Schon allein die Tilgung der Zinsen auf diese Wahnsinnsverschuldung wird hart werden. Die AfD wird nicht alle ihre Versprechen halten können, weil sie eben auf einen völlig zerstörten Staat und ein völlig zerstörtes Land trifft. Auch Illegale und Migranten die straffällig geworden sind, bekommt man auch mit größter Anstrengung nicht von heute auf morgen raus. Das wird auch Geld kosten. So wie ich die Deutschen kenne, werden sie… Mehr
Und die Zweifel haben Sie bei den UnsereDemokratie- Parteien nicht??? Schlechter als die kann schlicht nicht Politik nicht machen: Ein ganzes Land zerstören. (Okay, die überwältigende Mehrheit der Souveräne dieser Republik hat den eigenen Untergang natürlich immer und immer wieder per freier und geheimer Wahlen exakt so selbst bestellt.). Das wirkliche Problem für die AFD ist, dass sie auf Landesebene und zusätzlich gegenen alle anderen Länder ohne Bundeskompetenzen die wirklichen Probleme faktisch nicht lösen kann.
Das Merz die Luftnummer ist war doch schon vor der Wahl klar. Frau Dr. Weidel sagte es doch mit welcher Partei wollen sie ihre Vorhaben umsetzen ? Der Kapitän auf der Brücke bringt nichts wenn der Ingenieur im Maschinenraum die Steuerung abschaltet und das Schiff aus dem Maschinenraum steuert. Da ist es egal ob da Merz, Söder, Wüst, Günther oder sonst wer auf der Brücke den Kapitän spielt. Man hat sich mit der Brandmauer die SPD in den Maschinenraum gesetzt. Weder haben die von Maschinen oder Finanzen Ahnung, geben aber bei Schulden Vollgas. Da sagt der 2.Wahl Kanzler Migration spiele… Mehr