Immer das Team, nie der Star. Das ist die herrschende Lehre beim deutschen Fußball. Dabei waren es immer Einzelne, die überzeugt und die Mannschaft zum Sieg geführt haben. Weniger Mittelmaß - mehr Könner an den Ball!
In den "sozialen Medien" geht es häufig wenig sozial zu. "Internettiquette" ist mehr Schlagwort als Realität. Dabei ist freundlich und sachlich viel wirksamer. Sofern es Teilnehmern um die Sache geht. Die nur draufhauen, sollten wir nicht einmal ignorieren.
Auch wenn es hoch unpopulär ist, brauchen Deutschland, die NATO und der Westen ein schlagkräftiges Militär, das ihrem politischen Gewicht entspricht.
Alexis Tsipras stammt aus keiner der griechischen Nepokratien. Das ist für eine - wenn auch noch ferne - Annäherung von Bürger und Staat in Griechenland eine Chance. Geben wir sie ihm.
Die Toleranz der westlichen Zivilisation ihren erklärten Feinden gegenüber ist oft nur Bequemlichkeit und pure Haltungslosigkeit. Wenn der Westen glaubt, andere Kulturen nicht kritisieren zu dürfen, kann er die eigene nicht mehr verteidigen. Den Sonntagsreden von der Wertegemeinschaft muss das Eintreten für sie von Montag bis Samstag folgen.
In der aktuellen Kollektion von Chanel findet man die seinerzeit auf jeder 68er-Demo unerlässliche Leinenumhängetasche – im Domestos-Auswasch-Look nebst filzschreiberhandbemalter Anmutung („Make Fashion not War“), mit regenbogenbuntem Flokatibesatz, Peace-Zeichen und Smiley-Anstecker. Der Hippie-Beutel mit dem CC-Logo kostet 2.650 Euro - schlechteren Geschmack kann man kaum demonstrieren.
Hier können Sie überprüfen, ob Ihre politische Grundhaltung auch wirklich korrekt ist und ob Sie es vielleicht sogar schaffen, in die Gruppe der allen Anderen überlegenen Gutmenschen aufgenommen zu werden. Mit diesem Test können Sie auch überprüfen, warum es gelegentlich zu Diskrepanzen kommt zwischen dem, was Sie denken, und dem, was sie dauernd lesen und hören müssen.
Sandra Maischberger gelang gestern, was TV-Magazine selten leisten: ein Erkenntnisgewinn. Die unheilige Allianz von CSU und Die Linke will es beim Nadelöhr Asyl für Flüchtlinge und Wirtschaftszuwanderer lassen.
Viele CDU-Bundestagsabgeordnete tragen wie ein Mantra vor sich her, dass die besondere Expertise des IWF so wichtig für den Erfolg des Griechenlandprogramms sei. Doch ob der IWF mitmacht oder nicht, ist genauso wichtig wie eine platzende Bratwurst in China.
Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende kommt. Jetzt wird’s ernst! Der digitale Stromzähler in Ihrem Haus macht Sie zum kontrollierten und auch sanktionierbaren Bürger.
Hochsommer. Der parlamentarische Betrieb ruht im Deutschen Bundestag. Nur noch eine Kantine hat geöffnet. Viele Eingänge sind geschlossen. Man braucht weite Wege, um zum Ziel zu kommen. Alle zehn Meter kommt eine Absperrung für Reparaturarbeiten. Viele Abgeordnete halten ihre Büros in Berlin geschlossen und lassen sich die wenige Post in den Wahlkreis nachsenden. Auch Interessenverbände und Lobbyisten hören für einige Wochen mit der Dauerbespielung der Bundestagsabgeordneten auf.
Ob wieder 60 Unionsabgeordnete gegen das Griechenland-Ergebnis der Kanzlerin stimmen oder ob das gar bis hin zu 120 tun? Das beschäftigt die News-Industrie weit mehr als die Qualität des Verhandelten.
Bücher brennen wieder in Bad Dürrheim: 3200 Bücher der Stadtbibliothek wurden vernichtet. Fairerweise muss gesagt werden: Ob sie nur geschreddert oder gleich verbrannt wurden - das entzieht sich unserer Kenntnis.
Die Flüchtlingsfrage bewegt die Gemüter, zu Recht. Selbst die Bundesregierung bequemt sich und beruft einen Flüchtlingsgipfel ein. Endlich, denn es liegt vieles im Argen.
Es gibt Zufälle auf dieser Welt! Am Tag vor der Abstimmung im griechischen Parlament und den Beratungen der Euro-Finanzminister über das neue Hilfsprogramm für Hellas berichtet das dortige Statistikamt ein von Experten nicht erwartetes Wachstum der griechischen Wirtschaft von 0,8 Prozent zum Vorquartal. Gleich wird man an den Satz erinnert: traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. So ist es wohl auch hier. Ein gewisses Misstrauen ist wohl angebracht. Schon legendär ist die Defizitmeldung Griechenlands nach Brüssel aus dem Jahr 2010 für 2009. Damals meldete die Regierung Papandreou ein Haushaltsdefizit von 3,7 Prozent. Nach mehreren Korrekturen stellte man später fest, dass es am Ende doch 15,4 Prozent(!) waren.
Am 21. Juli hat das Meinungsforschungsinstitut Allensbach die Ergebnisse einer Befragung von 500 Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zum Thema „Migrationspolitik“ vorgestellt (durchgeführt im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Wirtschaftsmagazins „Capital“, s. FAZ vom 22.7.2015). Ein Ergebnis sticht hervor und lässt aufhorchen: Vier von fünf deutschen Top-Entscheidern halten die Aufnahme von mehr Flüchtlingen für möglich und die Grenze der Belastbarkeit nicht erreicht. Das unterscheidet sich erheblich vom Urteil der Gesamtbevölkerung: Hier befürworten nur 31% die weitere Aufnahme von Flüchtlingen. Sollte sich also die Bevölkerung ein Vorbild an den Entscheidern nehmen? Spricht aus ihnen eine besondere Weitsicht und Großzügigkeit?
„Die feuchten Winde des Herbstes ächzen und seufzen. Nichts hat sich geändert, nur das Leben der Menschen“. Das ist ein Kurzgedicht des chinesischen Revolutionärs und Massenmörders Mao Tse-tung, dessen lyrische Begabung in einem merkwürdigen Gegensatz zu seiner menschenfressenden Brutalität steht.
In Deutschland hat ein merkwürdiger Sozialkonflikt begonnen. Es geht um das Wohnen und die steigenden Wohnkosten in vielen Städten. Der Konflikt stellt Mieter gegen Vermieter, er sät in einzelnen Stadtvierteln Misstrauen gegen jede Investition und jeden Neuankömmling, er lässt Elendsbilder von vertriebenen Mietern über die Bildschirme flimmern. Spätestens seit der Einführung der sogenannten „Mietpreisbremse“ im Juni 2015 hat die große Koalition in diesem Konflikt Partei ergriffen: gegen die Vermieter.
Warum sich Asylbewerber Smartphones leisten können, erregt das eine oder andere Gemüt. Die Antwort ist schlicht, dass alle mit einem solchen ankommen. Das hat ihnen auf dem Weg hierher geholfen und ist der einzige Draht zu den Ihren daheim. Ein Mobiltelefon haben in vielen Ländern Afrikas nicht weniger Menschen als in Europa. Bis die meisten Afrikaner ein Smartphone haben, soll noch drei bis vier Jahre dauern; heute sind es an die 20%. Auf dem Smartphone machen sich die Menschen ein Bild vom Leben anderswo - und auf den Weg dorthin, wo die Bilder attraktiv sind.
Die Deutschen laufen in der Migrationsdebatte vor sich selbst davon und die Migranten werden mit den Flüchtlingen allein gelassen






















