Bin ich auch wirklich ein Gutmensch?

Hier können Sie überprüfen, ob Ihre politische Grundhaltung auch wirklich korrekt ist und ob Sie es vielleicht sogar schaffen, in die Gruppe der allen Anderen überlegenen Gutmenschen aufgenommen zu werden. Mit diesem Test können Sie auch überprüfen, warum es gelegentlich zu Diskrepanzen kommt zwischen dem, was Sie denken, und dem, was sie dauernd lesen und hören müssen.

Teilt man die Welt in Schwarz und Weiß, ist das Bild klar: Es gibt gute und böse Menschen. Man kann auch von Gutmenschen und Reaktionären/Rechtsextremen sprechen. Für alle, die nicht wissen, in welche Kategorie sie gehören, hier der ultimative, keineswegs bierernste Gutmenschen-Test. Wer bei mehr als zwei Dritteln der Test-Aussagen mit „trifft zu“ antwortet, hat Anspruch auf den Button „politisch-korrekt“.

Hier die Test-Statements:

♦ Meine Werte und Postulate: Toleranz, Partizipation, Emanzipation, kritischer Diskurs, Gegenöffentlichkeit, Recht auf Widerstand.

♦ Bin Konservativen intellektuell und moralisch überlegen.

♦ Habe sicheren Arbeitsplatz im staatlich-politisch-gewerkschaftlichen Komplex.

♦ Markt ist Vodoo-Economics.

♦ Bin überzeugter Pazifist.

♦ Hinter jedem Krieg stecken die USA. Irgendwie.

♦ Ohne deutsche Waffenexporte gäbe es keine Kriege. Garantiert.

♦ Deutsche raus aus jeder Gefahrenzone.

♦ Deutsches Wesen: Kriege der anderen moralisch zu be- und verurteilen.

♦ Äquidistanz zu Moskau und Washington. In dubio pro Russland.

♦ Stehe voll auf Öko, Veggieday, Tempo 100. Gegen Flugverbindungen auf Strecken, die ich nicht brauche.

♦ Trenne meinen Müll. Fahre notfalls meilenweit zum Bio-Bauern.

♦ Mehr soziale Gerechtigkeit durch höhere Steuern – beginnend oberhalb des eigenen Einkommens.

♦ Unterstütze jede Forderung anderer nach Gehaltserhöhung. Zu finanzieren von Dritten.

♦ Nur mit Quoten lässt sich die Welt verändern: Frauenquote, Migrantenquote, Bioquote.

♦ Jeder Zuwanderer ist eine Bereicherung. Ausnahmslos.

♦ Die Diskriminierung von Frauen in der katholischen Kirche ist schlimmer als die Diskriminierung von Frauen durch Muslime. Viel schlimmer.

♦ Der Papst hat recht: „Diese Wirtschaft tötet“. Seine Äußerungen zur Moral? „Mega out!“

♦ TTIP? Macht unsere Filmindustrie kaputt und hilft nur Großkonzernen.

♦ Die Unterscheidung von politisch Verfolgten, Schutzsuchenden nach der Genfer Konvention und Wirtschaftsflüchtlingen ist ausländerfeindliche Haarspalterei.

♦ Bin tendenziell für ein „Bleiberecht für alle“. Sage es aber nicht explizit und äußere mich auch nicht zu finanziellen und integrationspolitischen Folgen.

♦ Fürchte um die Entwicklung von Kleinkindern in der Obhut der eigenen Eltern. Ohne zertifizierte Erzieherinnen? Geht gar nicht!

♦ Jeder/Jede/Jedes, der/die/das gegen „Ehe für alle“ ist, ist homophob und tendenziell faschistoid.

♦ Wiedervereinigungsbefürworter vor 1989 waren gefährliche „kalte Krieger“.

♦ War zu DDR-Zeiten häufig in der Toskana, aber nie hinter der Mauer. Warum auch?

♦ In der DDR war „nicht alles schlecht“. Natürlich nicht.

♦ Die Unterscheidung zwischen Rechtsstaat und Unrechtsstaat diskreditiert die Lebensleistung der Ostdeutschen.

♦ Eine Partei im Bundestag, die so weit rechts von der Mitte steht wie Die Linke links davon, wäre eine Gefahr für die Demokratie.

♦ Antifaschismus: jeden, der anderer Meinung ist, als rechts, reaktionär oder rechtsextrem zu bezeichnen.

♦ „Kampf gegen rechts“ zielt auch auf die CDU/CSU. Was denn sonst?

♦ Beim „Kampf gegen rechts“ sind Linksradikale willkommene Bündnispartner.

♦ „Gutmensch“ ist eine rechtsextremistische Verleumdung. Dass der Begriff schon seit 1859 belegt ist, interessiert mich nicht.

Sollten Sie weniger als ein Drittel der Statements negativ beantworten, haben sie von den Gutmenschen in Medien und Politik nichts Gutes zu erwarten, bestenfalls Mitleid.

Aber trösten Sie sich: Sie gehören zur großen Mehrheit.

Unterstützung
oder

Kommentare

Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Alle anderen bringen wir ungekürzt. Hinweis