Clausnitz und Köln: Ist Presseaktualität eine Frage der Ökonomie?

Der Presserat hat sich zum Buchhalter der Pressefreiheit geschrumpft. Das freiwillige Selbstkontrollorgan versagte als Selbstkritikorgan der freien Presse. Stattdessen mogelt sich der Presserat gebückt und fragwürdig aus der Kölner Affäre, die längst allgemeine Vertrauenskrise ist. Er unterschätzt , dass Glaubwürdigkeit und Vertrauen in dem Maße schwinden, wie offenkundige Fehlleistungen kaschiert und weggebügelt werden - meint Klemens Volkmann.

VON Gastautor | 22. Februar 2016
Bei Anne Will ist die Bundesregierung mal wieder in der Defensive

Wer das Bargeld zurück drängt, schwächt den Wertgehalt des Geldes: Bank und Staat entscheiden dann, ob wir und wieviel Geld wir überhaupt noch erhalten. Die Anti-Bargeld-Politik ist auch eine Folge der gescheiterten Euro-Rettungspolitik.

VON Roland Tichy | 21. Februar 2016
Blick zurück nach vorn

Merkel macht den Adenauer, Erdogan weitere Kriegsanstrengungen und Donald T. macht Burger aus heiligen Kühen. DJ Siggi Flop legt wieder seine alten Platten auf, aber ein Oldie läuft noch besser: Drah di net um, Kommissar Oettinger geht um.

VON Stephan Paetow | 21. Februar 2016
"Warum die Deutschen ihr Geld falsch anlegen – und wie sie es vermehren könnten."

Im deutschen Volk der Sparer ist auch beim Geld autoritätsgläubig. Die Allermeisten verlassen sich bei Finanzgeschäften, wenn sie denn Geld auf der hohen Kante haben, auf die etablierte Finanzindustrie aus Banken und Versicherungen und den damit verbundenen Gesellschaften. Darüber ist die Finanzintelligenz flächendeckend verkümmert.

VON Hans-Peter Canibol | 21. Februar 2016
In einer Todesanzeige:

Lange Jahre hat der „Geheimbund“ davon gelebt, dass niemand so genau wusste, was die Herren miteinander so tun und was sie noch vorhaben. Zur Modernisierung der CDU haben die damals jungen Herren einiges beigetragen. Dass kein Pakt-Bruder Kanzler geworden ist, hat auch damit zu tun, dass keiner der Parteifreunde zugunsten eines anderen zurückstecken wollte.

VON Hugo Müller-Vogg | 21. Februar 2016
WELT AM SONNTAG Nr. 8, DIE ZEIT Nr. 9, Frankfurter Allgemeine SONNTAGSZEITUNG Nr. 8

Weltkrieg, Kalter Krieg, neues und altes von der dadurch ausgelösten und befeuerten Migrationsfront und Blicke in Probleme, die wir zuhause ganz unabhängig davon längst vor uns herschoben: Drei Wochenzeitungen in der Zusammenschau - das bringt vielleicht mehr als getrennt, meinen Roland Tichy und Fritz Goergen.

VON Fritz Goergen | 21. Februar 2016
Lea Rosh übertrifft sich selbst

Ein neuer Weltrekord in Vergangenheits-Bewältigung macht uns endlich frei: Wir sind unter den Völkern der Welt wieder aufgenommen. Den Flüchtlingen sei Dank.

VON Wolfgang Herles | 21. Februar 2016
Köln gegen Clausnitz - Verbrechen werden instrumentalisiert

Handeln durch Nichthandeln: Das ist die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Der Protest dagegen radikalisiert sich ins Unerträgliche. Die politische Mitte bleibt so stimm- wie machtlos, so dass die radikalen Ränder anschwellen.

VON Anabel Schunke | 20. Februar 2016

Sandkasten Brüssel: So schnell wird aus einem überzeugten Europäer ein Nationalist - nur weil die anderen uns das Förmchen geklaut haben?

VON Henryk M. Broder | 20. Februar 2016
Die Große Depression von Politik und Öffentlichkeit

Blut, Schweiß und Tränen als Kosten einer Bereinigung der ökonomischen Lage und als Investition für künftiges Wachstum zu fordern, wagt niemand, weshalb sich die Lage nicht verbessert. Stattdessen wird eine noch stärkere Ladung Freund-Feind-Polemik in die politische Öffentlichkeit geschossen. So dreht sich die Polarisierungs- und Radikalisierungsspirale immer schneller und schneller. Von Norbert F. Tofall

VON Gastautor | 19. Februar 2016
Haben wir die Energiewende im Griff?

Ernüchterung kehrt ein, betrachtet man die erreichten Substitutionsgrade der Fossilen durch Erneuerbare für die einzelnen Anwendungsbereiche in der Vorschau der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris bis 2040. Warum, erklärt Professor Günter Pusch.

VON Gastautor | 19. Februar 2016
Helds Ausblick 4/2016

Wird der Migrationsgipfel der EU zu einer Stunde der Wahrheit? Vielleicht, denn er könnte zeigen, dass dieser Rahmen für harte Entscheidungen nicht tauglich ist.

VON Gerd Held | 19. Februar 2016
Bitte mehr Seriosität bei Wetterberichten

Man muss beim Wetter immer mit Überraschungen rechnen. Die Verfallzeit von Vorhersagen kann verdammt kurz sein. Aber es hat den Eindruck, dass sich der Wetterdienst bei der Vorhersage des Klimas in 70 Jahren wohler fühlt als bei nicht einmal 24stündigen Vorhersagen, weil man diese sofort überprüfen und kritisieren kann. So sieht es Wolfgang Thüne.

VON Gastautor | 19. Februar 2016
Eine neue Technologie für das Smartphone

Eine neue Technologie macht das Smartphone zum Sprachlabor und benutzt dabei aktuelle Nachrichtensendungen, Spielfilme und Zeichentrickserien wie Angry Birds als Übungsmaterial. Gerade für Flüchtlinge könnte das der Grundbaustein für eine schnelle und günstige Sprach- und Kulturintegration sein.

VON Anna Zweigel | 19. Februar 2016
Nothilfe als Straftat: ein füchterliches Urteil

Das uralte Recht der Notwehr oder der Nothilfe zu Gunsten eines Dritten wurde im Amtsgericht Ludwigsburg zusammengeschlagen. Ein Nothelfer, der einen schwerletzten Menschen vor einer fünfköpfigen alkoholisierten Gruppe rettete, wurde zum Täter gemacht. Vorbestraft, weil er mit seinen fünf Gegnern nicht sanft genug umgegangen wäre.

VON Bettina Röhl | 18. Februar 2016
Im knallharten Machtpoker zählen Menschenleben nichts

In dem 1942 als Massenware produzierten und zum Kult gewordenen Kriegsfilm „Casablanca“ lassen die Epstein-Brüder als Drehbuchautoren Claude Rains alias Captain Renault nach einer Schießerei im Agentenmillieu an seine Untergebenen die Order geben: „Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!“. Es steht zu befürchten, dass dieses klassische Prinzip nun einmal mehr auch in der Türkei Anwendung findet.

VON Tomas Spahn | 18. Februar 2016
Fakten sind manchmal politisch nicht korrekt

Renate Köcher von Allensbach schreibt: „Der Zustrom an Flüchtlingen ist nicht entscheidend für die wachsende Besorgnis, vergrößert sie jedoch. 79 Prozent sind überzeugt, dass mit der Zahl der Flüchtlinge auch die Kriminalität zunehmen wird.“ Die Lageübersicht des BKA zeigt: Die Bürger haben Recht.

VON Hugo Müller-Vogg | 18. Februar 2016
Wird aus Zensursula jetzt Pfuschi?

Die Medizinische Hochschule prüft die Arbeit seit dem 28. September, seit viereinhalb Monaten. Dass sie für 43 verdächtige Stellen so lange braucht, dürfte bedeuten, dass es zum Entzug des Titels kommt. Andernfalls gäbe es ja keinen Grund, die Angelegenheit noch länger in der Schwebe zu halten - oder? Meint Andreas Skrziepietz.

VON Gastautor | 18. Februar 2016