Neu sieht die Parteienlandschaft auf Bundeseben so aus: eine Volkspartei mit über 30 Prozent, eine zweite „Volkspartei“ mit mehr als 20 Prozent und vier weitere Parteien, die irgendwo zwischen 5 und 10 Prozent rangieren. Das macht die Politik komplizierter – weil es die Wähler so wollten.
Jene Parteien, die dereinst die Republik aufgebaut haben, müssen selbst wieder in die politische Mitte zurück rücken , wenn sie sich nicht selbst überflüssig machen wollen.
Spaltet sich arm und reich in Deutschland? DER SPIEGEL macht auf Sensation, aber hat keine Antwort, die dazu paßt. Ansonsten ein anregendes Heft, auch wegen der kritischen Familiengeschichte.
Einen bunten Strauß bringt FOCUS, er versucht den Gefühlssturm auszulösen: Vieles erinnert an Bunte. Ist Stilkritik das Erfolgsrezept in schweren Zeiten, worauf lassen Anzüge und Bügelfalten bei Politikern schließen?
Ein langer und spannender Wahlabend: Grüne krebsen in Mainz und Sachsen-Anhalt um die 5%-Hürde. Die AfD ist erstaunlich stark. Weil keiner mit ihr koalieren wird und ihr Stratege Gauland das auch gar nicht will, ist sie nicht in den Rechnungen für die Regierungsbildungen. Die FDP wird so vielleicht wieder Königsmacher.
Die Ergebnisse des heutigen Referendums über die nächste Kanzlerkandidatur dürfte die Qualitätsflucht weg vom politischen Journalismus verstärken. Aber jetzt staunen wir mal an diesem Abend, wer sich wie aus der Verantwortung stiehlt. Für Sie gelesen von Roland Tichy und Fritz Goergen.
Mit gegen China gerichtete Schutzzölle, einer Mauer an der mexikanischen Grenze und Einreiseverbote für Muslime wird auch ein Donald Trump die Probleme der USA nicht lösen. Aber vielleicht will er ja auch nur Präsident werden. Von Norbert F. Tofall
Crystal Meth ist eine der gefährlichsten Drogen. Sie erzeugt einen Glücksrausch und zerstört den Menschen. Mario Draghis Geldpolitik wird in vielen Kommentaren als "Droge" bezeichnet. Zu Recht?
Die Freiburger "app" weiß schon heute, wer morgen gewählt wird. Hier werden Sie nicht veräppelt, sondern ver-APP-t.
Was folgt auf die Wahlen? Merkel-Dämmerung? Oder Paradies-Vertreibung für Gabriel? „Bauer sucht Frau“ findet Flüchtlinge, Erdogan ist unser aller bester Freund und natürlich gilt die alte Regierungsregel: Kein Wochen-Spaß ohne Heiko Maas.
Von der Profession mit dem Drang zur Wahrheitsfindung, dem Anspruch, den Dingen auf den Grund zu gehen, zu informieren, mutiert Journalimus zum bloßen Erzieher der breiten Masse.
Fakten, wen stören schon Fakten, wenn das heiße Herz in die Tasten greift? Aus über 18.000 Opfern eines Tsunamis, verursacht durch ein Seebeben, werden schnell 18.000 Atom-Tote. Wenn es gegen die Kernkraftwerke geht, zeigt der Qualitätsjournalismus seine stärksten Seiten.
Demokraten müssen nicht beglückt oder behütet oder bevormundet werden. Aber sie brauchen zum Beispiel ein Parlament, das diese Bezeichnung verdient. Insofern ist Steuerfrau Merkel nicht die Ursache, sondern das Symptom der Krise unserer Demokratie.
Seit Jahrzehnten war kein Wahlsonntag so spannend wie dieser. Danach müssen wir uns entweder ein paar Illusionen abschminken oder können im Gegenteil sagen, jetzt sind die Dinge so sehr in Bewegung, dass endlich wieder Politik gemacht werden kann.
Fünf Jahre Abstand sollten auch in Deutschland genügen, die richtigen Lehren aus dem Störfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi zu ziehen. Der Atomausstieg war nicht nur unbegründet, sondern auch falsch, weil rings um uns die Welt in ein neues nukleares Zeitalter eintritt.
Gerade vereinbarte man noch, dass Europa seine Außengrenzen schützen sollte. Nun soll es eine fremde Macht tun – wenn es nach dem Türkei-Deal der Bundeskanzlerin geht.
Die EU hat Griechenland nicht im Euro-Raum gehalten, um auch noch hinzunehmen, dass der Sozialist Tsipras es nicht einmal hinkriegt, eine vergleichsweise kleine Zahl von Migranten menschenwürdig unterzubringen und zu versorgen - und zwar schnell.
Bei Maybrit Illner wurde dieses Mal die nicht so schöne Wirklichkeit komplett ausgeblendet. Die war quasi eine Fata Morgana. Nur Helden der Hilfe, Prediger des „Wir schaffen das“ durften auf Illners Traumschiff. Ach, wie kann die Welt so schön sein, selbst wenn ein blinder und ein halbblinder Passagier an Bord sind.
Flexibilität muss Trumpf werden statt Abspulen des Redaktions-Laufzettels, wenn TalkTV sein Format wert sein soll.
Das Spiel der Zentralbanken mit viel Geld wird über kurz oder lang zum Endspiel mit Schulden. Das ist die logische Konsequenz aus den EZB-Beschlüssen vom Donnerstag.
































