Energiewende statt Industrie

Entweder führt die Energiewende zur Deindustrialisierung Deutschlands oder zu immer weiter steigenden Energiekosten für die privaten Haushalte. Vielleicht treten auch beide Entwicklungen ein. Das ist kein "Fehler" der Politik. Wer die Energiewende will, muss wissen: Anders ist sie nicht zu haben.

VON Peter Heller | 2. März 2016
Nachruf auf Enoch zu Guttenberg

Enoch zu Guttenberg ist tot. Er war nicht nur ein weltbekannter Musiker. Er war ein Umweltschützer aus tiefer Liebe zur Natur. So zog er über die Versammlungsorte der deutschen Mittelgebirge, um gegen den "Windwahn" zu kämpfen und half, eine neue, alte Öko-Bewegung gegen die etablierten wie korrumpierten Verbände aufzubauen. Statt eines Nachrufs wiederholen wir eine Reportage über diesen Kampf gegen die allgegenwärtige Zerstörung.

VON Roland Tichy | 2. März 2016
Langweiliger als in den Talkshows weil angenehm sachlich

Der Kommentar einer Zuschauerin brachte es auf den Nenner: mit dem Verstand für Klöckner, mit dem Herzen für Dreyer. Der Kommentar von Alt-Ministerpräsident Bernhard Vogel unterlegt das auf einer anderen Ebene: Klöckner spricht über die Zukunft, Dreyer über die Gegenwart. Dieses TV-Duell endete unentschieden - spätestens nachdem die Medien das heute behaupten.

VON Fritz Goergen | 2. März 2016
Parteinahme statt Journalimus

Mehr als offensichtlich wurden in einer ZEIT-Studie nicht Hypothesen objektiv geprüft, sondern gezielt untermauert. Das ist, was die Studienleiterin Jutta Allmendinger betrifft, unwissenschaftlich, und, was die ZEIT betriff, unseriös. Was unsere Kultur betrifft, desaströs. Der bürgerliche Wert der Wahrhaftigkeit ist in Auflösung begriffen.

VON Gerd Maas | 1. März 2016
Merkel als nationaler Mediator macht Opposition obsolet

Der 13. März wird insofern eine Zäsur, als wir danach genauer einschätzen können, wie es um die Verfasstheit der schweigenden Mehrheit steht. Am 4. September haben die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern ihr Kreuz mit dem Kreuz. Am 11. September stimmt Niedersachsen über seine Kommunen ab. In Berlin sind das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen am 18. September dran.

VON Fritz Goergen | 1. März 2016
Nieder mit den Sachsen!

Die herrschende Meinung der deutschen politischen Klasse ist inzwischen eindeutig: Deutschland gibt’s eigentlich gar nicht. Nur „die Sachsen“, die gibt es und die sind böse.

VON Bettina Röhl | 1. März 2016
Der Bundeswahltrend zum März-Beginn

Ziehen AfD und FDP in den Bundestag ein, bleibt faktisch nur noch die Fortsetzung der Großen Koalition, was die SPD in die Lage versetzt, der Union weitgehend ihre Inhalte zu diktieren oder Neuwahlen in Kauf zu nehmen. Überspitzt formuliert: AfD-Wahlerfolge bewirken auf mittlere Sicht, dass die Politik der Republik inhaltlich weiter nach links gerückt wird.

VON Tomas Spahn | 1. März 2016
Die semantische Tonleiter des Unpolitischen

Worin liegt der Erfolg von Marken? In der Unsicherheit der Konsumenten. Weil sie sich selbst das Urteil über die Qualität eines Produktes nicht zutrauen, orientieren sie sich am Ruf von Marken. Auch in der Politik.

VON Fritz Goergen | 29. Februar 2016
Bald riecht es strenger in Deutschland

Schon wieder ein nachhaltiges Programm - Berlin macht Ernst mit "Nudging". Wir sollen da hin geführt werden, wo die Zukunft zu Hause ist. Was, wenn wir nicht wollen? Wenn doch jeder seines Glückes Schmied bleiben will?

VON Frank Schäffler | 29. Februar 2016
DAS SPIEL MIT DEN SOGENANNTEN ALTERNATIVLOSEN AKTIEN

Zinsen unter null Prozent, Dividendenrenditen der Aktien dick im Plus, da scheint es keine andere Wahl zu geben, als auf Aktien zu setzen. Doch das ist tückisch und kann mit hohen Verlusten enden.

VON Manfred Gburek | 29. Februar 2016
Deutschland gespalten, in Europa isoliert – wann steuern Sie um, Frau Merkel?

Umsteuern? Das setzt voraus, dass die Kanzlerin erkennt, dass sie sich geirrt hat. Aber Angela Merkel hat nicht den geringen Selbstzweifel, nicht mal den eines deutschen Gebrauchsphilosophen: Einmal dachte ich, ich hätte mich geirrt, aber da hatte ich mich getäuscht.

VON Stephan Paetow | 29. Februar 2016
Unangepasst zum Erfolg

Lange nicht mehr gelesen - aber der Focus hätte es verdient, sich wieder mehr am Kiosk durchzusetzen: Politischer, bestimmter und breiter in der Analyse, statt die weinerliche Nabelschau sonstiger Wochenblätter zu wiederholen.

VON Sofia Taxidis | 28. Februar 2016
WELT AM SONNTAG Nr. 9, DIE ZEIT Nr. 10, Frankfurter Allgemeine SONNTAGSZEITUNG Nr. 9

Was zum wiederholten mal ins Auge sticht: Stefan Austs Blatt ist an den Themen der Zeit dran, ZEIT und FAS auf Nebenkriegsschauplätzen. Der Auftritt passt zum Inhalt. Finden Roland Tichy und Fritz Goergen.

VON Fritz Goergen | 28. Februar 2016
Sind wir jetzt dran - aber wie?

"Diejenigen, die schon lange hier leben" - der NewSpeak der Bundesregierung hat endlich einen neuen Begriff gefunden. "Wir sind das Volk" ist ja auch kontaminiert und löst längst überholte Vorstellungen von Oben und Unten aus. Bei Anne Will verkündet dagegen die Kanzler stur ein Weiter-So.

VON Roland Tichy | 28. Februar 2016
Blick zurück nach vorn

Da soll noch einer mitkommen! Nun sind auch die Antifas gegen Asylunterkünfte!? Die Berliner Leidkultur „arm aber sexy“ breitet sich langsam aus, beim Bierstreit halten wir uns raus, und Heiko Maas schafft’s wie einst Rudolf Scharping als Loverboy in die „Bunte“. Noch nicht in diesem Theater: Die Schweizer Volksabstimmung zur automatischen Ausweisung.

VON Stephan Paetow | 28. Februar 2016
Es ist still geworden im Land

Noch vor wenigen Monaten hätte ich nicht im Traum daran gedacht, Themen von gesellschaftspolitischer Relevanz bewusst nicht in einem persönlichen Rahmen anzusprechen, denn dafür diskutiere ich zu gerne und begegne zu vielen Leuten, die eine Diskussion zu bereichern wissen. Mittlerweile ist etwas anders geworden. Sobald alle Anwesenden wissen oder auch nur ahnen, dass bei einer Diskussion unterschiedliche Meinungen im Raum stehen, zieht sich die gesamte Runde auf eine ungeschriebene Übereinkunft zurück, das Thema Flüchtlinge nicht zur Sprache zu bringen.

VON | 28. Februar 2016
Tiefpunkt der politischen Auseinanderstzung

Nicht „Überfremdung“ von außen, sondern innere „Entfremdung“ von der eigenen Gesellschaft ist das Problem. Darin sind sich „Wessis“ und „Ossis“ ähnlicher, als sie denken. Erkennen wir das nicht und beginnen nicht, Befürchtungen und Ängste ernst zu nehmen, sondern weiterhin den Mund verbieten und gegeneinander aufzuhetzen, schreiten Selbstentfremdung und Entzweiung weiter fort. Warnt Matthias Heitmann.

VON Gastautor | 27. Februar 2016