Ob man die AfD für eine willkommene Alternative oder eine rechtsradikale Gefahr hält: Ihr Aufstieg zeigt, die pluralistische Demokratie funktioniert. Die AfD beklagt den Niedergang des Systems, das sie hervorbringt.
Rektor Kirbs der Universität Merseburg hatte sich scharf von dem Professor distanziert und juristische Schritte angedroht, weil dieser bei einer Eröffnungsfeier des Frauenhofer Instituts in Halle die Festrede Angela Merkels mit seiner Kritik an deren Einwanderungspolitik unterbrochen hatte. Nach anschwellendem Protest rudern die Politik und die Uni Merseburg schon wieder zurück. Ein hässlicher Nachgeschmack bleibt. Demokratie geht anders.
Alle kennen die Geschichte von David und Goliath. Die Sympathien sind bei David. Kreischende, fauchende Furien wie Augstein und Stegner sind die wirkungsvollsten Wahlhelfer der AfD.
Muslimverbände und Bundesregierung sagen, Vorkommnisse wie Köln hätten nichts mit dem Islam zu tun, weil Muslime keinen Alkohol tränken und ihnen streng verboten sei, Frauen zu belästigen. Dahinter steht das normative Konzept, die Religion bei Fehlverhalten ihrer Mitglieder zu exkulpieren: Dies seien dann keine Muslime. Durch ihr Verhalten hätten sie sich als Muslime disqualifiziert. Der Islam bleibe unberührt. Analysiert Barbara Köster.
Die deutsche Krankheit könnte man als manisch-depressiv bezeichnen: Mal sind wir himmelhoch-jauchzend („Wir sind Papst“, „Wir sind Weltmeister“), mal haben wir Versagensängste und trauen uns selbst nicht mehr über den Weg.
Schränken Regierung und Notenbank die Vertragsfreiheit immer weiter ein, treiben sie das einst freie Land mit jedem weiteren Schritt in eine gelenkten Wirtschaft und den Überwachungsstaat.
Ali Ertan Toprak ist Deutsch-Kurde und politischer Berater in Hamburg. In seinem Gastbetrag liest er all jenen die Leviten, die sich anmaßen, sich als Gouvernanten „nicht-weißer“ Deutscher und in Deutschland lebender Ausländer aufspielen zu wollen.
Merkels erschütternde Bestlaune inmitten des von ihr verursachten Einwanderungsdesasters ist grotesk. Statt dass Merkel sich Sorgen um das Land macht, scheint sich das Land immer mehr Sorgen um Merkel zu machen. Das allerdings ist noch abwegiger.
Wie werden Lehrer erklären, warum Millionen Europäer in vergangenen Jahrhunderten nach Amerika und Australien auswanderten, dort also Einwanderer waren, während der weitaus größere Teil der Millionen, die heute aus den gleichen Gründen nach Europa wollen, Flüchtlinge sind?
Bislang hat sie kaum Mandate, aber die AfD ist wie ein großer rosa Elefant im Raum: Vieles darf nicht getan, gedacht oder gesprochen werden, weil es der AfD hülfe. Doch Verbote machen die Frucht erst richtig begehrenswert.
Eine hilflose CDU, der der Glauben an die große Wagenlenkerin abhanden gekommen ist, eine mit allen Flügeln hilflos schlagende SPD und eine FDP, die mit dem rechten Flügel schlägt: Das Thema Neuwahlen ist bei Hart aber Fair auf dem Tisch.
US-Diplomat J.D. Bindenagel erklärt seinen Landsleuten Merkels Fehler: zwischen denjenigen nicht sauber zu unterscheiden, die aus politischen, religiösen und anderen Gründen verfolgt werden und denen daher Asyl nach Verfassungsrecht zusteht, und jenen, die sich aus anderen Gründen aufmachen.
"Parteienverdruss und Staatsgläubigkeit - Zwei Seiten einer Medaille?“ Diese Frage hat die Mainzer Landesmutter jetzt mit Ja beantwortet. Wenn Parteien sich den Staat einschließlich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zur Beute machen, bestätigen sie die schlimmsten Vorurteile gegen Politik, Politiker und Parteien.
Wie Gewalt gegen Frauen mit Cartoons verhindert werden soll, darüber staunt die Welt.
Verluste sind das Geld der Anderen, aber Gewinne aus der Euro-Manipulation sollten in die eigene Tasche fließen und dazwischen zieht Georg Soros die Strippen: Zunehmend verschiebt sich das Gewicht in Davos wieder hin zur Finanzelite.
In diesen Tagen gab Österreich eine Obergrenze bekannt. Wie bei anderen Nachbarn auch wird lange vor der deutschen Grenze zunehmend gefiltert, wer nicht reinkommt. Die Folge: Rückstaus und weitere Verschärfungen. Glauben Sie nicht, dass das ohne Merkelwort geschieht.
Wie geht das neue deutsche Mantra? Ein Häuflein flüchtlingskrisenverwirrter Politiker trägt es bei Anne Will vor: „Die Fluchtursachen müssen beseitigt werden!“ Die Flucht aus der Realität und eine Rechnung zu Lasten der Wirtschaft - selbst aufgemacht.
Vor dem Hintergrund immer katastrophalerer Folgen ihrer Politik stellt sich die Frage: Was treibt Angela Merkel an? Es ist die verzweifelte Sinnsuche, die Fehler erklären will, um sich die eigentliche Katastrophe nicht eingestehen zu müssen.
Gewissheiten lösen sich auf, das staatliche Gewaltmonopol wackelt. Für unsere Machthaber ist die Herausforderung der neuen, aber historisch "normalen" Unordnung schlicht zu groß. Offen gelegt durch die historische Dimension der Migrationskrise erweisen sich alle Kaiser als nackt.
In der Steigerung der Höflichkeit von Männern Frauen gegenüber scheint die Lösung zu liegen, nicht in ihrer Vermeidung.


































