Maybrit Illner konnte ihre Gäste nicht gegeneinander aufbringen oder zum AfD-Bashing rufen. Wie auch, wenn Oskar Lafontaine sagt, er sei lieber Populist als Langweiler.
Der Kultur schaffende Scherzkeks, Bildungsbürger Böhmermann, der jammernde Jan, taucht wieder aus der selbst gewählten TV-Versenkung auf. Insgesamt wie erwartet schrecklich, allerdings gelang der Redaktion ein hübscher Coup.
Was ist los mit Merkels schärfstem Fallbeil Volker Kauder? Riecht er nicht den Brandgeruch der Revolution in der Union? Achim Winter und Roland Tichy fordern: Die CDU muss wieder CDU sein und nicht diskutieren! So geht das nicht weiter. EDEKA!
Twitter ist ein Kurznachrichtendienst mit 140 Anschlägen. Zu wenig? Mehr braucht kein Mensch, um die Welt auf den Kopf zu stellen.
Die Visa-Freiheit ist ein Pfund, mit dem Erdogan beim Referendum über das Präsidialsystem wuchern will. Um dieses Junktim weiß natürlich die Kanzlerin und wird auf Rabatt gepolt sein, wie man sie kennt. Und was, wenn der Deal Erdogan & Merkel trotzdem platzt, wonach es aussieht?
Statt der schleichenden Gleichstellung von Islamverbänden und Kirchen: 2019 ist ein gutes Zieldatum für die tatsächliche Trennung von Kirche und Staat 100 Jahre nach der Abschaffung der Staatskirche in der Weimarer Reichsverfassung von 1919.
Die europäische Einigung ist mehr als Umverteilung von Norden nach Süden oder Subventionen für die Landwirtschaft. Sie ist ein Friedensprojekt, das durch Kooperation entsteht. Doch dieses Friedensprojekt ist akut in Gefahr, weil es an Ideen fehlt, wie es weitergehen soll.
Die Geschichte der Mobilität, von Pferd und Segelschiff bis zu Eisenbahn, Auto oder Flugzeug ist auch die Geschichte der Verkürzung zeitlicher Distanzen. Mit dem Raketenflugzeug steht die zwangsläufige Fortsetzung dieser Entwicklung bevor, wie der dritte Teil unserer Serie zur Zukunft der Mobilität beschreibt.
Wir müssen aufhören, all die Vordenker, Anstoßer und Aufschreier ernst zu nehmen. Wir müssen wieder auf solche Frauen und Männer hören, die die Dinge zu Ende denken. Meint Dushan Wegner.
Warum es unrealistisch ist, von neuen Parteien auf spätestens mittlere Sicht etwas anderes zu erwarten als von den alten. Die Verbeamtung der Politik und das Parteienrecht schalten Parteien als Träger politischer Erneuerung praktisch aus.
45 % der Wahlberechtigten und 49 % der Unionsanhänger fänden es gut, wenn die CSU 2017 auch außerhalb Bayerns anträte. Warum also sollten sie es nicht tun? Liegen die Vorteile nicht auf der Hand? Hugo Müller-Vogg spielt die Varianten durch.
Über den Thesenanschlag einer versuchten neuen sozialistischen Internationale, der sich zwischen jämmerlicher Resignation und Aufruf zur progressiven Revolution nicht so recht zu entscheiden weiß.
"Als Abgeordneter des Deutschen Bundestages erachte ich es als meine Pflicht, keine Steuergelder in ein Fass ohne Boden zu kippen." Klaus-Peter Willsch fordert ein Ende der Hilfspakete für Griechenland und das Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone.
Argumentieren, Ignorieren, Löschen, Strafanzeige: Das sind die Eskalationsstufen bei Hass-Kommentaren. Was keinesfalls geht, ist eine staatlich initiierte und geförderte, privat exekutierte und willkürlich handelnde Zensurindustrie.
Dieses Urteil kann zum Sturm werden: In Bayern muss der Abstand eines Windrades zur nächsten Siedlung mindestens das Zehnfache seiner Höhe betragen.
Wer zeigen will, dass Politik zum Jobmarkt für Politiker degeneriert, muss genau so handeln wie Österreichs Ex-Kanzler Faymann und seine Sorte Funktionäre. Ein Vorbild für Berlin?
Die neuerdings überall propagierte Inklusion gilt nur für eigene Vorstellungen, rechtspopuläre Denkweisen werden abgewertet. Von der Willkommenskultur zur Verständniskultur - auch des politischen Gegners? Nein! Niemals! Eine wütende Polemik Klaus-Jürgen Gadamer aus der Ferne.
Sadiq Khan hat nicht wegen seiner Mitgliedschaft bei Labour gewonnen, sondern trotzdem - und zwar mit den realen kommunalpolitischen Themen Londons: Wohnungsbau, Infrastruktur, Bildung, Jobs und öffentliche Sicherheit. Ein ganz normales Märchen.
Ein Kanzlerkandidat Martin Schulz triebe der AfD bei den Bundestagswahlen noch mehr frühere SPD-Wähler in die Arme. Olaf Scholz könnte aus der Asche der SPD an einem gemäßigt roten Phoenix der linken Mitte arbeiten. Vom österreichischen Kanzler Faymann, SPÖ, hieß es auch noch gestern, er bleibt, heute ist er zurückgetreten.
Rückt die CDU nach Rechts? Das kann sie gar nicht mehr, weil sie dann die Merkel-Jahre ausradieren müsste. Die Regierten reagieren mit aggressivem Misstrauen auf eine Regierung des Tarnens und Täuschens.



























