Dänemark schafft Münzen und Scheine als gesetzliches Zahlungsmittel weitgehend ab. Folgt Deutschland?

Nun hat das Thema auch die FAZ erreicht: "Wirtschaftsweise streiten über das Bargeld, steht heute da. Zuvor hatte Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Lage Am Freitag  im SPIEGEL die Abschaffung gefordert - unpraktisch sei Geld; Kriminalität könnte besser bekämpft und endlich die Negativ-Zins-Politik strikt durchgesetzt werden. Das sind alles Argumente gegen das Geld, die Sie hier längst lesen konnten. Lars Feld kontert jetzt in der FAZ mit ebenfalls bekannten Argumenten - nämlich dass wir dann alle das sind, was sich der Staat wünscht: Gläserne, kontrollierbare, beherrschbare Bürger.

Wir wiederholen daher unsere Analyse und die Einladung zu einer Tagung über die Zukunft des Geldes an diesem Donnerstag.

VON Roland Tichy | 12. Mai 2015
Bettina Röhl direkt übe die Folgen des Wahldesasters für Rot-Grün im maroden Bremen

Nach dem rot-grünen Desaster in Bremen sind jetzt die geduckten konservativen Kräfte, vorallem in der Union und in der noch nicht revitalisierten FDP, aufgefordert sich zu emanzipieren. Die Mehrheit der Nichtwähler wieder für demokratische Teilhabe zu gewinnen, ist ein Gebot der Demokratie.

VON Bettina Röhl | 12. Mai 2015
Dokumentation

Bernd Lucke beschuldigt Konrad Adam, er habe "der Bild-Zeitung mitgeteilt, es gebe handfeste Indizien dafür, dass ich mich entschlossen habe, die AfD zu verlassen." Damit erreicht der Richtungsstreit in der AfD einen wohl nicht mehr zu überbietenden Höhepunkt. Gleichzeitig wird aber auch bemerkenswert transparent, worum es in diesem Konflikt geht. Adam, sagt Lucke, kämpfe "mit falschen Freunden an der falschen Front".

VON Fritz Goergen | 11. Mai 2015
Sind die Streiks Auslöser einer neuen Inflationswelle?

Es klunckert wieder. Aber wer erinnert sich noch an Heinz Kluncker? Dabei war er ein so mächtiger Mann, dass viele in ihm sogar den Mann sahen, der Bundeskanzler Willy Brandt stürzte.

VON Roland Tichy | 11. Mai 2015
Gähnende Langeweile, inhaltslose Endlosschleifen

Wenn eine Informationssendung keine oder zu wenig Informationen hat, muss sie ausfallen. Diese simple Erkenntnis geht ARD und ZDF seit langem bei dem Format SPEZIAL ab, gestern aber auch und besonders in der Berichterstattung über die Wahlen in Bremen und Bremerhaven.

VON Fritz Goergen | 11. Mai 2015
GBUREKS GELDWOCHE: DIESMAL ÜBER DEN BEGINN DER ZINSWENDE

Nicht mal mehr auf Bundesanleihen kann man sich verlassen. Und wie steht es um Sachwerte? Bisher ganz gut, aber das kann sich bald ändern.
Peng! In der vergangenen Woche mussten Anleger, die 30-jährige Bundesanleihen in ihrem Depot halten, deren Absturz um 20 Prozent in nur drei Tagen miterleben.

VON Manfred Gburek | 11. Mai 2015
FDP und AfD im Parlament - was wäre da im Bundestag los...

Eine Wahlbeteiligung von nur noch 50 Prozent - der Frust ist groß über die Politik. Zwar versuchen jetzt die etablierten Parteien, dem faulen Bürger die Verantwortung für seine mangelnde Demokratie-Begeisterung in die Schuhe zu schieben. Aber vielleicht muss der Wurm dem Fisch schmecken, und nicht dem Angler?  Das Ergebnis hat ja auch ein paar Signale für Deutschland:

VON Roland Tichy | 11. Mai 2015
Es ist mehr als nur noch ein Verbreitungsweg - es ändert die Konsumenten.

Manchmal stelle ich mir vor, dass viele meiner durchaus geschätzten Journalistenkollegen sich am Sonntag Abend hinknien und beten: „Lieber Gott, lass morgen wieder einen Montag werden und zwar so einen, an dem das Internet verschwunden ist“
Leider erhört der liebe Gott ja solche Wünsche so selten, und deshalb wird das Internet bleiben und die Krise der Medien sich weiter verschlimmern. Denn wer still betet, der handelt nicht. Und so  wird ein weiterer grausiger Internet-Montag heraufzuziehen, der auch ein Montag der verpassten Chancen ist. Zum 10-jährigen Jubiläum der Huffington Post eine Analyse gängiger Irrtümer.

VON Roland Tichy | 10. Mai 2015
Cameron vor riesigen Hürden, aber Merkel und Hollande auch

Auf den wahrscheinlich weiter amtierenden britischen Premier warten drei Bewährungsproben, von denen jede einzelne schwierig genug für eine Regierungsperiode wäre. Er muss die Bedingungen der EU-Mitgliedschaft neu verhandeln und das Ergebnis Ende 2017 zur Volksabstimmung vorlegen. Den Schotten muss er viel Autonomie geben, wenn sie das Vereinigte Königreich nicht verlassen sollen. Und das staatliche Gesundheitssystem braucht eine Totalreform.

VON Fritz Goergen | 8. Mai 2015
Schäfflers Freisinn

Vor fünf Jahren, am 7. Mai 2010, beschloss der Deutsche Bundestag das erste Griechenland-Paket. Schon damals hieß es, Griechenland habe nicht einmal ein Grundbuch. Fünf Jahre später haben sie immer noch keins. Und auch im Jahr 2020 wird es in Griechenland immer noch kein solches geben. Der Termin sei nicht mehr zu halten, hieß es kürzlich, da eine Finanzierungslücke zur Vollendung von derzeit 220 Mio. Euro bestünde.

VON Frank Schäffler | 8. Mai 2015
Ausgerechnet die FDP bezieht sich auf die undemokratische, intolerante und gewalttätige „APO“

Man reibt sich schon ein wenig die Augen, wenn man FDP-Chef Christian Lindner geradezu davon schwärmen hört, dass seine FDP nicht mehr im Bundestag ist. Zitat Nr. 1: „Der Rauswurf aus dem Bundestag hat der FDP gut getan“. (Huffington Post). Zitat Nr. 2: „APO hat auch Vorteile. Wir sind so unabhängig wie niemals zuvor in unserer Geschichte.“ (Cicero).

VON Hugo Müller-Vogg | 7. Mai 2015
Eine Tagung von Datenschutz und Verbraucherschutz zu diesem brisanten Thema

Im letzten Jahr schlug der bekannte amerikanische Ökonom Kenneth Rogoff die Abschaffung des Bargeldes vor und pries die Vorteile einer bargeldlosen Wirtschaft an. Bargeld, so Rogoff, würde die Kriminalität begünstigen. Jetzt beschäftigen sich der Datenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz und Verbraucherschützer mit diesem Thema; ich darf dazu den Eingangsvortrag halten. Mitdiskutieren wird u.a. Eveline Lemke, stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Ministerin für Wirtschaft. Auch Sie sind dazu eingeladen.

VON Roland Tichy | 7. Mai 2015
Davon spricht kaum jemand …

In dieser Woche wird das britische Unterhaus gewählt. Kenner sagen, dass die Tories Schottland und Wales bereits aufgegeben haben. Nach der Wahl könnte es sich sowohl bei Labour wie bei Tories nicht mehr um britische, sondern nur noch englische Parteien handeln. Da scheint möglich, was das britische Mehrheitswahlrecht mit kurzen Unterbrechungen ausschloss, eine Koalitionsregierung: diesmal eine von Tories und Labour, eine wie in Berlin - nicht mehr ganz so - große Koalition.

VON Fritz Goergen | 6. Mai 2015
Der Wind weht dem GDL-Boss ins Gesicht. das ist gut so.

Der Bahnstreik der GDL ist schon längst ein Streik pervers: Längst geht es nicht mehr um höhere Löhne. Im Gegenteil. GDL-Oligarch Weselsky erklärte mit erfrischender Frechheit, dass die Bahn doch tatsächlich die Lokführer mit Geld zuschütten wolle. Aha. Klar. Es geht ihm nicht um Geld. Es geht ihm darum, auch für Rangierlokführer und Bistro-Kassierer im Zug Tarifverträge abschließen zu wollen. Zu wollen. Denn wieviele Betroffene dahinter stehen - das verrät er nicht. Es geht ihm ums Prinzip.

VON Roland Tichy | 5. Mai 2015

Sigmar Gabriel auf "Distanz" zu Merkel. Hochverrat und organisierte Wirtschafts-und Industriespionage durch den BND? Linkspartei, Grüne und einige Medien stoßen schrille Töne an. Noch beherrscht eine hysterische Skandalisierung ohne ein klares Bild das Geschehen.
Wer braucht eigentlich einen Geheimdienst? Diktaturen, die zumeist über aufgedunsene Geheimdienstapparate und Geheimdienstapparate, die Geheimdienstapparate ausspähen, verfügen, brauchen eigentlich keine Geheimdienste. Diktaturen sind per se omnipotente Allesbeherrscher und Alleswisser bezüglich des gesellschaftlichen Geschehens in ihrem Inneren. Aber selbst "gefestigte" Diktaturen vertrauen Niemandem. Im Gegenteil, sie haben einen Hang zu paranoidem Misstrauen.

VON Bettina Röhl | 5. Mai 2015
Gastbeitrag von Gerd Held: Mehrheitsbildung zählt nicht mehr, der Citoyen wird zum Depp

Ende August 2014 machte das Kanzleramt mit einer Stellenausschreibung Schlagzeilen: Gesucht wurden Psychologen, Anthropologen und Verhaltensökonomen. Dabei ging es nicht um irgendein Projekt, sondern um Stellen in Stab „Politische Planung“. Es geht also durchaus um das, was man die „Richtlinien der Politik“ nennt, deren Bestimmung die Aufgabe des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin ist. Vielleicht ist sogar mehr im Spiel – eine schleichende Umdefinition dessen, was unter Politik überhaupt zu verstehen ist.

VON Gerd Held | 5. Mai 2015
Das Angebot an alternativen Verkehrssystemen kommt erst noch - und zwar schnell

Nicht alles ist schwarz - auch morgen früh geht die Sonne wieder auf. Wenn man sich dieser bahnbrechenden Erkenntnis hingibt, verlieren viele Dinge ihre Schrecken. Auch der Bahnstreik. Es gibt viele alternative Verkehrsmöglichkeiten; was man auf Fernstrecken dem Kranich der Lufthansa opfert, spart man auf mittleren Strecken mit dem preiswerten und erstaunlich flotten Bus wieder ein. Das Streikgetöse steht in einem merkwürdigen Widerspruch zur technischen Entwicklung.

VON Roland Tichy | 4. Mai 2015
GBUREKS GELDWOCHE: DIESMAL ÜBER INTERVENTIONEN AM GOLDMARKT

Der Goldpreis hat seit jeher Signalwirkung: Er zeigt früh genug an, dass mit der internationalen Schuldenwirtschaft etwas nicht stimmt. Also versucht man ihn zu manipulieren. Das kann aber immer nur vorübergehend funktionieren.
Wer die Entwicklung des Goldpreises näher verfolgt, kommt seit einigen Tagen nicht mehr aus dem Staunen heraus: Da beginnt am Nachmittag unserer Zeit der Goldhandel am New Yorker Terminmarkt Comex, und prompt fällt der Preis wie vom Blitz getroffen. Aber was heisst schon seit einigen Tagen?

VON Manfred Gburek | 4. Mai 2015
Deutschland hat eines der freiesten Mediensysteme - warum wirkt es so gleichgeschaltet?

Süß, nun haben wir also den Tag der Pressefreiheit. Nicht, dass mir das nicht gefiele. Aber er wird doch sehr gestrig gefeiert. Schauen wir uns einmal an, was da passiert an so einem Tag: Wer begrenzt denn Journalisten? Was sind die größten Gefahren für die Pressefreiheit? Wie ist es um Meinungsfreiheit bestellt in Deutschland? Wie geht das Spiel weiter?

Sieben sehr persönliche Thesen zu meinem Lieblingsberuf.

VON Roland Tichy | 3. Mai 2015