Zorniger Trump erkennt eigene Schwäche: Er wird die Islamisten in Teheran nicht besiegen

Donald Trump hat sich verkalkuliert: Irans Mullahs und Revolutionsgarden folgen keiner westlichen Vernunftlogik. Sie fürchten amerikanisch-israelische Schläge – doch besiegen ließen sie sich wohl nur in einem Krieg, den der Westen nicht führen will.

picture alliance / NurPhoto | Jakub Porzycki

US-Präsident Donald Trump hasst Niederlagen. Wann immer er kann, versucht er, selbst politische Schlappen irgendwie als Erfolg umzudeuten. Beim Krieg gegen Iran wird ihm das kaum gelingen. Er hat erkannt, dass es für einen Sieg gegen die islamistischen Gotteskrieger so gut wie keine Chance gibt.

Entsprechend zornig und selbst für seine Verhältnisse hoch emotional und hasserfüllt zog Trump am Mittwoch zum Ende des NATO-Gipfels in Ankara über die Machthaber in Teheran her: „Das ist Abschaum … Sie sind kranke Menschen. Sie werden von kranken Menschen angeführt. Und sie sind bösartige, gewalttätige Menschen. Und wenn sie eine Atomwaffe hätten, würden sie sie einsetzen.“

Aber schließlich gestand er indirekt seine eigene Schwäche ein: „Alles, was ich angepackt habe, war erfolgreich, und wenn ich mit solchen Typen zu tun habe, denke ich nur: ‚Die sind von einer anderen Schule.‘ Das sind Lügner, Betrüger, kranke Menschen … Mit denen stimmt was nicht. Die sind doch verrückt!“

Obwohl der 80 Jahre alte Republikaner außenpolitisch schon lange sehr viel nüchterner und pragmatischer agiert als die meisten europäischen Regierungschefs, muss auch Trump nun bittere Lektionen in Sachen Realität in der Welt schlucken. Weder in Iran noch in der Ukraine reichen beste Absichten, gute Argumente oder die politischen und militärischen Druckmittel der Supermacht USA aus, um Frieden, westliche Interessen und Werte durchzusetzen.

Ähnliche Mentalität von Islamisten und Nazis

Vergleiche mit dem Nationalsozialismus sind meist sehr problematisch, aber im Fall Irans scheinen sie zum Verständnis durchaus hilfreich. Gleich in drei Aspekten versteht man die Ausgangslage in dem schiitischen Gottesstaat am besten, wenn man sie mit der Nazi-Diktatur in Deutschland vergleicht.

Adolf Hitler und seiner fanatischen Führungsriege waren die Leiden aller Menschen völlig gleichgültig. Selbst das stets beschworene „deutsche Volk“, in dessen Namen der Nationalsozialist seine Menschheitsverbrechen begang, war Hitler bereit, für seine Wahnideen zu opfern. Anstatt angesichts der militärischen Lage zu kapitulieren, wurde der „totale Krieg“ – und damit der Tod weiterer Millionen Menschen – beschlossen.

Die Ayatollahs in Iran haben schon im Krieg gegen den Irak (1980–1988) sowie bei zahlreichen Aufständen der eigenen Bevölkerung sowie in ihren gefürchteten Foltergefängnissen ihre menschenverachtende, mörderische Gesinnung demonstriert. Erst im Januar wurden Tausende friedlicher Demonstranten in den iranischen Städten erschossen und totgeschlagen, Schätzungen sprechen von mehr als 30.000 Toten.

Irans Islamisten sind eine Gefahr für die ganze Welt

Das Vorgehen gegen die Feinde der schiitischen Diktatur, die unmenschliche Anwendung der Scharia-Gesetze sowie die aggressiven, weltpolitischen Ambitionen der iranischen Machthaber belegen sowohl den totalitären Charakter des Regimes als auch die Tatsache, dass sie eine Gefahr für die übrige Welt bedeuten. Der Hass auf die Dekadenz westlicher Demokratien verbindet Islamisten mit den Nazis.

Aber auch ein drittes, sehr wesentliches Element legt den Vergleich zwischen der deutschen Nazi-Diktatur und dem islamischen Gottesstaat nahe. Beide Regime hatten die Unterstützung weiter Teile der Bevölkerung, die willig und oft begeistert den wahnhaften Ideologien ihrer Führer folgten.

Besonders anschaulich wurde das diese Woche, als insgesamt Millionen Menschen in Iran an den mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen iranischen Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei teilnahmen. Nicht nur der New-York-Times-Reporter Abdi Latif Dahir, der bei dem Staatsbegräbnis und den Massenaufmärschen dabei war, schildert recht glaubwürdig, dass viele Menschen nicht nur auf Druck des Regimes und seiner Schergen dabei waren.

Die Trauer über den Tod des obersten geistlichen Führers (der bei einem amerikanisch-israelischen Luftangriff getötet wurde) und die Wut vieler Teilnehmer auf den „großen Teufel“ (USA) und den „kleinen Teufel“ (Israel) sind wohl nicht nur Reaktionen einer kleinen Minderheit in dem 93-Millionen-Volk.

Die Mullahs werden von Millionen Iranern unterstützt

Das iranische Regime hält sich seit fast fünf Jahrzehnten an der Macht durch eine Mischung aus zwei Faktoren: brutale Repression und eine tatsächlich vorhandene Anhängerschaft in Teilen der Bevölkerung – obwohl die selbstgerechten, gnadenlosen und korrupten Islamisten bei einem Großteil der Iraner verhasst sind.

Auch Hitler und die Nazi-Ideologie hatten bis zuletzt noch viele Anhänger in der Bevölkerung – das wurde sogar in den Nachkriegsjahren deutlich, wie verschiedene Entnazifizierungsstudien aus den 1950ern belegen, wie beispielsweise die „OMGUS-Surveys“ (Public opinion in occupied Germany: 1945–1949, erstellt im Auftrag der US-Militärregierung).

Die Kriegsführung von Diktaturen und fanatische Ideologen folgen nicht der Logik vieler Kriege, bei denen rational abgewogen wird. Carl von Clausewitz (1780–1831), der einflussreichste moderne Theoretiker des Krieges, definierte Krieg als „bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“. Kosten, Chancen und Ziele eines Waffengangs müssten kalkuliert und gewogen werden, lautet sein Konzept.

Genauso wenig wie Hitler dieser Logik der Zivilisation folgte, sind auch die Islamisten aller Couleur nicht bereit, ihre Ziele wie die totale Vernichtung des Feindes aufzugeben, gar Kompromisse einzugehen. Die Philosophin Hannah Arendt hat besonders klar die irrationale Dynamik herausgearbeitet, die eine normale Kosten-Nutzen-Rechnung eines kriegsführenden Landes außer Kraft setzt. „Totalitäre Ideologien behaupten, die Geheimnisse … der Geschichte“ zu kennen und damit die Zukunft vorhersagen zu können. „Die Wirklichkeit wird sekundär gegenüber der ideologischen Konsistenz.“ Dies gilt für Nazis ebenso wie für Kommunisten und Islamisten.

Israelis kennen die mörderische Irrationalität von Islamisten

Niemand weiß vermutlich mehr über die Irrationalität und den Fanatismus von Islamisten und Terroristen im Nahen Osten als Israel. Aus einer gut nachvollziehbaren Sicht zumindest der konservativen und anderer rechten Politiker in Israel scheiterten letztendlich alle gut gemeinten Friedensinitiativen im israelisch-arabischen Konflikt in den vergangenen 77 Jahren mehr oder minder am Starrsinn der Feinde des jüdischen Staates.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betreibt schon lange eine Politik, die in erster Linie auf die Erkenntnis der begrenzten Möglichkeiten im Kampf gegen Diktaturen, Terroristen und Ideologen gründet. Während die meisten der (echten oder vorgeblichen) Freunde und Verbündeten Israels diese Sichtweise als „rechtsradikal“ abtun, Netanjahu und seiner Regierung mangelnden Friedenswillen vorwerfen, folgte US-Präsident Trump zu einem guten Teil den israelischen Analysen.

Demzufolge würden Palästinenserorganisationen ebenso wie Iran und andere Israel-feindlichen Kräfte nur die Sprache der Macht verstehen, der Fanatismus der Islamisten und der Hass auf Israel schließe jede Verhandlungsmöglichkeit aus.

Sowohl im Krieg im Gaza-Streifen, nach dem palästinensischen Massaker in Israel am 7. Oktober 2023, als auch im Kampf gegen die Hisbollah im Libanon und schließlich beim gemeinsamen Waffengang gegen Iran ließ sich Trump davon überzeugen, dass es gegen die Front der erbitterten Feinde des Westens keine Alternative zum militärischen Vorgehen gibt. Sonst drohe Iran, schon sehr bald eine hoch gefährliche Nuklearmacht zu werden.

Während Netanjahu einzig und allein die Existenzsicherung des jüdischen Staates im Auge hat, muss Trump ganz andere Faktoren berücksichtigen, die ihn nun in eine enorm schwierige Lage bringen. Das hängt vor allem mit den verfehlten Kriegszielen in Iran zusammen.

Krieg hat Iran schwer geschadet – auch der Nuklearrüstung

Von den beiden zentralen Anliegen Washingtons und Jerusalems wurde nur eines teilweise erreicht: die nukleare Aufrüstung Teherans wurde durch das Bombardement mit ziemlicher Sicherheit zumindest um Jahre zurückgeworfen, insbesondere aber wurden die Streitkräfte Irans massiv geschwächt, vor allem die Luftwaffe und die Marine erlitten enorme Verluste.

Ein Waffengang des Mullah-Regimes gegen Israel, das nach dem Willen der Islamisten von der Landkarte ausgelöscht werden soll, ist damit für die nahe Zukunft deutlich unwahrscheinlicher geworden. Auch die materiellen Möglichkeiten der Machthaber in Teheran, die anti-israelischen und anti-westlichen Terrororganisationen weltweit zu unterstützen, sind angesichts der schweren Kriegsschäden sicherlich kleiner geworden. Netanjahu kann deshalb im Unterschied zu Trump den Waffengang in Iran zumindest zu einem Teil als Erfolg verbuchen.

Als eine Illusion hat sich die Erwartung der beiden Politiker entpuppt, der Krieg gegen Iran würde das Regime in Teheran zum Einsturz bringen. Weder gab es einen Militärputsch noch eine Volkserhebung, im Gegenteil: Vieles spricht dafür, dass trotz der erfolgreichen Enthauptung der iranischen Führung, des Ausschaltens zahlreicher Spitzen-Politiker und -Militärs, die herrschenden Mullahs mit ihren hoch gerüsteten Revolutionsgarden, mehreren Geheimdiensten und bewaffneten Unterorganisationen fester im Sattel sitzen als zuvor, nach den blutig niedergeschlagenen Aufständen im ganzen Land zu Beginn des Jahres.

Invasion in Iran scheint ausgeschlossen

Trumps Dilemma besteht aus gleich mehreren massiven Problemen. Die einzige Möglichkeit, den Krieg siegreich zu beenden, wäre ein massiver Militäreinsatz mit Invasions-Truppen. Für einen solchen Waffengang hätte der Präsident in den USA angesichts der bitteren Erfahrungen mit den Kriegen in Afghanistan, Irak oder auch Vietnam kaum Unterstützung.

Ohnehin sprechen manche Historiker wie Edward Luttwak von „post-heroischen Zeiten“, in denen vor allem die Bevölkerungen der reichen, westlichen Länder kaum für Kriege zu gewinnen, geschweige denn zu begeistern wären, selbst wenn es gegen wirklich schreckliche, mörderische Diktaturen ging.
Es gebe heute, nicht zuletzt auch, weil kaum noch eine Familie viele Kinder hat, eine dramatisch gesunkene Toleranz gegenüber eigenen Verlusten im Krieg, argumentierte der amerikanische Wissenschaftler schon 1995. Er verwies darauf, dass damit die wohlhabenden, sensiblen Nationen besonders verwundbar sein würden. Inzwischen haben auch schreckliche Terroranschläge in der westlichen, freien Welt ihre Verletzlichkeit offenbart.

Als Trump sich zum Krieg gegen Iran entschloss, war ihm nicht nur die kaum kriegsbereite Einstellung sehr viel Amerikaner bewusst, er stand bei seinen Wählern auch im Wort, die USA aus gewagten Militäreinsätzen herauszuhalten. Einzig und allein die massiven Militärschläge aus der Luft und von See aus konnte der US-Präsident vertreten, ohne einen Sturm der Entrüstung und des Widerstands auch in der eigenen Partei auszulösen.

Allerdings zeigte sich dabei auch, dass ein Krieg mit angezogener Handbremse zumindest gegen einen so starken und entschlossenen Gegner wie das Mullah-Regime einen wirklichen Sieg so gut wie ausschließt.

Trump ohne viele Optionen

Der US-Präsident muss angesichts der militärisch verfahrenen Lage ohne Aussicht auf nachhaltigen Erfolg einen Ausweg finden. Offenbar will er mit einer Mischung aus schmerzhaften, gezielten Militärschlägen in Iran und einer Fortsetzung von Verhandlungen dafür sorgen, dass die Straße von Hormus frei wird und damit gravierende Folgen für den Welthandel verhindert werden. Gleichzeitig müsste er auch eine Vereinbarung mit Teheran über einen Stopp der nuklearen Aufrüstung erzielen, schließlich war es das erklärte zentrale Ziel des Krieges.

Das iranische Regime hat angesichts seiner nahezu militärischen Unangreifbarkeit auch dank der geografischen Verhältnisse, seiner Machtbasis in einer teilweise militarisierten Gesellschaft, seiner hemmungslosen, menschenverachtenden Terrorherrschaft im Innern sowie der Opfer- und Todesbereitschaft fanatischer Islamisten, die recht glaubwürdig vom „Märtyrertod“ schwärmen, gegenüber Trump eine ungemein starke Position.

Andererseits haben die amerikanischen Blockaden iranischer Häfen, die Sanktionen gegen Ölexporte, die israelischen und amerikanischen Luftschläge gegen Raffinerien und Infrastruktur durchaus massive Wirkung. Trump und Netanjahu können Iran erhebliche ökonomische Schäden zufügen, erneut gezielt führende Personen der politischen und militärischen Eliten töten, auch auf längere Zeit das Land unter enormen Druck setzen. Denkbar wäre vielleicht sogar die Invasion der strategisch wichtigen Insel Kharg. Trump hatte das als eine Option bezeichnet.

Der US-Präsident wirkt ratlos

Die Ausgangslage insgesamt allerdings sieht für den Milliardär im Weißen Haus nicht gut aus. Das belegen auch seine fast hilflosen Formulierungen: „Für mich ist die Sache erledigt … Ehrlich gesagt, will ich meine Zeit nicht mit denen verschwenden. Meine tollen Verhandlungsführer können ja weiterreden, wenn sie wollen, aber ich sehe da keinen Sinn drin. Ich mag diese Leute nicht.“ Das sind Worte eines eher ratlosen Mannes, der sich allerdings als „Führer der freien Welt“ ansieht.

Das auf 60 Tage angelegte Waffenstillstands-Abkommen mit Teheran, das „Memorandum of Understanding“, sei „beendet“, meinte Trump. Schließlich habe Teheran Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen, die USA hätten darauf militärisch antworten müssen. Teherans Antwort: Raketen und Drohnen auf die US-Verbündeten Bahrain und Kuwait.

„Für mich ist die Sache erledigt“, sagte Trump über das Waffenstillstandsabkommen. „Ich will nichts mit denen zu tun haben.“ Das sind schon ziemlich wirre Äußerungen in einer wahrlich verworrenen Lage.

Brutale Realitäten der Weltpolitik

Es ist derzeit völlig ungewiss, was nun passieren wird. Mit Sicherheit aber sind das schmerzhafte Tage für den US-Präsidenten, der im November auch noch die amerikanischen Zwischenwahlen und eine mögliche Bestrafung seiner Republikaner fürchten muss. Für Iran muss er eine Lösung finden, bei der er halbwegs sein Gesicht wahren kann.

Im Ukrainekrieg scheint er seine Ambition, mit guten Worten und manchen Zugeständnissen an Russlands Präsident Wladimir Putin den Weg zu einem Frieden ebnen zu können, als Illusion erkannt zu haben. Die weltpolitische Realität ist noch viel brutaler und vor allem irrationaler als selbst der nüchterne „Dealmaker“ aus New York gedacht hatte.

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Kommentare ( 212 )

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Thorsten Maverick
1 Monat her

Der Autor hat leider den Konflikt nicht verstanden. Es gibt keine Islamisten. Was er und andere als Islamisten bezeichnen sind lediglich authentische Muslime. Ein Studium der Sira, Sunna und des Korans würde ihm helfen. Der Konflikt mit Israel ist ein Religionskrieg. Palästina wurde frühzeitig zum Dar al-islam und muß deshalb unbedingt zurückerobert werden. Der Islam kennt keine friedliche Koexistenz mit den Kuffar. Deshalb wird Israel nie Ruhe haben. Es gibt Muslime, die gern und friedlich in Israel leben. Sie werden von den anderen aber als Kuffar gesehen. Die Mullahs sind Zwölferschiiten und warten auf den Madi. Sie sind zwar viel… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Thorsten Maverick

Danke. Wobei ich denke, dass zumindest Trump über den Islam lange informiert ist – aber wie hier bei uns auch insgesamt Unverständnis über die von Ihnen geschilderten Sachverhalte vorherrscht.
Ich denke, dass Verhandeln wie Vertrag grundlegend sind – und damit vor der Welt offen liegt, dass sich die iranische Theokratie nicht daran hält – wie auch der Vertrag mit den Palästinensern/Hamas inzwischen zeigt.
Auch hinsichtlich des Libanon liegt jetzt ein Vertragswerk vor – und man wird sehen, wie die Hisbollah weiter agiert: https://x.com/MatthewFoldi/status/2075587286717079768

Marcel Seiler
1 Monat her
Antworten an  Thorsten Maverick

Danke für diese ausführliche Darstellung. Leider machen sich noch viel zu viele Leute komplette Illusionen über die Natur des Islams.

Das sind Illusionen, die sich aus magischem Denken speisen: Wenn wir denken, der Islam sei böse, dann wird er böse. Wenn wir aber denken, dass der Islam friedlich sei, dann wird er auch friedlich.

Die Welt aber ist nicht so: Der Islam ist uns feindlich, ganz aus sich heraus, was immer wir über ihn denken.

Mausi
1 Monat her
Antworten an  Thorsten Maverick

Ich sehe das ähnlich. Und ich glaube, dass die „Einmischung“ nur dazu führt, dass Muslime, die bisher einfach Gläubige waren, jetzt bereit sind, zu Extremisten zu werden. Was aber nicht bedeutet, dass ich der Ansicht bin, die nicht muslimische Welt solle zuschauen, wie islamistische Staaten unter dem Mantel von Friede, Freude, Eierkuchen sich bewaffnen und ihre Märtyrer-Zellen in nicht muslimische Staaten exportieren. Wobei der Export bzw. der Verbleib dieser Zellen durch Maßnahmen der Einwanderungsländer in ihren eigenen Ländern sehr eingeschränkt werden könnte. Versteckte Bewaffnung können Kontrollteams nicht verhindern. Gegen Bewaffnung, die irgendwann zu gefährlich wird, gibt es nur den Angriff… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Mausi

Danke.
Aber weshalb verwenden auch Sie den Ausdruck „islamistische Staaten“?
.
Reza Pahlavi hat sich für den Übergang angeboten.

Last edited 1 Monat her by Kassandra
Helfen.heilen.80
1 Monat her
Antworten an  Thorsten Maverick

Aus dem Syrienkrieg wissen wir doch, dass der Iran mit China und Russland Militärabkommen pflegt. Zu jener Zeit unterhielt man im Iran ein gemeinsames Koordinationszentrum. Der erste Syrienkrieg wurde bekanntlich mithilfe russischer Militärunterstützung (Vakuumbomben, EMP-Waffen) für Assad gewonnen. Syrien war mit seinem Kriegshafen Tartus ein alter Verbündeter aus Sowjetzeiten. Russland verwendet aktuell im UKR-Krieg iranische Drohnen, und wie ich an anderer Stelle schrieb, enthüllte der SPIEGEL vor zwei Tagen, dass Russland und China schon seit Jahren geheim gehaltene Koordinationstreffen mit Fokus auf militärische und geostrategische Angelegenheiten unterhalten. Vermutlich ist man sich in Washington dieses militärischen Dreiecks durchaus bewußt. Der Verdienst… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her

Hätte sich Hertzl für Argentinien entschieden, würde jetzt Hasbara gegen Katholiken statt Muslime hetzen – der Rest wäre vermutlich gleich. Dann wäre ich der Ultimativ Böse – zwar ausgetreten, doch mehr katholisch als etwas anderes.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Da liegt Ihr Denkfehler – denn ich kenne keine Katholiken, die sich mit an den Bauch gebundenen Bomben oder anderen Waffen unter Israelis mischen, um diese ins Jenseits zu befördern.
Auch erwarten Katholiken dort nicht die 72 Jungfrauen, die den Unterworfenen den eigenen Tod plausibel machen sollen.
Weshalb also sollte Israel das Hetzen gegen Katholiken beginnen wollen?

Johann Thiel
1 Monat her

Da fragt man sich, ob solcher journalistischer Hoffnungslosigkeit, wie seinerzeit die Nazis besiegt wurden. Es ist eben das Denken, das hinter solchen Artikeln steht, welches von all jenen getragen wird, die sich nicht entscheiden können, ob ihnen eine Niederlage Trumps oder die Beseitigung des Mullah-Regime lieber ist.

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Johann Thiel

Oft ist von einem Weltkrieg mit zwei wichtigsten Fronten die Rede – am Dnepr und im Nahen Osten. An der Nordfront hätten wir für die westliche Seite die EUdSSR mit den Bandera-Neonazis, welche uns den letzten Cent aus der Tasche ziehen. Hätte Trump den Typen Starlink abschalten wollen, hätte er es längst angeordnet. Offenbar dient auch er mittlerweile der globalistischen Kabale – eventuell mit minimalem Einschränkungen für die USA selbst. In Europa dürfen die sich aber beliebig austoben.

Kassandra
1 Monat her

Ausgerottet werden sollen wir wohl auch – hat die Masse nur noch nicht verstanden. Mounk hat es uns tatsächlich als „Experiment“ verkauft – und auch noch als „historisch einzigartig“ Allerdings nahm das die Masse nicht wahr. . Danisch schreibt dann: „Das Experiment war also nicht, ob eine diverse Gesellschaft funktionieren kann, sondern umgekehrt, ob man mit Diversität eine weiße Gesellschaft ausrotten kann. Deshalb gab es da auch kein Abbruchkriterium. Irgendwelche Leute haben da einfach beschlossen, die Gesellschaft des weißen Mannes auszurotten, und ziehen das – dank der Dummheit unserer Universitäten, Medien und Politik – einfach so durch und wir jubeln… Mehr

STRichter
1 Monat her

Die Politik der Einhegung des Iran, indem man die Beziehungen zu den Nachbarstaaten verbessert und sie zum gegenseitigen Vorteil auf die westlichen Seite zieht, war intelligent und erfolgversprechend. Jetzt haben diese verbündeten Staaten die Erfahrung machen müssen, dass ihre vorgebliche Schutzmacht USA ahnungslos in dieser Region herumstolpert und das Erreichte zertrümmert. Sie, die nicht gefragt wurden, ob sie diesen Krieg wollen, werden bombardiert und müssen die Suppe auslöffeln. Ich denke, sie haben ihre Lektion gelernt, zum Schaden des Westens.

Last edited 1 Monat her by STRichter
giesemann
1 Monat her
Antworten an  STRichter

Was Sie nicht alles ahnen&wissen.

Mausi
1 Monat her
Antworten an  STRichter

„Die Politik der Einhegung des Iran… erfolgversprechend.“ Das glaube ich eben nicht. Ich denke, das ist der Mantel, den islamistische Staaten über ihr Vorgehen breiten, damit sie darunter die Ziele verfolgen können, die sie im Auge haben. Sie wissen einfach, welche Tasten sie beim Westen drücken müssen. Für die Palästinenser – die Armen – hat das hervorragend funktioniert. Syrien und Afghanistan kennen diese Tasten auch. Und nein, ich glaube nicht, dass jeder Muslim fanatisch tickt. Aber die Fanatiker sind die schlagkräftige Truppe, die alle dazu bringen, sich zu beugen. Denn bevor sich islamistische Staaten bildeten, waren z. B. Aghanistan oder… Mehr

Last edited 1 Monat her by Mausi
wegmitdenaltparteien
1 Monat her

Denkbar wäre vielleicht sogar die Invasion der strategisch wichtigen Insel Kharg. Trump hatte das als eine Option bezeichnet. „

Das halte selbst ich mit meinem nicht vorhandenen militärischen Sachverstand für illusorisch, wie soll die Insel gehalten werden????

Den Ukraine Krieg hätte Trump schon längst beenden können. Starlink kappen, Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen/Koordinatenlieferung stoppen und die Nummer wäre binnen Tagen erledigt.

Die Trump-Regierung zeigt m.E. einmal mehr, das die USA nicht vom POTUS regiert werden, obgleich nach meinem Dafürhalten Biden schon den Beweis dafür erbracht hat.

Boris G
1 Monat her

Für zu viele westasiatische Stämme scheint Krieg das Lebenselixier zu sein. Alle Umerziehungsversuche in diesen archaischen Gewaltkulturen sind krachend gescheitert. Besser wäre es wohl, sich überhaupt nicht mehr mit ihnen einzulassen, sich unabhängig vom dort lagernden Öl und Gas zu machen und sie auch nicht in Europa anzusiedeln. Für die armen Israelis gäbe es eine Lösung: Ein eigener Bundesstaat in den USA!

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Boris G

> Für die armen Israelis gäbe es eine Lösung: Ein eigener Bundesstaat in den USA!

Das gerade wäre eine grandiose Idee – auf jeden Fall könnten die USA alle Westler/Europäer holen und der Nahe Osten hätte Ruhe. Warum bietet Trump es nicht an?

Retlapsneklow
1 Monat her
Antworten an  Boris G

« Für die armen Israelis gäbe es eine Lösung: Ein eigener Bundesstaat in den USA! »

Das hätten sie von Anfang an machen sollen. Dann wäre uns die komplette Strecke der ausstrahlenden Eskalation erspart geblieben bis hin zu dem Zustand, der mittlerweile daraus bis heute entstanden ist und sich u.a. innerhalb von Deutschland abspielt.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Retlapsneklow

Hat man Juden während der Verfolgung durch Reich III nicht auch dort nur reduziert einreisen lassen?

Retlapsneklow
1 Monat her
Antworten an  Kassandra

Die Großmächte haben dort ihre Spielchen gemacht.

Okko tom Brok
1 Monat her

Mir scheint, Trumps Motiv- und Stimmungslage sind gut getroffen. Danke für die ausgewogene Analyse.

MalNachgefragt
1 Monat her

Trump sei „nüchtern“ (als Dealmaker)? Chapeau! Dieses Attribut über Trump habe ich bisher noch nirgends gelesen.
Und als Dealmaker sollte man den Unterschied zwischen Iran und Japan kennen.

Stefan01
1 Monat her

Und weil die iranische Bevölkerung so unterdrückt wird, sind gerade ca 10 Millionen auf der Straße und nehmen am Begräbnis ihres geistigen Führers statt, übrigens auch im Irak, welcher den Iran mit Unterstützung der Amerikaner und Israel Anfang der 80er angegriffen hat und mit chemischen Waffen die iranische Bevölkerung dezimiert hat. Für die angeblich 30.000 Toten während der Aufstände im Januar gibt es keine Beweise, wohl aber Videoaufnahmen, die bewaffnete Gruppierungen innerhalb der Demonstranten zeigen, welche auf Polizei schießen (Maidan, orangene Revolution etc.). Das Schema ist bekannt. Und wenn hier ein Regime mit den Nazis verglichen werden sollte, dann doch… Mehr

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Stefan01

Denken Sie, die Massen dort seien weniger indoktriniert als die im Westen? Zumal Aufklärung dort gar nicht stattfinden darf und an Reformation gar nicht zu denken sein kann? Und dort ziehen sie aus dem Moscheen wie aus der Politik an einem Strang. Die auf die Straße gingen gleichen wohl denen, die wie bei uns was merkten – und sind tatsächlich in der Minderheit gegen die seit nunmehr 1448 Jahren Unterworfenen, denen ein Ausgang aus der Ideologie in die Freiheit gar nicht gestattet ist. https://www.zukunft-ch.ch/wp-content/uploads//2020/06/Zukunft-CH-Infoblatt-Kultur-der-Angst-im-Islam.pdf?pid=19061 https://www.zukunft-ch.ch/wp-content/uploads//2019/04/Zukunft-CH-Infoblatt-Apostasie-im-Islam.pdf?pid=15774 Und wie es in den Gefängnissen der Ayatollahs so zugeht und dass Aufbegehren tatsächlich mit… Mehr