Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck, ein Mann mit umstrittener Rolle in der kommunistischen DDR, sieht in der AfD eine Gefahr. Den Deutschen wirft er mangelnden Reformwillen vor. Von Fabian Kramer
Screenprint: ZDF / Markus Lanz
Die amtierende Bundesregierung tut sich schwer damit, wegweisende Reformen zum Wohle des Landes zu verabschieden. Die schwarz-rote Koalition ringt und streitet, doch am Ende steht fast immer ein fauler Formelkompromiss. Ob Sozialkassen, Wettbewerbsfähigkeit oder Energieversorgung, das Land steht vor großen Herausforderungen. Die Politik verweigert sich aber der Realität und scheut die notwendigen Weichenstellungen.
In früheren Tagen gab es im Schloss Bellevue einen Bundespräsidenten, der die regierenden Politiker an ihre Aufgabe erinnerte und die Bevölkerung mitnahm. Bundespräsident Herzog forderte einst, dass ein Ruck durch das Land gehen müsse. Heute sitzt mit Frank-Walter Steinmeier die Verkörperung des politischen Stillstands in Bellevue und fordert höchstens einen Ruck gegen Rechts, um “unsere Demokratie” zu schützen.
Das Gespräch zwischen Lanz und Gauck ist ob der vielen langatmigen Monologe von Gauck ziemlich öde. Der Altbundespräsident philosophiert über die Deutschen und die AfD aus einem akademischen Elfenbeinturm heraus. Obwohl die Regierung wenige Ergebnisse geliefert hat und der Kanzler viele Versprechen brach, kommt von Gauck keine Kritik. Vielmehr sieht der Theologe Friedrich Merz auf einem guten Weg. In der Sendung fehlt es an interessanten Debatten. Weitere Gäste hätten für mehr Schwung und Diskurs gesorgt.
Die AfD als drohende Gefahr
Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise von 2015 sprach Joachim Gauck damals von „Dunkeldeutschland“ in Bezug auf die kritische Haltung vieler Ostdeutscher zu Merkels Grenzöffnung. Nun stehen in diesem Jahr in Ostdeutschland sehr spannende Landtagswahlen an, bei denen die AfD zum ersten Mal an die Macht kommen könnte. Gauck ist besorgt: „Es ist eine Gefahr.“
Der Altbundespräsident hatte vor wenigen Jahren gänzlich ausgeschlossen, dass die AfD überhaupt nur in die Nähe der Macht kommen könnte. Jetzt muss Gauck seine Meinung revidieren und nach Erklärungen suchen. „Die Progressiven haben das Bedürfnis nach Heimat diffamiert“, meint der ehemalige Sonderbeauftragte für Stasi-Unterlagen. „Es gibt viele verunsicherte Menschen“, analysiert Gauck weiter. Wirklich nachvollziehen kann Gauck die Sorgen und Nöte dieser Wähler nicht. „Die Menschen befinden sich auf einem Irrweg“, kritisiert er die AfD-Wähler.
Offenkundig hat der Altbundespräsident den Bezug zu Teilen der Bevölkerung verloren, wenn diese nicht sein Weltbild teilen. Er sagt auch offen: „Ich bin der Meinung, dass sie falsch wählen.“ Mehr Entfremdung in einem Satz geht nicht. Der CDU rät der ehemalige Sonderbeauftragte für Stasi-Unterlagen zu einer Zusammenarbeit mit der ehemaligen SED. „In einer bestimmten Situation muss die Union die Kröte schlucken“ , meint Gauck lapidar dazu. Für viele Parteimitglieder der CDU ist dieser Schritt aber undenkbar. Vor dem Hintergrund der Geschichte der Linkspartei dürfte es zu massiven Verwerfungen in den Ost-Verbänden der Union kommen, sollte die CDU mit den Linken zusammenarbeiten.
Deutsche sind reformunwillig
Ein Stück weit kommt Joachim Gauck an diesem Tag zu Lanz ins TV-Studio, um über seine Landsleute zu lästern. Gauck kritisiert den fehlenden Reformwillen. „Wir sind vertraut, im Gesicherten zu bleiben“, beklagt der Altbundespräsident. „Wir verwalten das, was wir geschaffen haben“, ergänzt er. Nun ist es in der Natur des Menschen, dass er auf Bewährtes zurückgreift. Was Gauck unter fehlendem Reformwillen subsumiert, ist in Wahrheit der Wunsch nach einem funktionierenden Staat, wie es vor wenigen Jahren noch war.
Gauck ist aber kein Kritiker von Merz, sondern zielt mit seinen Plattitüden auf die Bevölkerung ab. „Verwalten und verwahren schafft keine Zukunft“, erklärt er. Ein Satz, der so platt ist, dass ihn jede Partei auf ein Wahlplakat schreiben könnte. „Es kann auch jedermann etwas kosten“, findet Gauck. Solche Sätze gehen einem Menschen einfacher über die Lippen, wenn er über 200.000 Euro Ehrensold im Jahr verfügt. Alles in allem ist der Talk eine ziemlich anstrengende Angelegenheit für den geneigten Zuseher. Von oben herab monologisiert Altbundespräsident Joachim Gauck endlos und weitschweifig. Ein Ruck wird wegen seinem Auftritt nicht durchs Land gehen. Wahrscheinlich ist es ein Gähnen.





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Der alternde „Pfau“ Gauck, den mal laut rechtskräftigtem Urteil aus Rostock öffentlich als „Stasi-Begünstigten“ bezeichnen darf (s. Interview von Jürgen Elsässer mit Klaus Blessing, dem letzten stellvertretenden Wirtschaftsminister der DDR : https://www.youtube.com/watch?v=IYV4UVPJnlI) ,muß seine Federn mal wieder in der Öffenlichkeit spreizen. Er kann einfach nicht anders. Pfauen können ihren Hals enorm wenden und Gauck steht dem in nichts nach. Lassen wir ihn reden, wir müssen ja nicht zuhören…!
Guck zu fragen, ob Afd-Wähler auf dem Irrweg sind ist so, als wenn ich einen Labrador frage, ob er ein Häppchen essen möchte.
Man bekommt eigentlich keine Antwort, aber Reflexe.
Hass und Hetze gegen jeden der es wagt nicht den Altparteien-Müll zu wählen. In diesem Fall ist Hetze erlaubt denn sie verteidigt „unsere Demokratie“. Das solchen Figuren wie Gauck im Staats-TV immer noch eine Plattform gegeben wird zeigt wie wichtig es ist, dass Ulrich Siegmund Ministerpräsident wird damit ein Anfang gemacht werden kann dieser widerlichen Propagandaschleuder „ÖRR“ endlich den Geldhahn abzudrehen.
Ich fasse also zusammen: Weil seinesgleichen – ohne Not, aber mit viel Verblendung! – seit Jahren die Karre konsequent in den Dreck gefahren haben, sollen wir jetzt „Reformen“ erdulden, die ohne deren übles Treiben gar nicht nötig wären. (An dieser Stelle „Dank“ an die Longtagesschau geschädigten Stamm- und Traditionswähler, die es dieser Mischpoke so leicht gemacht haben.)
Und weiter hat er dann noch die Frechheit zu behaupten die Gefahr gehe von der AfD aus, die genau deren übles Treiben endlich beenden will.
Da fällt es doch echt schwer ruhig zu bleiben.
Sich mit dem unsäglichen Gauckler zu beschäftigen ist definitiv komplett verlorene Lebenszeit. Einfach ignorieren und gut is 🤡.
Würde „man“ solche Leute und deren Treiben ignorieren, gäbe es für uns und Tichy nichts mehr zu schreiben.
Von Gauck ist bekannt, dass er über 200qm Bürofläche am „Platz der Republik 1“ verfügt, sein Apparat schlägt neben seiner „Rente“ jährlich mit über 300.000 Euro zu Buche. Was er inhaltlich an Nonsens von sich gibt, spielt keine Rolle. Er muss durch die Lande tingeln, sonst wird ihm sein Büro gestrichen. Wulff, Merkel machen es ebenso auf Kosten der Steuerzahler, alles die gleiche Hausnummer im wahrsten Sinn des Wortes.
Besser, er würde bei Richard von Weizsäcker nachlesen, wie sich ein Bundespräsident artikulieren sollte. Horst Köhler täte es auch.
Ich bin für eine Reform die Stasi-Gauck ganz bestimmt gefällt: Wir schaffen den Ehrensold und die Pensionansprüche für Alt-Bundespräsidenten ab. Dieses Amt zu bekleiden sollte eine Ehre gewesen sein, und nicht mit schnöden Mammon entehrt werden. Das kann dann auch mal etwas kosten. Also ihn – dem Steuerzahler spart es eine Menge Geld.
Viele dieser „Volksdiener“ gehen ja in die Politik aus pekuniärem Interesse. Mit wohlwollenden Worten wird dann herumgeschwurbelt ohne viel zu sagen. Es gibt kaum eine andere Branche wo man ohne großen Leistungsnachweis derart viel Kohle abgreifen kann wie in der Politik.Kreissaal, Ausbildung oder Schulabschluß, wenn überhaupt, dann irgendeine Tätigkeit im Büro eines Partteifuzzis und möglichst schnell in irgendein Parlament, am besten über die Liste. Der Untertan wird zur Kasse gebeten und das nicht zu knapp. Da kennen die Volksvertreter keine Scham. Altes Prinzip bei den Glaubensrittern. Nehmen ist seliger denn Geben. Viele dieser mit hochtrabenden Titeln versehenen Jobs benötigen keinerlei… Mehr
Vor ein paar Jahren gab dieser Pfaffe in einer Talk-Sendung den Satz von sich: Nicht die Eliten sind das Problem, die Bevölkerung ist das Problem“. Dumm nur, dass es bisher keine andere Bevölkerung gibt. Aber die Politik macht ja alles um das zu ändern. Ist nicht die Frau Dr. Merkel in einem Pfarrerhaushalt aufgewachsen?
Der hat auch von sich gegeben, dass „wir“ doch mal für die Ukraine ein bisschen frieren und auf ein bisschen Lebensqualität verzichten können. Und kürzlich erst, dass die Zumutungen, die die aktuellen „Reformen“ für die Bevölkerung mit sich bringen, von den Parteien selbtbewusst, um nicht zu sagen robust vertreten werden sollten. Einer, der jährlich für Ehrensold und „sonstigen Kleinkram“ vom Steuerzahler 300.000 Euro erhält.
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