Christean Wagner sagt: Der Konservative verteidigt nicht das Bestehende, sondern das Bewährte. Für ihn ist nicht Fortschritt, was heute schlicht nur anders ist als gestern. Fortschritt ist dagegen das, was heute besser ist als gestern.
Wer mir sagt, was mir wichtig zu sein hat, ist ein Feind meiner Freiheit. Ich wähle selbst, was mir wichtig ist. Freiheit soll immer die Freiheit der Andersdenkenden sein, sagt man. Ich übersetze das so: Freiheit ist die Möglichkeit, ganz andere Dinge wichtig zu finden als der Mitmensch. In einem freien Land dürfen und können Menschen völlig unterschiedlicher Wichtigkeiten mit- und nebeneinander leben.
Den ersten von ihren früheren Parteien Enttäuschten, die in ihrem fast unbegrenzten Vertrauen alle Hoffnung in die AfD setzten, bringen Meuthen und Petry bei, warum ihre Alternative keine sein wird.
„Steinblaue Schönheit“, „Dezente Opulenz“, “Hüterin der Freiheit“, „Befreiter Feuervogel“, „Melodie der Anmut“, „Erde des Südens“ oder „Tanz der Sehnsucht“ – darunter macht es das gute alte Alpina von 2016 nicht mehr. Ein Besuch im Baumarkt.
Das Projekt EU scheitert nicht an den Bevölkerungen und am Nationalismus, sondern an der Unfähigkeit der Eliten, die Menschen in das neue Zeitalter der Globalisierung und der Digitalisierung zu führen und dabei gleichzeitig die soziale Frage für die Abgehängten zu beantworten.
Angesichts der demonstrativen Selbstgewissheit in Brüssel, Luxemburg und Strassbourg sollte man die Eckdaten nicht vergessen: Der Anteil der EU am (kaufkraftbereinigten) Bruttoinlandsprodukt der Welt sank von 21,77% (2005) auf 16,95% (2015). Aber rund 50% der Sozialausgaben der Welt werden in der EU ausgegeben – bei einem Bevölkerungsanteil von 7 bis 8 %.
Rosinen picken ist gut und richtig. Aus dieser eigensinnigen Ordnung erwächst nämlich der Fortschritt. Staaten zwingt der Systemwettbewerb zu Anpassungen, die sonst nie stattfinden würden.
Kaum hat der Brexit seine Spuren in ganz Europa hinterlassen, werden die Folgen erkennbar. Wer Geld sicher anlegen will, braucht dennoch nicht zu verzweifeln. Denn die Krise birgt Chancen.
Die Eliten haben versagt: Sie haben keine europäische Verfassung zustande gebracht. Und jetzt arbeiten sie ihre Frustration ungekonnt an den „Bevölkerungen“ ab, die sich zunehmend nicht mehr mit dem seelenlose Technokratenkonstrukt EU identifizieren mögen.
Die Wahrheit ist nicht politisch inkorrekt. Sie verhindert das Unrecht und am Ende muss man sich auch als Frau fragen: Will ich frei oder unfrei sein?
Extremistische Gewalt ist schlimm, ist sie nun rechts- oder linksextremistisch. Doch warum fällt es großen Teilen der Medien nur so schwer, Gleiches gleich zu behandeln?
Europa hat ein Problem mit seinen Eliten. Nicht das erste Mal. Früher hetzten die Eliten die europäischen Bevölkerungen in vielen Kriegen aufeinander. Heute kämpfen die europäischen Eliten gemeinsam gegen ihre „Bevölkerungen“ und gegen jeden einzelnen, der dem Konformitätsdruck Widerstand entgegensetzt.
Michael Wolski hat die Rechtsprechung nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz AGG analysiert und zeigt, dass Deutschland – offenbar als einziges der 28 EU Länder – Muslimen bei der Religionsausübung sehr weitreichende Rechte am Arbeitsplatz einräumt, zu Lasten der Arbeitgeber. Sollten die Richter am EuGH der Sicht der Generalanwältin in einer anhängigen Klage folgen, kippt in Deutschland die Rechtsprechung.
"Man muss über solche Fälle reden dürfen!“ liest man gestern: Bassam Tibi in einem Interview mit der WELT.
Je weniger die SPD die wichtigen, praktischen Dinge des realen Lebens der Masse, die einmal ihre Klasse war, auf die Reihe bekommt, desto hochtrabender die Pläne. Damit kann man schön vom völligen Versagen ablenken. Aber wohl nur sich selbst.
In der Lobby des Windgeschäfts zählen keine öko-logischen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sonstigen Argumente.
Wie der neue Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung zeigt, besteht das Ziel der gegenwärtigen Energiepolitik vor allem in der Verknappung des Angebots. Speicher helfen nur, den künftigen Energiemangel besser zu verwalten.
Volk, Staat und Nation beschreiben gewachsene Beziehungen zwischen Menschen und Kulturkreisen, die über sehr viele Generationen hinweg Bestand haben. Deren sichtbare und unsichtbare Grenzen, insbesondere ihre Überschneidungen und Überdehnungen, entscheiden über Not oder Wohlstand, über Integration oder Abgrenzung - und über Krieg oder Frieden … beschreibt Uli Weber.
Das Brexit-Votum sollte eine Warnung sein: Die Idee von einem europäischen Zentralstaat ist eine grundfalsche Ideologie. Nation und Demokratie gehören zusammen.
Ein Aufbruch lebt vom Schwung – und den hat der Brexit nicht. Doch damit gewinnt der Status quo, selbst wenn er so verkrustet ist wie die EU. Erklärt Stratege Christian Rieck.































