Klimaschutzplan 2050: SPD verbietet Bohnen

Je weniger die SPD die wichtigen, praktischen Dinge des realen Lebens der Masse, die einmal ihre Klasse war, auf die Reihe bekommt, desto hochtrabender die Pläne. Damit kann man schön vom völligen Versagen ablenken. Aber wohl nur sich selbst.

Die SPD entwickelt einen Plan. Heute taugt dieser Satz regelmäßig für Brüller und Lachanfälle. Jetzt also hat sie sich Gedanken gemacht, schon wieder Lachanfall, sorry … Jetzt hat sie überlegt, wie man Deutschland denn decarbonisieren soll. Harharhar, geht gerade nicht …

Also: Hendricks, Barbara, jene Unglückselige, die in ihrer Jugend als Großtat über „Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein“ geschrieben hat, was sogar als Promotion durchging, NRW halt, die also legte jetzt den „Klimaschutzplan 2050“ vor. Brüll. Warum gerade 2050 und nicht 2045 oder 2060. Das klingt jedenfalls so schön nach Plan und Vernunft. Jedenfalls weit genug entfernt, dass sie nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann.

Da ist alles drin, was gemeinhin durch die ökomarxistische Landschaft geistert. „Autos sollen ohne Benzin und Diesel fahren“, ja klar, angetrieben wohl von Luft und Liebe. Und zwar schon ab 2030, also in 15 Jahren soll mal eben die Autoproduktion komplett umgestellt sein. Brüller.

Die Deutschen sind zu fett

Die SPD nimmt den Arbeitern das Fleisch vom Teller. Denn das ist von Übel. Von den Tellern der hungrigen ÖRD (Ökosozialistische Republik Deutschland) glotzen anstelle von Schweinebraten und Klößen ein paar magere rote Karotten und grüne Kichererbsen. Fleisch, logo, ist bäh, zu viel CO2, Massentierhaltung und ja, die Gesundheit. Die Deutschen sind zu fett. Barbara, sag’s mal dem Siggi, dem Joschka oder der Claudia oder dem Reinhard Bütikofer, haben die auch zugestimmt? Deren CO2 Fußabdrücke sprengen jedes Maß.

Die Bauern sollen weniger düngen und natürlich werden neue Tierställe nicht genehmigt.

Das Papier beschreibt laut FAZ die „klimaschutzpolitischen Grundsätze und Ziele der Bundesregierung“. Nächster Brüller. Die kann noch nicht einmal das Land und seine Bürger schützen, dafür aber das Klima.

„Die Energieerzeugung muss spätestens bis 2050 nahezu vollständig CO2-neutral erfolgen.“ OK, das erlebt sie nicht mehr, die SPD. Spätestens, wenn Siggi G. den um ihre Arbeitsplätze fürchtenden Kohlekumpeln in den Braunkohlerevieren des Rheinlands und der Lausitz Bescheid sagen muss, dass „moderne Gas- und Kohlekraftwerke als Übergangstechnologie“ gelten und die Kohleverstromung „schrittweise an Bedeutung“ verlieren solle.

Die FAZ ganz ernsthaft weiter: „Auch auf den Sektor Industrie und Wirtschaft, nach den Energieerzeugern der zweitgrößte Emittent, kommen weitere Belastungen zu.“

„So will die Regierung den Emissionshandel ‚zielkonformer‘ machen und das europäische System durch nationale Schritte ergänzen. Zudem wird der Industrie empfohlen, die Speicherung von CO2 nach der CCS-Technik (Carbon Capture and Storage) zu nutzen.“

Es gibt zwar keine sinnvollen Verfahren, alle kosten erhebliche Mengen an Energie und niemand weiß, was in den geplanten unterirdischen Lagerstätten mit dem hineingepreßten CO2 auf Dauer geschieht. Aber: Wir schaffen das!

Dabei wäre ein weitaus gescheiterer Aufruf: Lasst uns Bäume pflanzen!

Doch die werden gerade massenhaft zu Pellets und Brennholz verarbeitet und sorgen mit ihrer Abgasbelastung beim Verbrennen für hohe Schadstoffwerte.

In deutschen Wohnungen ist es zu warm

Während die achso schädlichen CO2-Werte in Deutschland nicht daran denken, sich an die Vorgaben der rot-grünen Klimaschützer zu halten und munter weiter steigen, holen die SPD-Planer das große Verbotszepter heraus:

„Gas- und Ölheizungen in Neubauten sollen von 2030 an verboten werden, die Förderung für den Austausch fossiler Kessel ab 2020 gestrichen werden.“

Das Wirtschaftlichkeitsgebot werde dabei beachtet, versprechen die Autoren des Papiers. Denn: „Soweit Anforderungen nicht wirtschaftlich darstellbar sind, müssen entsprechende Deckungsfehlbeträge durch Förderung ausgeglichen werden.“

„Woher das Geld dafür stammen soll,“ merkt die FAZ immerhin an, „steht dort allerdings nicht.“

Die Autoindustrie ist aus dem Land, außer ein paar echten Biobauern, die mit Mühe ihre karge Krume hacken, gibt’s keine Landwirtschaft mehr, Kohlekraftwerke und Atommeiler stehen still, weil der lange Arm der Sozen es will.

Interview mit Horst-Joachim Lüdecke
Von Treibhäusern und "Decarbonisierung"
Nur: Wovon wir leben wollen, sagen die Planer nicht. Die deutsche Industrie ist decarbonisiert. Sie hat sich aus Feigheit vorher auch nicht mehr zu Wort gemeldet und nicht deutlich gemacht, welch großartiger Unsinn das Wort „Decarbonisierung“ ist. Das Klima ändert sich immer, man kann es schon gleich gar nicht schützen.

Dafür aber soll die wirtschaftliche Basis eines Landes gekippt werden. Die meisten sind dann wohl Sozialarbeiter und machen sozialintegrative Projekte. Heerscharen von Klimaberatern irren durch die Städte auf der Suche nach den letzten offenen Fenstern.

Es finden sich geniale Sätze im SPD-Schutzplan: „Die Klimaschutzziele werden gleichwertig mit den Zielen der ökologischen und sozialen Entwicklung stehen.“

Lüften ist auch nicht mehr. Tatsächlich soll die Bundesregierung gerade eine nächste Verschärfung der Energieeinsparverordnung vorbereiten und will darin den Einsatz von automatischen Belüftungsanlagen in neuen Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern vorschreiben.

Superdämmung macht schlechte Luft …

Denn die Luft in den neuen supergedämmten Häusern erreicht schnell hohe Schadstoffwerte. Der Luftaustausch ist zu gering. Schon jetzt beklagen Bewohner der neuen sogenannten Passivhäuser schlechte Luft. Die winzigen Atemlöcher in den Wänden, durch die die Luft zugeteilt wird, reichen bei weitem nicht. Drastisch gestiegen sind die Heizkosten. Die sind meist doppelt so teuer, wie von den Energieplanern erzählt wird.

Diese wiederum verweisen dann gern darauf, dass es zu warm in den Häusern ist, wärmer jedenfalls als berechnet wurde. Dummerweise frieren ältere Menschen leichter und wollen es in ihren eigenen vier Wänden zwei, drei Grad wärmer haben als die Ökosozialisten ihnen zugestehen wollen.

Die Strafe folgt auf dem Fuße: Die Heizkosten sind doppelt so hoch. Wer’s nicht bezahlen kann, muss eben frieren. SPD und Grüne haben ja schon eindrucksvoll bewiesen, was für einen Wahnsinn sie allein in der Gebäudedämmung anrichten können und wie das Geld am besten zum Fenster hinaus geworfen wird.

Das sind großartige Zukunftsvisionen. Alles aufgrund des Märchens, dass Kohlendioxid weg muss. Das ist ein Spurengas in der Atmosphäre und hat nichts mit einer Klimaveränderung zu tun geschweige denn mit einem Treibhauseffekt. Es ist vielmehr der wichtigste Baustoff, den die grünen Blätter zum Bau ihrer Blattmasse benötigen. Die versorgen uns damit wiederum mit Sauerstoff. Und dieser Baustoff soll weg?

Haarsträubend ist auch die unkritische, unreflektierte Berichterstattung über den galoppierenden SPD-Wahnsinn. Der FAZ, die stolz als erste ganz ernsthaft über das neue Papier berichtet, das auch mit Wirtschaftsminister Gabriel abgestimmt sein soll, kommen noch nicht einmal leise Zweifel, wenn SPDler und Grüne bestimmen wollen: „Die Energieerzeugung muss spätestens bis 2050 nahezu vollständig CO2-neutral erfolgen.“

Als feste Aussage kolportiert sie: „Die Klimapolitik wird das Leben der Bundesbürger tiefgreifend verändern. Vom Jahr 2030 an sollen Autos ohne Benzin und Diesel fahren, alte und neue Häuser besser gedämmt und Gas- und Ölheizungen für Neubauten verboten werden. Hobbygärtnern wird der Einsatz von Torf untersagt, um die Moore zu schonen.“

… und Bohnen verpesten durch Methan

Kein einschränkendes „soll“, sondern ein faktisches „wird“. Kein Kommentar neben den Nachrichten, in dem der Unsinn herausgestellt wird. Lassen die Bürger sich solchen Irrwitz noch lange gefallen?

Ratlos fragt man sich in Süddeutschland: Ist es die Luft? Die Berliner soll ja berühmt sein. Was ist es, das soviel Unsinn hervorbringen lässt?

Oder sind es die neuen großen Gebäude, die als Regierungssitz hingebaut wurden und wohl dem einen oder anderen Insassen beim morgendlichen Hineineilen tatsächlich das Gefühl des Großen geben?

Es funktioniert immer weniger, die Infrastruktur ist am Ende, es gibt keine vernünftigen Datenleitungen, Geld aber für solche „Pläne“ ist da. Je weniger die SPD die wichtigen, praktischen Dinge des realen Lebens der Masse, die einmal ihre Klasse war, auf die Reihe bekommt, desto hochtrabender die Pläne. Damit kann man schön vom völligen Versagen ablenken. Aber wohl nur sich selbst.

Vorsicht, wenn jemand denen jetzt noch verrät, dass Bohnen besonders viel Blähungen auslösen und dabei Methan entsteht. Das muss ja auch weg, weil noch gefährlicher als CO2.

Schon machen neue Gerüchte machen die Runde: Demnächst wollen Hendricks und die SPD die Hauptsätze der Thermodynamik verbieten. Die widersprechen dem Pariser Klimaschutzabkommen. Auch soll es bei SPD und Grünen schon Initiativen geben, einen pH-Wert von Null zu fordern.

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