Einst sorgte ein Bericht über den maroden Zustand der Landesverteidigung für den größten Skandal in der Politik der Nachkriegszeit, Verteidigungsminister Franz Josef Strauß musste zurücktreten. Heute ist keine einzige Brigade mehr einsatzbereit.
Der tragische Tod zweier Tigerpiloten in Mali und der Bericht in Die Welt, dass der Einsatz des Tigers eine politische Entscheidung gegen den ausdrücklichen Rat der Militärs gewesen sei, würde eine tiefere Betrachtung lohnen. Doch es herrscht Stille.
Die FDP wird in eine Jamaika-Koalition mit dem Wahlverlierer CDU/CSU und den Grünen getrieben. Klar ist: Christian Lindner müsste dann den Bankrottkurs mittragen. Kann er widerstehen und welche Rolle spielt dabei sein Stellvertreter Wolfgang Kubicki?
Sawsan Chebli fühlte sich weniger als Frau sexistisch betroffen als vom Nichterkennen als Staatssekretärin, von der Missachtung als Obrigkeit.
Spätestens seit nicht einmal mehr in den Programmen der Parteien selbstverständliche Begriffe wie Deutscher, Volk oder Nation vorkommen, zeigt sich, dass die Gesellschaft ein Problem hat. Höchste Zeit, wieder Halt zu geben – etwa durch gesunden Patriotismus.
Viele Ansichten sind abstrus, und man möchte mit ihren Urhebern nichts zu tun haben. Seltsam aber, wenn ein Schriftstellerverband sie von der Messe ausschließen will. Ansonsten: Lesenswertes.
„Schuster bleib bei deinen Leisten.“ Diese Redensart würde ich gerne dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière ans Herz legen.
Nun ist Sebastian Kurz nicht nur der jüngste Außenminister, sondern mit dem Wahlsonntag vielleicht der jüngste Regierungschef der Welt. Deutschlands derzeitige Führungselite hingegen wirkt wie eine geriatrische Clique auf Rekonvaleszenz.
Frank Underwood aus der vielgelobten TV-Serie „House of Cards“ brachte es einmal so schön auf den Punkt: Wenn dir nicht gefällt, wie die Karten auf dem Tisch liegen, dann wirf den Tisch um.
Die Frage der Zuwanderung überlagert alles – komplizierte „Wahlanalysen“ verdecken nur diese simple Wahrheit.
Über „starke Kandidaten“ wurde verständlicherweise nicht geredet – so was haben wir ja auch gar nicht. Dafür greift Edmund Stoiber ohne Namen seinen Nachfolger Seehofer an, und wir spekulieren ein wenig über Boris Palmer.
Eine Staatssekretärin unter Schock! Nein, sie wurde nicht überfallen, beleidigt oder auf der Könne Domplatte begrapscht. Ihr wurden Komplimente dargebracht. So etwas darf nie mehr passieren.
Zwei Spitzenkandidaten sprachen über eine Dimension, die Österreichs Koalitionsregierungen bisher nicht kannten, Sebastian Kurz und Matthias Strolz von den NEOS. Kann Kurz neue Wege gehen?
Der FDP-Vize wirft Nebelkerzen, wenn er die größten Meinungsverschiedenheiten in der Migrationspolitik zur CSU ausmacht.
Offensichtlich hat jemand die Wahl entschieden, der am Sonntag gar nicht auf dem Stimmzettel stand: die von den Grünen zur CDU gewechselte Abgeordnete Elke Twesten.
Die Bürger Glauben zu machen, damit ließe sich die illegale Zuwanderung von Fluchtmigranten begrenzen und den Schleppern das Handwerk legen, ist jedoch entweder völlig blauäugig oder Nebelkerzen werfen.
Die Österreich-Wahl widerlegt die These, ein Aufgreifen jener Themen, die Protestwähler bewegen, führe zu Stimmenverlusten.
Aus Sicht der WerteUnion haben die Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen das unreflektierte "Weiter so" der Bundeskanzlerin und das Festhalten an der Politik der offenen Grenzen unter fortlaufender Missachtung des Artikels 16a des Grundgesetzes abgestraft.
Nein, Niedersachsen ist nicht Österreich. In Wien hat ein Kandidat Erfolg, der aufgreift, was den Bürgern auf den Nägeln brennt. Zwischen Niedersachsen und Berlin werden nur Misserfolge hin- und hergeschoben - Misserfolge, weil die Wähler ignoriert werden.
Seehofer braucht eine ganz große Trophäe. Das wäre der kurze Zügel, mit dem Seehofer eine von der CSU geduldete Minderheitsregierung mal länger, mal kürzer laufen ließe.






























