Mit Weitblick hat sie es offenbar nicht so. Dass die SPD teilweise bereits mit der Fünf-Prozent-Hürde kämpft, ist für Bärbel Bas kein Grund zur Panik. Die Co-Chefin der Partei hält stur am Kampf gegen die AfD fest. Und was, wenn der scheitert? „Das weiß ich doch jetzt noch nicht!“
Screenprint: ZDF/Berlindirekt
Selten sind in einem Interview Realität und Vision derart frontal aufeinandergeprallt. Diana Zimmermann stellt konkrete Fragen, Bärbel Bas kontert mit theoretischen Antworten. Hier reale Probleme, dort Parolen in holprigem Deutsch. Bärbel Bas macht sich in diesem Interview zum lebenden Sinnbild ihrer Partei: Eine alte Dame steht am Abgrund.
Eine Dame, von deren Glanz nicht mehr viel übrig ist. Zimmerman nennt Bas die kalten Zahlen. Im Politbarometer teilt sich die SPD mit der Linken den letzten Platz. Zwölf Prozent. Noch einmal ein Drittel weniger als bei der destaströsen letzten Bundestagswahl.

Bas kann nur mit Parteipolemik antworten. „Wir müssen uns neu aufstellen“, sagt sie, ohne erklären zu können wie genau das funktionieren soll. Die Koalition mit der CDU sei „die einzige demokratische Option“ gewesen. Und die Sozialdemokraten seien zurzeit das einzige „Stoppschild“ gegen Einschnitte bei Arbeitnehmerrechten oder bei der Rente.
Zimmermann erzählt, was ZDF-Zuschauer in einer Umfrage über die SPD gesagt haben. Von Verrat sei die Rede gewesen, von Enttäuschung und einem Ausverkauf. Eine Zuschauerin habe gesagt: Wir brauchen keine neue SPD, wir brauchen die SPD von früher.“
Bei Bas zündet das erkennbar keine Lunte. Sie spricht zwar von einer Neuaufstellung, aber eigentlich sieht sie die SPD doch auf dem richtigen Weg. Es fallen Schlagworte wie das Tariftreuegesetz oder das Rentenniveau von 48 Prozent. Die SPD kämpfe dafür, dass Lohnnebenkosten und Sozialversicherungsbeiträge „für alle wieder tragbar“ werden. „Wäre die SPD nicht da, wären da ganz andere Dinge bei rausgekommen“, sagt Bas.
Motto: Eigentlich alles töfte bei den Sozen. Der Wähler kapiert es nur nicht.
Warum sie sich gelegentlich so derb im Ton vergreife, will Zimmermann wissen – etwa Worte wie „Bullshit“ oder „menschenverachtend“ in Bezug auf den eigenen Koalitionspartner in den Mund nehme. Den übelsten Fauxpas, dass Bas halb Deutschland eine „einheitsbraune“ Gesinnung unterstellte, erwähnt die Moderatorin nicht einmal. Doch die Arbeitsministerin zeigt keine Spur von Reue oder auch nur Einsicht. „Wir müssen uns doch inhaltlich auseinandersetzen, sonst merken die Menschen doch gar nicht, wer hat was durchgesetzt und wo ist der Kompromiss“, sagt sie.
Außerdem: Mit „menschenverachtend“ habe sie ja gar nicht die CDU gemeint, sondern ganz allgemein „den Mainstream“. Also den Mainstream zu dem die CDU ja auch gehöre, kontert Zimmermann trocken.
Dass die „Rentenreform“ ihres Parteikollegen Lars Klingbeil gar keine sei, sondern „eher eine Kompensation“, auch diesen Vorwurf der Moderatorin lässt Bas ohne jegliche inhaltliche Gegenrede stehen. Es seien „immerhin 600 Euro Entlastung“, rechnet sie vor. „Ich möchte mir nicht vorstellen, wenn wir diese Senkung gar nicht hätten, wie die Belastung dann wäre“.
Nun, ziemlich genau 600 Euro, möchte man ihr zurufen. Aber das war doch gar nicht das Thema. Außerdem ist gleich Tagesschau. Wir brauchen noch Luft für weitere Empörungen.
Immer wieder wirft Bas mit langst ausgeleierten Parolen um sich. Etwa: „Wir haben historisch die Verantwortung, diese Koalition zum Erfolg zu bringen“. Oder: Die SPD sei wichtig, „um auch ein Korrektiv an der Stelle zu sein“.Die Partei wolle, „dass wir für die Fleißigen was erreichen, die lange eingezahlt haben“. Das Bas-Bullshit-Bingo ist selbst für ein 19-Minuten-Interview unendlich müde und ziemlich dünn.

Interessanter wird es, als es um den Vorschlag einiger Ost-Genossen geht, die Fünf-Prozent-Hürde auf drei Prozent zu senken. Bas ist dagegen und formuliert es mit deutlichen Worten: „Wir müssen die AfD ja anders bekämpfen, da geht’s ja nicht um Hürden.“ Eine Absenkung mache „keinen Sinn“, denn „die SPD muss stärker werden, die SPD muss deutlich über die fünf Prozent kommen“. Außerdem: Das sei offenbar ein regionales Theme angesichts der anstehenden Landtagswahlen, die für die SPD zum Desaster zu werden drohen. Auf Bundesebene gebe es diese Debatte sowieso nicht, sagt Bas. Und sie selbst wolle „eine Prozenthürdendiskusion gar nicht führen“. Das Ergebnis sei allerhöchstens eine Zersplitterung der Parteienlandschaft, und das Regieren würde danach schwieriger.
Warum die Lage so ernst, die Krise des Landes so extrem ist, darüber hat Bas sich ihre eigenen Gedanken gemacht. Diese Woche habe die Arbeitslosenzahl die Drei-Millionen-Marke gerissen, sagt Zimmermann. „Glauben Sie, dass da jetzt eine Trendwende in Sicht ist, oder geht das jetzt ewig so weiter?“ Bas ist voller Zuversicht: „Ich sehe aber auch sehr viel, was hervorragend funktioniert, was wächst. Ich bin da nicht ganz so pessimistisch.“
Die Wirtschaftskrise habe „was mit Handelsketten zu tun, mit Zöllen, mit Energiepreisen“, sagt sie. Aber wer etwa „durch die Transformation“ seinen Job verliere, der müsse eben „relativ schnell“ einen Anschlussjob finden.
Immer wieder erzählt sie vom Krieg. Ee werde dauernd leider „überhaupt außer acht gelassen, dass wir Kriege haben, die Einfluss auf unsere Wirtschaft haben.“
Und dann China, na klar, noch so ein Kandidat. „Dass wir technologisch nicht mehr die Führerschaft in vielen Bereichen haben, da haben uns China und andere überholt. Meine Antwort ist, in diese Zukunftsbereiche zu investieren.“
Ihr Fazit: „Wir haben ein paar Kriege um uns rum. Wir haben eine desatröse Haushaltslage, die wir haben. Und das sind übrigens auch Bedingungen, die die AfD auch hätte bei einem Wahlerfolg.“ Es brauche deshalb „keine AfD die sagt, dieses Regierung macht ihre Arbeit nicht richtig“.
Zimmermann zitiert den Juso-Chef Philipp Türmer: „Revolutionen sind nicht vorhersehbar. Sie können auch durch das schlechte Ergebnis einer Landtagswahl ausgelöst werden.“ Was sagt Bas dazu? Sie wischt es beiseite: „Erstmal sind wir unterwegs und kämpfen dass die SPD deutlich in Sachsen-Anhalt über die Fünf-Prozent-Hürde bekommt. Ich sehe viele Genossen, die wirklich hart gegen die AfD kämpfen.“
Und was passiert, wenn das nicht klappt? „Das weiß ich doch jetzt noch nicht! platzt es aus Bas heraus. „Deswegen denke ich über solche Szenarien nach, wenn der Tag da ist.“ Also vermutlich demnächst.



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SPD? Wie die CDU! Verlogen, deutschfeindlich, verfassungswidrig! Das dümmste Führungspersonal aller Zeiten.
Kann weg, muß weg, kommt weg.
Er Wählerflucht über die Brandmauer.
Mit Verlaub Frau Bas ist alles Andere aber sicher keine „Dame“.
Ich sehe viele Genossen die hart gegen die AfD kämpfen ….das glaub ich gern, was anderes könnt ihr verkommenen Figuren ja auch nicht mehr !!! Versuchts doch mal mit Politik für die, die euch wählen sollen ,die euer schmales Salär finanzieren !!!!!! Versucht doch mal nicht jeden Furz in der Welt als Anlass zu nehmen noch mehr Geld ….ich sag’s mal freundlich …..zu verschwenden !!!! Dann klappts auch mit dem Nachbarn/ Wähler …..vielleicht ,nö eigentlich nicht !!!
Die Maistream-Medien:
Wieder einmal zu feige Bärbel Bas darauf festzunageln, warum sie uns stolze Deutsche (Bärbel Bas ist offensichtlich nur Passdeutsche) als „Einheitsbraune“ auf das übeltste beleidigt hat.
Unfassbar, dass diese wirklich minderbemittelte Frau über 200 Milliarden unserer Steuergelder verwaltet.
Unfassbar, dass diese SPD immer noch über 10% liegt.
Unfassbar, dass Merz mit dieset SPD koaliert.
Vorausschauende Planung: Fehlanzeige. „Darüber denke ich nach, wenn es soweit ist“. Mit der Einstellung in 3000 Meter Höhe ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springen…
Was für den Taliban der CSD, sind für mich solche Sätze, „…dass wir für die Fleißigen was erreichen, die lange eingezahlt haben.“. Gerade dann wenn sie von einem kommunistischen Hohlraum kommen, der Arbeit nicht kennt.
Man muss schon einigermassen Schmerzunempfindlich sein um sich das Geschwätz dieser , im Gemüt schlichten Schranze , rein zu ziehen. Ich bin es nicht.