Demograph warnt: „Stehen am Anfang großer gesellschaftlicher Unruhen“

Der Westen erlebt einen demografischen Umbau durch kulturfremde Masseninvasion, dessen politische und gesellschaftliche Folgen gerade erst anfangen sich zu entfalten. Der Soziologe Jan Latten warnt vor massiven Spannungen um Religion und nationale Identität und vor Gesellschaften, deren innere Konflikte sich weiter verschärfen werden.

picture alliance / empics | Jacob King
Betende Muslime in Birmingham

Die Niederlande verändern ihre Bevölkerungsstruktur in hohem Tempo. Seit Anfang 2016 ist die Einwohnerzahl um mehr als 1,1 Millionen Menschen auf rund 18,1 Millionen gestiegen. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist inzwischen negativ. Im Jahr 2025 starben etwa 173.000 Menschen, rund 167.000 Kinder wurden geboren. Seit 2022 übersteigt die Zahl der Todesfälle regelmäßig jene der Geburten. Das Bevölkerungswachstum stammt damit aus Migration. Der niederländische Soziologe und Demograph Jan Latten erwartet daraus schwere gesellschaftliche Folgen: „Wir stehen am Anfang großer gesellschaftlicher Unruhen“, lautet seine Warnung.

Latten richtet den Blick auf die Zusammensetzung der Bevölkerung. Rund 12,9 Millionen Einwohner zählt er zur Bevölkerung mit niederländischen Wurzeln. Diese Gruppe werde bis zur Mitte des Jahrhunderts um weitere ein bis zwei Millionen Menschen schrumpfen. Es gibt weniger junge Erwachsene in dieser Bevölkerungsgruppe, damit sinkt auch die Zahl potenzieller Eltern. Die geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge erreichen zunehmend ein Alter mit hoher Sterblichkeit. Der Rückgang ist längst in der Altersstruktur angelegt.

Bei der Bevölkerung ausländischer Herkunft wächst die Zahl der jüngeren Erwachsenen durch fortgesetzte kulturfremde Zuwanderung. Dadurch steigt auch die Zahl der Menschen im Familiengründungsalter. Latten hält auf diesem Weg eine niederländische Gesamtbevölkerung von rund 20 Millionen Einwohnern bis 2050 für möglich. Diese 20 Millionen werden gesellschaftlich völlig anders zusammengesetzt sein als die heutige Bevölkerung.

Latten benennt die daraus entstehenden Konflikte deutlich. Er verweist auf den Bedeutungsverlust christlicher Traditionen und auf das Wachstum islamischer Schulen. Hinzu kommen sich verschärfende religiös begründete Ansprüche im öffentlichen Leben. Als Beispiel nennt er Forderungen nach getrennten Schwimmzeiten für Frauen. Mit der Größe einer Bevölkerungsgruppe wächst auch ihr gesellschaftliches Gewicht. Religion und Vorstellungen vom Zusammenleben werden dadurch zu politischen Fragen.

Sein entscheidender Einwand richtet sich gegen eine Migrationsdebatte, die fast ausschließlich mit der Gesamtzahl der Einwohner operiert. Entscheidend ist für Latten die Zusammensetzung dieser Einwohner. Mit schrumpfenden Bevölkerungsgruppen verlieren auch deren gesellschaftliche Vorstellungen an Gewicht. Wer glaube, die Unzufriedenheit über die bisherigen Veränderungen habe ihren Höhepunkt erreicht, unterschätze nach seiner Analyse die demografischen Kräfte der kommenden Jahrzehnte.

Die Niederlande stehen mit dieser Entwicklung keineswegs allein. In der Europäischen Union gibt es seit 2012 jedes Jahr mehr Todesfälle als Geburten. Das Wachstum der EU-Bevölkerung wird vom positiven Wanderungssaldo getragen. Zum 1. Januar 2026 lebten rund 452 Millionen Menschen in der Union, 706.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung hätte zu einem Rückgang geführt. Was an sich nicht schlimm ist. Dies wird von den politischen Eliten jedoch diametral anders gesehen und so handeln sie dem Willen der eigenen Bevölkerungen mit einer nicht enden wollenden kulturfremden Massenmigration von eher bildungsfernen Menschen entgegen. Zum Nachteil der westlichen Gesellschaften, die mit stetig zunehmenden Verwerfungen und Kämpfen beschäftigt sind. Auch hier erleben wir nur die Anfänge dieser Entwicklung.

Deutschland zeigt denselben grundlegenden Prozess in inzwischen gewaltigen absoluten Zahlen. Im Jahr 2025 lebten hier 21,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund nach der engeren Definition des Statistischen Bundesamtes. Das waren 26,3 Prozent der Bevölkerung in privaten Hauptwohnsitzhaushalten. Seit 2005 stieg ihre Zahl von 13 auf 21,8 Millionen, ein Zuwachs um 8,8 Millionen beziehungsweise 67 Prozent. Weitere 4,2 Millionen Menschen haben einen eingewanderten Elternteil. Nach der weiter gefassten Definition des Migrationshintergrundes zählt Destatis inzwischen 25,8 Millionen Menschen. Hierbei steht allerdings zu befürchten, dass diese Zahlen nicht den tatsächlichen entsprechen und deutlich nach oben korrigiert werden könnten. Dennoch kann man auch anhand dieser Zahlen erkennen, wohin die Reise für die Staaten Westeuropas geht.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind erheblich. Nach dem engeren Destatis-Begriff des Migrationshintergrunds lag der Anteil 2025 in Bremen bei rund 40,5 Prozent. Berlin kam auf 35,8 Prozent, Hamburg auf 35,7 Prozent. In Hessen waren es 33,8 Prozent, in Baden-Württemberg 32,2 Prozent und in Nordrhein-Westfalen 30,5 Prozent. Bayern lag bei 26,4 Prozent, Rheinland-Pfalz bei 26,1 Prozent, das Saarland bei 24,0 Prozent. Niedersachsen erreichte 22,9 Prozent, Schleswig-Holstein 19,5 Prozent. In Sachsen waren es 10,6 Prozent, in Thüringen 10,3 Prozent, in Brandenburg 10,2 Prozent und in Sachsen-Anhalt 10,1 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern lag bei 8,7 Prozent.

Bei jüngeren Jahrgängen liegt der Anteil deutlich höher. Unter den 25- bis 34-Jährigen hatte 2025 bereits mehr als jeder Dritte einen Migrationshintergrund. Destatis nennt 36 Prozent. Bei den über 65-Jährigen waren es 14 Prozent. Die künftige Bevölkerungszusammensetzung ist damit in den jüngeren Altersgruppen bereits wesentlich weiter fortgeschritten als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Noch deutlicher wird diese Entwicklung in den Schulen. Bundesweit hatten 2024 bereits 29 Prozent aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Einwanderungsgeschichte. Bei weiteren zwölf Prozent war ein Elternteil eingewandert. Nur 59 Prozent der Schüler gehörten zu keiner dieser beiden Gruppen. Fünf Jahre zuvor hatte der Anteil der Schüler mit Einwanderungsgeschichte noch bei 26 Prozent gelegen.

Die bundesweite Durchschnittszahl verdeckt die Verhältnisse in den großen Städten. In Hamburg haben im Schuljahr 2025/26 bereits 54,8 Prozent der Schüler von der Vorschule bis einschließlich Klasse zehn einen Migrationshintergrund. Bei 34,9 Prozent wird zu Hause überwiegend kein Deutsch gesprochen. An Hamburger Grundschulen hat mehr als die Hälfte der Kinder einen Migrationshintergrund; besonders hoch sind die Anteile auch an den Stadtteilschulen.

Berlin meldet für das Schuljahr 2025/26 an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen 43,1 Prozent Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache. An den öffentlichen Grundschulen liegt der Anteil in Regelklassen bei 45,6 Prozent. In einzelnen Jahrgangsstufen erreicht er 47,3 Prozent. Die Berliner Statistik erfasst dabei die Familiensprache, unabhängig von Staatsangehörigkeit und Geburtsort.
Nordrhein-Westfalen liegt noch einmal in einer anderen Größenordnung. Im Schuljahr 2025/26 haben 46,4 Prozent der Schüler an allgemeinbildenden Schulen einen Migrationshintergrund. An den Grundschulen sind es landesweit 47,4 Prozent. In Gelsenkirchen erreichen die Grundschulen 65,5 Prozent, in Duisburg 65,3 Prozent und in Hagen 64,9 Prozent. In diesen Städten haben damit bereits fast zwei von drei Grundschulkindern einen Migrationshintergrund. Landesweit umfasst diese Gruppe an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen rund 1,1 Millionen Schüler.

Diese Jahrgänge bilden in wenigen Jahren die Wählerschaft und einige Jahre später einen erheblichen Teil der Elternschaft. Die Altersstruktur sorgt dafür, dass ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung weiter steigt.

Die Länder Westeuropa können kein Fußballspiel einer von Maghrebbinern präferierten Teams mehr durchführen, ohne danach – ob nun Sieg oder Niederlage ist egal – mit Unruhen kolossaler Ausmaße konfrontiert zu sein: Brüssel erlebte während der Fußball-WM 2022 und 2026 massivste Ausschreitungen nach dem marokkanischen Sieg gegen Belgien: Autos und E-Scooter brannten, Polizisten wurden mit Gegenständen beworfen, Wasserwerfer und Tränengas kamen zum Einsatz. Nach Marokkos Niederlage gegen Frankreich folgten erneut Krawalle und Festnahmen. Ende Juni 2026 wiederholte sich das Muster in den Niederlanden nach dem marokkanischen Sieg gegen die niederländische Nationalmannschaft. In Rotterdam griffen Gruppen Polizisten mit Feuerwerk und Steinen an, die Polizei setzte Wasserwerfer ein; in Rotterdam und Den Haag gab es insgesamt 17 Festnahmen. Amsterdam hatte bereits im November 2024 nach dem Spiel Ajax gegen Maccabi Tel Aviv schwere Gewalttaten erlebt: Jüdische Personen wurden gezielt verfolgt und zusammengeschlagen, fünf Verletzte kamen ins Krankenhaus, 63 Personen wurden festgenommen. In Berlin eskalierten im Dezember 2022 Feiern nach Marokkos Sieg gegen Portugal. Eine Menge bewarf Polizisten mit Pyrotechnik, ein Beamter wurde verletzt, Einsatzkräfte mussten sich zeitweise mit einem Festgenommenen in ein Gebäude zurückziehen. Frankreich erlebte nach dem Tod des 17-jährigen Nahel bei einer Polizeikontrolle 2023 abermals mehrere Nächte schwerster Banlieue-Unruhen. Die Heftigkeit baut sich seit Jahrzehnten immer weiter auf. Das französische Innenministerium sprach später selbst von Gewalt „beispiellosen Ausmaßes“ hinsichtlich geografischer Ausbreitung und Vorgehensweise: Feuerwerksmörser wurden massenhaft gegen Polizisten eingesetzt, Geschäfte geplündert und öffentliche Gebäude verwüstet. In der Hochphase lagen vorsätzliche Zerstörungen 140 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, Einbrüche in Geschäfts- und Gewerberäume verdreifachten sich, Übergriffe auf Amtsträger verdoppelten sich.

Großbritannien erlebte 2024 eine landesweite Explosion von Gewalt entlang der Migrationsfrage mit mehr als tausend Festnahmen; in Birmingham sammelten sich parallel nach Gerüchten über eine rechtsextreme Demonstration große Gruppen überwiegend arabischstämmiger Männer, teilweise mit palästinensischen Fahnen. Diese Ereignisse haben unterschiedliche unmittelbare Auslöser. Sie zeigen eine wachsende gesellschaftliche Fragmentierung, bei der Herkunft, Religion und Migration immer häufiger zu Mobilisierungslinien für Gruppen auf der Straße werden.

Auch die Kriminalstatistiken gehören zu diesem Bild. Die Staaten erfassen Herkunft und Sexualdelikte nach unterschiedlichen Kategorien, eine einzige europäische Migrantenquote existiert deshalb nicht. In Deutschland registrierte das BKA 2024 allein in der schweren Deliktsgruppe Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff 13.320 Fälle, 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Von 11.329 ermittelten Tatverdächtigen waren 4.437 keine deutschen Staatsangehörigen, ein Anteil von 39,2 Prozent; 1.316 gehörten zur engeren BKA-Kategorie der „Zuwanderer“. Die Staatsangehörigkeit bildet Menschen mit eingebürgertem Migrationshintergrund dabei gar nicht ab. Die Niederlande registrierten 2025 insgesamt 11.120 Sexualstraftaten, darunter 2.790 Vergewaltigungen und 2.845 sexuelle Übergriffe. Auch die allgemeinen niederländischen Tatverdächtigenraten weisen erhebliche Unterschiede nach Herkunft aus: Unter in den Niederlanden Geborenen mit zwei ebenfalls dort geborenen Eltern wurden 2025 rund 50 Tatverdächtige je 10.000 Einwohner registriert; bei in den Niederlanden Geborenen mit zwei im Ausland geborenen Eltern waren es 265. Bei den 18- bis 23-Jährigen lagen die entsprechenden Werte bei 128 und 381. Frankreich registrierte 2025 rund 132.300 Opfer sexueller Gewalt, acht Prozent mehr als im Vorjahr; 84.900 Personen wurden als Tatverdächtige geführt. In England und Wales verzeichnete die Polizei im Jahr bis März 2025 209.079 Sexualdelikte, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum; die große Opferbefragung des ONS schätzte die tatsächliche Zahl der Menschen, die innerhalb eines Jahres sexuelle Übergriffe erlebt hatten, auf rund 900.000. Belgien registrierte 2025 in seiner breiteren strafrechtlichen Kategorie der „Sittlichkeitsdelikte“ 16.626 Taten. Frankreich, Belgien und die britische Polizeistatistik veröffentlichen für diese Deliktszahlen keine unmittelbar vergleichbare Aufschlüsselung nach Migrationshintergrund. Eine solche Quote über alle fünf Staaten hinweg zu behaupten wäre deshalb statistisch erfunden.

Der demografische Umbau wird zugleich räumlich immer deutlicher. Ganze Stadtteile sind innerhalb weniger Jahrzehnte eine Bevölkerungsstruktur gewichen, die mit der nationalen Durchschnittsbevölkerung kaum noch etwas gemein hat. Birmingham war beim Zensus 2021 erstmals mehrheitlich von ethnischen Minderheiten geprägt; 51,4 Prozent der Einwohner gehörten einer solchen Gruppe an. In Small Heath waren 85,9 Prozent der Einwohner Muslime, in Alum Rock 83,7 Prozent und in Bordesley Green 80,2 Prozent. Sparkbrook and Balsall Heath East wies einen Minderheitenanteil von 90,5 Prozent auf. In der Region Brüssel-Hauptstadt hatten Anfang 2025 lediglich 22 Prozent der Einwohner einen belgischen Hintergrund ohne ausländische Herkunft; 40,8 Prozent waren Belgier mit ausländischem Hintergrund und 37,2 Prozent ausländische Staatsangehörige. In Molenbeek war bereits beim jüngsten Zensus mehr als jeder dritte Einwohner außerhalb der EU geboren. Amsterdam meldete schon für 2023 bei 59 Prozent seiner Einwohner einen Migrationshintergrund. Im Duisburger Stadtteil Marxloh hatten Anfang 2024 rund 80 Prozent der ungefähr 22.000 Einwohner einen Migrationshintergrund; für das Teilquartier Marxloh Nord-Ost/Johannismarkt weist der Sozialbericht der Stadt sogar 90,4 Prozent Einwohner mit Einwanderungsgeschichte aus. Aulnay-sous-Bois im Pariser Banlieue betritt man auf eigene Gefahr. Man fährt mitunter eine halbe Stunde quer durch den Bezirk, ohne noch eine einzige weiße Person auf den Straßen zu erblicken.

Gerade solche Konzentrationen machen aus einer abstrakten nationalen Migrationsquote konkrete Stadtviertel mit eigenen religiösen Milieus, Geschäften, Vereinen und sozialen Netzwerken, sogenannten Gegengesellschaften, die mit dem aufnehmenden Land nichts gemein haben. Wenn sich diese Räume über Generationen verfestigen, entsteht die gesellschaftliche Segregation, vor deren politischen Folgen Latten warnt.

Im Oktober 2016 hob National Geographic auf seinem Titelblatt ab, was von Linken bejubelt und von Gegnern dieser Masseninvasion kritisiert wurde: „The New Europeans“. Gemeint waren die neu angekommenen kulturfremden Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten. Das Magazin selbst schrieb, diese Einwanderung gestalte den Kontinent neu und fordere seine kulturellen Identitäten heraus. Titel und Text behandelte die Menschen nicht als vorübergehende Gäste, sondern bereits als die neuen Europäer. Zehn Jahre später ist diese Beschreibung in vielen Städten, Schulen und Wahlbezirken demografische Realität.

Wie sich unterschiedliche demografische Gruppen politisch orientieren können, zeigt ganz aktuell Schweden. Das schwedische Statistikamt SCB erhob im Mai 2026 die Parteisympathien nach Herkunft. Unter Wahlberechtigten mit ausländischem Hintergrund lagen die Sozialdemokraten bei 45,8 Prozent und die Linkspartei bei 13,0 Prozent. Die Schwedendemokraten kamen in dieser Gruppe auf 12,2 Prozent, die Moderaten auf 11,3 Prozent. Als Menschen mit ausländischem Hintergrund zählt das SCB im Ausland Geborene mit zwei im Ausland geborenen Eltern sowie in Schweden Geborene mit zwei im Ausland geborenen Eltern.

Bei der schwedischen Parlamentswahl vom 13. September wurde die politische Teilung auch geografisch sichtbar. Nach dem derzeit noch vorläufigen Ergebnis kamen die Sozialdemokraten landesweit auf rund 28 Prozent, die Moderaten erreichten knapp 20 Prozent, die Schwedendemokraten 17,6 Prozent. Der von Magdalena Andersson geführte Block erhielt in der vorläufigen Mandatsverteilung 176 Sitze, das Regierungslager 173. Das endgültige Ergebnis wird von der schwedischen Wahlbehörde erst nach Abschluss der laufenden Auszählung festgestellt.

In stark von Einwanderung geprägten Gebieten fällt das Wahlbild vollkommen anders aus als im Landesdurchschnitt. Reuters nennt Rinkeby in Stockholm als Beispiel. Dort erhielt das Mitte-links-Lager rund 94 Prozent der Stimmen. Die landesweiten Daten des SCB hatten bereits vor der Wahl gezeigt, wie stark Herkunft und Parteipräferenz miteinander zusammenhängen können.

Donald Trump brachte die Entwicklung Anfang September für Großbritannien auf einen Satz zusammen. In einem Interview mit GB News erklärte der amerikanische Präsident: „Wenn ihr nicht verhindert, dass Menschen aus aller Welt in euer Land strömen, wird euch kein Land mehr bleiben.“ Trump sagte ausdrücklich, Einwanderung verändere das Erscheinungsbild Großbritanniens. Zugleich bezeichnete er das Land angesichts seiner Migrations- und Energiepolitik als „am Rand einer Katastrophe“.

Die europäischen Bevölkerungszahlen zeigen, auf welche Entwicklung sich dieser Satz bezieht. Niedrige Geburtenzahlen verkleinern in zahlreichen westlichen Staaten die einheimischen jüngeren Jahrgänge. Hohe Zuwanderung vergrößert den Anteil eingewanderter Menschen und ihrer Nachkommen. Deutschland zählt inzwischen 25,8 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. In Hamburg hat mehr als die Hälfte der Schüler einen solchen Hintergrund. In mehreren Ruhrgebietsstädten liegt der Anteil an den Grundschulen bei fast zwei Dritteln. Schweden zeigt bereits erhebliche Unterschiede im Wahlverhalten nach Herkunft.

Vergessen Sie bitte nicht, sich für die Turbo-Entwicklung hierzulande bei den dafür hauptverantwortlichen Parteien CDU und SPD zu bedanken. Die Linke braucht Sie dafür schon gar nicht mehr.


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Kommentare ( 4 )

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4 Comments
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Zimmerlinde
14 Minuten her

Im Grunde ist das alles nichts Neues. Ich darf nur an Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ aus dem Jahr 2010 (!) erinnern. Und in seinem Buch aus 2024, „Deutschland auf der schiefen Bahn: Wohin steuert unser Land?“, wird nochmals ganz klar aufgezeigt wohin die Reise geht. Soll nachher niemand sagen, das kommt alles so überrraschend; wenn wir das gewusst hätten…blabla…etc.Warnungen gab es früh genug. Zeit zum Gegensteuern ebenfalls. Der Rest ist bekannt.

Haba Orwell
17 Minuten her

> Er verweist auf den Bedeutungsverlust christlicher Traditionen

Die christliche Lehre hat längst keine Bedeutung mehr. Alles dreht sich nur noch darum, gegen wen Kriege für Interessen ferner Länder zu führen.

chris
25 Minuten her

mit dem Bevölkerungsumbau geht der Absturz von Produktivität und Innovationskraft und damit Wohlstand in direkter und unlösbarer Korrelation einher. Ich brauche hier nicht Peter Scholl-Latour zu zitieren. Es kann nicht mehr allzu lange dauern bis Verteilungskämpfe um das ausbrechen was noch in den Regalen oder den heimischen Vorratskellern liegt während mangels Zahlungsfähigkeit nichts Neues mehr nachgeliefert wird. Das ist für alle, die der Grundrechenarten mächtig und bereit sind, nicht wegzuschauen, sehr offensichtlich. Die, die das vorantreiben sind entweder dumm öder – böse.

Last edited 22 Minuten her by chris
jwe
29 Minuten her

Diese Erkenntnisse sind nicht neu. Das haben ältere, erfahrene Mitbürger schon im Jahr 2015/2016 vorher gesagt. Davon wissen wollen allerdings die Gutmenschen und Politiker nichts. Die hierher gekommenen sind jetzt alle Deutsche und haben unsere Kultur und Lebensweise übernommen. Die Gefahr geht nur von den Rechten a la AFD aus.