Das Zins-Beben: EZB ist hilflos

Verantwortungslose Haushaltspolitik rächt sich: Jetzt steigen mitten in der Wirtschaftskrise die Zinsen. Die EZB sieht keine andere Möglichkeit, den Kapitalabfluss zu verhindern – obwohl sie damit Frankreich und Deutschland noch tiefer in die Schuldenfalle treibt.

 

Obwohl Deutschland in der Krise steckt und die Wirtschaft schrumpft, erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen. Damit riskiert sie nicht nur, die deutsche Wirtschaft weiter zu schwächen – sondern bringt auch die überschuldeten europäischen Staaten in eine gefährliche Lage. Doch internationale Entwicklungen setzen die EZB unter Zugzwang – und Jahrzehnte kurzsichtiger Fiskalpolitik deutscher und französischer Politiker lassen keinen anderen Ausweg, als die Zinsen anzuheben.

In dieser Ausgabe von „Vor dem Sturm“ analysiert Thomas Kolbe gemeinsam mit Maximilian Tichy die wahren Hintergründe der Zinspolitik, das drohende Platzen des globalen Yen-Carry-Trades und die verheerenden Folgen der aktuellen deutschen Haushaltspolitik. Für Anleger ergeben sich Spekulationschancen – und Gefahren, wenn sie zu viel in Staatsanleihen investiert haben.

Hinweis: Dieses Video dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.

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Kommentare ( 4 )

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4 Comments
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Kampfkater1969
29 Tage her

Man wird nicht umhin kommen, die Bonität der EU-Staaten neu zu bewerten.
Um die Unternehmen zu stützen, muss man die Bonität der Staaten senken, damit dort die Risikoprämie gegenüber den Unternehmen sich erhöht. Damit könnten die Zinsen für Unternehmen und Immobilienentwickler sinken und bei den Staatsanleihen steigen.

joly
9 Tage her
Antworten an  Kampfkater1969

Schön gedacht, aber so direkt scheint es ja nicht zu gehen. Die meisten großen Industrieunternehmen in Frankreich gehören dem Staat und werden von diesem gepampert. Reduziert man die Bonität Frankreichs, werden die Staatsanleihen insgesamt ganz ungemein an Wert verlieren. Sie werden nicht mehr handelbar – so wie Staatsanleihen nicht mehr gehandelt werden, wenn ihr Verlust in den Büchern der Privat-Banken, die diese Staatsanleihen halten, zu groß werden und die Existenz dieser Banken bei der Aktiv-Stellung in der Bilanz gefährden würden. In solchen Situationen ist das Handelsgeschäft für solche Staatsanleihen ein va banque Spiel. Staatsanleihen um die Großunternehmen zu pampern würden… Mehr

Franz Schroeder
29 Tage her

Oh, sie wissen nicht mehr was sie tun sollen?

Menno, das mit dieser Wirtschaft und Zinsen und Geld und Wohlstand wird total überschätzt in einem Arbeitslosen-Flüchtlings- und Antiindustriestaat.

Schließlich kommt das Geld vom Jobcenter, die Lebensmittel aus dem Supermarkt, der Strom aus der Steckdose und Sprit braucht man in einer 15 Minutenstadt auch keinen.

Also keep cool, Alter.

Ihr werdet nix mehr besitzen, aber glücklich sein.

Wann kapiert ihr das endlich?

Bernhardino
29 Tage her

Es war schon immer die Absicht der Finanzelite, Schuldner möglichst tief in die Schuldenfalle zu treiben. Blöd halt, wenn man sich treiben lässt. Wie unsere „Eliten“.