Öl-Schock: Trumps Plan für den Weltmarkt

Nachdem Donald Trump den Machthaber Venezuelas ausgewechselt hat, bekommen amerikanische Konzerne nun Zugriff auf die Ölfelder. Es ist eiskalte Machtpolitik, die die Stellung der USA festigt – und China ausbootet. Für Anleger ergeben sich nun Chancen, von diesem Ressourcenboom zu profitieren.

 

Donald Trump integriert Venezuela in das amerikanische Rohöl-Imperium. Es ist ein Machtwechsel für die globale Energieversorgung. Die Vereinigten Staaten kontrollieren so große Teile des Weltmarkts – und befeuern ihre eigene Wirtschaft.

Thomas Kolbe erklärt im Gespräch, wie die USA durch die Kontrolle über die venezolanischen Schwerölbestände nicht nur ihre eigene Inflation bekämpfen, sondern auch strategische Hebel gegenüber China und dem Iran ansetzen. Während Amerika seine Energievorherrschaft mit der „eisernen Faust“ zementiert, steht Europa vor hausgemachten Problemen.

Durch diese Revolution auf dem Energiemarkt entstehen auch große Chancen für Anleger. Denn Kolbe erklärt: Viele Unternehmen in der Rohöl-Produktionskette können mit außerordentlichen Gewinnen rechnen. Anleger sollten Aktien im Mid- und Downstream-Bereich ins Auge fassen. Raffineriebetreiber, Reedereien und Pipelinebetreiber bieten große Gewinnchancen.

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Kommentare ( 35 )

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35 Comments
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Teiresias
1 Monat her

Das ist nicht einfach Machtpolitik, das ist ein bewaffneter Raubüberfall.
Die Aussicht, sich als “ Investor“ daran mitzubereichern zu feiern, ist eine moralische Bankrotterklärung.
Die USA unter Trump ist zu einer Mafia heruntergekommen.
Eine Schande für das, was der Westen einmal als Bedeutung für sich beansprucht hat.

Last edited 1 Monat her by Teiresias
Barbarossa
1 Monat her
Antworten an  Teiresias

Chapeau!

OJ
1 Monat her

Ich kam, sah und siegte.
Cäsar ist auferstanden wie Phönix aus der Asche.
Der neue Imperator, Donald John Trump, entscheidet schnell, sehr schnell. Daumen hoch oder runter.

Freigeistiger
1 Monat her

Man sollte bedenken, dass das Öl in Venezuela nur sehr aufwändig und teuer gefördert werden kann, weil es aus den Gesteinsschichten gelöst werden muss.
Das ist was ganz anderes als im arabischen Raum. Daher wäre ich mit entsprechenden Inverstments erst mal vorsichtig. Vielleicht übernimmt sich Chevron und sackt ab.

Ohwehnene
1 Monat her

Die Trump-Administration agiert geopolitisch genial. Statt China mit Aufrüstung zu beeindrucken packt man es am wunden Punkt, der Ölversorgung. Aus Venezuela ist sie versiegt und aus Iran können die Amerikaner sie regulieren, je nach politischer Großwetterlage. Da fahren die Chinesen doch lieber elektrisch und bauen Kraftwerke aller Art.

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Ohwehnene

Selbst wenn die USA wirklich China „packen“ könnten – was genau haben Sie selber davon? Ich sehe nur Kosten der Kriege, aber keine persönlichen Vorteile.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Wenn Sie andere Quellen als die von Ihnen genutzten bemühen werden Sie fündig!

GermanMichel
1 Monat her

Hat Venezuela jetzt die größten Ölvorkommen oder Teervorkommen der Welt?

Die Privatwirtschaft scheint nicht ganz so begeistert zu sein wie Trump.

Freigeistiger
1 Monat her
Antworten an  GermanMichel

Venezuela hat in der Tat dier größten Ölvorkommen der Welt. Allerdings sind die schwer zu fördern, das ist nicht so einfach wie in Saudi-Arabien.
Es muss also viel investiert werden und die Förderung lohnt sich nur bei einem relativ hohen Ölpreis.

Haba Orwell
1 Monat her

Wieso gängelt Seine Trumpigkeit Kuba statt einfach abzuwarten, bis dortiger Sozialismus selber zusammenbricht oder wie in China hin zur Marktwirtschaft reformiert wird? >>>Kuba wirft den USA einen „Krieg ohne Bomben“ vor<<< > „… Die Folgen treffen vor allem das Gesundheitssystem. Nach Angaben kubanischer Behörden warten über 100.000 Menschen auf Operationen, 34.000 Frauen auf Ultraschalluntersuchungen und mehr als 3.000 Dialysepatienten sind durch stundenlange Stromausfälle betroffen. Die Überlebensrate von Kindern mit Krebs sei von 85 auf 65 Prozent gesunken. Präsident Miguel Díaz-Canel räumte ein, dass die Säuglingssterblichkeit von früher 4 bis 5 auf über 9,8 pro 1.000 Lebendgeburten gestiegen sei. Torres Rivera… Mehr

Donostia
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Das Problem in Kuba ist durch die kubanische Regierung verursacht. Die USA verstärken diesen Effekt durch Embargos. Im Prinzip das selbe Problem wie in Deutschland, dass durch die deutsche Regierung verursacht wird. Wahrscheinlich im Januar oder Februar wird unsere deutsche Regierung Putin vorwerfen, uns vom Gas abgeschnitten zu haben und dadurch muss die Industrie gedrosselt werden, weil das Gas zur Erzeugung von Strom und zum Heizen gebraucht wird. Erstens verzichtet die EU und vor allem Deutschland freiwillig auf dieses Gas indem sie es nicht mehr kauft, und zweitens hat man Kohlekraftwerke gesprengt und KKWs stillgelegt. Man hat das Messer selbst… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Donostia

> Das Problem in Kuba ist durch die kubanische Regierung verursacht.

Schon mal von „inneren Angelegenheiten“ gehört, in die sich andere Staaten nicht einzumischen haben? Anders als bei Reagan nimmt niemand dem Trumpigsten die „Befreier“-Masche ab – der will nur erobern und herrschen und verheimlicht es ja nicht mal.

Wie sich Kubaner selber betten, so schlafen sie.

Donostia
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Ja sie betten sich unter dem Sozialismus ziemlich schlecht. Die Deutschen übrigens auch.

Last edited 1 Monat her by Donostia
Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Donostia

> Ja sie betten sich unter dem Sozialismus ziemlich schlecht.

Dennoch ist es derer interne Sache, diesen Sozialismus zu überwinden. Was Schland betrifft – Trump macht nichts, um den Ökosozialismus zu überwinden – er will nur Tribute kassieren. Das Füttern der Rüstungsindustrie auf Pump praktiziert er auch selber.

Eddy08
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

klingt irgendwie nach Deutschland was Sie über Kuba schreiben….mal abgesehen von der Kindersterblichkeit

Haba Orwell
1 Monat her

> Donald Trump integriert Venezuela in das amerikanische Rohöl-Imperium.

Warum noch mal sollte es irgend jemand in Westeuropa bejubeln? Monopole haben schon immer steigende Preise bedeutet.

Barbarossa
1 Monat her

Das ist kein Journalismus, sondern die immer gleiche amerikanische Erfolgsgeschichte in wechselnder Kulisse. Bei Thomas Kolbe wird aus jedem US-Schritt ein „geopolitischer Wirkungstreffer“, aus Oelreserven wird amerikanische Marktmacht, aus Marktmacht Inflationsbekaempfung und aus einer politischen Vereinbarung gleich eine „Revolution auf dem Energiemarkt“. Diesmal soll Venezuela zum amerikanischen Rohoel-Imperium werden – und selbstverständlich winken am Ende auch noch „große Gewinnchancen“ für Anleger. Das Problem ist nicht, dass jeder einzelne Fakt falsch waere. Das Problem ist die Methode: Die Fakten werden so ausgewaehlt und miteinander verkettet, dass immer dieselbe Schlussfolgerung herauskommt – Amerika gewinnt, China verliert, Europa verliert, und wer rechtzeitig investiert,… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Barbarossa

> Bei Thomas Kolbe wird aus jedem US-Schritt ein „geopolitischer Wirkungstreffer“, aus Oelreserven wird amerikanische Marktmacht

Mich wundert diese Begeisterung, wenn man ganz zufällig gerade nicht in den USA lebt.

Barbarossa
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Vielleicht sind manche umso begeisterter, je weiter sie von den USA entfernt leben, weil sie noch nicht einmal ahnen, wie uebel es um dieses Land wirklich bestellt ist? Aber im vorliegenden Fall spielt moeglicherweise auch die typische Vasallenmentalitaet oder das Stockholmsyndrom eine Rolle. Was meinen Sie?

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Barbarossa

> weil sie noch nicht einmal ahnen, wie uebel es um dieses Land wirklich bestellt ist?

Das Kriterium müssten Auswirkungen auf jenes Land sein, wo man selber lebt – nicht ein anderes. Und selbst wenn Trump mit geraubten Tributen den eigenen Untertanen ein Paradies auf Erden schaffen würde – was habe ich in Schland davon?

Noch so ein Raub: https://tkp.at/2026/09/05/trump-bittet-europa-zur-kasse-fuer-us-provozierten-krieg/

Wird der US-Diktator von uns auch noch Kohle für den Vietnamkrieg fordern? Und gewisser Blog jubelt darauf?

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Barbarossa

Ob Sie wohl in letzter Zeit einmal vor Ort waren und sich das Debakel, das sie für die USA beschreiben, mit eigenen Augen betrachteten? Abseits von Touristenzielen?

Barbarossa
1 Monat her
Antworten an  Kassandra

Ja. Z.B. Portland, Oregon – eine der Staedte, in denen der Gegensatz zwischen wohlhabender, progressiver Stadt und sichtbarer Verwahrlosung besonders drastisch ist. 2025 wurden 20.526 Obdachlose gezaehlt; 75 % waren unsheltered! Seattle – ebenfalls sehr auffaellig, insbesondere in Teilen von Downtown und entlang bestimmter Verkehrsachsen. 2025: rund 26.936 Obdachlose, davon 70 % unsheltered. Oder in Oakland – vielleicht eines der extremsten Beispiele, wenn man nicht nur Obdachlosigkeit, sondern allgemeine Verwahrlosung und Kriminalität betrachtet. Der Großraum Oakland/Berkeley/Alameda County hatte 2025 rund 39.262 Obdachlose, davon 79 % unsheltered. Wenn Sie sich anschauen wie diese Menschen leben, faellt Ihnen nichts mehr ein, und… Mehr

Donostia
1 Monat her
Antworten an  Barbarossa

Das es Jahre dauert, um die Raffineriekapazität für venezolanisches Öl aufzubauen ist für mich nachvollziehbar. Warum aber sollte es für die USA nicht richtig sein, genau das zu tun? Die wollen nicht das Klima retten, sondern in 10 Jahren weiterhin billiges Öl verfeuern. Zudem schneiden sie die Chinesen von dieser Quelle ab, dass ist strategisch gesehen für die USA auch richtig, den Öl ist für die Chinesen die Achillesferse, so wie seltene Erden, dass die Chinesen unter Kontrolle halten die Achillesferse der USA ist. Die USA hat aus meiner Sicht auch kein großes Interesse, dass die Straße von Hormus schnell… Mehr

Last edited 1 Monat her by Donostia
Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Donostia

Nähme man die religiöse Komponente dazu müsste man sie Gotteskrieger oder Jihadisten nennen – die auch in den USA sehr bestimmend auftreten – dort allerdings bei geschlossener Grenze und Abschiebungen, die bereits jetzt in die Millionen gehen!

Barbarossa
1 Monat her
Antworten an  Kassandra

Ach ja? Zu Ihrer Information: In den U.S.A. platzte letzte Woche eine Bombe: Greg Bovino, der Kommandant der U.S. Border Patrol, kuendigte nach 30 Jahren seinen Dienst, gab dem Journalisten Tucker Carlson ein Interview, in dem er auspackte und die wahren Zahlen auf den Tisch legte. Seine Aussage: Nach Ablauf der Biden Aera waren nicht die bisher erwaehnten 50 Millionen illegalen Migranten im Lande, sondern 107 Millionen. 107 Millionen! Aber es kam noch schlimmer: Was hat der orange Clown seitdem wirklich getan? Nun, er drohte den Migranten. Daraufhin verliessen einige Hunderttausend freiwillig das Land, und deportiert wurden bisher unter Trump… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Donostia

> Warum aber sollte es für die USA nicht richtig sein, genau das zu tun?

Leben Sie in den USA? Warum sollte es für die restliche Welt richtig sein, wenn sich jemand Rohöl-Minopol erobern will – und auch noch dafür die übrige Welt bezahlen lässt?

Barbarossa
1 Monat her
Antworten an  Donostia

Natuerlich ist es strategisch vernuenftig, dass die USA sich venezolanisches Schweroel sichern und China dort zurueckdraengen wollen – falls es wirklich gelingt. Auch die chinesische Abhaengigkeit von importiertem Oel ist ein realer Nachteil. Daran ist nichts auszusetzen. Aber genau hier beginnt das Problem bei Kolbe: Aus einer plausiblen amerikanischen Strategie wird bei ihm regelmaessig eine bereits vollzogene amerikanische Erfolgsgeschichte. Venezuela wird zum „Rohoel-Imperium“, China zum Verlierer, Europa zum Selbstzerstoerer – und am Ende stehen natuerlich noch die „grossen Gewinnchancen“ für Anleger. Keiner dieser Schritte muss falsch sein. Aber eine Analyse, die aus jedem neuen Ereignis wieder dieselbe Botschaft destilliert, ist… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Barbarossa

> Aus einer plausiblen amerikanischen Strategie

Es ist eine perverse „Strategie“ – wen anders mit viel Aufwand und Kosten sabotieren, statt sich um den eigenen Kram zu kümmern, wie MAGA eigentlich wollte und Trump im Wahlkampf versprochen hat.

Barbarossa
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

ganz richtig, sehe ich genau so, doch rein logisch, also wertfrei, betrachtet, musste ich Donostia so antworten.

MaxVanMoritz
1 Monat her

Auch so eine Frau in Venezuela.

bkkopp
1 Monat her

Chevron konnte schon immer in Venezuela bleiben und betreibt seine eigenen Ölfelder. Dort will Chevron entsprechend deren Ankündigung in den nächsten 5 Jahren ca. $ 5 Mrd. investieren. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen kann man erfahren, dass Chevron nichts mit Alejandro Betancourt-Lopez zu tun haben will. Dies soll aber der strategische Gesellschafter für das kürzlich angekündigte Projekt sein, weil er aktiv Öl in Venezuela fördert und ein Nahverhältnis zur US-gedeckten Rodrigez Diktatur hat. Ob und wie weit maßgebliche Ölgesellschaften in der vorgeschlagenen Konstruktion substantiell, zwei-bis dreistellige Milliardenbeträge in 3-10 Jahren, investieren wollen ist völlig unbekannt. Das 100-Jahre Abkommen ist lachhaft.… Mehr

Rasparis
1 Monat her
Antworten an  bkkopp

War nicht kürzlich irgendwo zu lesen, dass sich der Ölpreis bei mindestens 110 US$/Barrel einpendeln muss, damit das stark schwefelhaltige, zähe und aus diesem Grunde nur mit komplexen Verfahren überhaupt zu gewinnende „heavy crude“ Venezuelas rentabel gefördert und vermarktet werden kann ? Auf „Tichy“ wurde vor einiger Zeit einmal ein recht interessanter Beitrag zur Beschaffenheit und den Umständen der Gewinnung venezolanischen Öls veröffentlicht, der so gar nicht zum „America, the Great and beautiful“ Lobgesang des Herrn Kolbe zum angeblich ach so genialen FOA, wie Trump millerweile vielerorts genannt wird, passen wollte. I.ü. hat sich der korrupte Trump im Iran gerade… Mehr

Last edited 1 Monat her by Rasparis
bkkopp
1 Monat her
Antworten an  Rasparis

Die amerikanischen Ölfirmen kennen die technisch-wirtschaftlichen, und die politischen Bedingungen und Risiken in Venezuela nur zu gut. Sie wissen, dass der “ 100-Jahre-Plan“ in wenigen Monaten wahrscheinlich ganz, oder zu 90%-plus, Makulatur ist. Kurzfristig, in den nächsten Tagen und Wochen, werden sie vielleicht oberflächlich so tun als ob sie das Projekt überlegen wollen – eine allzu deutliche Absage könnte bei der bekannten Rachsucht des Präsidenten an anderen Stellen sehr schädlich sein – am Ende aber nicht wirklich etwas tun.

Ohwehnene
1 Monat her
Antworten an  bkkopp

Deutsche lachen, Amerikaner auch. Erstere aus ideologiegetriebener Dummheit und Antiamerikanismus, letztere wegen Absicherung nationaler Interessen und spürbar gesteigerter Wertschöpfung. Die Venezolaner freuen sich übrigens auch, Remigration nimmt Fahrt auf.

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  Ohwehnene

> Antiamerikanismus

Wie die Woken, die gleich vom „Rassismus“ Schreien, wenn jemand klagt, dass ihn ein PoC-Migrant ausraubte – die eigentlichen Probleme stur ausblendend.