Tausende PDFs, Word-Dateien, Mitgliederlisten, Finanzunterlagen und Ausweise – es sind keinesfalls nur "alte Mails", die von den Hackern bei der AfD erbeutet worden sind. Und damit hat die Partei ein Problem. Eine Expertin analysiert den Cyber-Angriff.
picture alliance / dts-Agentur |
Da helfen keine schnellen „Alles halb so wild“-Kommentare, da hilft kein Weglächeln des ziemlich gigantischen Problems: Die Alternative für Deutschland steht vor tausenden möglichen Veröffentlichungen, die kein gutes Licht auf die Fraktion werfen könnten – immerhin haben Cyber-Kriminelle nicht nur 421.000 E-Mails aktueller oder früherer Spitzenfunktionäre der Partei abgesaugt, sondern auch noch Zehntausende PDFs, Word-Dateien, Datenbankabzüge, Mitgliederlisten, Finanzunterlagen und Ausweisdokumente. Material aus Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern dominiert; die Zeitspanne reicht von 2014 bis in den September 2026.
IT-Expertin: „Eine neue Dimension“
Dass dies ein Cyber-Angriff in einer absolut gewaltigen Dimension ist, bestätigt die Berliner IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann: „Also basierend darauf, was ich bisher aus dem AfD-Leak gesehen habe, würde ich es für echt halten. Selbst wie der Zugang zu den Daten erlangt wurde, ist nachvollziehbar.“ Und was zunächst wie eine anonyme Veröffentlichung von tausenden AfD-E-Mails wirkte, erhielt durch ihre Analyse und die anschließende Rekonstruktion des Angriffs eine neue Dimension. Gemeinsam mit Hoodinformatik sprach Wittmann mit den mutmaßlichen Hackern und Personen aus dem Umfeld der AfD-IT-Dienstleister. „So konnten wir erstmals rekonstruieren, wie der Angriff mutmaßlich abgelaufen ist“, sagt Wittmann.
Die AfD-Führung bestätigte bereits den Hacker-Angriff auf die Systeme der Alternita Dienstleistungs GmbH. Bemerkt wurde er laut Angaben aus dem Umfeld des Hostingdienstleisters bereits am 9. September. Laut AfD griffen die Hacker dabei primär auf ältere Postfächer zu. Allerdings: Ein veröffentlichter Datensatz enthielt E-Mails bis zum 14. September dieses Jahres.
Die Alternita Dienstleistungs-GmbH ist ein parteieigenes Unternehmen, das Dienstleistungen für verschiedene Landes- und Kommunalverbände innerhalb der Partei erbringt. Zu ihrem Angebot zählt neben dem Webhosting unter anderem auch die Buchhaltung, das KI-Tool Alternita Studio sowie die gemeinsame Beschaffung und interne Verteilung von Wahlkampfmaterialien.
Sie verwaltet für die Partei über 300 Domains sowie zahlreiche Webseiten. Für den technischen Betrieb greift sie wiederum auf externe IT-Dienstleister und Webhoster aus Deutschland und Österreich zurück.
Zwei Angriffe auf die AfD
Nach Angaben der Hacker wurde der Angriff zwar am 9. September bemerkt und nach der Ausleitung von 180 Gigabyte Daten gestoppt, berichtet Lilith Wittmann. Allerdings sei dabei von ihnen Schadcode auf den Servern hinterlassen worden, der im Anschluss an den Angriff von Dienstleistern der AfD nicht entdeckt worden sei. Die Hacker leiteten daraufhin nach eigenen Angaben am 14. September nochmals Daten aus den Systemen von Alternita aus.
Insgesamt hätten sie so Zugriff auf 300 Postfächer mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Terabyte gehabt. Sie begannen mit der Ausleitung der größten Postfächer und wurden auch beim zweiten Angriff gegen 6 Uhr morgens entdeckt, nachdem insgesamt 300 GB Daten ausgeleitet worden waren. Laut eigenen Angaben wurden zu diesem Zeitpunkt die Systeme hinter zahlreichen Subdomains abgeschaltet. Beim zweiten Angriff wurden nach Angaben der Angreifer dieselben Postfächer wie beim ersten Angriff nochmals ausgeleitet, sodass nur 120 Gigabyte zusätzliche Daten abgeflossen seien.
Wer sind die Hacker?
Die Täter selbst betonten gegenüber Lilith Wittmann mehrfach, sie seien nicht staatlich finanziert, sie würden keiner bekannten Gruppe angehören und hätten außer Spenden auf ihrer Website kein Geld für die Angriffe erhalten. „Es gehe ihnen lediglich darum, die AfD an denselben Maßstäben zu messen, die sie auch an andere anlege“, kommentiert dazu die IT-Expertin. Die Hacker bedauern die Veröffentlichung von Daten unbeteiligter Dritter, das sei nicht ihr Ziel gewesen. Allerdings sahen sie eine Verantwortung beim deutschen Staat, der seinen Aufgaben in Bezug auf die AfD nicht nachgekommen sei.
Andere IT-Experten wie Mirko Ross, ein ehemaliger Hacker, heute Geschäftsführer des Stuttgarter Unternehmens Asvin und Berater für öffentliche Stellen, teilen die Einschätzung Wittmanns, dass es sich nicht nur um altes Material handeln würde und der Schaden für die Partei erheblich ist: „Da sind auch E-Mails aus 2026 dabei. So veraltet, wie die AfD die gehackten Daten darstellt, sind sie nicht.“ Er habe bereits Teile des Materials analysiert – es gehe weit über das hinaus, was die AfD öffentlich als betroffen beschrieben habe.





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Alles nur Aktionen, um mit „Dreck“ nach der AfD zu werfen. Die Parteikader des Komplotts samt ihrer Klientel schwimmen schon halb unter Wasser. Das gibt auch keinen Auftrieb, bestenfalls mehr Schmutzbrühe, in der sie zum Überleben schwimmend und zappelnd rumpaddeln – wird auf Dauer nicht gelingen.
Und wann werden die Emails von CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke und FDP veröffentlicht? Wann wird die Vulkan-Gruppe ermittelt? Wann wird der Mordanschlag an Frank Magnitz aufgeklärt? Offensichtlich ist die Stasi weiterhin aktiv! Dieser Staat ist ein linker Mafia-Staat.
Die Daten der AfD konnten nur gestohlen werden, weil alle Emails in der Cloud gespeichert sind (imap-Protokoll). Besser wäre es, künftig täglich alle Emails herunterzuladen und extern auf Festplatte zu speichern (offline). Es ist interessant, dass die Datendiebe („Hacker“) so betonen, keine staatliche Unterstützung zu bekommen (kein staatliches Fördergeld für den Einbruch bei der AfD), trotz klarer politischer Motivation des Einbruchs. Das wirft die Frage auf: beraten diese Hacker vielleicht den Staat ? Wäre es möglich, dass V-Leute des Geheimdienstes Zugang haben zu AfD-Servern, sodass der Einbruch auf die Emailkonten gar nicht zwingend von außen erfolgt sein muss, wie es… Mehr
Na, wenn an dieser „Kriminalität“ mal nicht deutsche Dienste beteiligt waren!
Erstaunlich, dass es erst jetzt passiert ist. Der Kampf gegen die AfD wird eben mit ALLEN Mitteln geführt.
Jetzt erst recht: AfD. Wobei Die Partei längst alternativlos ist, vor allem vor dem Hintergrund der immer stärker auftrumpfenden Rotfront, der die Union absolut NICHTS entgegensetzt.
Werden diese bekannten verbrecherischen Hacker und scheinheiligen Mitwisser wenigstens verurteilt und eingesperrt? Oder werden die höchstwahrscheinlich als Helden gefeiert?
„In Treue fest“ ist m.W. kein Nazispruch. Deshalb sei er hier verwendet, und soll nichts weiter ausdrücken, als daß sich an meinem Wahlverhalten nichts ändern wird. Was wäre denn auch sonst die Alternative?
Oh je, WordPress. Da muss man sich wirklich nicht wundern. Ich wundere mich, dass IT-Experten sowas überhaupt zulassen.
Vielleicht sind die IT-Experten ja eingeschleuste trojanische Pferde.
Jetzt erst recht die AfD wählen!
Cui bono. Legt man das zugrunde, ist der Täterkreis sehr eingeschränkt. Hier hat wohl der türkisch geführte Verfassungsschutz einen Versuch gestartet, der AfD zu schaden. Aber auch das wird nicht funktionieren, denn die Realität zwingt dazu die AfD zu wählen.
Merz ist eine Komplettausfall, die SPD linksextrem, auch wen die nun mit der Russen-Schwesig kommen, die in MV vielleicht von den alten VEB-Kadern gewählt wird, nicht aber von den Geschädigten im Bund.
Würde mich nicht wundern wenn die Russen dahinter stecken würden.
Die Russen oder die AfD! Es ist natürlich der VS zusammen mit der Antifa.