Siegeszug der AfD: Interview mit Spitzenkandidat Leif-Erik Holm

„Der Staat muss sich gesund schrumpfen“, fordert AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern Leif-Erik Holm. Im TE-Interview spricht er über Ministerienabbau, Bürokratie, das Ende des NDR-Staatsvertrags, den politischen Kampf gegen Manuela Schwesig und Risse in der CDU-Brandmauer.

 

„Der Staat muss sich gesund schrumpfen. Er muss endlich bei sich selber sparen“, so AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm aus Mecklenburg-Vorpommern.

Seine zentralen Forderungen: Ministerien zusammenlegen, Bürokratie kappen und den Windkraft-Ausbau stoppen. Konkret plant Holm, das Wissenschaftsministerium aufzulösen und ins Bildungsministerium zu integrieren. Zudem soll ein verpflichtendes Vorschuljahr eingeführt und der Verwaltungsapparat spürbar verkleinert werden.

Im Interview im Bürogebäude des Bundestages sprechen Klaus-Rüdiger Mai und Maximilian Tichy mit Holm über seine Pläne für Mecklenburg-Vorpommern: Warum er Manuela Schwesigs Zuspitzung „Entweder AfD oder ich“ für eine Kopie vergangener Wahlkämpfe hält, wieso er an der Basis der CDU wachsenden Widerstand gegen die Brandmauer wahrnimmt und warum für ihn die Kündigung des NDR-Staatsvertrages ganz oben auf der Agenda steht.

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Kommentare ( 56 )

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56 Comments
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Michaelis
23 Tage her

Und das hier habe ich gerade bei GMX gelesen, Zitat:

„Benedikt Kaiser, viel beachteter Vordenker im AfD-Umfeld, hat im Netz bereits eine Diskussion über den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, angestoßen. ‚Das völlige inhaltliche, strategische und wahlkämpferische Versagen hat Rückwirkung auf die gesamte AfD, das Momentum von Sachsen-Anhalt hat Holm gestoppt, wie Merz es nie könnte‘, schrieb er auf der Plattform X.“

Hat dieser „Vordenker“ eigentlich noch alle Tassen im Schrank??? Solche spalterischen Volldeppen gehören aussortiert und in die Wüste geschickt – UNFASSBAR!!!

Privat
24 Tage her

An alle Realitätsverweigerer – Nur die AFD wird im Land etwas positives bewirken.
Das Kartell wird überhaupt nicht bewirken- nur ein weiter so wie bisher und dann den eigenen Untergang.

BellaCiao
25 Tage her

Herr Holm kommt sehr sympathisch und vor allem kompetent und vernünftig rüber. Aus meiner Sicht wäre er ein Top-Kandidat als Bundeskanzler.
Peter Böhringer als Wirtschaftsminister und Bernd Baumann als Fraktionschef oder Kanzleramtsminister. Das wäre inhaltlich doch ziemlich genau das Personal der CDU von vor 30 Jahren.

Selbst wenn diese Mannschaft eine Enttäuschung wäre, schlimmer als die aktuelle Regierung könnten die gar nicht sein.

Last edited 25 Tage her by BellaCiao
BellaCiao
24 Tage her
Antworten an  BellaCiao

Ich korrigiere mich: Sagen wir eher wie die CDU vor 35 Jahren – oder noch früher. (Kinder wie die Zeit vergeht.)

X1
22 Tage her
Antworten an  BellaCiao

Die CDU vor 30 Jahren war so beliebig und tatterig, dass Merkel sich in ihr durchsetzen konnte.

Dieter Rose
18 Tage her
Antworten an  X1

Da waren damals doch viele ehemalige Nazis in der Partei und keinen hat’s gestört!

WGreuer
26 Tage her

Der Staat muss sich nicht nur gesundschrumpfen, vielmehr muss die Macht der Parteien, des Parteiapparats, der NGOs und der Lobbyisten absolut eingeschränkt, die völlige Unabhängigkeit der Justiz gewährleistet und vor allem auch die Macht der Politiker begrenzt werden. Dazu zähle ich u.A.: Wegfall des Listenwahlrechts Einstellung der Parteienfinanzierung Trennung von Amt und Mandat – wer in einer Partei ist, bekommt kein Amt. Fertig! Amtszeitbegrenzung auf max. 6 Jahre Wegfall der Weisungsbefugnis für Staatsanwaltschaften Öffentliche Wahl der Richter anstelle von Ernennung durch Politiker Einstellung der Finanzierung aller NGOs Lobbygespräche und ontake nur mit n-Augen-Prinzip (alle im Parlament vertretene Parteien anwesen) und… Mehr

M.Peter
26 Tage her

Eloquent und sympathisch der Herr Holm.
Eine echte Alternative zur verbiesterten Schwesig. Diese sogenannte „Frau gegen Blau“ möchte sich natürlich lieber grün und rot „ärgern“.

Madame Blume
26 Tage her

Danke für das Interview, war sehr angenehm anzuhören. Nichtsdestotrotz: Deutschland braucht nicht mehr IT und KI, sondern wir brauchen Leute „an der Basis“, die die Infrastruktur am Laufen halten. Was bringt die tollste KI und IT, wenn die Infrastruktur, in denen die Technik installiert werden soll, verrottet? Man gucke sich Häuser, Straßen, etc. an. Fast überall im Land verrotten sie. Sucht man Handwerker und Bauarbeiter, die sich kümmern, dauert es Monate bis Jahre, bis die Baustellen irgendwann wieder zu sind. Selbst der Tausch einer defekten Toilettenschüssel kann bis zu 6, 7 Monate dauern, weil es zuwenig Handwerker gibt, die freie… Mehr

Dieter Rose
18 Tage her
Antworten an  Madame Blume

…stattdessen bekommen wir Influencer!!!

Lizzard04
26 Tage her

Gute, sachliche Fragen und Nachfragen! So kann man sich ein vernünftiges Bild machen. Kein Vergleich zu den Verhören im Staatsfunk, bei denen AfD Politiker normalerweise keinen Gedanken zu Ende bringen dürfen, da man ihnen permanent ins Wort fällt! Alles Gute Herrn Holm am Sonntag. Ein starker Kandidat!

Mikmi
26 Tage her

 Wie sagt es der Harald, „Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine“, wer schon die Frage stellt, ich oder die AfD, der wird die Wahl verlieren. Unsere Regierungen leben über ihre Verhältnisse, es muss gespart werden, wer das nicht begreifen will, der soll lieber nie eine Familie gründen.

Uwe Bars
26 Tage her

Ich habe Holm noch als sehr smarten und beliebten Radimoderator in Erinnerung.Er ist einer der für den Gegner schwer angreifbaren Personen in der AFD. Ich kann mich nicht erinnern, dass er auch nur eine einzige provokante Äußerung getätigt hat, weil er eben rhetorisch professionell ist. Zusammen mit seinem Abschluss in VWL wäre er selbst als gebürtiger Ossi ein idealer Kandidat in einem westlichen Bundesland. In M-V sind nicht mehr als 40 % drin, das liegt an der gewachsenene politischen Landschaft. Die CDU kam hier nie in die Nähe der absolute Mehrheit. Ein einziges Interview mit ihm reicht zB aus, dass… Mehr

Jens Frisch
26 Tage her

Warum der Rundfunkstaatsvertrag aufgelöst gehört?
Weil sich die Sender (einseitig!) nicht an ihren Teil des Vertrages halten!

Madame Blume
26 Tage her
Antworten an  Jens Frisch

Und weil es viel zu viele Sender und Ableger davon bei Youtube, TikTok & Co. gibt. Siehe z.B. das Funk-Netzwerk mit allein 219 (!!!) Sendeformaten:

https://www.funk.net/formate

https://www.funk.net/impressum

Edwin
26 Tage her
Antworten an  Jens Frisch

Warum braucht es überhaupt einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Leben wir nicht in einer pluralistischen Gesellschaft? Zumindest waren wir in den 80er Jahren stolz darauf!

Es braucht bestenfalls ein Verlautbarungsorgan für die verabschiedeten Gesetze auf Bundes- und Landesebene. Das kann mit einer Handvoll Leute erledigt werden. Die Minimalkosten hierfür können vom Steuersäckel bezahlt werden. Ansonsten ist Meinungsbildung privat und erfolgt über private Medien, aus deren Angebot sich der Bürger das passende aussucht und dafür bezahlt, wenn er will.

Fralarovi
26 Tage her
Antworten an  Edwin

Richtig, es gibt ja Hunderte bzw. Tausende von kritischen Medien und Kanälen, die investigieren, recherchieren, informieren und unterhalten. Ein Beispiel dafür: Neue Medien / Neue Medien Portal Ein Medium in diesem Portal allein, die Epoch Times, hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Nutzer weltweit. Die Regierung, die Parlamente und die Justiz als Angestellte und Vertreter der Bürger haben eigentlich nur die Aufgabe, sicherzustellen, dass die Voraussetzungen für die Medienarbeit vorhanden sind und die Grundrechte, die freie Meinungsäußerung, der Pressekodex und echter Datenschutz usw. eingehalten werden. Die Medien dürfen nicht einseitig die Versionen der Hochfinanz und der Mächtigen und… Mehr

na sowas
23 Tage her
Antworten an  Jens Frisch

Und weil die Moderatoren „unterirdisches“ Verhalten, an den Tag legen