Zohran Mamdani preist den Islam als Migrationsreligion. In der Schweiz zeigen sich aktuelle Probleme damit: 80 Prozent der nordafrikanischen Asylsuchenden werden einer Straftat beschuldigt. Die Probleme mit Maghrebinern sind auch in Deutschland lange bekannt – seit der Silvesternacht 2015 und neuerdings vom Bremer Hauptbahnhof.
Bild: KI-generiert
Für den gewählten Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, hat der Islam immer etwas mit Migration zu tun. Der Islam sei „auf einer Migrationserzählung aufgebaut“, auch Mohammed war ja ein Fremdling in Medina. Der Islam habe also als etwas Fremdes begonnen und werde auch in Zukunft wieder zu etwas Fremdem werden, Glückseligkeit gebühre daher den Fremden, so die Worte des Propheten Mohammed, die Mamdani mitsamt Ehrfurchtsformeln vor seinem Propheten rezitiert. Der Bürgermeister darf ruhig noch etwas mehr aus Koran und Hadithen zitieren. Vielleicht werden die New Yorker Linken dann erkennen, wen sie gewählt haben.
Nun rückt eine andere Kategorie von Muslimen in den Brennpunkt des Interesses der ruhigen Schweizer: „Wieso sind so viele Nordafrikaner in Straftaten verwickelt?“, fragt nun selbst der zahme ÖRR-Sender SRF. 80,5 Prozent der nordafrikanischen Asylbewerber aus Marokko, Algerien und Tunesien werden laut dem Staatssekretariat für Migration einer Straftat beschuldigt. Das deckte zuerst die Tageszeitung Blick auf.
Auch die muslimischen Länder Nordafrikas sind Ergebnis der Wanderungen arabischer Muslime. Im 19. Jahrhundert piesackten sie die internationale Schifffahrt im Mittelmeer so sehr, dass die USA eine Kriegsflotte bauten, um den Barbareskenstaaten Einhalt zu gewähren. Es gibt eben Weltgegenden, die besonders zu Wegelagerei neigen, könnte man meinen, heute das Horn von Afrika, damals eben die nordafrikanische Küste.
SVP fordert schon länger Haftverbüßung im Heimatland
In der Schweiz dominieren die „jungen Männer aus Maghreb-Staaten seit Jahren die Asyldebatte“, schreibt der Blick. Sie dominieren aber nicht wegen ihrer Zahl, sondern wegen ihrer schieren Auffälligkeit. Autodiebstahl, Ladendiebstahl, Einbruch in Privathäuser – das sei das Verhaltensrepertoire. Marokkaner werden achtmal, Tunesier neunmal öfter als Schweizer wegen schwerer Gewalttaten angezeigt. Das beginnt schon mit Zwischenfällen in den Bundesasylzentren der Schweiz. Der Abstand zu anderen Herkunftsstaaten soll zudem hoch sein. Bei denen gebe es nur 12,3 Prozent Beschuldigte – auch dies beileibe kein geringer Wert, der in Deutschland ganz ähnlich vorliegt.
Ein Satz in dem Blick-Bericht überrascht allerdings: „Die Zahlen sind auch für die Behörden neu.“ Und das scheint auch nicht ganz richtig zu sein. Denn schon im Jahr 2024 führte der SP-Asylminister Beat Jans ein 24-Stunden-Verfahren für die Nordafrikaner ein. Damit reagierte man aber nur auf eine Hotelmentalität bei den Maghreb-Migranten, die oft nur für kurze Zeit in Asylzentren auftauchten, um Obdach und Essen abzugreifen. Ihre Fingerabdrücke wollen sie merkwürdigerweise nicht abnehmen lassen. Also reisen sie für gewöhnlich bald wieder ab, verlassen das Land, tauchen vielleicht auch unter.
„Junge Räuber“ aus dem Maghreb gibt es auch in Deutschland
Was sich nun geändert zu haben scheint: Das Problem ist – auch im Gefolge der Ceuta-Krise? – drängender geworden. Die Schweizer Regierenden suchen den Beistand der Öffentlichkeit, im Zweifel auch für härtere Maßnahmen. Die Asylanträge von Nordafrikanern reißen in der Schweiz jedenfalls nicht ab, obwohl gerade sie zu 99 Prozent abgelehnt werden. Derweil gelten immer mehr nordafrikanische Migranten als „minderjährig“, wie man ja auch in Ceuta bestaunen durfte.
Erst vor kurzem wurde ein Vater mit seinem 22-jährigen Sohn zum Opfer einer solchen Bande am Bremer Hauptbahnhof: Sie erbeuteten das Handy des Vaters, schlugen mit diversen Gegenständen – „Fahrradschloss, Holzstielen und Gehhilfen“ – auf die beiden Opfer ein, die mit Verletzungen an Kopf und Oberkörper ins Krankenhaus kamen. Die Täter waren ein Marokkaner (16), zwei Algerier (16 und 27) und ein Libanese (23).
Die deutsche Antwort heißt bisher, so paradox es anmuten mag: Duldung wegen fehlender Papiere, Gründung einer Sonderkommission „Junge Räuber“, mehr Polizeipräsenz, mehr Videoüberwachung. Mehr Abschiebungen bleiben dagegen weitgehend die Forderung verzweifelter Polizeibeamten. Das Problem geht aber ganz sicher nicht von alleine vorbei. Die Gesellschaft kann sich jedoch daran gewöhnen. Wenn gerade über Ceuta und das spanische Leck zehntausende, vielleicht auch hunderttausende Migranten aus Nordafrika ins europäische Asylsystem geschleust werden, dann werden diese Probleme absehbar zunehmen.
EU-Politiker bauen das Leck an der Südwestflanke
Wenn nun die Schweiz erfolgreich nach Instrumenten sucht, um die nordafrikanischen Asyltouristen wirksamer abzuschrecken, dann steht ganz sicher ein Nachbarland bereit, das da weniger wählerisch ist. In Deutschland gilt etwa das Urlaubsziel Algerien noch immer nicht als sicheres Herkunftsland. Derweil hat Außenminister Johann Wadephul offen für mehr Zuwanderung aus Marokko geworben – im Rahmen eines liebedienerischen Besuchs im Mai. Damit gehört Wadephul praktisch in eine Kategorie mit dem spanischen Sozialisten Pedro Sánchez, der die illegalen Invasoren nach und nach in die Schengenzone einschleust.
Schon die Täter der Kölner Silvesternacht 2015 stammten zum großen Teil aus dem Maghreb. In Frankreich ist die Drogenmafia weitgehend in der Hand von Maghrebinern und startet Unruhen, wenn der dortige Innenminister nur den Eindruck erweckt, er wolle etwas daran ändern. Auch in Benelux scheint etwas ähnliches zu gelten („Mocro-Mafia“). Und bei Fußballspielen, in denen die Nationalteams entweder verlieren oder gewinnen, ist eines sicher: Tumult und Krawall wird es geben, auf den Straßen von Paris, Brüssel und andernorts. Und ausgehen wird er von jungen Marokkanern oder Algeriern, die eines sicher nicht sind: ganz normale Franzosen oder Belgier.
Man kann sich nun Gedanken über anthropologische oder auch ethnologische Konstanten machen. Ein Schweizer Maghreb-Experte namens Beat Stauffer glaubt jedenfalls nicht, dass die „jungen Männer schon mit der Absicht in die Schweiz kommen, hier zu stehlen oder mit Drogen zu handeln“. Aber Naivität ist ja noch nicht strafbar.
Sicher scheint: Die (relativ neue) Zuwanderung aus Nordafrika hat Deutschland und der Schweiz offenbar ebenso wenig Gutes gebracht wie Belgien, den Niederlanden oder Frankreich. Dass man die Zuwanderung aus Nordafrika – als einer vermeintlich benachbarten Region – trotzdem vorantreiben will, ist daher Ausdruck regierungsamtlichen Leichtsinns oder Wagemuts. Zudem zeigt man den Wählern noch einmal definitiv, wie wenig sie einen interessieren.







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