Der Jubel nach dem zwischenzeitlichen Auftragsplus in der deutschen Industrie ist bereits verhallt: Nach Zahlen des Maschinenbauverbands VDMA wird auch das laufende Jahr zur bitteren Enttäuschung. Ohne ideologische Umkehr wird die deutsche Wirtschaft die Rezession nicht überwinden.
picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Friedrich Merz macht es uns nicht leicht, aktuelle Wirtschaftsdaten korrekt zu interpretieren. Der Schuldenkönig aus Brilon verfälscht die Statistiken nicht nur mit seinem „Sonder(schulden)vermögen“: Über 320 Milliarden Euro direkter und indirekter Staatsbeihilfen strömen, so der Freiburger Ökonom Lars Feld, durch die Subventionskanäle, die sich ihren Weg immer tiefer in die deutsche Ökonomie bahnen. Dort entstehen Kunstökonomien, ökonomische Homunculi, die für alle Zeit am Tropf des Steuerzahlers hängen.
Was ist noch Wachstum, was ist schuldenfinanzierter Popanz?
Im Juli jedenfalls meldete das Statistische Bundesamt ein starkes Auftragsplus für die deutsche Industrie: Der reale Auftragsbestand stieg gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent, im Jahresvergleich sogar um 10,9 Prozent – ein Satz von olympischem Format.
Hinter der statistischen Fassade allerdings zeigt sich schnell, woher der Wind tatsächlich weht: Vor allem der Bereich Sonstiger Fahrzeugbau steigerte seinen Auftragsbestand um 3,9 Prozent zum Vormonat – die Milliardenschulden für die Rüstungsindustrie sorgen für Stimmung bei Rheinmetall, Hensoldt und Co.
Welch ein Kontrast zur realen Wirtschaft! Die Automobilindustrie, noch immer das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, findet nicht mehr aus dem Abstiegsstrudel heraus: Im Juli verzeichneten die Autobauer erneut einen Rückgang ihres Auftragsvolumens, diesmal um 1,7 Prozent zum Vormonat.
Bereinigt um die schuldenfinanzierten Rüstungsaufträge wird klar, dass es weiter gen Süden geht. Fakt ist, dass die Wirtschaft mit jedem weiteren Monat der gegenwärtigen Politik Boden gegenüber der Auslandskonkurrenz verliert. Wen wundert’s bei den turmhohen Energiekosten und der zunehmend aggressiven Regulierungsarbeit Brüssels?
Die Freude des Wahlkampfteams des Bundeskanzlers über die frohe Botschaft aus der Industrie war kaum verklungen, da riss das Band der Illusionen und die Realität schnappte pfeilartig zurück.
Eine aktuelle Auswertung der tatsächlichen Lage im Maschinenraum der deutschen Ökonomie lässt für dieses Jahr Schlimmstes befürchten: Der Maschinenbauverband VDMA meldete am Donnerstag für die ersten sieben Monate einen realen Produktionsrückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das ist eine Horrorzahl, die wie eine Medienguillotine auf den Bundeskanzler niedersaust. Es sieht dunkel aus: Seit 2018 verlor der Sektor beinahe ein Fünftel seiner Produktionstätigkeit.
Diese dramatische Entwicklung entspricht keinem typischen Konjunkturverlauf. Deutschland befindet sich im Strudel einer Deindustrialisierung, die auch historisch einzigartige Schuldenprogramme des Staates nicht mehr abbremsen werden. Die Schuld an diesem Desaster tragen die Parteien des Ökosozialismus, allen voran Merz und die CDU.
Konfus, aber dieser politischen Ideologie treu verpflichtet, steuert der Bundeskanzler seine Regierung durch den Nebel. Merz betonte anlässlich des Festakts zum 150. Geburtstag Konrad Adenauers seinen ungebrochenen Reformwillen und erntete eisiges Schweigen.
Er habe nur eine von 630 Stimmen im Bundestag, so Merz. Seine Richtlinienkompetenz reiche zudem nicht über das Kabinett hinaus. Danach befinde man sich auf der hohen See des Bundestags.
Es ist stets dasselbe Spiel: Medienwirksam werden Reformwille und Problembewusstsein inszeniert. In Wahrheit hält man fest an der gemeinsamen Strategie von Union und SPD, dem schuldenfinanzierten Aufbau der Staatswirtschaft.
Es wirkt komisch, wenn Friedrich Merz in seiner Not zu Seemannsmetaphern greift. Ist er nicht selbst der Kapitän, der das Staatsschiff, um es pathetisch zu sagen, zielsicher auf den für jedermann sichtbaren Eisberg zusteuert?
Wo bleibt wenigstens der Versuch einer Reform? Weshalb wagt Merz nicht den Schnitt mit der zerstörerischen Klimapolitik und beginnt einen ernst gemeinten Konsolidierungspfad der Staatsfinanzen, der ein Remigrationsprogramm umfasst, das Ende der widersinnigen Entwicklungshilfe genauso umschließt wie eine Abkehr vom steuerfinanzierten NGO-Unwesen. Auch die Rückkehr zur Diplomatie mit den Russen wäre Gebot der Stunde.
Klar, es bedeutete das Ende der Koalition. Merz hätte nur noch die AfD als Option. Doch Merz steckt fest im Brandmauer-Kokon. Der Kanzler zeigt trotz der sichtbaren Krise keinerlei Erkenntnisfortschritt und verweigert sich jedwedem Reformwillen. Politisch betrachtet ist Merz ein Globalist, der fest an den Erfolg seines Militär-Keynesianismus glaubt. Dieser soll die zerfallende Wirtschaft stützen und, wenn es sein muss, zum Preis geopolitischer Risiken im Verhältnis mit Russland.
Allerdings eilt ihm der Zerfall der Wirtschaft voraus. Wie weit genau, beschrieb die Unternehmensberatung Roland Berger, die in ihrer Analyse zur Automobilindustrie einen endgültigen Schlussstrich unter die Kanzlerhoffnung auf einen raschen Aufschwung zog. In den kommenden Jahren, prognostizierte Berger, werden in diesem Sektor weitere 200.000 Jobs gestrichen. Eine Katastrophe bahnt sich an, die jedermann sieht, die aber politisch nicht zum Umdenken führt.
In wenigen Jahren werde nur noch eine knappe halbe Million Menschen in der ehemaligen deutschen Schlüsselindustrie tätig sein, so Berger. Eine Entwicklung mit drastischen Folgen für die gesamte sklerotische deutsche Ökonomie.
Allein Volkswagen zählt rund 63.000 Einzelunternehmen in seiner globalen Lieferkette – weit über 10.000 davon am Standort Deutschland.
Was der Niedergang dieser industriellen Kraftzelle tatsächlich bedeutet, ist im Zuge der aktuellen Dynamik kaum zu ermessen. Es ist bezeichnend, dass der Medien-Mainstream versuchte, diesen historisch einmaligen Absturz aus der Wahlberichterstattung in diesem Jahr konsequent auszuklammern.
Tatsache ist aber, dass vor allen Dingen die CDU einen erheblichen Anteil an Deutschlands Deindustrialisierung trägt. Ob der von der Union maßgeblich entschiedene Atomausstieg, die aggressive Politik der CO₂-Besteuerung und immer schärfere Klimaregulierung – die CDU hat sowohl in Berlin als auch in Brüssel gemeinsam mit ihren grünen sozialistischen Partnerparteien Fakten geschaffen.
Und gegen diesen säkularen Trend wird sich auch der Militär-Keynesianismus des Bundeskanzlers nicht lange behaupten können.


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Die CDU ist heute (iwe auch die SPD und Grüne) eine reine Funktionärspartei, also das in 1918 erfundene und 1949 erneuerte Parteien- und Staatsverhältnis geht langsam auf sein Sterben zu: man hat den Staat übernommen, um seine Partemacht erst auszubauen und jetzt zu retten: die Bürger und Wähler fahren aber den einzigen Hebel raus, der ihnen bleibt: Verweigerung der Wahl.
„Er habe nur eine von 630 Stimmen im Bundestag, so Merz. Seine Richtlinienkompetenz reiche zudem nicht über das Kabinett hinaus. Danach befinde man sich auf der hohen See des Bundestags.“
Gerhard Schröder hatte auch nur eine Stimme im Bundestag und seine Richtlinienkopetenz als Bundeskanzler, irgendwie hat er es aber trotzdem geschafft seine Reformvorhaben umzusetzen.
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Merz steuert uns nicht auf Den Eisberg zu. Den hat schon Merkel volle Umme mit Zurücksetzen zu Crushed Ice zerrieben. Unter Scholz hat man dann hinten auch noch ein Leck in Boot gekloppt um das Wasser dort wieder raus zu lassen.
Merz hingegen steuert aufs offene Meer statt auf die Sandbank und hat den Pinguinen unsere Rettungsboote geschenkt…
Diese eine Stimme sollte einfach verschwinden, er ist Jurist und er zerstört Deutschland zugunsten von Asylindustrie, Kriegsfinanzierung und Energiewende.
Korrosion und Erosion sind hinterhältige Kameraden. Sie wirken immer substanzzerstörend und – wenn ein bestimmtes Ausmass überschritten wird – strukturauflösend. So ist es mit unserem Land: die Wohlstandsbasis aus Chemie, Stahl, Auto, Maschinenbau etc ist durch jahrzehntelanges Wirken ätzender grünwoker Agentien vollständig zerfressen. Die grossenteils noch vorhandene Lackierung suggeriert Funktionstüchtigkeit, in Wahrheit verdeckt sie nur den Totalschaden.
Mittlerweile ist es relativ klar dass es wohl doch um Agenten geht – anders kann man die Klimareligion, angebliche Liebe für die Umwelt und Kriegsgeilheit nicht erklären.
Der Maschinenbau muss halt Produkte herstellen, die im besten Deutschland aller Zeiten gebraucht werden. Ein CO2 ausstossender, teuren Diesel verbrennender LKW kann ca. 20 Tonnen transportieren. Diese Last koennen auch 200 Lastenfahrraeder (100 kg/ Fahrrad) transportieren. Beruecksichtigt man Reichweite und Geschwindigkeit, kann man jeden LKW durch vielleicht 2000 Lastenfahrraeder ersetzen. Bei 500.000 zu ersetzenden LKW ergibt sich dadurch schon eine Milliarde (!) zum Ersatz zu bauender Lastenfahrraeder, was den Maschinenbau auf Jahre hinweg auslasten sollte. Der riesige, sich aus dieser bahnbrechenden Neuerung ergebende Exportmarkt ist hier noch unberuecksichtigt! Man muss allerdings noch jeden Menge Leute anwerben, die diese Lastenfahrraeder auch… Mehr
Ja, die Deindistrialisierung ist Absicht – das bestätigt auch Grok.
Hier ein lesenwerter Artikel auf Anderwelt, der bestätigt, was ich schon lange behaupte. All die tausenden kleinen Gängel-Maßnahmen, die vielen Störaktionen, Gesetze, die hohen Energiepreise, die Massenmigration, all das, was die deutsche Regierung und die EU über Deutschland und die EU regnen lassen, also das, was auch TE seit Jahren berichtet, ist kein Versehen, sondern gezielte, koordiniere Absicht. Deutschland und Europa sollen zerstört werden.
Sagt Grok.
https://www.anderweltonline.com/wirtschaft/wirtschaft-2026/wie-laesst-sich-ein-industriestaat-ruinieren-grok/
Ich habe gerade auf Telegramm gelesen, wie schön man mit Ukraine als ehemalige Beamte des sogenannten Verteidigungsministeriums verdienen kann. Ich bin überzeugt, dass für Rüstungsfirmen ein neue Bonanza sein wird. Mindestens bis zum Punkt wo keiner uns das Geld geben will. Also nicht meckern sondern Waffen an Ukraine verkaufen.