Nach Griechenland, Großbritannien, Spanien, Italien, Österreich nun das gleiche Muster in der Türkei und in Dresden: deutliche Gewinne der extremen Ränder und klare Verluste der Herrschenden. Und auf Schloss Elmau tanzt der G7- Kongress. Zunehmend viele Leute halten das wirklich für den Gipfel.
Das viele Geld der Notenbanken fließt in die falschen Kanäle. Anleger sind gut beraten, diesem Spiel fern zu bleiben. Sie sollten auf Liquidität umschalten.
Ob wortreiche, aber vielfach inhaltsleere Diskussionen beim G7-Treffen oder die fünfundzwanzigste Griechenland-Rettung, ob doch noch Grexit oder die immer deutlicher werdende Londoner Drohung mit dem Brexit-Referendum, insgeheim geht es immer nur um mehr Geld, das die Notenbanken in den Wirtschaftskreislauf pumpen sollen. Und sie tun es, zwar mit ungewissem Ausgang, aber vermeintlich mangels Alternative stets aufs Neue, und das nicht erst seit gestern. Ihr Ziel: Das Geld soll endlich der Realwirtschaft zugute kommen.
„An jedem Krieg in jedem Land, verdient die Deutsche Bank“. Diesen etwas schrägen Spruch skandierten Demonstranten, die gegen die G7 in Schloß Elmau zu Felde zogen. Abgesehen davon, dass es eine dieser typisch linken Verschwörungstheorien ist, die dieses Land zu beherrschen beginnen, zeigt es, welche symbolische Rolle die Deuche Bank spielt. Sie steht für die Macht der Wirtschaft, und die ist natürlich böse. Doch diese Macht hat ausgespielt.
Es lebe der kleine – und der große Unterschied zwischen Männern und Frauen! Wann immer ich mir „Harry und Sally“ anschaue, entdecke ich wieder etwas anderes, worüber ich lachen oder schmunzeln kann. Eine der schönsten Momente des Films ist aber nicht der, an welchen Sie jetzt gerade denken. Der Film ist so wunderbar, dass er nicht mehr in die Zeit paßt, obwohl er pausenlos gesendet wird. Da liegt die Frage nahe: Wie lange noch? Wann wird er der Political Correctness geopfert?
Dem einstigen„Sturmgeschütz der Demokratie“ fehlt heute offenkundig das Gespür dafür, wo…
Die Republik an diesem Samstag ist verzückt oder verrückt oder irgendwas dazwischen, weil sich die wichtigsten Oberhäupter der westlichen Welt in einem bayerischen Märchenschloss treffen. Der Leser von FOCUS ist davon frei und kann seine Wochenendlektüre ganz unbeschwert von der Weltpolitik in der bayerischen Provinz beginnen. Für diesen Mut zum Weglassen verdient Chefredakteur Ulrich Reitz nun wirklich Respekt. Seine Titelgeschichte für diese Woche heißt: "Immer fit und schlank"
Die Emotionen schlagen beim Thema Homo-Ehe haushohe Wellen – dafür und dagegen. Mehr Klarheit in einen solchen Schlagabtausch zu bringen, ist schwer, weil beide Seiten keine Argumente hören wollen, sondern „Bekenntnisse“. Der Bekenntnis-Druck ist in unseren Tagen nicht nur beim Thema Homo-Ehe groß, aber hier im Übermaß. Wobei wenigen auffällt, dass diese Bekenntnis-Inflation zu einem drastischen Wertverlust der Währung Bekenntnis führen muss. Wo man sich zur PKW-Maut ebenso „bekennt“ wie zur europäischen Wertegemeinschaft, zur Freiheit ebenso wie zur Freizeit, werden Bekenntnisse wertlos.
Wie viele eingetragene Partnerschaften gibt es in diesem Land? Ganze 35.000!…
„Ehe für alle“ - so lautet der Schlachtruf der Verbände der Homosexuellen und Lesben, nachdem in Irland die völlige Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare per Volksabstimmung erwirkt wurde. Bitte lesen Sie nicht weiter, wenn Sie bei diesem Thema emotional engagiert sind - so rum oder andersherum. Der Text könnte Ihre Gefühle verletzen. Denn es ist aus mehreren Gründen ein emotionales Thema: Einmal, weil für viele die Ehe als Verbindung von Mann und Frau zur Familie noch heilig ist. Dann, weil es für viele Homosexuelle ein symbolischer Akt zur völligen Gleichstellung ist. Lassen Sie uns jenseits von Emotion und Symbolik die Ehe nachrechnen - auf rein wirtschaftlicher Ebene.
Seit Montag ist sie in Kraft, die Wunderwaffe "Mietpreisbremse". Die SPD hatte sie im Wahlkampf 2013 vehement gefordert, was ihr nicht geholfen hat. Die CDU ist dem ur-sozialdemokratischen Wunsch nach noch mehr Zwangsbewirtschaftung des Wohnungsmarktes damals gerne gefolgt, ohne dass es ihr geschadet hätte.
Viel ist geschrieben worden in den vergangenen Wochen über den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis: Über sein rüpelhaftes Auftreten und seine unkonventionelle Kleiderordnung mit heraushängendem Hemd; seine Ton-Mitschnitte vertraulicher Gipfel-Gespräche; seinem Größenwahn, wenn er sich mit dem US-Präsidenten Roosevelt in eine Reihe stellt oder vorgibt, mit Barack Obama persönlich zu verhandeln - der ihn aber bei einem Massenempfang links stehen lässt. Varoufakis hat über den Hunger in Griechenland lamentiert und sich mit seiner Frau in dem Designer-Sommerhaus und Penthouse mit Blick auf die Akropolis fotografieren lassen; mit gegrilltem Fisch und Weißwein im Kühler. Es lebt sich gut inmitten allgemeinen Elends. Für ihn persönlich ganz besonders, aber auch für Griechenland im Allgemeinen.
Banken sind Innovationswüsten. Seit der Erfindung des Sparschweines und des Geldautomaten gibt es wohl keine nennenswerten Neuerungen bei Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken. Das mag vielleicht ein wenig hart klingen, aber es ist leider so. Das liegt nicht unbedingt an den Banken selbst, sondern an zwei Faktoren.
Vernunft und Rationalität sind in dieser durchmedialisierten Welt chancenloser denn je. Ein unangenehmer Typ „Heckenschütze“ terrorisiert die Gesellschaft. Seine aktuelle Waffe: Der Phobienvorwurf.
Das Leben ist ein großes Theater und das Theater widerspiegelte das wahre Leben. Diese selbstbeweihräuchernde Weisheit der Schauspieler und Gaukler hat in der Menschheitsgeschichte noch nie eine so deskriptive Kraft entfaltet wie in den heutigen massenmedialisierten Zeiten. Es gab noch nie so viel Informationsfreiheit, aber auch noch nie so viel Desinformation wie heute. Es gab nie so viel Meinungsfreiheit wie heute, aber auch noch nie so viel Zensur und Selbstzensur wie heute.
Welches Stimmenergebnis jemand bei Wahlen erhält, bestimmt die Schlagzeilen nicht, sondern die Zu- und Abneigungen von Medien. Von 41 Prozent bei den Europawahlen stürzte Matteo Renzi mit seiner sozialdemokratischen Partei (PD) auf 22,6 bei den Regionalwahlen am vergangenen Sonntag ab. SPON titelt: „Renzi erhält Rückenwind“, FOCUS online: „Dämpfer für Renzi“.
Wenn Kitas streiken, sinken in den betroffenen Kommunen die Gehaltszahlungen für die Erzieherinnen und Erzieher. Ob die Eltern dagegen für die Ausfallzeit entsprechend geringere Beiträge zahlen, ist vielerorts offen. Politiker raten den Eltern, die Erstattung gegebenenfalls einzuklagen. Auf den Mehrkosten, die in Streikzeiten durch eine private Betreuung entstehen, werden viele Familien wohl sitzen bleiben. Die Eltern sind die „Dummen“, nicht nur beim Kitastreik. Und wer dem staatlichen Schulsystem mit seiner Gewerkschaftsdominanz ausweicht, wird bestraft.
Die Preise für Wohnimmobilien steigen, die Mieten hinken hinterher. Was hat es damit auf sich, droht sogar eine Immobilienblase? Die Antwort fördert überraschende Ergebnisse zutage.
Die meisten Deutschen verbinden den Begriff Sicherheit mit Immobilien, in erster Linie mit Wohnimmobilien. Dass da einiges durcheinander geht, steht zwar fest, soll uns hier aber nur am Rande interessieren. Fakt ist, was der von ImmobilienScout24 berechnete Wohnimmobilien-Index IMX aktuell aussagt. Dazu der in der vorigen Woche veröffentlichte Kommentar der Indexrechner: „Auch im April sind die durchschnittlichen Angebotspreise wieder deutlich stärker gestiegen als die Angebotsmieten. Damit öffnet sich die Schere zwischen Kauf- und Mietentwicklung weiter.“
Die Roten und Schwarzen in Österreich nehmen das berüchtigte Merkel-Wort nicht in den Mund: ALTERNATIVLOS. Aber ihre Politik und sich selbst als Politiker halten sie dafür. Ohne jeden Zweifel. In meiner Heimat Steiermark nennen sich ÖVP und SPÖ „Reformpartnerschaft“ und haben für deren Fortsetzung Wahlkampf geführt, als sei das der neue Name für eine fusionierte Partei. Haben die rot-schwarzen Farbenbrüder wirklich niemanden, der ihnen sagt, dass solches die Steirer in Scharen zur FPÖ treiben musste?
"You better work - work it, girl. Sashay - Shanté!" Das sind ein paar, zugegeben sehr einfache, aber schwungvoll geschmetterte Zeilen aus dem Song "Supermodel". Gesungen und performed von einer der Ikonen meiner frühen Jugendtage: RuPaul. 1,93m groß. 2,20m in Plateau-Heels. Eine Vision in Blond. Und in Brünett. Und in Rot. Und in Schwarz. Mit Beinen, die in den Himmel ragen. Mit Kurven und Bewegungen, die die meisten Frauen so nicht drauf haben.
Werbung hat ein Problem - wenn sie den Kontext missachtet. Dann offenbart sie eine Wahrheit, die nicht im Sinne des Erfinders ist. Das gilt auch für das neue Werbeplakat der Grünen. Just zu dem Zeitpunkt, an dem die Debatte über Kindervergewaltigung im Umkreis und mit Billigung der Grünen einen neuen Höhepunkt erreicht, wirkt das Plakat mit farbiger Kinderkleidung peinlich.
John F. Kennedy („Ich bin ein Berliner“), Gorbatschow, de Gaulle – wenn sie in Deutschland waren, jubelten Hunderttausende. Noch 1999 in Köln brach Bill Clinton aus dem Gala-Dinner des G-8-Gipfels aus und kippte in der „Malzmühle“ zum Rheinischen Sauerbraten einige Kölsch: „Ich bin ein Kölsch“, grölte er dann durch die Altstadt.






















