GBUREKS GELDWOCHE: DIESMAL ÜBER ANLAGESTRATEGIE IM ZEITALTER DER SCHULDEN

Wie werden Schulden zurückgezahlt? Entweder nur zum Teil oder gar nicht. In letzter Zeit häufen sich dazu einige originelle Vorschläge. Warum Anleger sie beachten sollten.
Das unerträgliche, seit über fünf Jahren anhaltende Gezerre um die vermeintliche Lösung des Griechenland-Problems auf offener Bühne lenkt vom Geschehen hinter der Bühne ab: Die Staatsschulden wachsen weltweit ins Unermessliche. Viele Banken sind de facto pleite, weisen jedoch wertlose Forderungen als werthaltig aus. Ratingagenturen haben dieses Problem mit dem aktuellen Downgrading vieler Banken und Länder endlich wieder mal in größerem Umfang publik gemacht.

VON Manfred Gburek | 15. Juni 2015
Reicht auch nächste Woche noch

Am Kiosk ist meine erste Reaktion, am Datum zu prüfen, ob das auch wirklich die heutige Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist. Mit einer Design-Kur will sie seit heute neue Seiten aufziehen – optisch und inhaltlich, meldete MEEDIA vor einigen Tagen. Heute ist das nicht meine Wahrnehmung - die meines Mikrozensuses auch nicht.

VON Fritz Goergen | 14. Juni 2015
Unbedingt lesenswert, findet der Sonntagsleser die neue Ausgabe

Das ist endlich einmal wieder ein Titel typisch Spiegel: „Die Verführung“. Er geht dahin, wo es weh tut, deckt auf, wie sich Persönlichkeiten in Deutschland und Österreich in den Dunstkreis des Kasachischen Diktators Nasarbajew locken und von diesem instrumentalisieren ließen. Dabei werden ‚,Denkmäler“ wie Köhler, Schily und Schröder lädiert. Und diejenigen, die immer wieder darüber lamentieren, dass uns „die da oben“ verkaufen, erhalten reichlich Munition.

VON Hans-Peter Canibol | 14. Juni 2015
Griechenland stolpert nach einer EZB-Aussage in die Illiquidität. Was dann? Ein fiktiv-realistisches Szenario.

Mit dem 27. Juni tritt Griechenland eine neue Zeitrechnung an: Der Grexit ist schon im Gange. Hat nicht der Wirtschaftsweise Hans Werner Sinn erst vor kurzem gesagt, an einem Wochenende müsse man das über die Bühne ziehen?  Am Sonntag um 20.00  hat die griechische Regierung erklärt, dass die Banken eine Woche geschlossen bleiben, Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden.  

VON Roland Tichy | 14. Juni 2015
Martin Koch hat schon mal den Focus der 26. Woche für Sie vorab gelesen

Es ist nun mal so, dass ein Nachrichtenmagazin nach seiner Titelgeschichte beurteilt wird. Würden wir es beim aktuellen FOCUS so machen, könnten wir das Heft gleich wieder zur Seite legen. "Single. Die neue Lust aufs Leben. So funktioniert der Solo-Lifestyle."

VON Gastautor | 14. Juni 2015
Kultur

Lustig wird es, als der WELT-Autor den türkischen Taxifahrer fragt: "Wieso habt ihr eigentlich keinen Ehrgeiz, den Deutschen kulturell ein bisschen mehr euren Stempel aufzudrücken?" Und an der Stelle muss man sich schon ein kleines bisschen an den Kopf fassen und fragen, wo der Mann bisher seine Zeit verbracht hat - oder wie klein der Radius sein mag, in dem er sich Wochentags bewegt.

VON Sofia Taxidis | 13. Juni 2015
Teil 2 von 3 - Völkisch-ökologisch, vitalistisch-biologistisch, zünftig-korporativ und rassistisch-teutonisch

„Mehr Konterrevolution als Revolution“ nennt Wolfgang Prabel das, was der Geschichte-Unterricht uns in schwarz-rot-goldenen Farben als demokratisches Freiheitsbild von 1848 vermittelt. Ja, einige Revolutionäre der ersten Stunde verlangten einen Nationalstaat ohne Binnenzölle und Demokratie, wenige auch das Ende des Feudalismus und die Republik. Auf die liberalen Forderungen meldeten sich ihre erbittertsten Gegner, die privilegierten Mittelschichten: „Kaum hatte die Revolution begonnen, verwüsteten an einigen Orten schon wieder Handwerker und Krämer den Juden die Häuser.“ Ihnen gab der Mob die Schuld an allem Neuen. Die schärfsten Gegner der Abschaffung der Sklaverei sind immer die privilegierten Sklaven. Der klassische Feind von Freiheit ist Sicherheit. Und niemandem laufen sie lieber nach als primitiven Botschaften: Irrlehren im Gewande der Unfehlbarkeit.

VON Fritz Goergen | 13. Juni 2015
Gastbeitrag von Gerd Held - Teil 1 von 2 zu einer zukunftsweisenden Reform

Auf den ersten Blick scheint es sich um eine unfreundliche Geste gegen Deutschland zu handeln: In Frankreich sollen auf der mittleren Schulstufe (collège) die speziellen Fremdsprachenklassen abgeschafft werden und das trifft besonders den Deutschunterricht. Aber der Fall liegt anders. Er ist noch gravierender.

VON Gerd Held | 13. Juni 2015
Deutsche Lebensreform-Bewegungen - Teil 1 von 3

Besser, Sie schnallen sich an. Denn das Buch „Der Bausatz des Dritten Reiches“ von Wolfgang Prabel trägt Sie sonst aus der Kurve. Die Geschichtsinterpreten der Nachkriegszeit hätten uns weisgemacht, das abgrundtiefe Böse sei aus Hitlers „Mein Kampf“ und der Weltwirtschaftskrise über uns gekommen. Nein, sagt Autor Prabel: „Die Wurzeln der Unmenschlichkeit waren schon tief im Zeitgeist des Spätkaiserreichs und der sogenannten Goldenen Zwanziger Jahre verankert.“ Von den bekannten Größen der Goldenen Zwanziger, die auch viele von uns schätzen, bleibt nach der Lektüre von Prabels Buch praktisch nichts übrig.

VON Fritz Goergen | 12. Juni 2015
Die Kriminalisierungs-Strategie der GroKo greift - Minijobs für Rentner, Studenten und Einsteiger fallen weg

Der Mindestlohn ist ein Arbeitsplatzkiller, ermittelte jetzt das Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Hunderttausende Stellen seien bereits vernichtet worden. Einer der Hautpgründe: Wer einen Minijob vergibt, macht sich schnell strafbar - auch ohne böse Absicht. Und: Es trifft besonders Menschen in prekären Situationen, Schüler, Studenten, Rentner, Mitverdienet, Berufseinsteiger. Der Mindestlohn werde Hunderttausende von Arbeitsplätzen kosten, hatten Wirtschaftsweise und Forschungsinstitute die schwarz-rote Regierung gewarnt. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte Jobverluste stets bestritten, der Effekt des Mindestlohns werde "beschäftigungsneutral" sein. Die weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen in den ersten Monaten des Jahres schienen der Ministerin recht zu geben. Jetzt zeigt sich: Es liegt an der Statistik, die diese Arbeitslosigkeit gar nicht erst erfasst.

VON Roland Tichy | 11. Juni 2015
Müller-Vogg: Gegen den Strom

Gregor Gysi geht – jedenfalls als Fraktionsvorsitzender. Seine Partei hätte ihm nach seiner Abschiedsrede auf dem Bielefelder Parteitag das Lied von Trude Herr spielen sollen: „Niemals geht man so ganz“. Das wird bei dem mit Abstand besten Redner und Debattierer der Linken sicher so sein. Befreit von vielen lästigen Verpflichtungen, die mit einem politischen Führungsamt verbunden sind, hat Superstar Gysi künftig noch mehr Zeit für öffentliche Auftritte und Fernseh-Talkshows. Vielleicht gibt er von Herbst an im Bundestagshandbuch „Dauerwahlkämpfer“ als Nebentätigkeit an.

VON Hugo Müller-Vogg | 11. Juni 2015
Warum das bettelarme Griechenland Europa nach seiner Pfeife tanzen lassen kann

„Helft uns, Euch zu bezahlen!“, sagte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis am Montag in Berlin. Und meinte: Wenn Ihr uns nicht weiter bezahlt, dann habt Ihr ein Problem. Es ist die bekannte starke Rolle, die manch Schuldner hat.
Denn wer es schafft, die Gläubiger immer weiter in den eigenen Schuldensumpf zu ziehen, hat es irgendwann geschafft und kommt aus seiner Rolle der Schwäche plötzlich in eine Rolle der Stärke hinein. In einer solchen Situation verliert der Gläubiger auf den ersten Blick viel mehr als der Schuldner.

VON Frank Schäffler | 10. Juni 2015
Schöne Bilder und gute Aussichten

Ob Inszenierungen wie der G7-Gipfel ihre Kosten wert sind, spaltet die Geister. Der Wirkung ihrer Bilder entziehen sich wenige. Wer diesen Gipfel in bayrischer Bilderbuch-Kulisse auf der Haben-Seite buchen kann, ist Angela Merkel. Ihr zweiter Weltwirtschaftsgipfel als deutsches Heimspiel  wird von der Kür zur Klima-Kanzlerin gekrönt. Die Urkunde durfte sie aus den Händen von Greenpeace und Germanwatch höchst selbst entgegen nehmen. Das Zwei-Grad-Ziel in der Klimapolitik haben 2010 alle UNO-Staaten unterschrieben. Dass seine Elmauer Erneuerung durch die G7 als „Durchbruch“ bewertet wird, sagt, wie wenig in diesen Zeiten viel ist.

VON Fritz Goergen | 9. Juni 2015
Bettina Röhl direkt über die falschen Schwerpunkte des Weltwirtschaftsgipfels und den falschen Umgang mit Putin

Obama war in Elmau viel zu sehr darauf fixiert Putin zum Weltfeind Nr.1 zu stilisieren, der Putin mit weitem Abstand nicht ist. Auch der Klimawandel ist aktuell nicht das wichtigste Weltthema. Konzertierte Terrorismusbekämpfung lief schlaff und konzeptionslos nebenbei mit und ohne konkretes Ergebnis.
In den Zeiten des Kalten Krieges war es zu dem Essential der „politischen Korrektheit“ geworden, die neue „Ostpolitik“ des Außenministers Willi Brandt und der dann von ihm geführten Bundesregierung Brandt/Scheel zu einer Art alternativlosen Überfliegerpolitik zu halten - einfach nur genial, wie das gelang. Die Parole der späten sechziger/Anfang 70er Jahre lautete: Wandel durch Annäherung. Wer miteinander spricht, schösse nicht aufeinander. Der Anti-Amerikanismus, der auch eine Art Anti-Westianismus zeitigte, stammte ursprünglich aus den USA selbst, erreichte aber schnell Europa und die Bundesrepublik.

VON Bettina Röhl | 9. Juni 2015
Hilfsorganisationen verschwenden Spendengelder für fragwürdige Proteste - der bezahlte Hungertod

Wieviele Demonstranten, die gegen G7 protestieren, werden eigentlich bezahlt? Ausgerechnet die taz berichtet, dass die Welthungerhilfe dunkelhäutige Schauspielerinnen dafür bezahlt, dass sie sich als Globalisierungsopfer schminken lassen.

VON Roland Tichy | 8. Juni 2015
Bei der Bargeldabschaffung geht es um mehr als nur pragmatische Fragen

„Bargeld lacht“. „Nur Bares ist Wahres“. „Cash is King“. Nichts geht über Bargeld. Das ist sogar Gesetz. Nur Geldscheine,die auf Euro lauten, sind  vollwertiges Geld, unser gesetzliches Zahlungsmittel, so das  Bundesbankgesetz. Alles andere ist nur Ersatz. Daher kann jeder Kreditkarten, Überweisung, Scheck ablehnen - nur Bargeld nicht. Manche machen es sich sogar zu Nutze, um ihre Fernsehgebühr nicht zu zahlen - wer bar zahlt, hat Recht.

Soweit das Gesetz. Im Alltag gilt es nicht mehr.

VON Roland Tichy | 8. Juni 2015
Erdogan verliert die Mehrheit, die CDU Dresden und der Kongress G7 tanzt

Nach Griechenland, Großbritannien, Spanien, Italien, Österreich nun das gleiche Muster in der Türkei und in Dresden: deutliche Gewinne der extremen Ränder und  klare Verluste der Herrschenden. Und auf Schloss Elmau tanzt der G7- Kongress. Zunehmend viele Leute halten das wirklich für den Gipfel.

VON Fritz Goergen | 8. Juni 2015